Einsatzfahrzeug: Krems an der Donau - FF - HLFA 3

Krems an der Donau - FF - HLFA 3
Krems an der Donau - FF - HLFA 3
  • Krems an der Donau - FF - HLFA 3

Einsatzfahrzeug-ID: V221394 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname Krems an der Donau - FF - HLFA 3 Kennzeichen FW-255 KS
Standort Europa (Europe)Österreich (Austria)NiederösterreichKrems (KS)
Wache FF Krems an der Donau - Hauptwache Zuständige Leitstelle k.A.
Obergruppe Feuerwehr Organisation Freiwillige Feuerwehr (FF)
Klassifizierung Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug Hersteller MAN
Modell TGM 15.290 4x4 Auf-/Ausbauhersteller Rosenbauer
Baujahr 2015 Erstzulassung 2015
Indienststellung 2015 Außerdienststellung k.A.
Beschreibung

Hilfeleistungsfahrzeug mit Allradantrieb (HLFA 3) der Freiwilligen Feuerwehr Krems an der Donau - Hauptwache im Bundesland Niederösterreich, Statutarstadt Krems an der Donau.

Fahrgestell:
MAN
Modell: TGM 15.290 4x4
Baujahr: 2009
Aufbau:
Rosenbauer AT3

Funkrufname: Tank 5 Krems

Eingesetzt wird das HLFA vor allem für technische Einsätze.

Ausstattung (u.a.):

  • Wassertank: 2.000 Liter
  • Pumpe: Rosenbauer
  • Normal-Druck Schnellangriffseinrichtung mit Hohlstrahlrohr und Löschmittel F 500
  • Straßenwaschanlage
  • Seilwinde Rotzler Treibmatic
  • LED Lichtmast 8 x 42 Watt dreh-/schwenk-/fokussierbar
  • LED Umfeldbeleuchtung je 3 x 2 Scheinwerfer links und rechts, je 2 Scheinwerfer vorne und hinten
  • Verkehrsleiteinrichtung

Beladung (u.a.):

  • Löschgruppenausrüstung
  • Steckleiter (4-teilig mit Verbindungsmittel)
  • Teleskopleiter
  • VU Koffer
  • handbetriebener Kombispreizer
  • Greifzug mit Freilandverankerung
  • Wagenheber
  • Rangierroller
  • Elektrische Werkzeuge (Akkuschrauber, Schlagbohrmaschine klein u. groß, Trennschleifer klein und groß)
  • Hebekissen (8 bar)
  • Hebekissen (1 bar)
  • Höhensicherungsausrüstung
  • div. Holzmaterial
  • Decken- und Grabenstützen
  • Motorkettensäge mit Schutzausrüstung
  • Unterwasserpumpe
  • Nasssauger
  • Spineboard
  • Notfallkofferpumpe
  • 5 Kanister Ölbindemittel
  • 5 Löscher mit Ölbindemittel flüssig
  • · Erste-Hilfe Ausrüstung (Notfallrucksack)

Zwei ungleiche Zwillinge als Ersatz für das SRF

Im Jahr 2015 wurde das bisherige Schwere Rüstfahrzeug (SRF) durch zwei ähnliche, aber nicht baugleiche Hilfeleistungsfahrzeuge ersetzt. Die Wahl auf zwei Fahrzeuge fiel zum einen, da aufgrund der engen Kremser Altstadt, den Weingärten und dem zunehmenden Verkehr die Fahrzeuge kompakt ausgeführt werden sollten. Dies gelang durch die Verwendung von Fahrgestellen mit einer Breite von nur 2,35 m und einem Radstand von nur 3,60 m. Zum anderen war es nicht mehr möglich, die notwendige Beladung in nur einem kompakten Fahrzeug mitzuführen. Schlussendlich trat während der Planungsphase auch die neue Feuerwehr-Ausrüstungsverordnung FAV 2013 in Kraft, somit wurden SRF nicht mehr gefördert (siehe unten).

Die beiden Fahrzeuge haben unterschiedliche Einsatzschwerpunkte und ergänzen sich:

  • Tank 4 (der "Menschenretter") ist mit dem hydraulischen Rettungssatz, Rettungsplattform, Türöffnungs- und Maschinenunfallwerkzeugen ausgestattet. Dieses Fahrzeug kommt bei Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen, bei Türöffnungen mit Gefahr im Verzug, bei Maschinenunfällen usw. zum Einsatz.
  • Tank 5 ("das Arbeitstier") ist mit mit Seilwinde, Waschbalken, Radrollern, Tauchpumpen (Unterwasserpumpen) und Wassersaugern vor allem für kleinere wie auch größere technische Einsätze ausgelegt, wie zB eine Ölspur, ein umgestürzter Baum, Wasser im Keller, der LKW in der Wiese, der beschädigte PKW oder die eingestürzte Baugrube.

Das System der niederösterreichischen Hilfeleistungsfahrzeuge (HLF)

Mit der Feuerwehrausrüstungsverordnung (FAV) des Landes Niederösterreich wurde 2011 das HLF-Konzept eingeführt. Die Abkürzung „HLF“ steht dabei nicht wie in Deutschland für Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, sondern für Hilfeleistungsfahrzeug. Es lässt sich aus dem „H“ auch nicht ableiten, dass das Fahrzeug mit einer Beladung zur technischen Hilfeleistung ausgestattet ist. Vielmehr ist es mit dem Konzept der jeweiligen FF/BTF möglich, das Fahrzeug flexibel den örtlichen Gegebenheiten anzupassen.

