Einsatzfahrzeug: LX-HLP (c/n: 20187)
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| Funkrufname | LX-HLP (c/n: 20187) | Kennzeichen | LX-HLP |
|---|---|---|---|
| Standort | Europa (Europe) › Luxemburg (Luxembourg) | ||
| Wache | Luxembourg Air Rescue LRZ Findel | Zuständige Leitstelle | k.A. |
| Obergruppe | Rettungsdienst | Organisation | Luxemburg Air Rescue (LAR) |
| Klassifizierung | Rettungshubschrauber | Hersteller | Airbus Helicopters |
| Modell | BK-117 D3 (H145 D3) (LBA: EASA R.010) | Auf-/Ausbauhersteller | Bucher Leichtbau |
| Baujahr | 2018 | Erstzulassung | 2018 |
| Indienststellung | 2023 | Außerdienststellung | k.A. |
| Beschreibung | Rettungshubschrauber (RTH) der Luxembourg Air Rescue (LAR) auf Basis einer Airbus Helicopters H145 D3 und mit dem medizinischen Ausbau durch die Firma Bucher Leichtbau AG. Die LX-HLP ist seit dem 06. Dezember 2023 offiziell im Besitz der Luxembourg Air Rescue (LAR) und rückt seit dem 09. Dezember 2023 zu Einsätzen aus. Sie besetzt turnusmäßig einen der beiden Luftrettungszentren (je nach Dienstplan) als Air Rescue 1, entweder am Centre Hospitalier de Luxembourg oder am Hôpital Robert Schumann in Luxemburg-Stadt. Die Heimatbasis der Maschine ist der Stützpunkt der Luxemburg Air Rescue (LAR) am internationalen Flughafen von Luxemburg (LUX; ELLX) auf Findel. Die H145 bei der Luxembourg Air Rescue: Die Airbus Helicopters H145 wird seitens der Luxembourg Air Rescue (LAR) im Jahr 2023 erstmals als neuer Hubschraubertyp eingeführt. Sie soll in den kommenden Jahren sukzessive die seit 1995 eingesetzte Flotte der MD Helicopters MD-902 Explorer ergänzen und langfristig vollständig ablösen. Die Umstellung der Hubschrauberflotte erfolgt im Rahmen einer umfassenden Modernisierung und Qualitätssteigerung der LAR. Ein wesentlicher Grund für diesen Schritt liegt darin, dass die MD-902 Explorer nicht mehr produziert oder weiterentwickelt werden und sich die Ersatzteilbeschaffung zunehmend schwierig und kostenintensiv gestaltet. Die Flottenmodernisierung folgt einem internen strategischen Plan für den Zeitraum von 2023 bis 2027 und umfasst sowohl die Hubschrauber- als auch die Flugzeugflotte. Anfang 2023 entschied sich die LAR für den Erwerb der ersten beiden Maschinen. Nach Verhandlungen mit der DRF Luftrettung GmbH wurden zwei gebrauchte Hubschrauber übernommen und am Baden-Airport in Rheinmünster einem Retrofit-Programm unterzogen. Dabei wurden die Maschinen vom Typ BK117 D2 (H145 D2) auf den Standard BK117 D3 (H145 D3) umgerüstet, unter anderem mit dem neuen fünfflügeligen Hauptrotor. Parallel dazu erfolgte die Schulung und Zertifizierung von Piloten, Technical Crew Members und Technikpersonal auf den neuen Hubschraubertyp. Die erste Maschine, die LX-HSL, wurde am 7. Juni 2023 am Baden-Airport übernommen und zur Heimatbasis am Flughafen Luxemburg-Findel (LUX/ELLX) überführt. In der darauffolgenden Woche fanden Schulungs- und Trainingsflüge statt. Am 14. Juni 2023 wurde die Maschine offiziell vorgestellt, bevor sie am 15. Juni 2023 in Dienst gestellt wurde und noch am selben Tag ihren ersten Einsatz flog. Die zweite baugleiche Maschine, die LX-HLP, wurde am 6. Dezember 2023 übernommen und ebenfalls nach Luxemburg überführt. Am 8. Dezember 2023 erfolgte die offizielle Präsentation gemeinsam mit der ersten Maschine im Rahmen einer kleinen Zeremonie. Die Indienststellung erfolgte am 9. Dezember 2023. Im Jahr 2025 erweiterte die LAR ihre Flotte um zwei weitere gebrauchte Hubschrauber des Typs BK117 D2 (H145 D2), die in den USA erworben wurden. Die erste Maschine, LX-HEY, wurde im Juni 2025 beschafft, gefolgt von der zweiten Maschine, LX-HHO, im Juli 2025. Beide Hubschrauber wiesen vergleichsweise geringe Betriebsstunden auf und wurden per Schiff nach Europa transportiert. Nach ihrer Ankunft wurden die bislang zivil genutzten Maschinen in Karlsruhe durch die Firma Bucher Leichtbau zu HEMS-Hubschraubern umgebaut. Äußerlich verblieben sie zunächst weitgehend