Einsatzfahrzeug: Pfäffikon ZH - BFW Huber+Suhner - TLF - Torsi 1 (a.D.)

Pfäffikon ZH - BFW Huber+Suhner - TLF - Torsi 1 (a.D.)
Pfäffikon ZH - BFW Huber+Suhner - TLF - Torsi 1 (a.D.)
Blick auf den Fahrerplatz.

Einsatzfahrzeug-ID: V199848 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname Pfäffikon ZH - BFW Huber+Suhner - TLF - Torsi 1 (a.D.) Kennzeichen GR 332
Standort Europa (Europe)Schweiz (Switzerland)Zürich
Wache BFW Huber+Suhner Werk Pfäffikon ZH (a.D.) Zuständige Leitstelle k.A.
Obergruppe Feuerwehr Organisation Werkfeuerwehr
Klassifizierung Tanklöschfahrzeug Hersteller Mercedes-Benz
Modell LAF 1113 Auf-/Ausbauhersteller Metz
Baujahr 1967 Erstzulassung 1967
Indienststellung 1992 Außerdienststellung 1998
Beschreibung

Tanklöschfahrzeug (TLF) der Betriebsfeuerwehr Huber+Suhner AG im Werk Pfäffikon ZH, heute im Besitz des Feuerwehrvereins Davos

Fahrgestell: Mercedes-Benz LAF 1113 ("Kurzhauber")
Aufbau: Metz
Aufbaunummer: 201-1524
Baujahr: 1967

Technische Daten:

  • Antrieb: Allradantrieb (4x4)
  • Getriebe: Schaltgetriebe

Feuerlöschkreiselpumpe:

  • Typ: FPH 28/8 / Typ III
  • Hersteller: Metz
  • Förderleistung Normaldruck: 2.800 l/min bei 8 bar
  • Förderleistung Hochdruck: unbekannt
  • Schaumzumischung: 2 C-Druckabgänge mit Zumischer Z2
  • Besonderheit: A-Saugeingang an der Front

Löschmittel:

  • Wasser: 2.000 l
  • Schaummittel: 500 l

Beladung/Ausstattung:

  • Standheizung Webasto
  • Tankheizung
  • 2-teilige Schiebleiter

Laufbahn:

  • 1967 - 1992: Feuerwehr Dietikon
  • 1992 - 1998: BFW Huber+Suhner AG, Werk Pfäffikon ZH
  • unbekannt - unbekannt: Sammlerbesitz
  • seit unbekannt: Feuerwehrverein Davos

Die Betriebsfeuerwehr (BFW) der Huber+Suhner AG im Werk Pfäffikon ZH ergänzte 1992 ihren Fuhrpark um ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug (TLF). Von der ebenfalls im Kanton Zürich gelegenen Feuerwehr Dietikon konnte die Betriebsfeuerwehr einen Mercedes-Benz Kurzhauber vom Typ LAF 1113 übernehmen. Das deutsche Unternehmen Metz hatte den Kurzhauber 1967 laut Typschild als „TLF 16-SA“ aufgebaut, wobei das Kürzel „SA“ wohl für Sonderausführung oder -ausstattung steht. In die Schweiz gelangte das TLF schließlich über den Importeur Robert Aebi aus Zürich.

Hinter der Sonderausstattung des TLF verbergen sich einige Anpassungen des deutschen Norm-Fahrzeuges an die Schweizer Gepflogenheiten. Statt der für ein deutsches TLF 16 vorgesehenen Feuerlöschkreiselpumpe (FP) 16/8 mit einer Leistung von 1.600 Litern pro Minute wurde eine deutlich stärkere Pumpe eingebaut. Im Heckgeräteraum arbeitet eine Pumpe des Schweizer Typs III, bzw. nach deutscher Nomenklatur eine FPH 28/8 mit Hochdruckteil. Mit einer Leistung von 2.800 Litern pro Minute ist sie deutlich potenter, als die für ein TLF 16 in Deutschland vorgesehene Pumpe. Weil die Pumpe auch einen Hochdruckteil besitzt, ist das TLF neben dem normalen Schnellangriff auch mit einem Hochdruckschnellangriff ausgestattet. Abweichungen von der deutschen Norm gibt es auch im Bereich der mitgeführten Löschmittel. Der Löschwassertank des TLF wurde auf nur 2.000 Liter verkleinert, dafür aber ein zusätzlicher Schaummitteltank mit 500 Litern Fassungsvermögen eingebaut. Für die Schaumabgabe besitzt das TLF zwei zusätzliche C-Druckabgänge mit fest verbauten Zumischern. Im Vergleich zu diesen großen Unterschieden des für die Schweiz bestimmten TLF zu seinem deutschen Pendant, sind der Einbau einer Stand- und einer Tankheizung eher kleine Details. Nicht fehlen dürfen an einem Schweizer Einsatzfahrzeug dieser Zeit die markanten Trilex-Felgen.

