Einsatzfahrzeug: D-HLTH (c/n: 6544)

D-HLTH (c/n: 6544)SC
D-HLTH (c/n: 6544)

Einsatzfahrzeug-ID: V25272 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname D-HLTH (c/n: 6544) Kennzeichen D-HLTH
Standort Europa (Europe)Deutschland (Germany)
Wache k.A. Zuständige Leitstelle k.A.
Obergruppe Polizei Organisation Bundespolizei
Klassifizierung Polizeihubschrauber Hersteller Eurocopter (EC)
Modell EC-155 B (LBA: 3052) Auf-/Ausbauhersteller Eurocopter
Baujahr 1999 Erstzulassung 1999
Indienststellung 1999 Außerdienststellung k.A.
Beschreibung

Leichter Transporthubschrauber vom Typ Eurocopter EC-155 B der Bundespolizei. Der Hubschrauber ist bei der Bundespolizei-Fliegerstaffel (West) Sankt Augustin (Nordrhein-Westfalen) stationiert.

Zur Geschichte der EC-155:

Anfang der 1970er Jahre machte sich die Firma Société Nationale Industrielle Aérospatiale (SNIAS, oft nur Aérospatiale genannt, 1992 mit MBB zu Eurocopter vereinigt, seit 2013 zu Airbus Helicopters umbenannt) Gedanken über ein Nachfolgemodell für die bis dahin erfolgreiche Alouette III. Damals wollte Aérospatiale die entstandene Lücke bei Hubschraubern zwischen 6 und 10 Sitzen füllen und man wollte an das Erfolgsmodell Alouette III anknüpfen.

Nach nur zwei Jahren Konzeptarbeit, konnte die erste Maschine vom Typ AS-360 Dauphin am 2. Juni 1972 ihre Testflugreihe antreten. Die neue Maschine basierte damals auf dem Rotor der Alouette III. Die geschlossene und geräumige Kabine bot Platz für 9 Personen. Angetrieben wurde die Maschine durch eine 730 kW starke Turbine vom Typ Turbomeca Astazou XVI. Eine Besonderheit stellte damals der 13-blätterige Fenestron-Heckrotor. Im Jahr 1972 erfolgten 180 Testflüge. Im Anschluss an die Testreihe wurden etliche Verbesserungen im Design der Maschine durchgeführt, nicht nur am Design wurde gefeilt, auch die Technik wurde verbessert. Eine stärkere Turbine wurde benötigt und die 780 kW starke Astazou XVIIIA wurde als Ersatz gewählt. Dazu wurde der Hauptrotor modifiziert und mit Kunststoffblättern versehen. Die Ingenieure erhofften sich durch diesen Wechsel, dass die Vibrationen in der Maschine reduziert werden und auch die Lautstärke der Maschine im Betrieb deutlich geringer würde. Nach den Modifizierungen wurde die Testphase ab Mai 1973 weitergetrieben. Ihren ersten Auftritt erhielt die Maschine im gleichen Jahr auf der "International Paris Air Show", wo sie dem breiten Publikum vorgestellt wurde. Um die Testreihen noch schneller voran zu treiben wurde eine zweite Testmaschine gebaut, die im Januar 1974 ihren Betrieb aufnahm.

Noch vor ihrer Produktion konnte die Maschine jedoch bereits drei Weltrekorde in der Kategorie 1.750 kg - 3.000 kg class (FAI class E-1d) brechen. Nach den erfolgreich abgeschlossenen Testphasen ging die Maschine unter der Bezeichnung Aérospatiale AS-360 C Dauphin im Jahre 1974 in Serienproduktion. Die erste flugtaugliche Maschine verlies die Produktion im April 1975. Im Dezember des gleichen Jahres lagen schließlich von der französischen Luftfahrtbehörde die Fluggenehmigungen vor, so dass die erste Maschine im Jahre 1976 an den ersten Kunden ausgeliefert werden konnte.

