Einsatzfahrzeug: Sélestat - SDIS 67 - LF 15 - FP (a.D.)

Sélestat - SDIS 67 - LF 15 - FP (a.D.)
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Einsatzfahrzeug-ID: V221259 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname Sélestat - SDIS 67 - LF 15 - FP (a.D.) Kennzeichen 128 P 67
Standort Europa (Europe)Frankreich (France)Région Grand EstDépartement Bas-Rhin (67)
Wache SDIS 67 - UT Sélestat (FW) Zuständige Leitstelle k.A.
Obergruppe Feuerwehr Organisation Freiwillige Feuerwehr (FF)
Klassifizierung Löschgruppenfahrzeug Hersteller Mercedes-Benz
Modell L 3000 S Auf-/Ausbauhersteller Mercedes-Benz
Baujahr 1942 Erstzulassung 1942
Indienststellung 1950 Außerdienststellung 1963
Beschreibung

Ehemaliges Löschgruppenfahrzeug (LF 15 - Fourgon Pompe; FP) des Service Départemental d’Incendie et de Secours (SDIS) 67 im Département Bas-Rhin, stationiert bei der Unité Territoriale (UT) Sélestat.

Fahrgestell: Mercedes-Benz
Modell:
L 3000 S
Baujahr:
1942
Aufbau:
Mercedes-Benz - Eigenausbau
Außerdienststellung: 1963

Das Fahrzeug diente zwischen 1950 und etwa 1963 als Ersteinsatzfahrzeug der Unité Territoriale Sélestat bei der Brandbekämpfung.

Technische Daten:

  • Fahrgestell: Mecedes Benz L 3000 S
  • Motorleistung: 55 kW / 75 PS bei 2.250 1/min (4-Zylinder Dieselmotor)
  • Hubraum: 4.849 cm³
  • Zulässiges Gesamtgewicht: 7.330 k

Ausstattung:

  • Pumpe: Feuerlöschkreiselpumpe FP 15/8 (1.500 l/min bei 8 bar)
  • Wassertank: 400 Liter
  • Schaummittel: 4 Schaummittelkanister a 20 Liter
  • Such- und Arbeitsstellenscheinwerfer an der Front
  • Behebares Dachaufbau
  • Regalaufbau
  • Anhängerkupplung
  • Zweimann-Schlauchhaspel am Heck
  • Ersatzrad

Beladung:

  • Wasserführende Armaturen
  • Saugschläuche
  • Kübelspritze
  • Feuerlöscher
  • Krankentrage
  • Sanitätskasten
  • Einreißhaken
  • Zweiteilige Schiebleiter
  • Vierteilige Steckleiter

Laufbahn:

  • 1942 - 1945: Feuerschutzpolizei im Elsass
  • 1945 - 1950: Centre de Secours Principal de Strasbourg
  • 1950 - 1963: Centre de Secours Principal de Sélestat
  • 1963 - Heute: In Privatbesitz bei verschiedenen Besitzern

Ursprünglich wurde das Fahrzeug 1942 bei der Feuerschutzpolizei im französischen Elsass stationiert und leistete dort über zwei Jahre seinen Dienst in deutscher Hand. Nach der Kriegswende kam das Fahrzeug 1945 als Kriegsbeute in den Besitz der Stadt Straßburg, die es an ihre Feuerwehr überließ. Nach entsprechenden Umbauarbeiten wurde das Fahrzeug, das damals wie üblich grün lackiert war, rot umlackiert und mit dem Wappen der Stadt Straßburg versehen. Es diente bis etwa 1950 beim Centre de Secours Principal de Strasbourg und wurde anschließend durch ein Neufahrzeug ersetzt. Noch im selben Jahr wurde das Fahrzeug an das Centre de Secours Principal de Sélestat weitergegeben. Dort wurde es dem Löschzug zugeteilt und war bis 1963 das Erstangriffsfahrzeug für die Brandbekämpfung. Im Jahr 1963 wurde es außer Dienst gestellt und veräußert. Zwischen 1963 und heute wechselte das Fahrzeug mehrfach den Besitzer. Bis heute befindet es sich in Privatbesitz, wurde jedoch nie restauriert oder in seinen Ursprungszustand zurückversetzt, sodass der Zahn der Zeit langsam, aber sicher seine Spuren am Fahrzeug hinterlassen hat.

