Einsatzfahrzeug: Florian Trier 02/44-01 (a.D.)

Florian Trier 02/44-01 (a.D.)
Florian Trier 02/44-01 (a.D.)
  • Florian Trier 02/44-01 (a.D.)

Einsatzfahrzeug-ID: V224708 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname Florian Trier 02/44-01 (a.D.) Kennzeichen TR-6280
Standort Europa (Europe)Deutschland (Germany)Rheinland-PfalzTrier (TR)
Wache BF Trier Feuerwache 2 (BKSZ) Zuständige Leitstelle Leitstelle Trier (BIR, BIT, DAU, TR, WIL)
Obergruppe Feuerwehr Organisation Berufsfeuerwehr (BF)
Klassifizierung Löschgruppenfahrzeug Hersteller Iveco
Modell 120-25 AW Auf-/Ausbauhersteller Magirus
Baujahr 1992 Erstzulassung 1992
Indienststellung k.A. Außerdienststellung 2026
Beschreibung

Löschgruppenfahrzeug (LF) 24, geführt als LF 16/12, der Berufsfeuerwehr Trier, stationiert an der Feuerwache 2 als Ausbildungs- und Reservefahrzeug

Fahrgestell: Iveco 120-25 AW („MK“ / „Viererclub“)
Aufbau: Magirus, Aufbaunummer: 617127
Aufbautyp: AluFire
Baujahr: 1992

Technische Daten:

  • Motor: 8-Zylinder-Dieselmotor
  • Motorleistung: 194 kW bei 2.300 1/min
  • Hubraum: 13.383 cm³
  • Antrieb: Allradantrieb (4x4)
  • Getriebe: Schaltgetriebe
  • Leergewicht: 9.300 kg
  • Zulässiges Gesamtgewicht: 15.000 kg
  • Achslast vorne/hinten: 5.500/10.000 kg
  • Länge (ohne Haspel)/Breite/Höhe: 8.360/2.500/3.410 mm
  • Länge (mit Haspel): 9.000 mm
  • Radstand: 4.450 mm

Feuerlöschkreiselpumpe:

  • Typ: FP 24/8
  • Hersteller: Magirus
  • Förderleistung: 2.400 l/min bei 8 bar

Löschmittel:

  • Wasser: 1.900 l
  • Schaummittel: 200 l, davon 100 l in Tank und 100 l in Kanistern

Ausstattung:

  • Seilwinde Rotzler Treibmatic TR035, Zugkraft: 50 kN
  • Lichtmast mit Handkurbel zum Ein- und Ausfahren sowie elektromechanisch verstellbarem Lichtkopf mit 2 Strahlern à 1.000 W
  • Schnellangriff mit formstabilem S-Druckschlauch

Beladung:

Beladung als LF 16/12 bei der Feuerwehr Trier LZ Ehrang:

  • Stromerzeuger 5 kVA
  • Beleuchtungsgruppe
  • Rüstsatz bestehend aus Hydraulikaggregat, Schere, Spreizer und Rettungszylinder
  • Hebekissen
  • Trennschleifer
  • Motorkettensäge
  • Tauchpumpe
  • Zwei-Personen-Haspel mit B-Druckschlauch
  • Wasserringmonitor
  • Überdrucklüfter
  • 4 Pressluftatmer, davon 2 in der Kabine
  • Hitzeschutzanzüge

Ursprüngliche Beladung als HLF 24 der Deutschen Bundesbahn:

  • Stromerzeuger 8 kVA
  • Rüstsatz
  • Hebekissen
  • Trennschleifer
  • Motorkettensäge
  • Auffangbehälter
  • Dichtmaterial
  • Erdungsvorrichtung
  • 4 Pressluftatmer, davon 2 in der Kabine
  • Chemikalienschutzanzüge

Laufbahn:

  • 1992 - 1994: Deutsche Bundesbahn (DB), Bahnfeuerwehr Bremen ("DB53-2016")
  • 1994 - 1998: Deutsche Bahn (DB), Bahnfeuerwehr Bremen ("DB53-2016")
  • 1998 - unbekannt: Freiwillige Feuerwehr Trier LZ Ehrang ("Florian Trier 17/44-01", "TR-6280")
  • unbekannt - 2026: Berufsfeuerwehr Trier ("TR-6253")

Neue Einsatzfahrzeuge für die neuen Schwerpunkte der Bahnfeuerwehren

Auf einer Tagung des Bundesbahn-Zentralamtes (BZW) München im Sommer 1986 in Mainz verständigten sich die Direktionssprecher der Bahnfeuerwehren auf die Erarbeitung eines neuen Brandschutzkonzeptes. Zu sehr war das bisherige Konzept auf die Brandbekämpfung fokussiert und hatte damit den falschen Schwerpunkt für die Einsatzrealität der Feuerwehren der Deutschen Bundesbahn (DB) zu dieser Zeit. Im Zeitraum von 1977 bis 1987 verzeichneten die Bahnfeuerwehren lediglich 87 Brände, dafür aber 1.239 Hilfeleistungen unterschiedlichster Art. In einem eigenen Arbeitskreis wurde daher ein deutlich stärker auf Hilfeleistungen ausgerichtetes Brandschutzkonzept von den Verantwortlichen der Bahnfeuerwehren erarbeitet.

