Einsatzfahrzeug: Landquart - StpFW Landquart - LOP

Landquart - StpFW Landquart - LOP
Landquart - StpFW Landquart - LOP

Einsatzfahrzeug-ID: V221633 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname Landquart - StpFW Landquart - LOP Kennzeichen GR 471
Standort Europa (Europe)Schweiz (Switzerland)Graubünden
Wache StpFw Landquart Depot Landquart Zuständige Leitstelle k.A.
Obergruppe Feuerwehr Organisation Pflichtfeuerwehr
Klassifizierung Kleinalarmfahrzeug Hersteller Ford
Modell Ranger Auf-/Ausbauhersteller Magirus
Baujahr 2023 Erstzulassung 2023
Indienststellung 2025 Außerdienststellung k.A.
Beschreibung

Logistik- und Pikettfahrzeug (LOP) der Stützounktfeuerwehr Landquart

Fahrgestell: Ford Ranger 2.0 TDCi
Aufbau: Magirus
Baujahr:
Fahrgestell: 2023
Aufbau: 2025

Technische Daten:

  • Motor: Reihen-4-Zylinder-Dieselmotor
  • Antrieb: Straßenantrieb (4x2) mit zuschaltbarem Allradantrieb (4x4) mit Geländeuntersetzung
  • Getriebe: 10-Gang-Automatikgetriebe
  • Leergewicht: 2.510 kg
  • Nutzlast: 990 kg

Ausstattung:

Fahrgestell:

  • Unfalldatenschreiber (UDS) / Restwegaufzeichnungsgerät (RAG)
  • Spannungswandler
  • Wechselanhängerkupplung Rockinger Variobloc mit Kugelkopf und Zugmaul
  • Parksensoren an Front und Heck
  • Klimaanlage
  • Sitzheizung

Modulaufbau:

  • Verkehrswarnanlage bestehend aus 2 gelben Blitzern
  • Umfeldbeleuchtung

Beladung:

Fahrgestell:

  • Material zur Ladungssicherung
  • Faltsignal

Modulaufbau:

  • Stromerzeuger
  • Leitungsroller
  • Lichtschlauchroller Lichtband LED Flex 25 m
  • LED-Beleuchtungsgerät mit Akku
  • Motortrennschleifer Stihl
  • Brechwerkzeug Holmatro T1
  • Halligan-Tool
  • TNT-Tool
  • Bolzenschneider
  • Besen
  • Werkzeugkasten
  • Auffangwanne
  • 3 Faltsignale
  • 4 Verkehrswarnleuchten eFlare
  • 5 Faltleitkegel
  • 2 C-Druckschläuche
  • Hydrantenschlüssel
  • C-Hohlstrahlrohr
  • Übergangsstück BC
  • Löschdecke
  • Löschrucksack
  • ABC-Pulverfeuerlöscher
  • CO²-Feuerlöscher
  • 2 Schwimmwesten
  • 2 Wurfleinen
  • Wärmebildkamera FLIR
  • Drohne Sigma Fotokite
  • Teleskopleiter

Mädchen für Alles

Zwei ganz unterschiedliche Aufgabenkomplexe bedient die Stützpunktfeuerwehr Landquart seit 2025 mit ihrem Logistik- und Pikettfahrzeug (LOP). Es ist zugleich eine Art Voraus-, bzw. Kleineinsatzfahrzeug, als auch ein Logistik- und Zugfahrzeug für schwere Anhänger.

Als Vorausfahrzeug wird der als zwei Jahre alter Gebrauchtwagen beschaffte Ford Ranger vorrangig vom Pikettdienst der Wehr an den Wochenenden genutzt. Hinter dem Pikettdienst verbirgt sich in der Schweiz ein teils sehr unterschiedlich ausgeprägter Bereitschaftsdienst bei Feuerwehren. Dabei kann es sich angefangen von um einen einzelnen Offizier als Führungskraft in Rufbereitschaft bis hin zu einer umfangreichen Mannschaft als Wachbereitschaft handeln. Bei der Feuerwehr Landquart besteht der Pikettdienst wochenends ganz überschaubar aus einem diensthabenden Offizier. Seine Aufgabe ist die Erkundung von Einsatzstellen, bei Bedarf das Alarmieren und Einweisen weiterer Kräfte bei Bedarf sowie in der Folge die Übernahme der Einsatzleitung.