Wie bei vielen Einsatzfahrzeugen aus dieser Zeit handelte es sich bei dem Fahrzeug ursprünglich um ein sogenanntes Löschgruppenfahrzeug 15 (LF 15) aus deutscher Produktion. Mit der Übernahme durch den französischen Staat nach Kriegsende wurde das Fahrzeug jedoch an die französischen Gegebenheiten angepasst und entsprechend modifiziert. In diesem Zuge erfolgte die Umklassifizierung zum Fourgon Pompe (FP). Diese Bezeichnung stammt aus der Nachkriegszeit und ist ein Sammelbegriff für Feuerwehrfahrzeuge mit Pumpe und Tank zur Brandbekämpfung. Heute ist diese Benennung nur noch bei historischen Fahrzeugen gebräuchlich und wird im modernen Feuerwehrwesen nicht mehr verwendet.

Viele Einsatzfahrzeuge gelangten auf diese Weise in den Besitz französischer Feuerwehren. Der französische Staat verfügte in der Nachkriegszeit über eine große Anzahl solcher Fahrzeuge, die überwiegend für den Wiederaufbau der öffentlichen Strukturen genutzt wurden. Gemeinden konnten beim Staat ihren Bedarf anmelden, woraufhin entschieden wurde, welches Fahrzeug an welche Kommune abgegeben wurde. Diese Fahrzeuge wurden je nach Herkunft entweder als Kriegsbeute oder als Wiederaufbauspenden bezeichnet. Das überwiegend deutschsprachige Elsass wurde im Rahmen dieser Verteilungen besonders häufig mit Fahrzeugen deutscher Produktion ausgestattet, da Beschriftungen und Fahrzeugplaketten in deutscher Sprache vorlagen und dies den elsässischen Feuerwehren den Umgang erleichterte. Fahrzeuge amerikanischer oder kanadischer Herkunft waren ebenfalls im Elsass vorhanden, jedoch in deutlich geringerer Zahl.

Unité Territoriale Sélestat:

Die Unité Territoriale (UT) Sélestat ist eine hauptamtliche Feuerwehr- und Rettungswache des Service Départemental d’Incendie et de Secours (SDIS) du Bas-Rhin (67). Es handelt sich um eine Mischwehr, die durch hauptamtliche Kräfte ergänzt wird. Insgesamt verfügt die Einheit über rund 200 Einsatzkräfte, bestehend aus freiwilligen Feuerwehrangehörigen und Berufsfeuerwehrleuten. Die Wache ist zugleich Sitz der Compagnie de Sélestat und fungiert als Stützpunktfeuerwehr innerhalb des Départements. Neben der regulären Gefahrenabwehr bei Bränden und Unfällen ist die Wache auch mit zwei Rettungswagen im öffentlichen Rettungsdienst eingebunden. Die UT Sélestat ist der Compagnie de Sélestat zugeteilt und deckt die Gemeinden Baldenheim, Châtenois, Ebersheim, Ebersmunster, Kintzheim, La Vancelle, Mussig, Muttersholtz, Orschwiller, Scherwiller und Sélestat ab.

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Ancien Fourgon Pompe (FP) du Service Départemental d'Incendie et de Secours (SDIS) 67 du Bas-Rhin basé auprès de l'Unité Territoriale (UT) de Sélestat sur base d'un Mercedes-Benz L 3000 S équipé par Mercedes-Benz.

Ausrüster k.A.
Sondersignalanlage
  • 1 Drehspiegelkennleuchte S.E.V. Marchal 340
  • Tonfolgeanlage
Besatzung 1/8 Leistung 55 kW / 75 PS / 74 hp
Hubraum (cm³) 4.849 Zulässiges Gesamtgewicht (kg) 7.330
Tags
k.A.
Eingestellt am 18.01.2026 Hinzugefügt von HdV-Hamburg
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