Einsatzfahrzeug: Trofaiach - FF - TLF-A 4000 (a.D.)

Trofaiach - FF - TLF-A 4000 (a.D.)
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Einsatzfahrzeug-ID: V29535 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname Trofaiach - FF - TLF-A 4000 (a.D.) Kennzeichen LN-TANK 1
Standort Europa (Europe)Österreich (Austria)SteiermarkLeoben (LE + LN)
Wache FF Trofaiach Zuständige Leitstelle k.A.
Obergruppe Feuerwehr Organisation Freiwillige Feuerwehr (FF)
Klassifizierung Tanklöschfahrzeug Hersteller ÖAF
Modell 17.292 FA Auf-/Ausbauhersteller Lohr
Baujahr 1992 Erstzulassung 1992
Indienststellung 1992 Außerdienststellung 2009
Beschreibung

Tanklöschfahrzeug mit Allradantrieb TLF-A 4000 der Freiwilligen Feuerwehr Trofaiach
(Stadtgemeinde Trofaiach, Bezirk Leoben, Steiermark).

Fahrgestell: ÖAF 17.292 FA
Aufbau: Lohr
Baujahr: 1992

Ausstattung:

  • Wassertank: 4.000 l
  • Kombinierte Ziegler Hoch- und Niederdruckpumpe
  • 3 Atemschutzgeräte (in der Mannschaftskabine)
  • Wasserwerfer
  • 2 Hochdruck-Schnellangriffseinrichtungen
  • Stromerzeuger
  • Lichtmast
  • uvm.

Anmerkungen:

  • Diese seltene Bauform wurde von Lohr unter dem Namen „Hurrikan“ vertrieben. Sowohl Aufbau als auch Kabine waren eine komplette Eigenkonstruktion von Lohr (siehe unten).
  • Bei der FF Trofaiach wurde das TLF-A seinerzeit hauptsächlich wegen der niedrigen Bauhöhe von nur 2,90 m beschafft, weil das Fahrzeug damals so noch im Rüsthaus untergebracht werden konnte.
  • Die vormals in den Ecken der Kabine untergebrachten Blaulichter wurden entfernt und durch einen Blaulichtbalken darüber ersetzt.
  • Nach einem Verkehrsunfall musste das TLF-A neu instand gesetzt werden. Bei dieser Gelegenheit wurde das Outfit des Fahrzeugs von einem örtlichen Künstler neu gestaltet.
  • Das Fahrzeug stürtzte 2009 bei einem Waldbrandeinsatz einen Abhang herunter und wurde dabei so schwer beschädigt, dass es außer Dienst genommen werden musste.

Der Hurrikan von Lohr

Etwa zeitgleich wurden in den 1980er-Jahren durch die Firmen Rosenbauer und Lohr spezielle Einsatzfahrzeuge für die Feuerwehren entwickelt. Die Fahrzeuge sollten ein besseres Fahrverhalten durch den niedrigeren Schwerpunkt, mehr Komfort, eine niedrigere Entnahmehöhe und eine bessere Bedienbarkeit auszeichnen als herkömmliche Feuerwehrfahrzeuge auf Serienfahrgestell.

Weiterhin bestand bei Feuerwehren mit alten, niedrigen Feuerwehrhäusern ein gewisser Bedarf an Allradfahrzeugen mit hoher Nutzlast und gleichzeitig niedriger Bauhöhe. Diese Anforderungen ließen sich mit den herkömmlichen Standardfahrgestellen nicht umsetzen. Während die Vorgängerfahrzeuge aufgrund ihrer bei Haubenfahrzeugen grundsätzlich niedrigeren Bauhöhe noch in den Häusern unterzubringen waren, war dies mit den serienmäßigen Frontlenker-Fahrlenkfahrgestellen der 80- und 90er-Jahre so nicht mehr möglich. Es mussten von den Feuerwehrfahrzeugherstellern also Sonderkonstruktionen gefunden werden, um Allrad und eine hohe Nutzlast bei gleichzeitig niedriger Bauhöhe vereinen zu können.

Gemäß den genannten Anforderungen entwickelte Lohr die Hurrikan-Baureihe. Kabine und Aufbau waren eine komplette Eigenkonstruktion von Lohr, basierend auf einem Allradfahrgestell der ÖAF. Der Prototyp des Hurrikan wurde auf der Interschutz 1988 gezeigt (später FF Haus im Ennstal) und unterschied sich noch von der späteren Serie.

Es folgten in den Jahren 1990 bis 1992 (Einzelfälle noch 1993) lediglich ungefähr knapp 20 weitere Exemplare. Letztlich konnten sich sowohl der Hurrikan von Lohr, als auch der parallel von Rosenbauer gebaute Falcon nicht durchsetzen.

Insbesondere die Hurrikan mit Singlebereifung an der Hinterachse sind nicht einfach zu bewegen, in den Jahren 2008 bis 2010 sind mehrere Fahrzeuge bei Unfällen umgekippt.

Bekannte Standorte der Lohr Hurrikan

Im Folgenden eine Auflistung der bekannten Lohr Hurrikan mit Angabe des Bezirks und falls bekannt deren Zweitverwendung. 18 Standorte sind aktuell bekannt. Davon wurden 12 Fahrzeuge nach Niederösterreich ausgeliefert, 3 in die Steiermark sowie je einer nach Kärnten, Salzburg und Vorarlberg. Weitere Hinweise hierzu werden über das Korrekturformular oder per PN an den Verfasser erbeten.

Herzlichen Dank an die FF Trofaiach für die freundliche Unterstützung!

Ausrüster k.A.
Sondersignalanlage
  • Federal Signal Twinsonic
  • Hänsch Typ 40 (Frontblitzer)
Besatzung 1/8 Leistung k.A.
Hubraum (cm³) k.A. Zulässiges Gesamtgewicht (kg) 16.000
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Eingestellt am 21.03.2009 Hinzugefügt von Thomas Dotzler
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