Einsatzfahrzeug: Florian Bruchsal 04/23
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| Funkrufname | Florian Bruchsal 04/23 | Kennzeichen | BR-FB 423 |
|---|---|---|---|
| Standort | Europa (Europe) › Deutschland (Germany) › Baden-Württemberg › Karlsruhe (Landkreis) (KA, BR) | ||
| Wache | FF Bruchsal Abt. Untergrombach | Zuständige Leitstelle | Leitstelle Karlsruhe (KA) |
| Obergruppe | Feuerwehr | Organisation | Freiwillige Feuerwehr (FF) |
| Klassifizierung | Tanklöschfahrzeug | Hersteller | Iveco |
| Modell | EuroCargo FF 150 E 32 W | Auf-/Ausbauhersteller | Magirus |
| Baujahr | 2026 | Erstzulassung | 2026 |
| Indienststellung | 2026 | Außerdienststellung | k.A. |
| Beschreibung | Tanklöschfahrzeug 3000-Vegetationsbrand (TLF 3000-V) der Freiwilligen Feuerwehr Bruchsal Abteilung Untergrombach Fahrgestell: Iveco EuroCargo FF 150 E 32 W Technische Daten:
Feuerlöschkreiselpumpe:
Löschmittel:
Ausstattung:
Beladung:
Die Freiwillige Feuerwehr Bruchsal verstärkte 2026 ihre Fähigkeiten in der Vegetationsbrandbekämpfung durch die Indienststellung zweier baugleicher Tanklöschfahrzeuge 3000-Vegetationsbrand (TLF 3000-V) in den Abteilungen Untergrombach und Heidelsheim. Dort lösten die teilweise auch nur kurz als TLF 3000 oder alternativ auch TLF 3000-Waldbrand (TLF 3000-W) bezeichneten Fahrzeuge ein TLF 16/25 und ein Löschgruppenfahrzeug (LF) 24 ab, die beide in die Ukraine gespendet wurden. Auch wenn das namensgebende Hauptaufgabengebiet der beiden TLF 3000-V eben die Vegetationsbrandbekämpfung ist, lassen sie sich doch auch ganz allgemein in der Brandbekämpfung nutzen. Darüber hinaus sind beide Fahrzeuge mit Beladungskomponenten für die Beseitigung von Unwetterschäden wie Überflutungen und umgestürzten Bäumen ausgestattet. Die beiden TLF 3000-V wurden im Frühjahr 2026 an die Feuerwehr Bruchsal ausgeliefert und im Juli 2026 schließlich offiziell eingeweiht. Dem TLF 3000-V der Abteilung Untergrombach wurde zwischen Auslieferung und offizieller Einweihung noch eine besondere Ehre zu Teil. Das Fahrzeug wurde von Magirus auf der internationalen Fachmesse Interschutz 2026 in Hannover einer breiten Öffentlichkeit gezeigt. Normfahrzeug mit einem Hauch Frankreich Seine beiden von Magirus auf Iveco EuroCaro FF 150 E 32 W aufgebauten Waldbrandlöschfahrzeuge beschaffte die Feuerwehr Bruchsal auf der Basis der Norm für das TLF 3000-V. Diese Abwandlung des TLF 3000 greift bewusst Elemente von bewährten Waldbrandlöschfahrzeugtypen aus Europa und insbesondere dem französischen Camion Citerne Feux de Forêt (CCF) auf. Zu den in Frankreich bewährten Anpassungen des deutschen Norm-TLF gehören beispielsweise ein Unterbodenschutz gegen thermische Beschädigungen, eine wahrhaftige Selbstschutzanlage die Kabine und Reifen zum Feuerschutz in einem Wassernebel einhüllt und über einen exklusiven Wasservorrat und eine Elektropumpe als Redundanz verfügt sowie eine Atemschutzanlage zum Schutz der Besatzung in der Kabine vor Atemgiften. Von der geschützten Kabine aus kann die Besatzung schon während der Fahrt die Brandbekämpfung aufnehmen. Zur Wahl stehen einmal ein auf nur 250 Liter pro Minute herunterregelbarer Frontwasserwerfer sowie auch ein Handrohr an der Dachluke des EuroCargo-Fahrgestells von Iveco. Der Aufbau hinter der Kabine ist von Magirus bewusst kompakt und niedrig gehalten. Das sorgt für ein gutes Lichtraumprofil und einen niedrigen Schwerpunkt. Mit dem kompakten Aufbau einher geht aber auch eine vergleichsweise schlanke Fahrzeugbeladung. EuroCargo mit Waldbrandaufbau Als Basis für seine TLF 3000-V wählte die Feuerwehr Bruchsal den Iveco EuroCargo FF 150 E 32 W aus. Angetrieben wird der Iveco durch einen 320 PS starken Reihen-Sechs-Zylinder-Dieselmotor. Für den Kraftübertrag in dem Allrader sorgt ein Allison-Automatikgetriebe. Der Geländegängigkeit zu Gute kommt die grobstollige Einzelbereifung. Um die Auflagefläche der Reifen bei weichen Bodenuntergründen vergrößern zu können verfügt der Iveco zwar über keine elektronische Reifendruckregelanlage, aber ein einfaches Reifenfüll- und Schnellentlüftungsset gehört stattdessen zur Beladung. Für den Einsatz dieses kleinen Kits besitzt das Fahrgestell zusätzliche Druckluftanschlüsse im Aufbau, um alle Reifen gut und schnell erreichen zu können. Der Aufbau der TLF stammt aus der bekannten AluFire-3-Baureihe von Magirus. Der Aufbau besteht aus mehreren Modulen und besitzt als zentrales Element einen außenliegenden Löschwassertank. Dieser liegt aus Gründen der Gewichtsverteilung