Der Ansatz des niederösterreichischen HLF-Konzepts ist in etwa vergleichbar mit dem der Basisfahrzeuge (Basis 1, Basis 2 und Basis 3) in Deutschland Ende der 1980er-Jahre. Bis dahin bestanden zahlreiche Fahrzeugtypen (wahlweise auch mit Allradantrieb): KLF, BLF, LF, LF-B, LF-W, TLF (1000/2000/3000/4000), GTLF, RLF, KRF, KRF-B, KRF-S, RF und SRF. Diese wurden durch die neuen Typen HLF 1, HLF 2, HLF 3 sowie als Stützpunktfahrzeug HLF 4 ersetzt.

Ursprünglich sollte jedes HLF einen Wassertank besitzen. Auch jedes HLF 1 sollte über einen Wassertank zwischen 300 und 500 l Wasser besitzen, um die Schlagkraft der zahlreichen kleineren Wehren, die bisher meist über ein KLF verfügten, zu erhöhen. Im Laufe der Zeit wurde das System weiterentwickelt. Es wurde auch die Möglichkeit geschaffen, HLF 1 ohne Wassertank zu beschaffen, die wieder mit dem bisherigen KLF vergleichbar sind. Zur Abgrenzung zum HLF 1 ohne Wassertank wurde die neue Variante HLF 1-W eingeführt.

Mit Stand 2025 bestehen vom Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverband (NÖLFV) Richtlinien für folgende Fahrzeugtypen:

  • HLF 1: kein Wassertank, Besatzung mindestens 1:5, Zulässiges Gesamtgewicht 5.500 kg, Motorleistung maximal 160 KW (220 PS), Allrad optional.
  • HLF 1-VF: VF steht hier für Versorgungsfahrzeug. Es führt ähnlich dem bayerischen TSF-L die Beladung eines HLF 1 auf Rollcontainern mit. Eine Förderung erfolgt nur, wenn die FF zusätzlich auch ein HLF 2 oder größer besitzt.
  • HLF 1-W: Wassertank minimal 300 l, maximal 800 l, Besatzung mindestens 1:5, Zulässiges Gesamtgewicht 7.500 kg, Motorleistung maximal 160 kW (220 PS), Allrad optional
  • HLF 2: Wassertank mindestens 800 l, maximal 2.000 l, Besatzung 1:5 bis 1:8, Zulässiges Gesamtgewicht 16.000 kg, Motorleistung maximal 221 kW (300 PS), Allrad optional, mögliche Zusatzausstattungen bei Bedarf: Seilwinde, Ladebordwand, Lichtmast, Stromerzeuger entweder tragbar oder fest eingebaut, hydraulischer Rettungssatz.
  • HLF 3: Wassertank über 2.000 l, maximal 4.000 l, Besatzung 1:5 bis 1:8, Zulässiges Gesamtgewicht 18.000 kg, Motorleistung maximal 290 kW (395 PS), Allrad verpflichtend, Pflichtausstattung: Lichtmast, Dachwerfer, Schnellangriff, Stromerzeuger; mögliche Zusatzausstattungen bei Bedarf: hydraulischer Rettungssatz.
  • HLF 4: Wassertank zwischen 5.000 l und 14.000 l, Besatzung 1:2 bis 1:8, Zulässiges Gesamtgewicht 18.000 kg bei 2 Achsen, 26.000 kg bei 3 Achsen, 36.000 kg bei 4 Achsen, Motorleistung maximal 400 kW (544 PS). Es kann auch als in der Variante als Wechselladeaufbau (WLA-HLF 4) mit reduzierter Beladung realisiert werden. Seit 2020 zusätzlich in der Variante HLF 4 U (wie Universal) möglich mit einer Pulverlöschanlage mit mindestens 250 kg.
  • Zusätzlich bestehen auch Baurichtlinien für VRF, WLF, MTF, ALF, VF und SSTF.

Ursprünglich waren an den Fahrzeugseiten der HLF als taktische Bezeichnung nur die Typen HLF 1 bis HLF 4 angebracht. Da man hieran aber nicht erkennen konnte, wie viele Löschmittel mitgeführt werden und ob das Fahrzeug über Allradantrieb verfügt, wurden vielerorts die Bezeichnungen wieder erweitert, zum Beispiel auf „HLFA 3 3000/200“.

Nach Niederösterreich hat 2011 auch der Landesfeuerwehrverband Steiermark das Konzept der Hilfeleistungsfahrzeuge (HLF) eingeführt, die dortigen Typen unterscheiden sich aber zu denen aus Niederösterreich. Auch die Berufsfeuerwehren Wien und Graz setzen HLF ein, dort steht die Bezeichnung aber für Hilfeleistungslöschfahrzeug.

Herzlichen Dank an die FF Krems Hauptwache für die freundliche Unterstützung!

Ausrüster k.A.
Sondersignalanlage
  • 2 Einbaublitzmodule Hänsch RSB-BL LED
  • 2 Frontblitzer Hänsch Sputnik SL
  • 2 Einbaublitzmodule Hänsch RSB-BL LED am Heck
  • Pressluftanlage Max Martin 2297 AM
Besatzung 1/7 Leistung 290 kW / 394 PS / 389 hp
Hubraum (cm³) 6.871 Zulässiges Gesamtgewicht (kg) 15.500
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k.A.
Eingestellt am 02.01.2026 Hinzugefügt von Thomas Dotzler
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