Im Jahre 1976 wurde aus einer AS-360 C für die Aeronavale (französische Marineflieger) eine modifizierte Maschine für den Militäreinsatz gebaut. Die Maschine erhielt damals die Bezeichnung Aeronavale AS-360 A. Die Maschine blieb jedoch ein Einzelstück und wurde nicht vermarktet.

Ebenfalls im Jahre 1976 wurde durch Aérospatiale auf Kundenwunsch eine für höhere und heißere Umgebung konzipierte Maschine gebaut. Es wurde aus einer AS-360 C ein Prototyp entworfen für "high-and-hot" Flüge. Drei Maschinen wurden damals gebaut und diese wurden unter der Bezeichnung Aérospatiale AS-360 H betrieben.

Ebenfalls im Jahre 1976 meldete die französische "Armée de Terre" größeres Interesse an eine für den Kampfeinsatz modifizierte Maschine vom Typ Dauphin. Aus den Erfahrungen und den gewonnenen Kenntnissen der AS-360 H konzipierte Aérospatiale eine neue, robustere und leistungsstärkere Maschine, die Aérospatiale AS-360 HCL. Das französische Militär testete die Maschine über ein Jahr lang, es blieb jedoch bei der Testphase und keine Maschine wurde geordert.

Für Aérospatiale sollte sich jedoch schnell herausstellen, dass eine Maschine dieser Größe mit nur einer Turbine, als untermotorisiert von den Kunden empfunden wurde. Die Maschine lies sich dadurch nicht wie geplant vermarkten und Ende 1976 blieb Aérospatiale auf rund 15 Maschinen sitzen. Im Jahre 1977 und dies nach nur 34 ausgelieferten Maschinen, entschloss sich Aérospatiale, die Produktion der AS-360 C Dauphin einzustellen.

Aérospatiale musste jedoch bereits in der Testphase der Dauphin gewusst haben, dass die Maschine mit nur einer Turbine nicht richtig gut zu vermarkten war. Denn wie sonst ist es zu erklären, dass Aérospatiale bereits im Jahre 1973 an einer Maschine vom gleichen Typ mit zwei Turbinen plante. Grund für zweimotorige Ausführungen ist in erster Linie die höhere Betriebssicherheit. Die Maschine erhielt zwei 505 kW starke Turbinen vom Typ Turboméca-Arriel und einen veränderten Hauptrotor. Am 25. April 1975 erfolgte der Erstflug und nach einer längeren Testphase im Dezember 1978 die Auslieferung der ersten Maschine. Vermarktet wurde der Hubschrauber unter der Bezeichnung Aérospatiale AS-365 C Dauphin 2. Unter dieser Bezeichnung wurde die Maschine bis zum Jahre 1981 produziert. Bis zum Produktionsende wurden rund 50 Maschinen dieses Typs hergestellt.

Bereits im Jahre 1979 hatte Aérospatiale an einer Verbesserung der Maschine gearbeitet. Wesentliche Weiterentwicklungen stellten bei dieser Maschine vor allem das Bugradeinziehfahrwerk, die größeren Leitwerksflächen, ein verändertes Getriebe, ein weiter verbesserter Vier-Blatt-Hauptrotor mit Mastverkleidung und einer optimierter Triebwerksverkleidung. Als Antrieb wurden die 447 kW starken Turboméca Arriel 1C Turbinen eingesetzt. Ihren Erstflug hatte die Maschine am 31. März 1979, ihre Produktion begann im Jahre 1982 unter der Bezeichnung Aérospatiale AS-365 N (SA 365). Die Maschine gilt als Ersatz für die AS-360 und die AS-365 C und wurde in dieser Form bis 1990 gebaut.

