Einsatzfahrzeug: Winterthur - SIW - ULF - Eulach 25
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| Funkrufname | Winterthur - SIW - ULF - Eulach 25 | Kennzeichen | ZH 1230 |
|---|---|---|---|
| Standort | Europa (Europe) › Schweiz (Switzerland) › Zürich | ||
| Wache | Schutz & Intervention Winterthur - Berufsfeuerwehr | Zuständige Leitstelle | k.A. |
| Obergruppe | Feuerwehr | Organisation | Berufsfeuerwehr (BF) |
| Klassifizierung | Industrie-/Universallöschfahrzeug | Hersteller | Iveco |
| Modell | 260 E 52 | Auf-/Ausbauhersteller | Rusterholz |
| Baujahr | 1999 | Erstzulassung | 2000 |
| Indienststellung | 2000 | Außerdienststellung | k.A. |
| Beschreibung | Universallöschfahrzeug (ULF) der Schutz & Intervention Winterthur (SIW) Fahrgestell: Iveco LD 260 E 52 M Technische Daten:
Feuerlöschkreiselpumpe:
Pulverlöschanlage:
Löschmittel:
Ausstattung:
Beladung:
Vierachsige Alleskönner im Kanton Zürich Mit der durch das Konzept Feuerwehr 2000 der Gebäudeversicherung Zürich (GVZ) ausgelösten umfassenden Neuorganisation des Feuerwehrwesens im Kanton Zürich in den 1990er wurden ein Kantonaler und zwölf Regionale Stützpunkte zur Unterstützung der Ortsfeuerwehren eingerichtet. Als elementaren Bestandteil der Ausstattung der Stützpunkte beschaffte die GVZ zwischen 1994 und 2000 insgesamt 13 Universallöschfahrzeuge (ULF) nach einem einheitlichen Lastenheft. Die Kosten für die Anschaffung der ULF übernahm, wie bei allen anderen Stützpunktfahrzeugen komplett die GVZ. Ein allererstes ULF hatte die GVZ bereits 1986 für die Feuerwehr Opfikon zur Sicherstellung des Brandschutzes im Gubrist-Tunnel beschafft. Das von Rusterholz auf einem vierachsigen Volvo aufgebaute ULF diente den späteren ULF zumindest in Teilen als Vorbild. Konzipiert wurden die ULF nicht als eigenständige taktische Einheiten, sondern als vielseitige Unterstützungsfahrzeuge für den überörtlichen Einsatz in der Brandbekämpfung und auch der Hilfeleistung. Insbesondere sollten die ULF große Mengen der drei zentralen Löschmittel Wasser, Schaum und Pulver bereitstellen. Im Lastenheft wurden folgende Eckdaten für die ULF festgeschrieben:
Die Beladeliste sah folgende zentrale Ausrüstungsgegenstände vor:
Eine erste Serie aus vier ULF wurde zwischen 1994 und 1996 auf vierachsigen Fahrgestellen von Iveco und Scania aufgebaut. Für je ein Fahrzeug der Serie zeichneten sich Brändle, Rosenbauer, Rusterholz und Vogt verantwortlich. Die Aufbauten der vier ULF unterschieden sich teilweise in der Bauweise. In der Erprobungsphase schnitten die ULF mit längs im Aufbau angeordneten Löschmitteltank besser ab, als die mit in einem gesonderten Aufbaumodul zusammengefassten Tanks. Die Längstanks erlaubten eine bessere Gewichtsverteilung und erlaubten mehr Geräteräume für eine bequemere Unterbringung der Ausrüstung. Die Beschaffung und Indienststellung der restlichen neun ULF zog sich bis ins Jahr 2000. Während sich bei den Fahrgestellen mit vier Ivecos und fünf Scanias noch ein ausgewogenes Bild zeichnete, lieferte Rusterholz die absolute Mehrheit der Aufbauten. Der Lokalmatador aus dem Kanton Zürich baute nicht weniger als sieben ULF auf. Nur je ein ULF entstand bei Rosenbauer und