Einsatzfahrzeug: Millas - SDIS 66 - TLF 30/33-W - CCFM HP

Millas - SDIS 66 - TLF 30/33-W - CCFM HP
Millas - SDIS 66 - TLF 30/33-W - CCFM HP
Typschild

Einsatzfahrzeug-ID: V153212 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname Millas - SDIS 66 - TLF 30/33-W - CCFM HP Kennzeichen EX-861-JX
Standort Europa (Europe)Frankreich (France)Région OccitanieDépartement Pyrénées-Orientales (66)
Wache SDIS 66 CIS Millas (FW) Zuständige Leitstelle k.A.
Obergruppe Feuerwehr Organisation Freiwillige Feuerwehr (FF)
Klassifizierung Tanklöschfahrzeug Hersteller Renault
Modell D14 4x4 Auf-/Ausbauhersteller Jacinto
Baujahr 2018 Erstzulassung 2018
Indienststellung 2018 Außerdienststellung k.A.
Beschreibung

Camion Citerne Feux de Forêt Moyen Haute Pression CCFM HP/ Tanklöschfahrzeug 30/33-Waldbrand (TLF 30/33-W) des Service Départemental d’Incendie et de Secours (SDIS) 66 Pyrénées-Orientales, stationiert am Centre d'Intervention et de Secours (CIS) Millas

Fahrgestell: Renault D14 4x4
Aufbau: Jacinto
Baujahr: 2018

Technische Daten:
Antrieb: Allradantrieb, 4x4
Getriebe: 6-Gang-Schaltgetriebe

Feuerlöschkreiselpumpe:
Typ: FPN 10-3000 mit FPH 40-250 / Prima P2 3010
Hersteller: Godiva
Förderleistung Normaldruck: 2.000 l/min bei 15 bar
Förderleistung Hochdruck: 250 l/min bei 40 bar
Schaumzumischung: Fest montierter Z-Zumischer mit Zumischrate 0,5 %

Löschmittel:
Wasser: 3.340 l, zzgl. 430 l für Selbstschutzanlage
Netzmittel: 70 l

Beladung/ Ausstattung:

  • Umfeldbeleuchtung
  • Verkehrswarnanlage mit 2 gelben Blitzern am Heck
  • Überrollbügel außen an der Kabine
  • Überrollbügel in die Kabine integriert
  • Seilwinde Warn
  • Selbstschutzanlage mit Düsen im Überrollbügel an der Kabine und an den Reifen
  • Schnellangriff mit formstabilem Druckschlauch und elektrischer Aufrollhilfe links neben der Pumpe am Heck
  • Schnellangriff mit Druckschlauch 45 mm und elektrischer Aufrollhilfe rechts neben der Pumpe am Heck
  • Schnellangriff mit Druckschlauch 25 mm und elektrischer Aufrollhilfe über der Pumpe am Heck
  • Atemschutzanlage in der Kabine mit fest verbautem Pressluftatmer und 4 Atemanschlüssen
  • Kühltruhe
  • Motorkettensäge
  • Schaufel
  • Hacke
  • Schwimmpumpe
  • 4 Saugschläuche und saugseitige Armaturen
  • 6 Druckschläuche 75 mm
  • 4 Druckschläuche 45 mm
  • Druckschlauch 25 mm
  • 3 Rückentragen mit Druckschläuchen und wasserführenden Armaturen
  • 2 Verteiler 45 mm auf 1x 45 mm und 2x 25 mm
  • Strahlrohr 75 mm
  • Hohlstrahlrohr 45 mm
  • Hohlstrahlrohr 25 mm
  • 2 Löschrucksäcke
  • ABC-Pulverfeuerlöscher