Teil des neuen Brandschutzkonzeptes war auch die Entwicklung und Einführung neuer Fahrzeugtypen für die Bahnfeuerwehren. Gemäß dem alten Schwerpunkt auf der Brandbekämpfung setzte sich die erste ab 1960 beschaffte Fahrzeuggeneration aus zwei Löschfahrzeugtypen zusammen: Dem Löschgruppenfahrzeug (LF) 16, bzw. dem LF 16-Löschpulver (LP) und dem Tanklöschfahrzeug (TLF) 16. Ergänzt wurden diese durch Pulverlöschanhänger (PLA) und Ölschadensanhänger (ÖSA). An die Stelle der beiden alten Löschfahrzeugtypen trat das neu entwickelte Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) 24. Es basierte auf dem in einer Vornorm definierten LF 24 und deckte neben der Brandbekämpfung auch Hilfeleistungen und Gefahrguteinsätze mit ab. Ergänzt wurde das HLF 24 durch den von der Bahnfeuerwehr aus dem Rüstwagen (RW) 2 abgeleiteten Rüstwagen-Gefahrgut (RW-G). Das neue Brandschutzkonzept sah die Beschaffung von 75 HLF 24 und 49 RW-G ab Ende der 1980er Jahre vor. Wie auch schon die erste Fahrzeuggeneration der Bahnfeuerwehr sollte auch die zweite bei Magirus entstehen. Für die Erprobung der neuen Fahrzeugtypen baute Magirus drei HLF 24 und zwei RW-G auf hauseigenen Iveco-Fahrgestellen als Prototypen auf. Die HLF 24 wurden ab 1988 bei den Bahnfeuerwehren Freiburg, Kempten und Nürnberg erprobt. Im Jahr darauf gingen die RW-G in Freiburg und Nürnberg in den Testbetrieb. Die Auslieferung der Serienfahrzeuge lief nach Abschluss der Erprobung im Jahr 1990 an.

Das HLF 24 der Bahnfeuerwehr

Die HLF 24 baute Magirus für die Bahnfeuerwehr auf Iveco 120-25 AW in Anlehnung an das LF 24 im damals noch neuen Aufbaukonzept AluFire auf. Sie wurden mit einer Feuerlöschkreiselpumpe FP 24/8 mit einer Leistung von 2.400 Litern pro Minute bei acht bar, einem 1.900 Liter großen Wasser- und einem 100 Liter Schaummitteltank ausgestattet. Weitere 100 Liter Schaummittel wurden in klassischen Kanistern à 20 Liter mitgeführt. Die Bahn verzichtete damit auf den in der Vornorm für das LF 24 vorgesehenen 200-Liter-Schaummitteltank. Gänzlich entfiel bei den Bahn-HLF 24 der für das LF 24 obligatorische fest verbaute Stromerzeuger. Zu ihrer Ausstattung gehörten aber eine Seilwinde Rotzler Treibmatic mit 50 Kilonewton Zugkraft und ein Kurbel-Lichtmast am Heck. Die Gruppenkabine stattete Magirus mit zwei Sitzhalterungen für Pressluftatmer aus.

Neben der üblichen Ausrüstung für die Brandbekämpfung führten die HLF 24 auch einen tragbaren Stromerzeuger, Rüstsatz, Hebekissen und Trennschleifer mit. Für Gefahrguteinsätze ergänzten Chemikalienschutzanzüge, Auffangbehälter und Dichtmittel die Beladung.

Magirus gab bei den HLF 24 der Bahnfeuerwehr auf dem Typschild als Fahrzeugtyp teilweise „LF 24 BZA“ und teilweise auch „LF 1612 BZA“ an. Warum und wann sich die Typangabe änderte ist nicht bekannt.

Die RW-G der Bahnfeuerwehr

Wie auch die HLF 24 baute Magirus die RW-G der Bahnfeuerwehr auf Iveco 120-25 AW im AluFire-System auf. In den RW-G verbaute Magirus die gleiche Rotzler-Seilwinde wie im HLF 24 sowie einen fest verbauten Stromerzeuger mit einer Leistung von 20 Kilovoltampere. Auch die RW-G verfügten über einen Kurbel-Lichtmast. Den Großteil der Beladung der RW-G machte die Beladung nach Norm für einen RW 2 aus. Ergänzt wurde sie durch weitere Komponenten für die Abwicklung von Gefahrguteinsätzen. Diese bestand aus Umfüllpumpen für Gefahrgüter und Auffangbehältern, Pressluftatmern und Chemikalienschutzanzügen sowie Messgeräten.

