Einsatzfahrzeug: SP-HXA (c/n: 11630) (a.D.)

SP-HXA (Ratownik 12 - Warszawa) (a.D.)
SP-HXA (Ratownik 12 - Warszawa) (a.D.)

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Funkrufname SP-HXA (c/n: 11630) (a.D.) Kennzeichen SP-HXA
Standort Europa (Europe)Polen (Poland)
Wache k.A. Zuständige Leitstelle k.A.
Obergruppe Rettungsdienst Organisation kommunaler / landeseigener Rettungsdienst
Klassifizierung Rettungshubschrauber Hersteller Agusta
Modell Agusta A-109 E Power (LBA: 3051) Auf-/Ausbauhersteller k.A.
Baujahr 2005 Erstzulassung 2005
Indienststellung 2005 Außerdienststellung 2009
Beschreibung

Rettungshubschrauber (RTH) Agusta A 109 E Power (c/n: 11630; Zulassung: 06.2005)
bei einer Übung der HöRG/BF Warschau (Höhenrettungsgruppe); im Hintergrund das Geschenk von Stalin: Kulurpalast

Der Standort Warschau hat den Rufnamen Ratownik (=Retter) 12.

Leichter Hubschrauber mit zwei Turbinen, entwickelt von Agusta (Italien).
Agusta A 109 E ist eine Weiterentwicklung der vorherigen Versionen A 109 C und K2 - sie verbindet Erfahrungen aus der bisherigen Nutzung mit den neuesten technischen Entwicklungen.
Der Hubschrauber A 109 E wird weltweit im Personentransport, staatlichen Diensten und Luftrettung eingesetzt.
Die Leistungen der A 109 E ermöglichen den Hubschrauber in der Kategorie A zu operieren, d.h., z.B. auf Landeplätzen die von bis zu 100 Meter hohen Hindernissen umgeben sind.
Bis heute wurden über 370 A 109 E produziert - die Hubschrauberrümpfe werden übrigens von PZL-?widnik (Polen) hergestellt.

Ursprünglich sollten noch weitere drei Maschinen vom gleichen Typ gekauft werden,
aber man entschied sich (zum Glück*) zu warten - im Hinblick auf die Ausschreibung für 23 neue RTH, die bis 2010 geliefert werden sollen.
Im Moment fliegen als RTH neben der Agusta A109 E Power noch der PZL W3A Sokó? und die betagten PZL Mi-2 Plus.
* es gibt Hubschrauber die bessere Arbeitsbedingungen für das Rettungspersonal bieten

Rechte Seite:
http://www.ratmed.pl/galeria/zdjecia/R12.jpg
Innenraum: http://lotnictwo.net/foto.php?id=118373
http://lotnictwo.net/foto.php?id=118371
Kofferraum:
http://lotnictwo.net/foto.php?id=118375
Cockpit:
http://www.airliners.net/photo/Lotnicze-Pogotowie-Ratunk...Power/1147056/L

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Technische Daten:

Rumpflänge (mm): 11448
max. Länge (mm): 13068
Höhe (mm): 3500
Leergewicht: 2016 kg
max Startgewicht: 2840 kg
Triebwerke: 2x P&W 206C
Starleistung: 2x 477 kW
max. Dauerleistung: 2x 423 kW
max. Leistung im Notfall (1. Triebwerk, 150 s): 546 kW
max. Dauerleistung mit 1. Triebwerk: 500 kW
Treibstoffmenge: 605 l (3 cells)
max. Reisegeschwindigkeit: 285 km/h* (154 kts)
max. zul. Geschwindigkeit: 311 km/h* (168 kts)
* mit eingezogenem Fahrwerk
max. Geschwindigkeit mit Schneekufen: 259 km/h (140 kts)
Steiggeschwindigkeit: 9,8 m/s
Gipfelhöhe: 5970 m
Gipfelhöhe bei Schwebeflug mit Bodeneinfluss (2850 kg, ISA): 5060 m
Gipfelhöhe bei Schwebeflug ohne Bodeneinfluss (2850 kg, ISA): 3597 m
Reichweite (mit 20 min. Flugreserve, Höhe 500 m): 500 km
Dauerflug (Höhe 600 m, ISA, Geschw. 130 km/h, ohne Reserve): 4 h