Um der großen Gefahr von Vegetationsbränden zu begegnen unterhält der Service Départemental d’Incendie et de Secours (SDIS) 66 Pyrénées-Orientales eine große Flotte von Tanklöschfahrzeugen-Waldbrand, welche genau auf die Bedürfnisse in der Vegetationsbrandbekämpfung zugeschnitten sind. Quasi an jeder Feuerwache des SDIS 66 ist mindestens ein Tanklöschfahrzeug-Waldbrand stationiert, teilweise sogar mehrere. Die Mehrzahl der Tanklöschfahrzeuge-Waldbrand beim SDIS 66 entspricht dem Typ Camion Citerne Feux de Forêt Moyen (CCFM), also mittlere Tanklöschfahrzeuge-Waldbrand mit Tankvolumen zwischen 1.500 und 5.000 Litern. Darüber hinaus gibt es auch zwei (Stand: 2018) Camion Citerne Feux de Forêt Super (CCFS), schwere Tanklöschfahrzeuge-Waldbrand mit mehr als 5.000 Litern Wasser. An jeder größeren Feuerwache wiederum anzutreffen sind leichte Tanklöschfahrzeuge-Waldbrand mit Tankvolumen von 600 bis 1.500 Litern vom Typ Camion Citerne Feux de Forêt Léger (CCFL). Sie werden vor allem für Patrouillen durch waldbrandgefährdete Gebiete sowie zur Erkundung und Bekämpfung von Entstehungsbränden genutzt.
Fast alle Waldbrand-Tanklöschfahrzeuge im Fuhrpark des SDIS 66 wurden auf speziellen Allrad-Fahrgestellen von Renault aufgebaut. Am häufigsten sind Aufbauten von Camiva, bzw. von dessen Nachfolgeunternehmen Magirus-Camiva und Magirus anzutreffen, zudem seit 2018 auch vom portugiesischen Hersteller Jacinto. Die neueren Tanklöschfahrzeuge führen in der Regel zwischen 3.000 und 4.000 Litern Löschwasser mit. Bis Ende der 1990er Jahre wurden auch Tanklöschfahrzeuge mit kleineren Tanks angeschafft. Seit etwa 2010 beschafft das SDIS 66 vorrangig sogenannte Camion Citerne Feux de Forêt Moyen Haute Pression, kurz CCFM HP, mit einer kombinierten Normal- und Hochdruckpumpe. Auf die Hochdruckpumpe verweist auch der Namenszusatz Haute Pression. Als auffälliges optisches Merkmal besitzen die Aufbauten aller CCFM HP eine leuchtendgelb lackierte Dachgalerie. Schon seit längerem Standard sind die an der Front verbauten elektrischen Seilwinden, welche vor allem bei der Selbstbergung zum Einsatz kommen.

