Einsatzfahrzeug: Limoux - SDIS 11 - TLF 15/20-W - CCFM

Limoux - SDIS 11 - TLF 15/20-W - CCFM
Limoux - SDIS 11 - TLF 15/20-W - CCFM

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Funkrufname Limoux - SDIS 11 - TLF 15/20-W - CCFM Kennzeichen 4437 NX 11
Standort Europa (Europe)Frankreich (France)Région OccitanieDépartement Aude (11)
Wache SDIS 11 CS Limoux (FW) Zuständige Leitstelle k.A.
Obergruppe Feuerwehr Organisation Freiwillige Feuerwehr (FF)
Klassifizierung Tanklöschfahrzeug Hersteller Renault
Modell 110 150 Ti Auf-/Ausbauhersteller Camiva
Baujahr 1995 Erstzulassung 1995
Indienststellung k.A. Außerdienststellung k.A.
Beschreibung

Camion Citerne Feux de Forêt Moyen CCFM/ Tanklöschfahrzeug TLF 20/20-Waldbrand des Service Départemental d’Incendie et de Secours (SDIS) 11 Aude, stationiert am Centre de Secours L

Fahrgestell: Renault 110 150 Ti
Aufbau: Sides
Baujahr: 1995

Pumpenleistung: 1.500 l/min bei 15 bar

Löschmittel:
Wasser: 2.000 l

Beladung/ Ausstattung:

  • Seilwinde
  • Überollbügel außen an der Kabine
  • Überollbügel in die Kabine integriert
  • Selbstschutzanlage mit Düsen im Überollbügel an der Kabine
  • Schnellangriff mit formstabilem Druckschlauch links neben der Pumpe am Heck
  • Kran mit Seilwinde zur Entnahme des Ersatzrades vom Aufbaudach
  • Saugschläuche mit Saugkorb und Auftriebskörper
  • Verschiedene Druckschläuche
  • Verschiedene wasserführende Armaturen
  • 2 Rucksäcke mit Druckschläuchen und wasserführenden Armaturen

Um der großen Gefahr von Vegetationsbränden zu begegnen unterhält der Service Départemental d’Incendie et de Secours (SDIS) 11 Aude eine große Flotte von Tanklöschfahrzeugen-Waldbrand, welche genau auf die Bedürfnisse in der Vegetationsbrandbekämpfung zugeschnitten sind. Quasi an jeder Feuerwache des SDIS 11 ist mindestens ein Tanklöschfahrzeug-Waldbrand stationiert, teilweise sogar mehrere. Die Mehrzahl der Tanklöschfahrzeuge-Waldbrand beim SDIS 11 entspricht dem Typ Camion Citerne Feux de Forêt Moyen (CCFM), also mittlere Tanklöschfahrzeuge-Waldbrand mit Tankvolumen zwischen 1.500 und 5.000 Litern. Darüber hinaus gibt es auch einige Camion Citerne Feux de Forêt Super (CCFS), schwere Tanklöschfahrzeuge-Waldbrand mit mehr als 5.000 Litern Wasser. Leichte Tanklöschfahrzeuge-Waldbrand mit Tankvolumen von 600 bis 1.500 Litern vom Typ Camion Citerne Feux de Forêt Léger (CCFL) gibt es hingegen keine beim SDIS 11.
Der größte Teil der Waldbrandlöschfahrzeuge des SDIS 11 ist mittlerweile auf Fahrgestellen von Renault aufgebaut. Seit den 1990er Jahren beschaffte der SDIS 11, bzw. vor der Gründung des SDIS 11 die kommunalen Feuerwehren im Département Aude nur selten Waldbrandlöschfahrzeuge auf anderen Fahrgestellen. In diesem Zeitraum wurden zwar einige CCFM auf Chassis von Mercedes-Benz, MAN oder Iveco erworben, meist handelte es sich dabei jedoch um Einzelstücke oder sehr kleine Serien. Vor den 1990er Jahren kamen bei den kommunalen Feuerwehren im Département Aude auch Fahrgestelle anderer, heute nicht mehr existierender, französischer LKW-Hersteller sowie auch einige Mercedes-Benz Unimog zum Einsatz.

