Einsatzfahrzeug: Barr - SDIS 67 - VRW - VSR (a.D.)

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| Funkrufname | Barr - SDIS 67 - VRW - VSR (a.D.) | Kennzeichen | 7616 TG 67 |
|---|---|---|---|
| Standort | Europa (Europe) › Frankreich (France) › Région Grand Est › Département Bas-Rhin (67) | ||
| Wache | SDIS 67 - UT Barr (FW) | Zuständige Leitstelle | k.A. |
| Obergruppe | Feuerwehr | Organisation | Freiwillige Feuerwehr (FF) |
| Klassifizierung | Vorausrüstwagen | Hersteller | Peugeot |
| Modell | J9 | Auf-/Ausbauhersteller | Carrosserie Schultz |
| Baujahr | 1983 | Erstzulassung | 1983 |
| Indienststellung | 1983 | Außerdienststellung | 2005 |
| Beschreibung | Ehemaliger Vorausrüstwagen (VRW - Véhicule de Secours Routier; VSR) des Service Départemental d’Incendie et de Secours (SDIS) 67 im Département Bas-Rhin, stationiert bei der Unité Territoriale (UT) Barr. Fahrgestell: Peugeot Eingesetzt wurde das Fahrzeug vorrangig für die schwere technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen sowie bei sonstigen Not- und Einsatzlagen. Ausstattung:
Beladung:
Das Fahrzeug wurde 1983 von der Carrosserie Schultz auf dem damals neuen Peugeot J9 zu einem Véhicule de Secours Routier (VSR) umgebaut. Der kurz zuvor, im Jahr 1981, vorgestellte Peugeot J9 war der direkte Nachfolger des Peugeot J7 und zugleich der letzte französische stirnsitzige Kleintransporter mit Frontmotor und Frontantrieb. Sowohl der Peugeot J7 als auch der J9 waren zu dieser Zeit sehr beliebte Basisfahrzeuge für den Umbau zu VSR, da sie serienmäßig über Schiebetüren auf Fahrer- und Beifahrerseite verfügten. Dies reduzierte die Gefährdung der Einsatzkräfte im fließenden Verkehr erheblich. Wie in dieser Epoche üblich, wurden umfangreiche Karosseriearbeiten durchgeführt, insbesondere der Einbau von Geräteraumjalousien an Fahrer- und Beifahrerseite. Das Fahrzeug der Einheit Barr wies dabei eine Besonderheit auf: Es verfügte nicht über vier, sondern lediglich über drei Jalousien. Diese Bauweise war ausschließlich bei der Carrosserie Schultz bekannt. Die vierte Jalousie wurde zugunsten einer Schiebetür mit Seitenfenster auf der Beifahrerseite ersetzt. Dadurch konnten die von Carrosserie Schultz aufgebauten VSR mit einem vierten Sitz ausgestattet werden, was die Mannschaftsstärke im Erstangriff von drei auf vier Einsatzkräfte erhöhte. Am Heck besaß das Fahrzeug zwei Flügeltüren – eine für Frankreich eher untypische Bauform bei VSR dieser Zeit. Auch die Lackierung entsprach dem damaligen Standard: Tagesleuchtorange (RAL 2005) in Kombination mit Weiß, um eine möglichst hohe Sichtbarkeit im Straßenverkehr zu gewährleisten. Das Fahrzeug stand von 1983 bis 2005 bei der UT Barr im Einsatz und wurde anschließend durch ein VSR auf Basis eines Renault Midlum mit Beamex-Aufbau ersetzt. Voraus- und Rüstwagen bei den französischen Feuerwehren In Frankreich werden unter der Bezeichnung Véhicule de Secours Routier (VSR) sämtliche Rüstfahrzeuge der Feuerwehr zusammengefasst, unabhängig von ihrer Größe oder Ausführung. Die französische Norm unterscheidet dabei drei grundlegende Fahrzeugtypen, die durch weitere Sonderformen ergänzt werden. Der kleinste Typ ist das Véhicule de Secours Routier Léger (VSRL). Diese kompakten Fahrzeuge werden meist auf Transporterfahrgestellen, teilweise auch auf SUV- oder Pickup-Basis aufgebaut. In ihrer Konzeption sind sie mit dem deutschen Vorausrüstwagen vergleichbar. Die Beladung beschränkt sich in der Regel auf eine erweiterte Grundausstattung zur schweren technischen Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen. Den mit Abstand häufigsten Fahrzeugtyp in Frankreich stellt das Véhicule de Secours Routier Moyen (VSRM) dar. Diese deutlich größeren Rüstwagen basieren auf LKW-Fahrgestellen mit kurzem oder mittlerem Radstand und sind dennoch kompakt gehalten. Neben einer umfangreichen technischen Beladung verfügen sie über eine sehr leistungsfähige Verkehrsabsicherung, meist in Form von Verkehrshaspeln und selbstaufrichtenden Warneinrichtungen am Aufbau. Zudem sind VSRM in der Regel mit einem Wassertank sowie einer Hochdrucklöschanlage ausgestattet, um bei brennenden Fahrzeugen unmittelbar eingreifen zu können. Der größte Fahrzeugtyp ist das Véhicule de Secours Routier Super (VSRS). Diese schweren Rüstwagen sind meist auf regulären LKW-Fahrgestellen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 15 Tonnen oder mehr aufgebaut und verfügen häufig über eine Staffelkabine. Die Beladung unterscheidet sich inhaltlich kaum von der eines VSRM, jedoch sind viele Geräte in schwererer Ausführung oder doppelt vorhanden. VSRS sind daher in der Regel nur an größeren Stützpunktfeuerwehren stationiert. Die frühere Bezeichnung dieser Fahrzeuge lautete Véhicule de Secours Routier Lourd (VSRL). Um Verwechslungen mit dem deutlich kleineren VSR Léger zu vermeiden, wurde die Bezeichnung offiziell in VSRS geändert. Neben den VSR existiert in Frankreich das Fourgon de Secours Routier (FSR). Normativ entspricht das FSR in Aufbau, Fahrgestell und Beladung einem VSRM. Der wesentliche Unterschied liegt in der Besatzungsstärke und damit in der taktischen Einordnung. Fahrzeuge mit einer Besatzung von 1/1/1 (Maschinist, Chef d’Agrès, Equipier) werden als Véhicule bezeichnet. Fahrzeuge mit Gruppenkabine und einer Besatzung von 1/1/2/2 gelten als Fourgon. Die Besatzung setzt sich dabei aus Maschinist, Chef d’Agrès, einem Rettungstrupp (Binôme de sauvetage) und einem Sicherungstrupp (Binôme de sécurité) zusammen. Je nach Département wird zusätzlich zwischen FSRL (Fourgon de Secours Routier Léger) und FSRM (Fourgon de Secours Routier Moyen) unterschieden. Standardmäßig sind sowohl VSR als auch FSR mit Straßenantrieb ausgestattet. Abhängig von regionalen Gegebenheiten, Witterungsverhältnissen oder einsatztaktischen Anforderungen können diese Fahrzeuge jedoch auch mit Allradantrieb beschafft werden. In diesem Fall wird der Zusatz Hors Route (HR) an die Fahrzeugbezeichnung angefügt. Seltener, aber weiterhin normativ vorgesehen, sind Remorque de Secours Routier (RSR). Diese auf Anhängerbasis aufgebauten Einheiten verfügen über eine reduzierte Grundbeladung und dienen vor allem kleineren Centre d’Incendie et de Secours (CIS) zur Erstversorgung, bis größere Rüstfahrzeuge aus Stützpunktfeuerwehren eintreffen. In bergigen Regionen Frankreichs kommt zudem das Véhicule de Secours Routier en Ravin (VSRR) zum Einsatz. Diese Fahrzeuge sind zusätzlich für die Schluchten- und Höhenrettung ausgelegt und führen neben der Standardbeladung umfangreiche Kletter- und Sicherungsausrüstung, Bergungsgeräte sowie feste Anschlagpunkte am Fahrzeug mit. Sie sind selten und nur in ausgewählten Départements anzutreffen. Die Normung der Véhicule de Secours Routier gilt landesweit als Richtlinie, kann jedoch von den jeweiligen Service Départemental d’Incendie et de Secours (SDIS) an regionale Bedürfnisse angepasst oder ergänzt werden. Während sich in ganz Frankreich die Bezeichnungen Véhicule de Secours Routier und Fourgon de Secours Routier etabliert haben, weicht die Brigade de Sapeurs-Pompiers de Paris (BSPP) hiervon ab. Obwohl ihre Fahrzeuge technisch weitgehend der Norm entsprechen, werden sie dort als Camion de Désincarcération (CD) bezeichnet. Unité Territoriale Barr: Die Unité Territoriale (UT) Barr ist eine freiwillige Feuerwehr- und Rettungswache des Service Départemental d’Incendie et de Secours (SDIS) du Bas-Rhin (67). Es ist eine Freiwillige Feuerwehr, welche auf 60 Freiwillige zählt. Neben der regulären Gefahrenabwehr bei Bränden und Unfällen ist die Wache auch mit einem Rettungswagen im öffentlichen Rettungsdienst eingebunden. Die UT Barr ist der Compagnie de Sélestat zugeteilt und deckt die Gemeinden Barr, Andlau, Bourgheim, Gertwiller, Heiligenstein, Le Hohwald, Mittelbergheim, Saint-Pierre, Stotzheim und Valff ab. ----- Ancien Véhicule de Secours Routier (VSR) du Service Départemental d'Incendie et de Secours (SDIS) 67 du Bas-Rhin basé auprès de l'Unité Territoriale (UT) de Barr sur base d'un Peugeot J9 équipé par Carrosserie Schultz. |
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| Ausrüster | k.A. | ||
| Sondersignalanlage |
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| Besatzung | 1/3 | Leistung | 55 kW / 75 PS / 74 hp |
| Hubraum (cm³) | 2.498 | Zulässiges Gesamtgewicht (kg) | 3.500 |
| Tags |
k.A.
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| Eingestellt am | 17.01.2026 | Hinzugefügt von | HdV-Hamburg |
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