Einsatzfahrzeug: Florian München 71-20

Florian München 05/71-09
Florian München 05/71-09

Einsatzfahrzeug-ID: V86697 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname Florian München 71-20 Kennzeichen M-F 1167
Standort Europa (Europe)Deutschland (Germany)BayernMünchen-Stadt
Wache BF München FW5 Ramersdorf Zuständige Leitstelle Leitstelle München (M)
Obergruppe Rettungsdienst Organisation Berufsfeuerwehr (BF)
Klassifizierung Schwerlast-Rettungswagen Hersteller MAN
Modell TGL 10.220 Auf-/Ausbauhersteller Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeuge (WAS)
Baujahr 2011 Erstzulassung 2011
Indienststellung 2011 Außerdienststellung k.A.
Beschreibung

Schwerlast- und Infektions-Rettungswagen (S-RTW, oder intern auch SK-RTW bezeichnet) der Berufsfeuerwehr München, stationiert an der Feuer- und Rettungswache 5 in Ramersdorf.

Technische Daten:

  • Fahrgestell: MAN TGM 10.220 4x2 BL
  • Aufbau: WAS
  • Baujahr: 2011
  • Erstzulassung: 2011
  • Indienststellung: 2011
  • Motor: 4-Zylinder Reihendieselmotor
  • Leistung: 162 kW (220 PS)
  • Hubraum: 4.580 ccm
  • Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h
  • Zul. Gesamtgewicht: 10.000 kg
  • Besatzung: 1/1/2

Der Freistaat Bayern war eines der ersten deutschen Bundesländer, die ein flächendeckendes Netz an Schwerlast-RTW etabliert haben. Hierzu wurden ab 2010 insgesamt 25 Fahrzeuge - in jedem Leitstellenbereich ein S-RTW – in Dienst gestellt. Diese Fahrzeuge entsprechen in ihren Grundzügen den regulären Bayern-RTW, allerdings wurde die erste Generation der Bayerischen S-RTW 2010 noch mit einer heckseitigen Ladebordwand, sowie einer Stryker Power pro TL und einer Tragfähigkeit von 318 kg ausgestattet. Seit 2014 unterscheiden sich die S-RTW optisch kaum noch von den regulären Beschaffungsserien, da nun zugunsten einer besseren Integration in die reguläre Notfallrettung auf die unpraktische Ladebordwand verzichtet wird und stattdessen nun ein Stryker Power pro XT System mit einer Tragfähigkeit von ebenfalls 318 kg Verwendung findet.

Das hier gezeigte Fahrzeug stellt im Bayerischen Schwerlastkonzept eine absolute Besonderheit und zudem das einzige seiner Art im Freistaat dar, da es für Adipositas-Transporte vorgehalten wird, welche die Belastungsgrenze der regulären S-RTW, also ein Patientengewicht von über 300 kg, deutlich überschreiten würden. Somit kann das Fahrzeug im Bedarfsfall auch landesweit zum Einsatz kommen. Da ab einer gewissen Gewichtsklasse bzw. Patientenmaßen auch keine adäquate und sichere Patientenbeförderung mehr auf der eigentlichen Stryker MX-PRO Schwerlasttrage (max. 725 kg) möglich ist, wurde der Boden im Patientenraum mit Airlineschienen ausgestattet, so dass hier auch ganze Klinikbetten befestigt werden können. Ebenfalls ist es möglich, mit diesem Fahrzeug Schwerlastintensivtransporte durchzuführen.

Neben der Verwendung als Schwerlast-RTW ist das Fahrzeug auch für Transport von Patienten mit hochkontagiösen Erkrankungen ausgelegt und stellt somit einen von zwei speziellen Infekt-RTW in Bayern dar. Das zweite Fahrzeug, welches auf einem MB Sprinter basiert und ausschließlich als I-RTW eingesetzt wird, betreibt die JUH Würzburg. Das hier dargestellte Fahrzeug verfügt über einen luftdicht abgeschotteten Patientenraum, der mit einem speziellen Unterdrucksystem ausgestattet ist, wodurch das Entweichen von Keimen und Krankheitserregern verhindert werden soll. Daher befinden sich normalerweise auch nur wenige Ausrüstungsgegenstände im Patientenraum, da man so den Anforderungen einer einfachen Desinfektion gerecht werden möchte. EKG, Beatmungsgerät aber auch Handschuhe und Desinfektionsmittelspender beispielsweise befinden sich deshalb im linken hinteren Außenstaufach, das luftdicht zum Patientenraum abgetrennt und nur von außen zugänglich ist. Diese Gerätschaften werden dann bei Bedarf in den entsprechenden Halterungen im Patientenraum befestigt. Nahezu alle Ausrüstungsgegenstände, die im Patientenraum, sowie den darin befindlichen Staufächern gelagert werden, sind in gas- und wasserdichten Peli-Koffern verstaut. So sind beispielsweise auch die Notfallkoffer für Atmung und Kreislauf in dieser Bauweise ausgeführt. Eine spezielle Entkeimungsanlage ist im linken vorderen Außenstaufach verbaut, welche mittels Formalin und Ammoniak sowohl die Entkeimung der Abluft, als auch eine vollständige Entkeimung des Patientenraumes ermöglicht. Die O2- und Druckluft-Bordversorgung befindet sich ebenfalls in diesem Außenstaufach. Bedingt durch den luftdichten Patientenraum ist hier auch ein Messgerät zur Überwachung des Sauerstoffgehaltes in der Umluft notwendig. Um bei Bedarf weitere medizinische Gerätschaften, wie beispielsweise Perfusoren adäquat befestigen zu können, werden außerdem einige DIN-Schienen als Fixierungsmöglichkeit vorgehalten.

Der ehemalige FRN lautete 5/71/9, dabei handelt es sich jedoch nicht um den 9. RTW dieser Wache, der Funkrufname wurde gewählt, um das Fahrzeug von den "normalen" BF-RTW (ein RTW pro Wache) abzugrenzen.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Berufsfeuerwehr München für den erstklassigen Fototermin!

Die Zugehörigkeit zur jeweiligen Wache bei Sonderfahrzeugen vom RD der BF ist nun nicht mehr vorhanden, sodass nur noch "Florian München 71.20" der FRN lautet (alter FRN Florian München 05/71-20)

Ausrüster k.A.
Sondersignalanlage

• 2x FG Hänsch Nova
• 2x Hänsch Comet (Heck)
• Martin-Horn 2298 GM

Besatzung 1/2 Leistung 162 kW / 220 PS / 217 hp
Hubraum (cm³) 4.580 Zulässiges Gesamtgewicht (kg) 10.000
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Eingestellt am 13.05.2011 Hinzugefügt von Team Hiscopter
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