Alle CCFM HP des SDIS 66 wurden von der Einführung dieses Fahrzeugtyps um das Jahr 2010 herum bis ins Jahr 2018, wie auch schon zuvor die konventionellen CCFM, von Magirus-Camiva auf Fahrgestellen der Midlum-Baureihe von Renault aufgebaut. Für das Jahr 2018 plante der SDIS 66 die Verstärkung seiner Flotte an Waldbrandtanklöschfahrzeugen durch die Anschaffung von insgesamt zehn baugleichen CCFM HP im Wert von insgesamt 2,4 Millionen Euro. Der portugiesische Aufbauhersteller Jacinto konnte sich bei der Ausschreibung des großen Fahrzeugloses durchsetzen. Für Jacinto sind die zehn pünktlich zur Waldbrandsaison 2018 in Dienst gestellten CCFM HP die ersten für den SDIS 66 aufgebauten Fahrzeuge. In den Jahren zuvor belieferten die Portugiesen beispielsweise bereits den SDIS des nahen südfranzösischen Départements Hérault (34).
Auch wenn sich die CCFM HP von Jacinto und Magirus-Camiva doch sehr ähneln, was vor allem der sehr einfachen Konstruktionsweise geschuldet ist, unterscheiden sie sich doch in zahlreichen Punkten. Viele der Änderungen stellen gewissermaßen Weiterentwicklungen für eine Verbesserung der Funktionalität der Fahrzeuge dar. Die wohl auffälligste Änderung betrifft den offenen Pumpenraum am Aufbauheck. Statt zwei Schnellangriffshaspeln umgeben die Pumpe nun drei Haspeln. Neu hinzugekommen ist bei den Jacinto-CCFM eine Haspel über der Pumpe mit Druckschlauch im Durchmesser 25 mm und sogenannten Barcelona-Kupplungen. Vorher wurden diese vor allem in Verbindung mit dem Hochdruckteil der Pumpe eingesetzten Schläuche nur als Rollschlauch auf den CCFM HP mitgeführt, was deren Einsatz deutlich verlangsamte. Die zweite große Neuerung verbirgt sich in den erstmals bei einem CCFM des SDIS 66 mit Rollläden statt Türen verschlossenen Geräteräumen. Zwei der drei auf den Waldbrandtanklöschfahrzeugen mitgeführten Rückentragen zum Transport von Schläuchen und Armaturen sind auf Auszügen in den Geräteräumen verstaut und können so bequem und einfach entnommen werden. Bei der Vorgängergeneration von CCFM HP wurden noch alle drei Rückentragen offen und ungeschützt auf dem Dach mitgeführt. Das schadete auf lange Sicht nur der Haltbarkeit des Materials, sondern gestaltete auch die Entnahme der schweren Tragen schwierig und bisweilen auch gefährlich. Nur noch eine der Rückentragen ist nach wie vor auf dem deutlich aufgeräumteren Dach des Aufbaus verladen. Um die Dachbeladung vor der Witterung zu schützen gibt es jetzt drei statt bisher nur eines Dachkastens. Bis auf die langen Saugschläuche muss keine Ausrüstung mehr ungeschützt der Witterung ausgesetzt mitgeführt werden. Kleinere Änderungen weist auch die Pumpenanlage des CCFM HP auf. Während der Normaldruckteil der Pumpe nach wie vor 2.000 l/min bei 15 bar fördert, leistet der Hochdruckteil statt bisher 160 l/min bei 20 bar nun 250 l/min bei 40 bar. Der zuvor in seiner Zumischrate für das Netzmittel frei einstellbare fest an der Pumpe montierte Z-Zumischer wurde durch ein robusteres fix auf eine Zumischrate von 0,5 % eingestelltes Modell ausgetauscht. Insgesamt etwas kleiner sind die auf den Jacinto-Fahrzeugen mitgeführten Löschmittelmengen. Statt bisher 3.500 l Wasser und 100 l Netzmittel werden auf ihnen nur noch 3.340 l Wasser und 70 l Netzmittel mitgeführt. Dafür wuchs der für die Selbstschutzanlage reservierte Teil des Wassertanks von 300 auf 430 l an.

Die zehn im Jahr 2018 vom SDIS 66 beschafften CCFM HP wurden wie folgt zugelassen und stationiert:

Das Camion Citerne Feux de Forêt Moyen oder CCFM, ins Deutsche übersetzt ein mittleres Tanklöschfahrzeug-Waldbrand, ist der vermutlich am häufigsten anzutreffende Löschfahrzeugtyp für Vegetationsbrände in Frankreich. Das CCFM ist ein vergleichsweise einfach konstruiertes, robustes Tanklöschfahrzeug bei dem großen Wert auf eine möglichst hohe Geländegängigkeit gelegt wird. Es ist in seiner Ausstattung und Beladung exakt auf die Bedürfnisse der Vegetationsbrandbekämpfung zugeschnitten. Aus diesem Grund werden CCFM in Frankreich auch fast nur zur Bekämpfung von Vegetationsbränden eingesetzt und kommen bei „urbanen“ Feuern gar nicht oder nur sehr selten zum Einsatz. Umgekehrt werden die normalen französischen Löschfahrzeuge vom Typ Fourgon Pompe Tonne auch nicht zur Bekämpfung von Vegetationsbränden genutzt.
Die CCFM sind auf kompakten Fahrgestellen mit Allradantrieb und Einzelbereifung mit einem Gesamtgewicht zwischen 7,5 und 16 Tonnen aufgebaut. Für den Einsatz im Gelände haben die Fahrgestelle einen besonderen Unterbodenschutz gegen mechanische und thermische Beschädigung. Hochgezogene Luftansaugungen und Auspuffanlagen gehören ebenfalls zum Standard. Nur optional sind Seilwinden, in der Regel elektrisch betrieben, für einfache Bergungsaufgaben sowie die Selbstbergung.
Die Besatzung besteht in der Regel aus vier Feuerwehrangehörigen und nimmt in einer Doppelkabine Platz. Seltener sind CCFM mit einer nur dreiköpfigen Besatzung und einer einfachen Serienkabine zu finden. Gegen mechanische Einwirkungen wird die Kabine durch zwei Überollbügel geschützt: Einen außen an der Kabine und einen in der Kabine. Der äußere Überollbügel dient meist auch gleichzeitig als Rohrleitung für einen Teil der Selbstschutzanlage des CCFM. Mit zahlreichen kleinen Düsen lassen sich die komplette Kabine von außen sowie auch alle Reifen mit Wasser benetzten und so vor Hitze und Flammen schützen. Die Selbstschutzanlage wird wahlweise über die Feuerlöschkreiselpumpe des CCFM oder eine Elektropumpe gespeist. Letztere ist eine Rückfallebene für den Fall das der Fahrzeugmotor, beispielsweise aufgrund des Brandrauchs, ausfällt und die normale Feuerlöschkreiselpumpe dadurch nicht mehr funktioniert. Für den Betrieb der Selbstschutzanlage muss das CCFM mindestens 300 Litern Wasser mitführen, welche zu den 1.500 bis 5.000 Litern Wasser hinzukommen die das CCFM als Löschmittel mitführt. In der Regel wird das Wasser für die Selbstschutzanlage nicht in einem eigenen Tank mitgeführt, sondern im normalen Löschwassertank des CCFM. Daher ist der Wassertank so konstruiert das zur aktiven Brandbekämpfung über die Feuerlöschkreiselpumpe nicht der komplette Tank geleert werden kann, sondern immer die für die Selbstschutzanlage vorgesehene Löschwassermenge zurückbleibt. Zum Schutz der Fahrzeugbesatzung dient weiterhin eine „Atemschutzanlage“ in der Kabine. Dabei handelt es sich um einen fest in der Kabine verbauten Pressluftatmer an dem für jedes Besatzungsmitglied ein Atemanschluss angeschlossen ist. Dank dieser Ausstattung kann sich im schlimmsten aller Fälle die Besatzung in die Fahrzeugkabine als Schutzraum zurückziehen und sich dort vom Feuer überrollen lassen. Damit die Fahrzeugbesatzung auch im Brandrauch die Türgriffe an der Kabine findet sind diese bei neueren CCFM mit großen weißen Flächen umrahmt.
Der Wassertank stellt bei einem CCFM den größten Teil des Aufbaus. Um einen niedrigen Schwerpunkt zu erhalten sind der Tank und damit auch der Aufbau sehr flach gestaltet. Meist noch niedriger als die davor liegende Kabine. An den Tank schließt sich am Heck der offene Pumpenraum an. Meist ist dieser komplett offen gestaltet, seltener sind ein Dach und noch seltener Seitenwände zu finden. Die vom Fahrzeugmotor angetriebene Feuerlöschkreiselpumpe wird durch zwei Schlauchhaspeln flankiert. Eine mit einem formstabilen Druckschlauch, die andere mit einem normalen Druckschlauch mit 45 Millimetern Durchmesser. Die wenigen Geräteräume für die puritanische Fahrzeugbeladung werden in der Regel durch einfache Türen verschlossen, welche sich mit etwas Kraft auch bei einem verwundenen Aufbau öffnen lassen. Die Beladung eines CCFM besteht aus einigen wenigen Druckschläuchen und wasserführenden Armaturen sowie meist aus zwei oder mehr Rückentragen zum Transport von Druckschläuchen und Armaturen. Nach örtlichen Bedürfnissen werden oft auch Motorkettensägen und Löschrucksäcke mitgeführt.

Das Fahrzeug trägt beim SDIS 66 die interne Bezeichnung CCF133.

Vorgänger:
https://bos-fahrzeuge.info/einsatzfahrzeuge/90326/

Ausrüster k.A.
Sondersignalanlage
  • 2 LED-Kennleuchten, davon 1 am Heck
  • 2 Frontblitzer
Besatzung 1/3 Leistung k.A.
Hubraum (cm³) k.A. Zulässiges Gesamtgewicht (kg) 14.000
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Eingestellt am 16.04.2019 Hinzugefügt von Christopher Benkert
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