Vogt, während Brändle gar nicht mehr zum Zug kam. Als Nachfolger für die ULF entwickelte die GVZ den Typ des Grosslöschfahrzeuges (GLF). Diese stellen eine moderne Weiterentwicklung der ULF dar. Mit einer sechsköpfigen Besatzung eigenen sie sich nun auch als eigenständige taktische Einheiten. Verzichtet wurde bei ihnen jedoch auf die schlagkräftige, aber im Einsatz nur selten gebrauchte Pulverlöschanlage. Bereits im Jahr 2011 wurde das Ur-ULF der Feuerwehr Opfikon durch ein GLF ersetzt. Erst 2025 wurde bei der Feuerwehr Bülach das nächste ULF durch ein GLF abgelöst. Die ULF der Stützpunkte im Kanton Zürich:
Das Letzte Die Berufsfeuerwehr Winterthur, Vorläufer der heutigen Schutz & Intervention Winterthur, konnte als letzter Regionaler Stützpunkt des Kantons Zürich im Jahr 2000 ihr ULF in Dienst stellen. Die Wehr hatte sich für ein ULF auf einem vierachsigen Iveco mit einem Aufbau von Rusterholz entschieden. Die Beladung des anfangs noch gemäß des Lastenheftes der GVZ ausgestatteten ULF wurde später angepasst. Insbesondere Teile der Hilfeleistungsausrüstung, wie beispielsweise der Rüstsatz, entfielen dabei. Ergänzt wurde die Beladung dafür unter anderem um sieben Langzeit-Pressluftatmer mit 14 Atemluftflaschen als Reserve. Das Winterthurer ULF Das auf einem vierachsigen Iveco LD 260 E 52 M aufgebaute ULF der SIW trägt ganz eindeutig die von Riffelblech geprägte Handschrift von Rusterholz. Typisch für das Unternehmen aus dem Kanton Zürich sind Aufbauten mit großflächigen Verkleidungen aus robustem Riffelblech unterhalb der Geräteräume. Aber auch die in das Aufbauheck eingelassene Aufstiegsleiter zum Dach ist mit Riffelblech ausgekleidet und es findet sich auch in den Geräteräumen selbst wieder. Auf ganze neun Geräteräume kommt das fast zehn Meter lange ULF. Sie verteilen sich wiederum auf zwei Aufbaumodule. Das vordere Modul ist nur sehr kurz und sitzt über der zweiten (Lenk-) Achse. In ihm ist die große Pulverlöschanlage des ULF eingebaut. Die massige Pulverglocke mit 1.000 Kilogramm Fassungsvermögen lugt deutlich hinter der Beladung in den beiden Geräteräumen des Moduls hervor. Auf fest eingebaute Schnellangriffe für Pulver wurde an der Löschanlage verzichtet. Stattdessen gehören vier Pulverschläuche mit C-Kupplungen und zwei entsprechende Pistolenstrahlrohre zur Beladung. Angeschlossen werden können sie an die beiden C-Pulverabgänge unterhalb der Pulverglocke in den Geräteräumen G1 und G2. Das Bedienfeld der Pulverlöschanlage wiederum findet sich links im Geräteraum G1 und bildet eine Einheit mit der Steuerung des Lichtmastes. Das zweite Aufbaumodul ist unlängst größer wie das erste und setzt sich aus drei weiteren Geräteraumpaaren und dem obligatorischen Heckgeräteraum zusammen. Die seitlichen Geräteräume beider Module sind allesamt durch Rollläden verschlossen und haben allesamt fast die gleichen Abmessungen. Nur das letzte Geräteraumpaar ist etwas breiter. Weil links und rechts jeweils drei von vier Geräteräumen über den Achsen liegen konnte Rusterholz als Hilfe für die Geräteentnahme weder auf Bordwände, noch auf eingelassene Trittstufen oder ausziehbare Trittbretter zurückgreifen. Stattdessen lassen sich aus den