relativ genau über der Hinterachse und ist durch seine markanten Stabilisierungsrippen direkt auszumachen. In den 3.300 Liter fassenden Wassertank ist ein kleinerer Tank für 120 Liter Schaummittel integriert. Eingerahmt wird das Tankbauteil durch Geräteräume. Zwei Geräteräume befinden sich vor den Tanks und drei dahinter. Im Heckgeräteraum – einem der drei Geräteräume hinter den Tanks – ist die Feuerlöschkreiselpumpe eingebaut. Die FPN 10-2000 hat eine Leistung von 2.000 Litern pro Minute bei zehn bar und wird über das Magirus-typische Human Machine Interface (HMI) gesteuert. Trotz des Schaumtanks besitzt die Pumpe keine Zumischeinrichtung. Stattdessen wird ein einfacher Z-Zumischer mitgeführt. Eine Schaummittelpumpe zum Befüllen des Schaumtanks ist hingegen vorhanden. Eine Pumpe - Viele Möglichkeiten Zusätzlich zu den vier B-Druckabgängen im rückwärtigen Geräteraum sowie links und rechts hinten unter dem Aufbau besitzt die Pumpe auch einen C- und zwei D-Druckabgänge. Einer der kleinen Abgänge befindet sich unter dem Geräteraum G4 und wird für den aus einem in Buchten gelegten C-Druckschlauch mit Hohlstrahlrohr bestehenden Schnellangriff benötigt. Die beiden D-Druckabgänge befinden sich links und rechts an den Enden des Frontsprühbalkens unter der Stoßstange an der Fahrzeugfront. Der Balken mit seinen vier einzeln absperrbaren Düsen à 50 Liter pro Minute kann beispielsweise für Nachlöscharbeiten oder auch zum Reinigen verschmutzter Fahrbahnen genutzt werden. Neben dem Frontsprühbalken ist vorne rechts an der Kabine auch ein Frontwerfer angebracht. Der Werfer lässt sich mittels Joystick von der Kabine aus fernsteuern. Dank Pump-and-Roll-Betrieb kann der Werfer auch während der Fahrt genutzt werden. Wahlweise lassen sich über ihn sparsame 250 oder üppigere 1.000 Liter pro Minute abgeben. Eine weitere Möglichkeit zur Wasserabgabe während der Fahrt stellt das sogenannte Handrohr auf dem Kabinendach dar. Für den Einsatz des kurzen formstabilen Druckschlauchs mit angekuppeltem C-Hohlstrahlrohr besitzt die Kabine eigens eine großzügige Dachluke. Nach dem Lösen der beiden Arretierungen im Kabineninneren kann die runde Luke angehoben und nach links hinten weggedreht werden. Eine Person kann sich dann in der Kabine aufstellen, durch die Luke nach draußen heraussehen und mit dem vor der Luke abgelegten Handrohr den Löschangriff aufnehmen. Selbstschutz Die letzte Möglichkeit über die Feuerlöschkreiselpumpe Wasser abzugeben ist zugleich auch die letzte Sicherheit für die Fahrzeugbesatzung: Die Selbstschutzanlage. Kleine Düsen à 5 Liter pro Minute in den Radkästen und in dem auf die Kabine aufgesetzten großen Astabweiser benetzen die Kabine in besonders brenzligen Situationen mit einem kühlenden Wassernebel. Um diese für Waldbrandlöschfahrzeuge essentielle Sicherheitseinrichtung immer Einsatzbereit zu halten ist im Löschwassertank ein 300 Liter fassendes Reservoir abgegrenzt. Es steht einzig und allein für die Selbstschutzanlage zur Verfügung, die damit selbst dann noch Wasser zur Verfügung hat, wenn der Tank eigentlich schon leer ist. Eine weitere Sicherheit stellt die kleine 24-Volt-Elektropumpe unter dem Aufbau dar. Sie ist die Redundanz für die Feuerlöschkreiselpumpe. Fällt die Kreiselpumpe aus, beispielsweise weil der Motor abstirbt, dann übernimmt die durch die Batterie gespeiste Elektropumpe die Arbeit an der Selbstschutzanlage. Um die Kabine zum wahrhaftigen Rückzugsraum für die Besatzung zu machen, ist sie auch mit einer Atemschutzanlage in Form eines fest verbauten Pressluftatmers ausgestattet. Für jedes der drei Besatzungsmitglieder steht an der Anlage ein eigener Atemanschluss zur Verfügung. Zu den Sicherheitseinrichtungen des TLF zählen außerdem auch die silbern glänzenden Ummantelungen rund um alle Leitungen am Fahrzeugunterboden zum Schutz gegen thermische Beschädigungen sowie der große Astabweiserrahmen als Schutz gegen mechanische Beschädigungen rund um die Kabine. Was das TLF hingegen nicht besitzt ist ein ausgewiesener Überollbügel im Sinne eines Roll over Protection System. |
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| Ausrüster | k.A. | ||
| Sondersignalanlage |
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| Besatzung | 1/2 | Leistung | 235 kW / 320 PS / 315 hp |
| Hubraum (cm³) | 6.728 | Zulässiges Gesamtgewicht (kg) | 14.000 |
| Tags | |||
| Eingestellt am | 28.08.2026 | Hinzugefügt von | Christopher Benkert |
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