Im Jahre 1984 gelang es der Aérospatiale, mit der Dauphin einen besonders wichtigen Kunden zu gewinnen, die U.S. Coast Guard. Bei Aérospatiale hatte sich die Behörde gemeldet und wollte verbesserte und optimierte Maschinen vom Typ Dauphin erhalten. Die Planung für die neue Maschine erfolgte auf der Basis der AS-365 N (SA-365). Nach einigen Detailänderungen am Design und dem Einbau von Textron LTS 101 Triebwerken mit einer Leistung von 551 kW, konnte mit der U.S. Coast Guard ein Vertrag über den Kauf von 99 Maschinen dieses Typs unterzeichnet werden. Bei Aérospatiale lief die Sondermaschine unter der Bezeichnung SA-366 G1, die U.S. Coast Guard bezeichnete jedoch die Maschine selbst als HH-65A Dolphin. Die Auslieferung der Maschinen erfolgte 1984 und 1985.

Im Jahre 1990 erfolgte die erste Weiterentwicklung der Maschine, wobei Detailänderungen an den Kabinentüren, am Getriebe und der Inneneinrichtung getätigt wurden. Ferner wurden die Triebwerke durch die leistungsstärkeren Arriel 1C2 mit 569 kW ersetzt. Ferner erhielt die Maschine ein elektronisches Fluginstrumentensystem (EFIS / Electronic Flight Instrument System). Die unter der neuen Bezeichnung Aérospatiale AS-365 N2 vertriebene Maschine wurde erstmals 1990 ausgeliefert und ihre Produktion lief bis zum Jahre 2005.

Im Jahre 1992 wurden die Hubschraubersparten von Aérospatiale und der DASA zusammengeführt und unter dem neuen Firmennamen Eurocopter vertrieben. Die Modellbezeichnungen der einzelnen Hubschraubertypen blieben jedoch unverändert.

Eine erneute Weiterentwicklung konnte die Maschine im Jahre 1998 verzeichnen. Die Hauptneuerungen an der neuen Maschine waren ein FADEC sowie zwei 729 kW starke Arriel-2C-Triebwerke. Die Auslieferung dieser Variante erfolgte unter der Bezeichnung Eurocopter AS-365 N3 ab Dezember 1998 bis Ende 2013.

Im Jahre 2004 meldete sich der bis dahin größte Abnehmer der Maschine bei Eurocopter zurück, die U.S. Coast Guard. Diesmal wollte die Behörde eine Anpassung ihrer Maschinen an die gestiegenen Anforderungen. Neue Triebwerke vom Typ Arriel-2C2-CG (CG steht für Coast Guard) wurden eingesetzt und einige Modernisierungen an der Technik wurden durchgeführt. Nach Testflügen erteilte die Behörde den Auftrag zum Umbau und zur Modernisierung ihrer kompletten Dauphin-Flotte an Eurocopter. Insgesamt wurden 95 Maschinen umgebaut. Diese Maschinen erhielten die neue Bezeichnung HH-65C Dolphin.

Im Jahre 2013 wurde die Firma Eurocopter zur Airbus Helicopters umbenannt. Im gleichen Jahr wurde die erneuerte und aktuellste Maschine der Dauphin-Reihe, die Airbus Helicopters AS-365 N3e vorgestellt. Die Maschine weist eine Leistungssteigerung von 15% auf, das maximale Abfluggewicht auf 4.500 kg hat sich erhöht. Die neue Version erhielt das Hauptgetriebe der EC 155, einen neuen Starflex-Hauptrotorkopf und einen verstärkten Hauptrotormast.

Die Weiterentwicklung AS 365 N4 wurde in EC155 umbenannt. Die EC155 ist mit einem Spheriflex-Hauptrotorkopf und einem 5-Blatt-Rotor ausgerüstet. Sie hat gegenüber den Vorgängern eine deutlich vergrößerte Kabine und ein maximales Abfluggewicht von 4850 kg. Die EC 155 flog erstmalig 1997 und wurde im Dezember 1998 zugelassen. Seit September 2002 wird die leistungsstärkere Version B1 ausgeliefert.
Die Maschine verfügt über ein hydraulisches Fahrwerk, nach Einfahren des Fahrwerks wird jedoch nur das Bugrad verdeckt, die beiden Hauptfahrwerke liegen in Buchten, die links und rechts im Rumpf dafür vorgesehen sind. Sie besitzt ein Glascockpit (EFIS) und verfügt über einen Transportraum in dem bis zu 12 Personen Platz finden. Die EC 155 erreicht mit 324 km/h eine hohe Maximalgeschwindigkeit. Die EC-155 wurde seit 2014 in H155 umbenannt. Das Nachfolgemodell H160 wird seit Dezember 2021 ausgeliefert.