Avionik Ausrüstung:
2 x VHF, ADF, 2 x VOR/ILS, GPS, Moving Map, Funktelefon, GSM, Transponder Mod S, Wetterradar, Radio-Höhenmesser, 3-Kanal Autopilot

Zusätzliche Ausrüstung:
- Searchlight
- WSPS/Cable Cuts

Medizinische Ausrüstung:
- Defi LP12 (Medtronic)
- Oxylog 3000 (Dräger)
- Accuwac basic
- Propaq 206 encore
- 2 perfusor compact
- Transport-Inkubator 5400 (Dräger)
- Spineboard, Schaufeltrage etc.

Geschichte der A-109:

Die Agusta A-109 ist ein leichter Mehrzweckhubschrauber des italienischen Unternehmen Agusta. Die Firma Agusta wurde 1907 als Societa Costruzioni Aeronautiche Giovanni Agusta gegründet. Seit 1952 baute die Firma in Lizenz Hubschrauber, hauptsächlich zuerst Maschinen der Firma Bell, später auch der Firmen Sikorsky und Boeing. Ab den 60er Jahren wurde mit Eigenentwicklungen im Bereich der Hubschrauber begonnen.
1994 wurde die Firma von der Rüstungsfirma Finmeccanica (jetzt Leonardo SpA genannt) übernommen. Ab 2000 kam es erst zur Fusion, dann später zur kompletten Übernahme der britischen Firma Westland Helicopters.

Gegen Ende der 1960er Jahre entwickelt Agusta einen neuen leichten Mehrzweckhubschrauber. Die Maschine erhält zuerst nur eine einzige Turbine und wird durch Agusta als A109 bezeichnet. Die Testphasen mit dem neuen Hubschrauber zeichnen jedoch schnell heraus, dass eine Neuplanung zu einem Twin-Engine Hubschrauber notwendig sind, so dass 1969 Augusta die Maschine neu konzipiert. Die neue Maschine besitzt nach der Neuplanung über zwei Turbinen vom Typ Allison 250-C14 und zeigt eine erhöhte Stabilität auf. Agusta testet den neuen Hubschraubertyp über 2 Jahre sehr intensiv und passt die Maschine weiter an, bis die ersten vier Prototypen vom Band laufen können. Der neue Hubschrauber wird als A-109A bezeichnet und der erste Prototyp verzeichnet seinen Erstflug am 4. August 1971. Während der Testphase bemerkt man jedoch eine schwere dynamische Instabilität am Hubschrauber, was die Testphase erheblich verlängert. Es dauert fast ein ganzes Jahr und die Neugestaltung des Getriebes, bis dieses Problem behoben werden kann. Dieses Problem verspätet die Produktion des Hubschraubers erheblich, so dass die Serienproduktion erst im April 1975 anlaufen kann. Die Zertifikation durch die FAA erhält Agusta für den neuen Hubschrauber am 1. Juni 1975.

In den frühen 1970er Jahre, noch bevor die Maschine überhaupt kommerzialisiert werden konnte, machte man sich bei Agusta Gedanken über eine mögliche militärische Nutzung des Hubschraubers, lies diese Pläne jedoch schnell wieder fallen. Im Jahre 1975 rollt Agusta die Pläne wieder auf, auch Militärversionen für die Agusta A-109 zu produzieren und macht sich an die Planung. 1976 und 1977 entstehen so insgesamt zwei Militärversion als leichter Kampfhubschrauber und als leichter Transporthubschrauber, die als Augusta A-109B bezeichnet, jedoch nie kommerzialisiert werden.

Die Weiterentwicklungen am Hubschrauber werden ab 1981 mit einer neuen Version, der A-109A Mk.II vorangetrieben. Hubschrauber dieser Variante haben gegenüber der Vorgängerserie eine verbreiterte Fluggastzelle erhalten.

