Einsatzfahrzeug: Florian WF MIBRAG - TLF 4500/500 (a.D.)

Florian WF MIBRAG - TLF 4500/500 (a.D.)
Florian WF MIBRAG - TLF 4500/500 (a.D.)

Einsatzfahrzeug-ID: V67914 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname Florian WF MIBRAG - TLF 4500/500 (a.D.) Kennzeichen BLK-AA 596
Standort Europa (Europe)Deutschland (Germany)Sachsen-AnhaltBurgenlandkreis (BLK, HHM, NEB, NMB, WSF, ZZ)
Wache WF MIBRAG Tagebau Profen (FW) Zuständige Leitstelle Leitstelle Burgenlandkreis (BLK)
Obergruppe Feuerwehr Organisation Werkfeuerwehr
Klassifizierung Tanklöschfahrzeug Hersteller MAN
Modell 15.232 DFAEG 6x6 Auf-/Ausbauhersteller Rosenbauer
Baujahr 1994 Erstzulassung 1994
Indienststellung 1994 Außerdienststellung 2021
Beschreibung

Tanklöschfahrzeug (TLF) 4500/500 der Werkfeuerwehr Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft (MIBRAG), stationiert an der Feuerwache Tagebau Profen

Fahrgestell: MAN 15.232 DFAEG 6x6 („mil gl“ / „Kat I“)
Aufbau: Rosenbauer
Baujahr: 1994

Technische Daten:

  • Antrieb: Allradantrieb (6x6)
  • Getriebe: Automatikgetriebe ZF 5 HP 500
  • Länge/Breite/Höhe: 8.500/2.500/3.400 mm
  • Radstände: 3.550/1.350 mm

Feuerlöschkreiselpumpe:

  • Typ: NH30
  • Hersteller: Rosenbauer
  • Förderleistung Normaldruck: 3.000 l/min bei 8 bar
  • Förderleistung Hochdruck: 400 l/min bei 8 bar
  • Schaumzumischung: Zumischanlage Rosenbauer FixMix (Zumischraten Normaldruck: 3 und 6 %; Zumischrate Hochdruck: 3 %)

Löschmittel:

  • Wasser: 4.500 l
  • Schaummittel: 500 l

Ausstattung:

  • Zusatzscheinwerfer auf dem Kabinendach
  • Seilwinde HPC Hy K5/B1, Zugkraft nach vorne/nach hinten: 50/110 kN
  • Schaum- und Wasserwerfer/Dachwerfer Rosenbauer RM 24 M, Durchfluss: 2.400 l/min, Wurfweite Wasser/Schaum: 70/64 m
  • Hochdruckschnellangriff im Geräteraum GR mit 60 m formstabilem Druckschlauch und Pistolenstrahlrohr Rosenbauer NePiRo
  • Gegensprechanlage zwischen Kabine und Mannschaftsraum

Beladung:

  • Stromerzeuger 8 kVA
  • Beleuchtungsgruppe
  • Rüstsatz
  • Hebekissen
  • Brennschneidgerät
  • Motorkettensäge
  • Bodengestell für Schaum- und Wasserwerfer Rosenbauer RM 24 M
  • 4 Pressluftatmer in der Kabine
  • 4-teilige Steckleiter

Anfang der 1990er Jahren gehörten zu der aus dem VEB Braunkohlenkombinat Bitterfeld hervorgegangenen Vereinigten Mitteldeutsche Braunkohlenwerke fünf aktive Tagebaue. Für die Werkfeuerwehren in ihren drei größten Braunkohletagebauen – Espenhain, Profen und Zwenkau – beschaffte der Bergbaukonzern 1994 drei leistungsstarke Tanklöschfahrzeuge (TLF). Rosenbauer baute die baugleichen TLF 4500/500 auf dreiachsigen Militärfahrgestellen von MAN auf. Noch im gleichen Jahr wurden die bis dahin durch die Treuhandanstalt verwalteten Vereinigten Mitteldeutsche Braunkohlenwerke privatisiert und aufgespalten. Es entstanden in der Folge die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft, die seit 2023 nur noch unter ihrem Kurznamen MIBRAG firmiert, die Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft (MBV) und die Romonta. Die für den Auslaufbergbau und die anschließende Bergbausanierung verantwortliche MBV fusionierte wiederum 1995 mit dem Lausitzer Pendant zur Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV). Nach dieser Rochade gehörten die Tagebaue Espenhain und Zwenkau zur LMBV, der Tagebau Profen hingegen zur MIBRAG. Diese pachtete wiederum umgehend den Tagebau Zwenkau zur Versorgung seiner Kraftwerke Lippendorf und Thierbach. Damit übernahm schlussendlich die MIBRAG zwei der drei neuen TLF, während das dritte an die LMBV ging.

Nachdem der Bergbau im Tagebau Espenhain 1999 auslief übergab ihn die LMBV zur Sanierung an die Strabag. Während der Sanierung unterhielt die Strabag im Tagebau Espenhain zwar keine Werkfeuerwehr mehr, aber noch weiterhin eine Grubenwehr. Diese nutzte auch das TLF 4500/500 weiter. Mit der Verwahrung des letzten Entwässerungsstollens und dem Abschluss der Sanierung des Tagebaus Espenhain im Jahr 2007 konnte auch die dortige Grubenwehr aufgelöst werden. Das TLF 4500/500 erwarb im Anschluss die Gemeinde Löbnitz für die Feuerwehr Sausedlitz. Dort ersetzte es ein TLF 16 auf IFA S4000-1. Zur Beladung des nun als TLF 24/50-Wald eingesetzten Fahrzeuges gehören wie im Auslieferungszustand von 1994 ein Rüstsatz und Hebekissen.

Das zunächst im Tagebau Zwenkau von der MIBRAG eingesetzte TLF 4500/500 wurde nach dem dortigen Betriebsende zum 30. September 1999 in den gerade erst fertig modernisierten Tagebau Vereinigtes Schleenhain umgesetzt. Das zweite von der MIBRAG übernommene TLF 4500/500 wurde bis 2021 im Tagebau Profen eingesetzt. Seit 2023 befindet sich dieses TLF in Privatbesitz und kann als Leihfahrzeug von kommunalen Feuerwehren und Werkfeuerwehren gemietet werden.

Weitere Fahrzeuge der Beschaffungsserie:

edit rot kreuz frankfurt (01/08/2023):
Das TLF ist seit 2023 in Privatbesitz in Leipzig. Es wird als Mietfahrzeug für Werk- und kommunale Wehren angeboten.

Ausrüster k.A.
Sondersignalanlage
  • 2 Rundumkennleuchten Bosch RKLE 150 Drehspiegelleuchten
  • 2 Fronblitzer Hänsch Typ 40 pico LED
  • 2 Heckblitzer Hänsch Typ 40 pico LED
  • Presslufthorn Max Martin 2297 GM
Besatzung 1/5 Leistung 169 kW / 230 PS / 227 hp
Hubraum (cm³) 18.000 Zulässiges Gesamtgewicht (kg) 18.000
Tags
k.A.
Eingestellt am 13.01.2010 Hinzugefügt von Frank-Hartmut Jäger
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