Camiva

CAMIVA war ein französischer Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen und Drehleitern aus der Region Savoyen in Ostfrankreich. Ende der 1990er Jahre wurde CAMIVA von Fiat-Iveco übernommen und in dessen Brandschutzsparte Magirus integriert. Heute existiert noch der Markenname Magirus-Camiva für in den französischsprachigen Raum gelieferte Fahrzeuge von Magirus.

Im Jahr 1970 wurde CAMIVA in Chambéry im Département Savoie in Ostfrankreich gegründet. Der Unternehmensname CAMIVA ist ein Akronym und steht ausgeschrieben für Constructeurs Associés de Matériels d'Incendie, Voirie et Aviation, übersetzten lässt sich dieser Name in etwa mit Zusammengeschlossene Hersteller für Ausrüstung für Feuerwehren, das Straßenwesen und die Luftfahrt. Trotz des umfangreichen Namens spezialisierte sich CAMIVA vor allem auf die Entwicklung und Produktion von Feuerwehrausrüstung. Ganz zu Beginn der Unternehmensgeschichte übernahm CAMIVA den Geschäftsbetrieb des traditionellen französischen Herstellers Guinard Incendie. Bereits wenige Jahre nach seiner Gründung wurde CAMIVA vom LKW-Hersteller Berliet, seinerzeit schon Teil der Renault-Gruppe, übernommen. Nachdem die vormals eigenständigen Marken Berliet und Saviem für LKWs 1978 unter der Dachmarke Renault Véhicules Industriels vereinigt wurden, erfolgte auch die komplette Integration von CAMIVA in die Renault-Gruppe. Von Renault wanderte CAMIVA im Jahr 1997 an die Firmengruppe Fiat-Iveco und wurde dort der Brandschutzsparte Magirus angegliedert. Mit diesem Schritt wurde aus CAMIVA die neue Marke Magirus-Camiva. Zum Jahr 2012 konzentrierte Magirus seine Produktion von Feuerwehrausrüstung im Ulmer Stammwerk. Die bis dahin fortgeführte Produktion im CAMIVA-Werk in Chambéry wurde in diesem Zug eingestellt und das alte Produtkionswerk zu einem Standort für die Endausstattung von neuen Fahrzeugen und einem Servicestützpunkt. Erhalten blieb der Markenname Magirus-Camiva für nach Frankreich gelieferte Fahrzeuge von Magirus.

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