Einsatzfahrzeug: Florian WF MIBRAG - KTW

Florian WF MIBRAG - KTW
Florian WF MIBRAG - KTW

Einsatzfahrzeug-ID: V222461 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname Florian WF MIBRAG - KTW Kennzeichen BLK-BB 270
Standort Europa (Europe)Deutschland (Germany)SachsenLeipzig (Landkreis) (L, BNA, GHA, GRM, MTL, WUR)
Wache WF MIBRAG Tagebau Vereinigtes Schleenhain (RD) Zuständige Leitstelle Leitstelle Leipzig (L, TDO)
Obergruppe Rettungsdienst Organisation Werkfeuerwehr (WF)
Klassifizierung Krankentransportwagen Hersteller Mercedes-Benz
Modell Unimog U 4023 Auf-/Ausbauhersteller Strobel
Baujahr 2019 Erstzulassung 2019
Indienststellung 2019 Außerdienststellung k.A.
Beschreibung

Krankentransportwagen (KTW) der Werkfeuerwehr MIBRAG, stationiert an der Feuerwache Tagebau Profen

Fahrgestell: Mercedes-Benz Unimog U4023
Aufbau: Strobel
Baujahr: 2019

Technische Daten:

  • Antrieb: Straßenantrieb (4x2) mit zuschaltbarem Allradantrieb (4x4)
  • Getriebe: Automatisiertes Schaltgetriebe UG100/8

Ausstattung:

  • Standheizung
  • Umfeldbeleuchtung
  • Gegensprechanlage zwischen Kabine und Kofferaufbau
  • Kühlfach
  • Wärmefach

Beladung:

  • Notfallrucksack
  • EKG/Defibrillator Zoll X Series
  • Beatmungsgerät Weinmann Medumat Standard
  • Absaugpumpe Weinmann Accuvac Rescue
  • Fahrtrage Stollenwerk
  • Spineboard
  • Schaufeltrage
  • Schleifkorbtrage

In den Tagebauen Profen und Vereinigtes Schleenhain im Leipziger Umland ist die Werkfeuerwehr des Bergbaukonzerns MIBRAG, vormals Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft, nicht nur für die originären Feuerwehraufgaben wie Brandschutz und Hilfeleistung verantwortlich, sondern auch für den Rettungsdienst. Zum Fuhrpark der Werkfeuerwehr MIBRAG gehören deshalb auch zwei baugleiche Krankentransportwagen (KTW). Je eines der Fahrzeuge ist an der Wache am Tagebau Profen und an der Wache am Tagebau Vereinigtes Schleenhain stationiert. Besetzt werden sie durch die allesamt auch zu Rettungssanitätern ausgebildeten Werkfeuerwehrleute.

Kommt es auf dem Betriebsgelände der MIBRAG zu einem medizinischen Notfall wird neben dem öffentlichen Rettungsdienst immer auch die Werkfeuerwehr alarmiert. Sie übernimmt zunächst die Erstversorgung der Verletzten oder Erkrankten, wobei sie dabei auch auf die Unterstützung ausgebildeter Ersthelfer zurückgreifen kann. Je nach Lage des Einsatzortes übernimmt sie anschließend auch den Patiententransport bis zu einem Übergabepunkt an den öffentlichen Rettungsdienst. Dies ist insbesondere dann nötig, wenn der Einsatzort nicht in den Tagesanlagen sondern in den Tagebauen selbst liegt.

Die Braunkohletagebaue stellen als Einsatzgebiet ein ganz besonderes Umfeld dar. Die Tagebaugruben erstrecken sich nicht nur über viele Quadratkilometer und sind teils dutzende bis sogar hunderte Meter tief. Durch den ständig voranschreitenden Abbau der Braunkohle verschiebt und verändert sich der Tagebau insbesondere an seinen Rändern ständig. Das wirkt sich auch auf das Wegenetz aus, das sich daher auch immer wieder an die Begebenheiten anpassen muss. Obendrein ist das Wegenetz im Tagebau weitläufig, verzweigt und wegen des temporären Charakters der Tagebaue auch nur in Teilen asphaltiert. Der überwiegende Teil des Wegenetzes im Tagebau besteht nur aus einfachen Pisten. Ein weiteres Problem im Tagebau ist die Staubbelastung, die nicht nur für Sichtbehinderungen sorgen kann, sondern auch unablässig am Material nagt.

Fahrten in die Tagebaue erfordern deshalb robuste Fahrzeuge mit Allradantrieb und möglichst auch starken Zusatzscheinwerfern. Diesen Anforderungen werden Rettungs- (RTW) oder Krankentransportwagen (KTW) des öffentlichen Rettungsdienst in keiner Form gerecht. Die beiden KTW der Werkfeuerwehr MIBRAG unterscheiden sich daher deutlich von herkömmlichen Rettungsmitteln und sind auf den harten Einsatz im Tagebau zugeschnitten.

Baugleiches Fahrzeug:
https://bos-fahrzeuge.info/einsatzfahrzeuge/222460

Fahrzeug aus der Vorgängergeneration:
https://bos-fahrzeuge.info/einsatzfahrzeuge/222397

Ausrüster k.A.
Sondersignalanlage
  • 2 Rundumkennleuchten Hänsch Comet-B LED
  • 2 Frontblitzer Hänsch Sputnik SL
  • 2 Kennleuchtenmodule Hänsch am Heck
  • Presslufthorn Max Martin 2298 GM
Besatzung 1/1 Leistung 170 kW / 231 PS / 228 hp
Hubraum (cm³) 5.132 Zulässiges Gesamtgewicht (kg) 10.300
Tags
k.A.
Eingestellt am 07.02.2026 Hinzugefügt von Christopher Benkert
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