Einsatzfahrzeug: Oberdorf SO - FW - ASF - 3

Oberdorf SO - FW - ASF - 3
Oberdorf SO - FW - ASF - 3
Blick auf den Beifahrerplatz

Einsatzfahrzeug-ID: V158552 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname Oberdorf SO - FW - ASF - 3 Kennzeichen SO 740
Standort Europa (Europe)Schweiz (Switzerland)Solothurn
Wache FW Oberdorf SO Zuständige Leitstelle k.A.
Obergruppe Feuerwehr Organisation Freiwillige Feuerwehr (FF)
Klassifizierung Gerätewagen-Atemschutz(-Strahlenschutz) Hersteller Toyota
Modell HiAce 2.4i 4WD Auf-/Ausbauhersteller Feumotech
Baujahr 1990 Erstzulassung 1990
Indienststellung 1990 Außerdienststellung k.A.
Beschreibung

Atemschutzfahrzeug ASF der Feuerwehr Oberdorf SO

Fahrgestell: Toyota Hiace 2.4i 4WD („H100“)
Ausbau: Feumotech
Baujahr: 1990

Technische Daten:
Antrieb: Allradantrieb, 4x4
Getriebe: 5-Gang-Schaltgetriebe

Beladung/ Ausstattung:

  • 2 Warnzelte
  • 3 Verkehrswarnleuchten TurboFlare
  • 11 Leitkegel
  • B-Druckschläuche
  • C-Druckschläuche
  • Wasserführende Armaturen
  • 3 F-500-Feuerlöscher
  • 6 Pressluftatmer in der Kabine
  • Gelbe Kennzeichnungsweste „Einsatzleiter Feuerwehr“
  • Teleskopleiter
  • Trage für Einsatz auf tragbaren Leitern
  • 2-teilige Schiebleiter

Der Fuhrpark der Feuerwehr Oberdorf SO ist typisch für kleinere Feuerwehren in der Schweiz und besteht aus einem Tanklösch-, einem Atemschutz- sowie einem Pionierfahrzeug. Das zentrale Fahrzeug im Fuhrpark und Hauptarbeitsgerät der Wehr ist das Tanklöschfahrzeug. Es ist bei der Brandbekämpfung der Dreh- und Angelpunkt. Die dreiköpfige Besatzung des Tanklöschfahrzeuges bringt neben einer Feuerlöschkreiselpumpe und 1.800 l Löschwasser auch eine umfangreiche Beladung für den Brandeinsatz sowie etwas Material für die Technische Hilfeleistung an Ort und Stelle. Ergänzt wird es durch das Atemschutzfahrzeug, mit dem weiteres Personal und weitere Pressluftatmer an die Einsatzstelle kommen. Das dritte Fahrzeug im Bunde ist schließlich das Pionierfahrzeug mit einer weiterführenden Beladung für die Technische Hilfeleistung und im Falle des Fahrzeuges aus Oberdorf mit genügend Stauraum für die flexible Beladung mit weiterer Ausrüstung. Mit einem Rüstwagen kann man das Pionierfahrzeug zwar nicht vergleichen, so führt es beispielsweise keinen Rüstsatz mit, dafür ist es aber für grundlegende Hilfeleistungen wie Sturm- und Wasserschäden beladen. Dieses Fahrzeugtrio ist typisch für Feuerwehren in der Schweiz und gerade in kleineren Gemeinden häufig, teilweise auch in etwas abgewandelter Form, anzutreffen.