Im von Magirus konstruierten Modulaufbau des LOP finden sich zudem ausgewählte Ausrüstungsgegenstände die dem Pikettoffizier bei der Erkundung von Einsatzstellen helfen oder mit denen er entweder kleinere Einsätze selbstständig abarbeiten kann oder zumindest erste Maßnahmen ergreifen kann. Die Palette reicht dabei von Wärmebildkamera und Drohne für die Erkundung über Kleinlöschgeräte und etwas Schlauchmaterial mit einem Strahlrohr für die Brandbekämpfung bis hin zu Brechwerkzeugen und sogar einem Motortrennschleifer.

Durch die Wahl eines Modulaufbaus für das LOP kann der Ford Ranger im Depot der Stützpunktfeuerwehr auch in einen handelsüblichen Pick-up umgewandelt werden. Aus dem Pikettfahrzeug wird dann ein reines Logistikfahrzeug. Der gesamte Aufbau kann mit wenigen Handgriffen und in kurzer Zeit von der Ladefläche auf einen speziellen Tisch heruntergezogen werden. Umgekehrt kann der Aufbau auch schnell und einfach wieder auf dem LOP verladen werden. Ohne Aufbau steht die Ladefläche des Ford Ranger für Materialtransporte aller Art zur Verfügung. Auch ein Personentransport ist mit dem Ranger möglich. In der Standardkonfiguration bietet die Kabine vier Sitzplätze. Auf dem mittleren Platz der Rücksitzbank ist normalerweise nämlich ein Gestell mit Ladestationen für Funkgeräte und eine Wärmebildkamera befestigt. Dieses kann aber auch entfernt werden, um die volle Kapazität von fünf Sitzplätzen nutzen zu können.

Sogar aufgesatteltem Modulaufbau kann das LOP aber auch als Logistiker genutzt werden. Dann aber nur als Zugfahrzeug für die Anhänger der Wehr. Der auf 3.500 Kilogramm Gesamtgewicht ausgelegte Ford Ranger erlaubt eine Anhängelast von 3.500 Kilogramm, bzw. ein Zuggewicht von 6.260 Kilogramm. Für viel Flexibilität beim Ziehen von Anhängern sorgt eine Variobloc-Anhängerkupplung von Rockinger. Auf der Grundplatte lässt sich sowohl eine Kugelkopfkupplung, als auch ein Zugmaul anbringen.

Die Basis

Als Fahrgestell für ihr LOP konnte die Stützpunktfeuerwehr Landquart einen 2023 gebauten Ford Ranger 2.0 TDCi mit Doppelkabine erwerben. In dem Pick-up arbeitet der gleiche 213 PS starke Reihen-Vierzylinder-Dieselmotor wie im sportlich ausgelegten Raptor – dem Topmodell in der Ranger-Familie von Ford. Beim Offroadspezialisten storm72 in Zollbrück im Kanton Bern wurde der Ford Ranger noch auf eine verbesserte Geländegängigkeit getrimmt. Dabei wurde unter anderem das Fahrgestell höher gelegt und an der Federung Hand angelegt. Zum feuerwehrtechnischen Ausbau des Rangers von Magirus gehört neben Sondersignal- und Funkanlage der für Schweizer Einsatzfahrzeuge obligatorische Unfalldatenschreiber. Auf der Mittelkonsole befindet sich ein Bedienteil für die Sondersignalanlage und verschiedene andere Sonderfunktionen.

Die Ladefläche des Rangers wurde von Magirus zudem für die Aufnahme eines Modulaufbaus vorbereitet. Außerdem stattete Magirus das Fahrzeug mit einem Spannungswandler und auf der Ladefläche mit einer 230-Volt-Steckdose aus. Ein kleiner Staukasten links auf der Ladefläche erlaubt das mitführen einer überschaubaren ständigen Beladung. Sie besteht aus etwas Material für Ladungssicherung und Verkehrsabsicherung. Ist der Modulaufbau verladen wird der Staukasten aber von diesem überdeckt.