im ursprünglichen Erscheinungsbild und wurden lediglich mit dem Logo der LAR versehen. Eine spätere Umrüstung im Rahmen des Retrofit-Programms auf den Standard BK117 D3 (H145 D3), einschließlich des fünfflügeligen Hauptrotors und der vollständigen LAR-Lackierung, ist vorgesehen. Ein konkreter Zeitpunkt für diese Maßnahmen ist derzeit jedoch nicht bekannt. Beide Maschinen wurden im Oktober 2025 mit ihren luxemburgischen Kennungen versehen und trafen im Dezember 2025 an ihrer Heimatbasis am internationalen Flughafen Luxemburg-Findel (LUX/ELLX) ein. Die LX-HHO wurde von Februar bis März 2026 unter dem Funkrufnamen AIRRESCUE 1 eingesetzt und ist seit März 2026 als AIRRESCUE 3 im deutschen Grenzgebiet im Einsatz. Die LX-HEY hingegen befindet sich seit Januar 2026 als Leihgabe beim Centre Médical Héliporté (CMH) im belgischen Bra-sur-Lienne im Einsatz. Seit Dezember 2025 besteht zudem eine operative Partnerschaft zwischen der Luxembourg Air Rescue (LAR) bzw. deren Tochterunternehmen Luxembourg Air Services (LAS) und dem CMH. Luxembourg Air Rescue (LAR): Die LAR ist für die Luftrettung im Großherzogtum Luxemburg zuständig und stellt dafür zwei Rettungshubschrauber bereit. Ein weiterer Hubschrauber wird für Einsätze im benachbarten Deutschland vorgehalten. Die beiden Rettungshubschrauber "Air Rescue 1" und "Air Rescue 2" sind für Einsätze in Luxemburg vorgesehen und werden täglich von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang besetzt. Der Hubschrauber "Air Rescue 1" fliegt seit dem 1. April 2020 von seiner Basis am Flughafen Findel täglich seine Einsätze. In Kooperation mit dem Innenministerium und dem Corps Grand-Ducal d'Incendie et de Secours (CGDIS) kann von hier aus das Notarztteam mit einem der LAR-Hubschrauber zu Einsätzen fliegen. Im Gegensatz dazu hat "Air Rescue 2" seinen festen Standort am Krankenhaus Ettelbrück. Für den grenzüberschreitenden Einsatz ist der Rettungshubschrauber "Air Rescue 3" bestimmt. Entsprechende Verträge mit den an Luxemburg grenzenden deutschen Bundesländern Saarland und Rheinland-Pfalz regeln den Einsatz des Hubschraubers der LAR für Primär- und Sekundäreinsätze in Deutschland. Darüber hinaus kann der Hubschrauber auch für Einsätze in Belgien und Frankreich, den beiden anderen Nachbarländern Luxemburgs, alarmiert werden. Ausstattung:
Beladung:
Laufbahn der LX-HLP:
Bei einem Einsatz am 23. Mai 2025 auf der Nationalstraße N27 in der Gegend von Nothum kam es während des Startvorgangs zu einer Kollision mit Bäumen. In der Folge musste der Hubschrauber eine harte Landung durchführen, bei der er erheblich beschädigt wurde. Personen wurden dabei glücklicherweise nicht verletzt. Der Hubschrauber wurde anschließend außer Dienst gestellt und einer technischen Begutachtung unterzogen. Zu diesem Zweck erfolgte der Transport per Sattelschlepper zum Werk von Airbus Helicopters nach Donauwörth, wo eine umfassende Untersuchung durchgeführt wurde. Das Gutachten ergab, dass der Hubschrauber weniger schwer beschädigt war als zunächst angenommen und eine Reparatur möglich war. In der Folge befand sich der Hubschrauber von Juli 2025 bis April 2026 bei Airbus Helicopters in Donauwörth und Augsburg, wo es aufwendig instandgesetzt wurde. Seit dem 1. April 2026 befindet sich der Hubschrauber wieder an seiner Heimatbasis am internationalen Flughafen Luxemburg-Findel (LUX/ELLX) und steht erneut im Einsatzdienst. Geschichte der BK-117: Im Januar 1974 besuchten Vertreter von MBB die KHI-Werke in Gifu und hatten dort erstmals Kontakt mit dem KH-7-Programm (sechs bis siebensitzige Hubschrauber) der Japaner. Allerdings kam es hierbei nicht zu Kooperationsgesprächen. Diese fanden erst statt, nachdem Boeing-Vertol im März 1974 an MBB eine Broschüre zum KH-7-Programm übergab und eine Partnersuche Seitens KHI zur Sprache brachte. Im September 1974 informierte Boeing-Vertol MBB darüber, dass das KH-7 Programm der Japaner, aufgrund von Entwicklungsproblemen ins Stocken geraten war.