Wiedervereinigung, Bahnreform und Ende der Bahnfeuerwehren

Die vollumfängliche Umsetzung des neuen Brandschutzkonzeptes verhinderte die Deutsche Wiedervereinigung 1990 mit ihren Folgen. Mit der Wiedervereinigung zeichnete sich ein Zusammenschluss der DB mit der Deutschen Reichsbahn (DR) aus der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) ab. Damit war auch das rein auf Westdeutschland ausgelegte Brandschutzkonzept obsolet. Eine Ausweitung des Konzeptes auf die neu hinzugekommenen Bahnfeuerwehren der DR in Ostdeutschland wurde zwar geplant, aber nur in Teilen umgesetzt. Mit der Bahnreform fusionierten 1994 schließlich die Behörden DB und DR zum Unternehmen Deutsche Bahn (DB) AG. Kurz vor der Fusion hatte die DB noch 1993 die Beschaffung weiterer neuer Fahrzeuge für die Bahnfeuerwehren gestoppt. Bis dahin hatte Magirus 24 HLF 24 und 25 RW-G ausgeliefert. Davon waren ein HLF 24 und zehn RW-G bei den Feuerwehren der DR in Dienst gegangen.

Mit der Überführung der Staatseisenbahnen DB und DR in die zwar in Staatsbesitz befindliche, aber privatwirtschaftlich geführte DB AG wurde das noch von der DB entwickelte und in Teilen eingeführte Brandschutzkonzept nicht mehr aufgegriffen. Anders als die DB war die DB AG nicht mehr an verschiedene strenge Sicherheitsauflagen aus dem Bundesbahngesetz von 1951 gebunden. Dazu gehörte auch die Notwendigkeit flächendeckender Bahnfeuerwehren. Die DB AG drängte auf die weitgehende Übernahme des Brandschutzes auf den Bahnliegenschaften durch die öffentlichen Feuerwehren. Schon 1995 begann die DB AG damit ihre Bahnfeuerwehren Schritt für Schritt aufzulösen. Bis 1998 waren alle 32 Bahnfeuerwehren der ehemaligen DR aufgelöst und fast alle 50 der DB. Nur vier der alten Bahnfeuerwehren blieben als Betriebs- (Krefeld-Oppum und Kassel) oder Werkfeuerwehren (Maschen und Nürnberg) erhalten. Zwischen 1998 und 2002 verkaufte die DB AG insgesamt 82 ihrer Feuerwehrfahrzeuge im Wert von 5,2 Millionen Deutsche Mark über die Auktionsplattform VEBEG – viele davon an öffentliche Feuerwehren in Deutschland. Veräußert wurden von der DB AG insgesamt 19 HLF 24 und 22 RW-G, aber auch noch 41 ältere Fahrzeuge der Bahnfeuerwehren der DB sowie der Bahnfeuerwehren der DR.

LF 24-Trio bei der Feuerwehr Trier

Zeitweise setzte die Feuerwehr Trier drei LF 24 bei Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr ein. Ihr erstes LF 24 beschaffte die Stadt Trier 1991 für ihre Berufsfeuerwehr – einen Mercedes-Benz 1729 mit einem Aufbau von Ziegler. Bis über die Jahrtausendwende wurde es als zentrales Löschfahrzeug im Löschzug der Berufsfeuerwehr eingesetzt. Ergänzt wurde dieses LF 24 im Jahr 1998 durch zwei aus Beständen der in Auflösung befindlichen Bahnfeuerwehr übernommene HLF 24. Von der Feuerwehr Trier wurden die alten Bahnfahrzeuge aber nur noch als LF 16/12 geführt. Das zuvor von der Bahnfeuerwehr Saarbrücken eingesetzte HLF 24 ergänzte bei der Berufsfeuerwehr das bereits vorhandene LF 24. Es wurde als zweites Löschfahrzeug im Rüstzug, als Reservefahrzeug für den Löschzug sowie für die Ausbildung genutzt. Das zweite HLF 24 – welches ursprünglich bei der Bahnfeuerwehr Bremen im Einsatz war – wurde beim Löschzug Ehrang der Freiwilligen Feuerwehr stationiert.

Mit der Beschaffung zweier HLF 20/16 in den Jahren 2006 und 2007 endete die Zeit der LF 24 bei der Berufsfeuerwehr Trier. Während das alte Bahn-LF an den Löschzug Stadtmitte abgegeben wurde ging das andere LF 24 zum Löschzug Biewer der Freiwilligen Feuerwehr. Dort wurden die beiden Fahrzeuge weitergenutzt und schließlich ausgesondert. In Biewer wurde das LF 24 im Jahr 2021 ausrangiert. Das zweite Bahn-LF hingegen ging den umgekehrten Weg und wurde von der Freiwilligen Feuerwehr an die Berufsfeuerwehr abgegeben. Dort diente es zuletzt noch als Ausbildungs- und Reservefahrzeug, bevor es 2026 als letztes der drei LF 24 ausgesondert wurde.

Ausrüster k.A.
Sondersignalanlage
  • 2 Rundumkennleuchten Bosch RKLE 150
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  • 1 Rundumkennleuchte Bosch RKLE 110 am Lichtmast am Heck
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Besatzung 1/8 Leistung 194 kW / 264 PS / 260 hp
Hubraum (cm³) 13.383 Zulässiges Gesamtgewicht (kg) 15.000
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Eingestellt am 05.05.2026 Hinzugefügt von Christopher Benkert
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