Einsatzfahrzeug: Florian Coburg - Löschroboter

Florian Coburg - Löschroboter
Florian Coburg - Löschroboter

Einsatzfahrzeug-ID: V230525 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname Florian Coburg - Löschroboter Kennzeichen k.A.
Standort Europa (Europe) › Deutschland (Germany) › Bayern › Coburg
Wache FF Coburg LZ Stadtmitte Zuständige Leitstelle Leitstelle Coburg (CO, LIF, KC)
Obergruppe Feuerwehr Organisation Freiwillige Feuerwehr (FF)
Klassifizierung Selbstfahrende Arbeitsmaschine Hersteller Sonstige
Modell TAF35-C Auf-/Ausbauhersteller Magirus
Baujahr 2026 Erstzulassung k.A.
Indienststellung 2026 Außerdienststellung k.A.
Beschreibung

Löschroboter AirCore der Freiwilligen Feuerwehr Coburg Löschzug Stadtmitte

Fahrgestell: New Holland / EMiControls
Aufbau: EMiControls / Magirus
Aufbautyp: AirCore TAF 35-C
Baujahr: 2026

Technische Daten:

  • Motor: Dieselmotor mit Wasserkühlung
  • Steuerung: Funkfernsteuerung mit 300 m Reichweite
  • Höchstgeschwindigkeit: 9 km/h
  • Autonomie bei Volllast: ca. 5 h
  • Steigfähigkeit: 58 % / 30°
  • Seitenneigung: max. 27 % / 15°
  • Länge/Breite/Höhe: 3.200/1.650/1.990 mm

Großlüfter:

  • Typ: TAF 35-C
  • Hersteller: EMiControls
  • Turbinenleistung: 25 kW
  • Luftstrom: 60.000 m³/h (netto)
  • Effektive Luftleistung: 220.000 m³/h
  • Steuerung: Funkfernsteuerung mit 300 m Reichweite
  • Neigung: -19° - +43°
  • Geräuschpegel: 84 dB, bei Volllast
  • Löschtechnik: umlaufender, zweireihiger Kranz mit Wasserdüsen; Monitor mit Hohlstrahldüse in der Lüftermitte
  • Durchfluss Düsenkranz: 1.500 l/min
  • Durchfluss Monitor: bis zu 4.000 l/min
  • Wurfweite Wassernebel/Vollstrahl: 60/93 m
  • Löschwasserversorgung: 4 B-Druckeingänge

Ausstattung:

  • 360°-Kamerasystem
  • Räumschild
  • Kugelkopfanhängerkupplung
  • 4 LED-Scheinwerfer am Fahrgestell, je 2 nach vorne und 2 nach hinten gerichtet
  • 2 LED-Scheinwerfer an der Turbine

Rüstsätze:

  • Palettengabel zum Einhängen am Räumschild
  • Überdrucklüfter BIG mit Verbrennungsmotor auf Transportwagen zum Einhängen am Räumschild

Ihre Fähigkeiten in der Brandbekämpfung konnte die Freiwillige Feuerwehr Coburg 2026 mit der Indienststellung eines Löschroboters vom Typ AirCore von Magirus erweitern. Der Löschroboter auf einem modifizierten Raupenfahrgestell von New Holland kombiniert eine Hochleistungsturbine von EMiControls mit einem Wasserwerfer und einem speziellen Düsenkranz. Durch diese Kombination kann der Roboter zur Brandbekämpfung, zur taktischen Ventilation und auch zum Niederschlagen von Dämpfen oder zum Kühlen von Strukturen eingesetzt werden. Dabei kann der Roboter aus der Ferne gesteuert werden und dank Kameratechnik sogar außerhalb des unmittelbaren Sichtbereiches seines Bedieners.

Für den Transport ihres Löschroboters beschaffte die Feuerwehr Coburg auch einen zweiachsigen Planenanhänger. Auf dem Planenanhänger finden auch die zusätzlichen Rüstsätze für den AirCore Platz. Dazu gehören beispielsweise eine Palettengabel und ein zusätzlicher Überdrucklüfter auf einem Transportfahrgestell. Stationiert ist die Kombination aus Löschroboter und Transportanhänger im Löschzug Stadtmitte.

Vor seiner offiziellen Indienststellung zeigte Magirus den Coburger AirCore auf der Interschutz 2026 in Hannover.