Beide Vertragspartner strebten in ihren Bemühungen danach das zukünftige Baumuster BK-117 den Erfordernissen der Rettungs- und Ambulanzfliegerei optimal anzupassen. Dazu gehörte, eine Symbiose zu schaffen zwischen den bewährten und erprobten Elementen der BO-105 und den gestiegenen Platzansprüchen der modernen Rettungs- und Ambulanzfliegerei. Die BO-105 wurde, bei all ihren Vorteilen, bezüglich des Platzangebotes innerhalb der Zelle und des maximalen Abfluggewichts (MTOW), bemängelt. Dies führte zwar auch zu weiteren Entwicklungen bei der BO-105 (CBS-Versionen), trotzdem wurde die Entwicklung eines neuen Baumusters forciert. Die Entwicklungskosten von ca. 100 Millionen Dollar wurden von beiden Firmen zu gleichen Teilen getragen.
Bei der B2 handelte es sich um die meist verbreiteste Version der BK-117, was auch dadurch erzielt werden konnte, dass viele A- und B1-Modelle entsprechend nachgerüstet, bzw. aufgewertet wurden. Bereits 2002 war die BK-117 in der Version C2 erhältlich und wird seitdem unter der Bezeichnung EC-145 angeboten. Ab Juli 2010 werden im Produktionswerk Donauwörth Flugversuche mit einem neu konzipierten Hubschrauber getätigt, welcher auf Basis einer EC-145 entstanden ist. An die bestehende Zelle der EC-145 mit der Seriennummer 9002 wird ein Fenestron-Heckrotor angebaut und erste Flugversuche getätigt. Am 06. März 2011 schließlich stellt Eurocopter auf der Heli-Expo in Orlando (USA) den neuen Hubschrauber mit der Bezeichnung EC 145 T2 vor. Zu den Neuheiten am Hubschrauber zählen neben dem Fenestron-Heckrotor auch zwei neue Triebwerke Turbomeca Arriel 2E, die volldigital mit FADEC-Zweikanal-Technik geregelt werden. Zudem werden die Getriebe für den Haupt- und Fenestron-Heckrotor verstärkt. Die Avionik wird ebenfalls verbessert, so wird ein Vier-Achsen-Autopilot serienmäßig installiert und das modular erweiterbare Anzeigesystem im Cockpit verfügt über drei große Farbdisplays. Die Weiterentwicklung des EC 145 (BK 117 C-2) wird als BK 117 D-2 zugelassen. Durch diese Weiterentwicklungen erhöht sich die Nutzlast/Zuladung bzw. die Leistungsabgabe bei Flügen unter heißen und hohen Umweltbedingungen. Außerdem verringert sich die Lärmemission durch die Nutzung des Fenestrons. Durch die Übernahme von Eurocopter durch Airbus zur Airbus Helicopter im Jahre 2013 erhält der Hubschrauber die neue Bezeichnung H145, was aber an der Zertifizierung (BK 117 D-2) nichts ändert. Im April 2014 schließlich bekommt die bis dahin offiziell als EC-145 T2 bezeichnete Maschine die Zertifizierung durch die EASA. Anfang August 2014 konnte der erste Hubschrauber an die DRF Luftrettung übergeben werden. Leistungsmerkmale:
LX-HLP (ex. D-HCBZ ; D-HDSO) |
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| Ausrüster | k.A. | ||
| Sondersignalanlage |
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| Besatzung | 1/2 - 2/2 | Leistung | k.A. |
| Hubraum (cm³) | k.A. | Zulässiges Gesamtgewicht (kg) | 3.800 |
| Tags | |||
| Eingestellt am | 10.03.2024 | Hinzugefügt von | Jérôme Biondi |
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