Das Camion Citerne Feux de Forêt Moyen oder CCFM, ins Deutsche übersetzt ein mittleres Tanklöschfahrzeug-Waldbrand, ist der vermutlich am häufigsten anzutreffende Löschfahrzeugtyp für Vegetationsbrände in Frankreich. Das CCFM ist ein vergleichsweise einfach konstruiertes, robustes Tanklöschfahrzeug bei dem großen Wert auf eine möglichst hohe Geländegängigkeit gelegt wird. Es ist in seiner Ausstattung und Beladung exakt auf die Bedürfnisse der Vegetationsbrandbekämpfung zugeschnitten. Aus diesem Grund werden CCFM in Frankreich auch fast nur zur Bekämpfung von Vegetationsbränden eingesetzt und kommen bei „urbanen“ Feuern gar nicht oder nur sehr selten zum Einsatz. Umgekehrt werden die normalen französischen Löschfahrzeuge vom Typ Fourgon Pompe Tonne auch nicht zur Bekämpfung von Vegetationsbränden genutzt.
Ein CCFM hat in der Regel ein Gesamtgewicht zwischen 7,5 und 16 Tonnen und ist auf kompakten Fahrgestellen mit Allradantrieb und Einzelbereifung aufgebaut. Teilweise ist eine Seilwinde an der Front für leichte Bergungsaufgaben oder die Selbstbergung vorhanden. Die Besatzung besteht normalerweise aus vier Feuerwehrangehörigen. Zentraler Bestandteil des Aufbaus ist ein Wassertank mit 1.500 bis 5.000 Liter Fassungsvermögen. Der Pumpenraum am Heck ist üblicherweise offen ausgeführt und nimmt neben der Pumpe noch einen oder zwei Schnellangriffe auf. Der am häufigsten verwendete Verschluss für die kleinen Geräteräume sind simple Türen oder Klappen, welche sich auch bei verwundenem Aufwand noch öffnen lassen.

Camiva baute das durch die Feuerwache Limoux genutzte CCFM im Jahr 1995 auf einem geländegängigen Renault 110 150 Ti mit Allradantrieb und Einzelbereifung auf. Für einfache Bergungsaufgaben und die Selbstbergung ist an der Front eine kleine elektrische Seilwinde verbaut. Die Doppelkabine mit vier Sitzplätzen wurde von Brevet, einem französischen Karosseriebauer, modifiziert. In die Kabine selbst wurde ein Überollbügel eingebaut sowie ein weiterer außen an der Kabine angebaut. Der äußere Überollbügel dient gleichzeitig als Rohrsystem für die Selbstschutzanlage an der Kabine. Der Aufbau besteht aus einem 2.000 Liter fassenden Löschwassertank der in der Hauptsache zwischen beiden Achsen liegt. Zum Heck hin ist auf jeder Fahrzeugseite ein kleines Gerätefach mit zweiflügeligen Tür als Verschluss in den Tank eingelassen. Direkt hinter der Kabine ist der Tank so ausgebuchtet das sich quer zur Fahrtrichtung in vier Leerrohren Saugschläuche einschieben lassen. Den Abschluss des Aufbaus am Heck bildet eine Plattform auf der ein Schnellangriff mit formstabilem Druckschlauch sowie rechts daneben eine Tragkraftspritze montiert sind. Die Tragkraftspritze ist fest verbaut und lässt sich nicht entnehmen. Sie hat eine Leistung von 1.500 Litern in der Minute. Das Aufbaudach ist komplett begehbar und dient auch dem Gerätetransport. Auf dem Dach lagert ein Reserverad für das CCFM, welches sich mit einem aufklappbaren Kran mit kleiner Seilwinde entnehmen lässt. Außerdem ist auf dem Dach eine Halterung für eine tragbare Leiter.

Das Vorhandensein einer Leiterhalterung auf dem CCFM deutet auf die Verwendung des Fahrzeuges als "behelfsmäßiges" Löschfahrzeug für urbane Brände in den Wintermonaten hin. Teilweise werden CCFM außerhalb der Saison für Vegetationsbrände mit einer tragbaren Leiter, Atemschutzgeräten sowie einer Schlauchhaspel mit Druckschlauch mit 75 Millimeter Durchmesser aufgerüstet, um sie ähnlich eines normalen Löschfahrzeuges einsetzten zu können.

Ausrüster k.A.
Sondersignalanlage

Drehspiegelkennleuchte

Besatzung 1/3 Leistung k.A.
Hubraum (cm³) k.A. Zulässiges Gesamtgewicht (kg) 11.500
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Eingestellt am 17.09.2015 Hinzugefügt von Christopher Benkert
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