Der AirCore von Magirus

Zu seinem 150-jährigen Jubiläum im Juni 2014 präsentierte Magirus – damals noch Teil der Unternehmensgruppe CNH Industrial – das neuartige Großlüfter- und Brandbekämpfungssystem AirCore der Öffentlichkeit. In Zusammenarbeit mit dem ebenfalls zu CNH Industrial gehörenden Turbinenhersteller EMiControls entwickelte Magirus das AirCore-Konzept. Dieses zeichnet sich durch die große Flexibilität in der Wahl des Fahrgestells oder der Lafette und durch das breitgefächerte Aufgabenspektrum aus. Aufgebaut werden kann der AirCore schon auf leichte Klein-LKW ab fünf Tonnen Gesamtgewicht oder sogar auf noch kompaktere Selbstfahrlafetten mit Kettenantrieb und Fernsteuerung. Ermöglicht wird dies durch den lediglich 25 Kilowatt starken Motor den der AirCore als Antrieb benötigt. Der Motor ist deutlich kleiner und kompakter als bei seinerzeit vergleichbaren Großlüftern. Neben besonders kompakten Aufbaukonzepten kann der AirCore auch mit Aufbauten mit fest verbauten Feuerlöschkreiselpumpen und Löschmitteltanks kombiniert werden.

Das Aufgabenspektrum ist sehr groß und geht weit über die klassische großvolumige taktische Ventilation hinaus. Mit dem AirCore kann auch aktiv in die Brandbekämpfung eingegriffen werden. Von Magirus selbst werden Anwendungen in der Tunnel-, Industrie und sogar Vegetationsbrandbekämpfung beworben. Auch ein Niederschlagen giftiger Dämpfe und Gase ist mit dem AirCore denkbar. Anstatt wie bei anderen Lüftersystemen nur einen einfachen Wassernebel zum Kühlen und Niederschlagen in den Luftstrom zu geben, ist der AirCore noch mit einem leistungsstarken Wasserwerfer in der Mitte des Lüfters ausgestattet. Der Luftstrom des Lüfters erhöht die Reichweite des Wasserwerfers auf mehr als 80 Meter und verleiht dem AirCore Fähigkeiten in der Brandbekämpfung die kein anderes vergleichbares System aufweisen kann.

Eine Aufbauvariante des AirCore ist die als Löschroboter auf einem ferngesteuerten Kettenfahrgestell. Diese werden von Magirus als sogenannte TAF vermarktet. Das steht für Turbine Aided Firefighting – Turbinenunterstützte Brandbekämpfung. Als TAF wird die AirCore-Turbine auf einem modifizierten Kettenfahrgestell eines Raupen-Kompaktladers von New Holland Construction aufgebaut. Wie Magirus gehörte auch New Holland bei der Entwicklung des AirCore-Konzeptes zum CNH-Konzern. Das Raupenfahrgestell wurde so umgerüstet, dass es mit einer Funkfernsteuerung bedient werden kann. Anstelle einer Fahrerkabine und eines Radladerarms ist das Raupenfahrgestell mit einer AirCore-Turbine auf einem hydraulischen Hebearm ausgestattet. Auf diesem ist die AirCore-Turbine montiert. Sie lässt sich in ihrer Aufnahme sowohl positiv, als auch negativ neigen.

Die Turbine kann zum einen rein als Überdrucklüfter eingesetzt werden.Der große Trumpf der Turbine sind aber ihre Einsatzmöglichkeiten in der Brandbekämpfung. Dazu ist die Turbine mit einem umlaufenden zweireihigen Kranz aus kleinen Wasserdüsen versehen. Über die Düsen kann ein fein zerstäubter Wassernebel in den Luftstrom eingespritzt werden. Zusätzlich befindet sich in der Mitte des Lüfters eine Aufnahme für eine leistungsstarke Hohlstrahldüse oder einen Nebeldüsenkopf. Getragen vom Luftstrom der Turbine lassen sich Wurfweiten von mehr als 80 Metern erreichen. Muss gezielt auf einen Punkt Löschwasser abgegeben werden wird die Hohlstrahldüse auf Vollstrahl gestellt. In der Sprühstrahlstellung lässt sich mit der Düse die Menge an Wassernebel die der Lüfter über den Düsenkranz verteilt mehr als verdoppeln. Das Wirkprinzip ist vergleichbar mit dem bei einem Abgaslöschfahrzeug oder Turbolöscher. Nur tritt beim AirCore an die Stelle des aufwändig produzierten Abgasstroms ein sauberer Luftstrom. Mit Wasser versorgt wird die Turbine über ver B-Druckeingänge am Heck des Fahrgestells.

Ausrüster k.A.
Sondersignalanlage
  • 2 Rundumkennleuchten
Besatzung 0/0 Leistung 53 kW / 72 PS / 71 hp
Hubraum (cm³) k.A. Zulässiges Gesamtgewicht (kg) k.A.
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Eingestellt am 27.10.2026 Hinzugefügt von Christopher Benkert
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