Die Sondersignalanlage des Ford Ranger besteht aus einem W3-Warnbalken von Standby, einem Paar Frontblitzern im Kühlergrill und einem Paar Heckblitzern in der Heckstoßstange.

Der Modulaufbau

Der Modulaufbau von Magirus ist an der Basis etwas schmäler als die Ladefläche breit ist. Erst über den Bordwänden wird der Aufbau etwas breiter, läuft dann aber nach oben hin wieder schräg zu. In drei mit Klappen verschlossenen Geräteräumen bietet er Platz für die Fahrzeugbeladung. Der größte Geräteraum ist der rückwärtige. Seine Klappe lässt sich nur öffnen, wenn auch die Heckklappe der Ladefläche aufgeklappt wird. Der rückwärtige Geräteraum wird in Gänze durch einen längs durch den ganzen Aufbau verlaufenden Auszug beansprucht. Die beiden seitlichen Geräteräume sind deutlich kleiner und haben nur eine geringe Tiefe.

Auf dem Auszug im Geräteraum GR können nach dem Öffnen der Klappe direkt zwei Feuerlöscher, ein Brechwerkzeug Holmatro T1 und ein Motortrennschleifer, aber auch erste Geräte für die Verkehrsabsicherung entnommen werden. Weitere Ausrüstungsgegenstände kommen erst nach dem Herausziehen des Auszugs zum Vorschein. Auf der linken Seite werden beispielsweise noch ein Stromerzeuger und ein Werkzeugkoffer mitgeführt. Gegenüber finden sich ein großer Transportkoffer mit einer Drohne, Kanister mit Ölbindemittel und Streusalz und Ausrüstung zur Wasserrettung. Außerdem zwei C-Druckschläuche, ein Löschrucksack und eine Notfallwanne zum Auffangen von Flüssigkeiten.

Im kleinen Geräteraum G1 sind Geräte zur Verkehrsabsicherung, ein Leitungsroller und Beleuchtungsgerät verladen. Zum Ausleichten von Einsatzstellen wird zum einen eine kleine akkubetriebene Flutlichttrage mitgeführt und zum anderen eine Trommel mit einem 25 Meter langen Leuchtschlauch. Der gegenüberliegende Geräteraum G2 ist mit einer Teleskopleiter, Brachwerkzeugen, Verkehrswarnleuchten und wasserführenden Armaturen bestückt.

In der Summe der Ausrüstungsgegenstände lässt sich mit dem LOP zwar kein ausgewachsener Löschangriff realisieren, aber für einen ersten Angriff zum Niederschlagen eines Feuers wird das nötigste mitgeführt. Zur Fahrzeugbeladung gehören ein Hydrantenschlüssel für die in der Schweiz üblichen Oberflurhydranten, ein Übergangsstück BC für den Oberflurhydranten, zwei C-Druckschläuche und letztlich auch ein C-Hohlstrahlrohr.

Der Modulaufbau ist sowohl mit einer Umfeldbeleuchtung ausgestattet, als auch mit jeweils einem paar blauer und gelber Blitzer als Verkehrswarn- und Sondersignalanlage. Beklebt wurde der Modulaufbau wie auch das Trägerfahrzeug von den Schweizer Blaulichtbeschriftern von Safety Signage.

Ausrüster Safety Signage, Standby GmbH
Sondersignalanlage

Fahrgestell:

  • 1 Warnbalken Standby W3
  • 2 Frontblitzer
  • 2 Heckblitzer

Modulaufbau:

  • 2 Heckblitzer
Besatzung 1/3 Leistung 157 kW / 213 PS / 211 hp
Hubraum (cm³) 1.996 Zulässiges Gesamtgewicht (kg) 3.500
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Eingestellt am 04.01.2026 Hinzugefügt von Christopher Benkert
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