Eine der wichtigsten Einführungen an Änderungen an der A-109 erfolgt im Jahre 1993 durch Agusta. Die bis dahin sehr beliebte Maschine wird für den Einsatz bei Behörden aufgerüstet und erhält ein paar der neuen Turbomeca Arriel 1K1 Turbinen. Die neuen Turbinen ermöglichen einen Einsatz in deutlich erhöhter Altitude und bei höheren Temperaturen. Außerdem weicht man beim Fahrwerk vom üblich in Flugposition einziehbare Fahrwerk zu einem starren Fahrwerk. Die neue Variante wird als A-109 K2 vermarktet. Schnell etabliert sich diese Variante bei Behörden, vor allem bei der Polizei, der Flugrettung und als SAR-Hubschrauber. Die für Agusta wichtige Variante erhält im Jahre 1996 weitere Neuentwicklungen. Zu den wichtigsten gehören abermals zwei neue Turbinen, dieses Mal vom Typ Pratt & Whitney Canada PW206C, die die Leistung nochmals steigern. Die verbesserte Variante wird als A-109 E Power bezeichnet. Die A-109 E Power erwies sich als sehr zuverlässige und vor allem überaus schnelle Maschine heraus. So ist dies nicht verwunderlich, dass nach strengen Vergleichstests einige A-109E Power, die in MH-68A Stingray umbenannt wurden, durch die US Coast Guard erworben wurden, um die Abteilung HITRON (Helicopter Interdiction Tactical Squadron) als bewaffnete Kurzstrecken-Verbotshubschrauber auszustatten, die auf die Hochgeschwindigkeitsjagd auf Drogenschmuggel spezialisiert sind.

Im Jahre 2000 fusionieren die italienische Agusta und die britische Westland zur Firma AgustaWestland. Im Rahmen dieser Fusion werden alle Hubschraubertypen beider Unternehmen einer Marketingstudie unterzogen und über eine Weiterentwicklung und Weiterproduktion entschieden. Zu diesem Zeitpunkt stellt die Agusta A-109 jedoch immer noch einer der umsatzstärksten Hubschraubertypen des italienischen Konzerns dar, so dass es ohne größere Probleme die neue Fusion übersteht und weiterhin im Portofolio seinen Platz hat. Durch die Fusion beider Unternehmen werden die Hubschrauber jedoch umbenannt und die Agusta A-109 wird fortan als AgustaWestland AW109 vermarktet.

2006 wird die Fluggastzelle der AW-109 überarbeitet und vergrößert, dies vorrangig um mehr Platz anbieten zu können. Aus Teilen der A-109 E Power und einer verbreiterten und verlängerten Fluggastzelle entsteht die AW-109 S Grand.

Bis heute wird die AgustaWestland weiterentwickelt und gebaut. Zahlreiche Versionen davon sind im Umlauf, die Anpassungen jedoch häufig nur spezifisch für Kunden bestimmt.

edit OlafW:
Nach einem Unfall am 20. November 2009 ist der Rettungshubschrauber außer Dienst. Bis dahin hatte er in vier Jahren 2614 Flugstunden gesammelt, was einer Durchschnittlichen Flugzeit von knapp 1h 40 min je Tag entspricht.

edit Norbert:
Der RTH geriet aus noch ungeklärten Gründen nach dem Aufsetzen auf dem Flughafen Warszawa-Babice (ca. 14:00) in starke Vibrationen (vermutlich Resonanzkatastrophe) – dabei wurden Hauptrotor und Heckausleger zerstört.
Ein Pilot wurde leicht, der andere schwer (aber nicht lebensgefährlich) verletzt.
Die beiden Piloten absolvierten einen Check-Flug.

Foto der beschädigten Maschine:
http://www.airliners.net/photo/Lotnicze-Pogotowie-Ratunk...Power/1612487/L

Vom 17.04. bis 23.06. befand sich die Maschine in Belgien zur Hauptuntersuchung.

Die genaue Unfallursache wird von der Staatlichen Flugunfall-Untersuchungskommission geklärt.

Ausrüster k.A.
Sondersignalanlage k.A.
Besatzung k.A. Leistung k.A.
Hubraum (cm³) k.A. Zulässiges Gesamtgewicht (kg) 2.840
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Eingestellt am 19.01.2007 Hinzugefügt von BOS-Fahrzeuge.info Testaccount
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