EC-155 bei der Bundespolizei:
Ab dem Jahr 1999 bis 2011 beschaffte die Bundespolizei (bis 2005 noch Bundesgrenzschutz genannt) 19 EC-155 und verteilte diese auf die unterschiedlichen Standorte, respektive Fliegerstaffeln. Der Bundesgrenzschutz war Erstkunde für die EC 155 bei Eurocopter. Es wurden damit die Bell 212 ersetzt und auch das Aufgabenspektrum und der Fliegerstaffeln erweitert.

Die ersten Maschinen wurden in der B-Variante beschafft. Ab Seriennummer 6659 (D-HLTN) wurden leitungsstärkere B1-Maschinen beschafft.

Das von der Bundespolizei verwendete Hellas-Hinderniswarnsystem (Helicopter Laser Radar) wurde von der EADS-Division Defence & Security entwickelt und verkauft, es warnt durch Laserabtastung vor Hindernissen (Kabel, Leitungen usw.). Das Hellas wird nicht mehr hergestellt und die Ersatzteilversorgung ist deshalb schwierig, somit kommt es immer weniger zum Einsatz.
Die Hubschrauber sind derart ausgestattet, dass sie mit Restlichtverstärkern (BIV-Brille) bei Nacht geflogen werden können.

Technische Daten EC-155B:

  • Hersteller: Eurocopter, Frankreich
  • Typ: EC-155B
  • Turbinenleistung: 2x 597 kW (Dauerleistung)
  • Triebwerke: 2x Turboméca Arriel 2C2
  • Maximalgeschwindigkeit: 324 km/h
  • Reisegeschwindigkeit: 268 km/h
  • Reichweite: 830 km
  • Flugdauer: 4:20 h
  • maximale Abflugmasse: 4.850 kg
  • maximale Zuladung: 1.500 kg
  • Verbrauch: 360 l/Std.
  • Sitzplätze: 15
  • Hauptrotordurchmesser: 12,60 m
  • Länge (Rumpf): 12,73 m
  • Länge: 14,30 m
  • Höhe: 4,35 m

Ausstattungsmerkmale sind:

  • GPS-Navigationssystem
  • LCD-Cockpit (BIV-kompatibel, sprich für Nachtsichtgeräte tauglich)
  • ACAS-Warnsystem
  • Außenlautsprecher
  • kreiselstabilisiertes Fernglas
  • Restlichtverstärkerbrille
  • BOS-Funk
  • Wetterradar
  • Windenbeschläge
  • Unterlasthakensystem
  • Optional: Löschwasseraußenbehälter (Bambi Bucket)
  • Optional: Winde / Winch (Firma Collins Aerospace, ehemals Firma Goodrich)
  • Optional: Suchscheinwerfer Spectrolab SX 16 night sun®
  • Optional: FLIR-Kamerasystem / Wärmebildsichtanlage
  • Optional Fliegerstaffel Fuhlendorf: Notschwimmersystem (Emergency Flotation System/ EFS)

Typ: EC-155 B
Reg.: D-HLTH (ex F-WQDA)
c/n: 6544
Bj.: 1999

Ausrüster k.A.
Sondersignalanlage k.A.
Besatzung 1/1 - 1/2 Leistung k.A.
Hubraum (cm³) k.A. Zulässiges Gesamtgewicht (kg) 4.850
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Eingestellt am 11.05.2009 Hinzugefügt von Alexander Mura
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