Das Atemschutzfahrzeug ist ein bei Feuerwehren in der Schweiz weit verbreitetes Einsatzfahrzeug und stellt eine Mischung aus einem Mannschaftstransportwagen sowie einem Gerätewagen-Atemschutz dar. Das heißt es transportiert sowohl Mannschaft, als auch Ausrüstung für einen Atemschutzeinsatz an die Einsatzstelle. Anders als Mannschaftstransport- und Gerätewagen-Atemschutz ist das schweizerische Atemschutzfahrzeug aber kein eher nachrangiges Nachschubfahrzeug für größere Einsatzlagen, sondern gehört bei vielen Feuerwehren fest zum ersten Abmarsch. Oftmals bilden Atemschutzfahrzeuge eine Einheit mit einem Tanklöschfahrzeug und rücken unmittelbar oder kurz nach diesem aus. Aus der grundsätzlichen Konzeption vieler Tanklöschfahrzeuge in der Schweiz erklärt sich die enge Anbindung der Atemschutzfahrzeuge an diese. Verbreitet sind in der Schweiz Tanklöschfahrzeuge mit Truppkabine für nur drei Feuerwehrangehörige. Während das Tanklöschfahrzeug die nötige Ausrüstung für die Brandbekämpfung an die Einsatzstelle bringt, kommt das weitere Personal zusammen mit der Ausrüstung für den Atemschutzeinsatz direkt mit dem Atemschutzfahrzeug nach. Aus diesem Grund sind viele Atemschutzfahrzeuge auch so ausgebaut, dass sich zumindest ein Teil der Besatzung schon während der Fahrt mit Pressluftatmern ausrüsten kann.
Als Basis für Atemschutzfahrzeuge wird in der Regel auf Transporterfahrgestelle mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t zurückgegriffen. Durch ihre Fahrgestelle ähneln Atemschutzfahrzeuge auch eher mehr dem deutschen Mannschaftstransportwagen und fallen deutlich kleiner aus als ein Gerätewagen-Atemschutz. Dies spiegelt sich auch in der mitgeführten Beladung wider, welche bei weitem nicht so umfangreich wie auf einem Gerätewagen-Atemschutz ausfällt. Üblich ist das nur eine an die Fahrzeugbesatzung angelehnte Zahl von Pressluftatmern mitgeführt wird und selten mehr.

Einen Toyota HiAce 2.4i 4WD baute Feumotech 1990 für die Feuerwehr Oberdorf SO zum Atemschutzfahrzeug aus. Passend für die Lage am Jurasüdfuss unterhalb des 1.395 m hohen Weissensteins hat der Kleinbus von Toyota nicht nur Allradantrieb, sondern auch eine Geländeuntersetzung. In Summe elf Personen können im Atemschutzfahrzeug transportiert werden, wovon sich wiederum ein halbes Dutzend schon während der Fahrt mit Atemschutzgeräten ausrüsten kann. Dazu baute Feumotech im hinteren Fahrzeugteil drei Sitzbänke mit insgesamt neun Sitzplätzen ein. Nur eine der drei Sitzbänke ist quer zur Fahrtrichtung montiert. Sie befindet sich Rücken an Rücken zu Fahrer und Beifahrer und hat drei Halterungen für Pressluftatmer. Die anderen beiden Sitzbänke sind vis-à-vis längs zur Fahrtrichtung entlang der Außenwände montiert. Die rechte Sitzbank ist etwas weiter Richtung Fahrzeugmitte versetzt, weil auch sie drei Halterungen für Pressluftatmer hat. Unter allen drei Sitzbänken befinden sich Staukästen zum Transport weiterer Ausrüstung. In ihnen sind vor allem Druckschläuche und wasserführende Armaturen als Ergänzung zur Beladung des Tanklöschfahrzuges der Wehr verstaut. Offen im Mannschaftsraum werden an Beladung ansonsten nur ein Stapel Leitkegel sowie drei Handfeuerlöscher mit dem Löschmittel F-500 und eine Teleskopleiter mitgeführt. Als zweite Leiter ist auf dem Atemschutzfahrzeug eine zweiteilige Schiebleiter verladen. Sie wird auf einem Dachgepäckträger mitgeführt. In einem nach hinten offenen Staukasten befindet sich rechts neben der Schiebleiter ein Rettungsschlitten für die Menschenrettung über eben diese. Auf der Dachträgerkonstruktion sitzt auch die optische Sondersignalanlage die an der Front aus zwei und am Heck aus einer Drehspiegelkennleuchte Hella KL700 besteht.

Ausrüster k.A.
Sondersignalanlage
  • 3 Drehspiegelkennleuchten Hella KL700, davon 1 am Heck
Besatzung 1/10 Leistung 97 kW / 132 PS / 130 hp
Hubraum (cm³) 2.438 Zulässiges Gesamtgewicht (kg) 2.900
Tags
k.A.
Eingestellt am 09.12.2019 Hinzugefügt von Christopher Benkert
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