betroffenen Geräteräumen schmale Trittstege an zwei Armen herausklappen. Nachteil dieser Lösung ist, das sich die eingeklappten Stege teilweise vor die Ausrüstung in den Geräteräumen legen. Auf die Trittstufen konnte Rusterholz lediglich an den Geräteräumen G3, G7 und G8 verzichtet werden. Unter diesen Geräteräumen befinden sich jeweils abgetrennte Staufächer mit Klappen, die sich jeweils als Tritt zur Geräteentnahme nutzen lassen. Längs durch das zweite Aufbaumodul verlaufen der 5.000 Liter große Wasser- und der 1.500 Liter großer Schaummitteltank. Hinter den beiden Tanks schließt sich im durch eine Klappe verschlossenen Heckgeräteraum die Feuerlöschkreiselpumpe an. Die Magirus Pumpe vom Typ 4 hat einen Normal- und einen Hochdruckteil. Sie kann wahlweise 4.200 Liter pro Minute bei acht bar fördern oder nur 300 Liter pro Minute, dann aber bei 40 bar. Der Normaldruckteil der Pumpe lässt sich von Hand oder über eine auf sechs, acht oder zehn bar einzustellende Automatik steuern. Ein Tankumlauf steuert auf Wunsch dem Überhitzen der Pumpe bei ausbleibender Förderung entgegen. Eine weitere Automatik kann den Wasserstand im Tank regulieren. Der Hochdruckteil wiederum ist deutlich einfacher gestaltet. Die Pumpe schaltet selbstständig in den Hochdruckbetrieb, wenn an einem der beiden Hochdruckschnellangriffe Wasser Marsch gegeben wird. Die beiden Schnellangriffe sind in den sich gegenüberliegenden Geräteräumen G5 und G6 eingebaut und erlauben so einen einfachen Löschangriff zu beiden Fahrzeugseiten. Eine elektrische Aufrollhilfe erleichtert das Verstauen des Schlauches nach dem Einsatz. Für den Normal- und den Hochdruckteil der Pumpe sind getrennte Schaumzumischvorrichtungen vorhanden. Bei Normaldruck kann über eine Zumischanlage von Total Schaummittel dem Löschwasser beigegeben werden. Dahingegen besitzt jeder der beiden Hochdruckschnellangriffe einen eigenen kleinen Zumischer. Ein Fluss als Funkrufname Als Kennwort in den Funkrufnamen ihrer Fahrzeuge nutzt die SIW den Namen des Winterthur prägenden Flusses Eulach. Der nur knapp 20 Kilometer lange Fluss fließt durch Winterthur, bevor er noch im Stadtgebiet in die größere Töss mündet. Die Eulach spielte in der Stadtentwicklung von Winterthur eine wichtige Rolle. Für Jahrhunderte wurde die Eulach zur Brauchwasserversorgung, zur Abwasserentsorgung und als Antrieb für zahlreiche Mühlen im Stadtgebiet von Winterthur genutzt. Mit zunehmendem Siedlungsdruck wurden mehrere Riedgebiete der Eulach trockengelegt. Heute verläuft sie auf über einem halben Kilometer Länge unterirdisch kanalisiert unter der Innenstadt hindurch. Nicht nur ist die Eulach Namensgeber für das Funkkennwort der SIW, sondern auch zahlreiche andere Einrichtungen in Winterthur bedienen sich der Eulach als Namen. |
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| Ausrüster | k.A. | ||
| Sondersignalanlage |
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| Besatzung | 1/1 | Leistung | 378 kW / 514 PS / 507 hp |
| Hubraum (cm³) | 17.173 | Zulässiges Gesamtgewicht (kg) | 28.000 |
| Tags | |||
| Eingestellt am | 25.03.2010 | Hinzugefügt von | gröllheimer |
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