Bei der Betriebsfeuerwehr Huber+Suhner in Pfäffikon ZH blieb das TLF nur vergleichsweise kurze Zeit im Dienst. Bereits 1998 sonderte die Wehr das mittlerweile 31 Jahre alte TLF wieder aus. Damit endete auch die aktive Dienstzeit des TLF. Von der Huber+Suhner Betriebswehr gelangte das TLF in Sammlerhand. Nachdem das TLF durch zwei Sammlerhände gegangen wurde es schließlich vom Feuerwehrverein Davos als Traditionsfahrzeug übernommen. Auf der Suche nach einem Oldtimer war der Verein auf das TLF gestoßen und übernahm es trotz fehlendem Bezugs zu Davos.

In Davos wird das TLF vom Feuerwehrverein in betriebsbereitem Zustand erhalten und gepflegt. Beladen ist das TLF aber nur noch teilweise. Vom Verein wird das TLF in Verbindung mit einem Fahrer auch zur Miete angeboten und kann beispielsweise für Hochzeiten oder ähnliche Feiern angemietet werden.

Huber+Suhner

Die Huber+Suhner AG ist ein heute auf Komponenten und Systemlösungen in der optischen und elektrischen Verbindungstechnik spezialisierter Industriekonzern aus der Schweiz. Die Wurzeln des mittlerweile international tätigen Konzerns reichen zurück bis ins 19. Jahrhundert. Im Jahr 1864 wurde in Herisau die Suhner & Co. AG gegründet und einige Jahre später im Jahr 1882 die R.+E. Huber AG in Pfäffikon ZH. Beide Unternehmen waren in der Herstellung von Kabeln tätig. Während Huber sein Portfolio auch auf die Gummiverarbeitung und später die Reifenherstellung ausdehnte, betrieb Suhner auch ein Kunststoff-Presswerk und eine Spritzgussfertigung. Erst 1969 fusionierten die beiden bis dahin eigenständigen Unternehmen miteinander zur Huber+Suhner AG. In den 1970er Jahren erfolgte eine zunehmende Internationalisierung des Unternehmens und ab der Jahrtausendwende eine Konzentrierung auf nur noch drei Kernbereiche. Damit einher ging auch der Ausstieg aus verschiedenen Randaktivitäten des Unternehmens.

Sowohl die R.+E. Huber AG in Pfäffikon ZH, als auch die Suhner & Co. AG in Herisau gründeten Betriebsfeuerwehren zur Absicherung ihrer Werke. Die beiden Betriebsfeuerwehren in Pfäffikon ZH und Herisau wurden auch nach der Fusion der beiden Unternehmen 1969 zunächst für viele Jahre fortgeführt. Als erstes löste Huber+Suhner im Jahr 2008 die Betriebsfeuerwehr in Herisau aus. Depot und Ausrüstung wurden von der örtlichen Feuerwehr übernommen, ebenso die Aufgaben des betrieblichen Brandschutzes. Nach dem Bau eines neuen Depots in Herisau wurde jedoch der alte Standort der Betriebsfeuerwehr schon 2011 gänzlich aufgegeben. Nur wenige Jahre länger bestand die Betriebsfeuerwehr von Huber+Suhner in Pfäffikon ZH, die 2011 aufgelöst wurde.

Ausrüster k.A.
Sondersignalanlage
  • 2 Rundumkennleuchten Eisemann RKLE 130
  • gelbe Drehspiegelkennleuchte Hella KLJ 80
  • Drehspiegelkennleuchte Hella KLJ 70 am Heck
  • gelbe Drehspiegelkennleuchte Hella KLJ 70 am Heck
Besatzung 1/5 Leistung 124 kW / 169 PS / 167 hp
Hubraum (cm³) 5.638 Zulässiges Gesamtgewicht (kg) k.A.
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Eingestellt am 18.02.2024 Hinzugefügt von Christopher Benkert
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