Einsatzfahrzeug: Bern - Sanitätspolizei - NEF - Sano 31

Bern - Sanitätspolizei - NEF - Sano 31
Bern - Sanitätspolizei - NEF - Sano 31
Blick auf den Fahrerplatz

Einsatzfahrzeug-ID: V156246 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname Bern - Sanitätspolizei - NEF - Sano 31 Kennzeichen BE 134362
Standort Europa (Europe)Schweiz (Switzerland)Bern
Wache Sanitätspolizei Bern Zuständige Leitstelle k.A.
Obergruppe Rettungsdienst Organisation kommunaler / landeseigener Rettungsdienst
Klassifizierung Notarzteinsatzfahrzeug Hersteller Škoda
Modell Kodiaq Auf-/Ausbauhersteller Sonstige
Baujahr 2018 Erstzulassung 2018
Indienststellung 2018 Außerdienststellung k.A.
Beschreibung

Notarzteinsatzfahrzeug NEF der Sanitätspolizei Bern

Fahrgestell: Škoda Kodiaq 2.0 TDI SCR 4x4
Ausbau: R-Technik
Baujahr: 2018

Technische Daten:
Antrieb: Allradantrieb, 4x4
Getriebe: 7-Gang-Direktschaltgetriebe (DSG)

Beladung/ Ausstattung:

  • Unfalldatenschreiber (UDS)/ Restwegaufzeichnungsgerät (RAG)
  • Navigationssystem Garmin mit Datenanbindung an die Leitstelle
  • Einparkhilfe
  • Klimaanlage
  • Soundsystem Canton
  • Kühlfach Dometic
  • Notfallrucksäcke
  • Ampullarium
  • EKG/ Defibrillator Zoll
  • Absaugpumpe Laerdal LSU
  • Wärmekoffer
  • Schaufeltrage
  • Warnzelt
  • Warnzelt "Sanität"
  • Verkehrswarnleuchte eFlare
  • Löschdecke
  • 2 Feuerlöschsprays
  • 2 Schutzhelme mit Kopflampe
  • 2 Sätze Schuhkrallen
  • Stabtaschenlampe LED-Lenser
  • Wurfleine

In Zusammenarbeit mit dem Inselspital Bern stellt die Sanitätspolizei Bern für sein Einsatzgebiet schon seit langem einen eigenen Notarztdienst. Bis ins Jahr 2018 hinein kombinierte dieser das Kompakt- und das Rendezvous-System. Das in Deutschland seit Jahrzehnten fest etablierte Rendezvous-System bei Notarzteinsätzen wurde von der Sanitätspolizei lange Zeit nur bei Nachforderungen durch im Einsatz befindliche Rettungswagen und Einsatzambulanzen angewendet. Benötigt ein Rettungsteam an einer Einsatzstelle weitere medizinische Unterstützung, z.B. weil seine Kompetenzen ausgereizt sind, dann kann es einen der Notärzte nachfordern. Den Notärzten der Sanitätspolizei Bern stehen dafür zwei Notarzteinsatzfahrzeuge als Zubringer zur Verfügung welche entweder ab der Rettungswache der Sanitätspolizei, dann teilweise mit zusätzlichem Fahrer, zum Einsatz kommen oder aber von den diensthabenden Notärzten mitgenommen werden können. Die Beladung dieser Zubringerfahrzeuge fällt sehr überschaubar aus, ist bei ihrem Einsatz doch schon immer ein vollausgestatteter Rettungswagen oder eine Einsatzambulanz vor Ort.
Ganz anders war das Vorgehen bei den wenigen, besonders gravierenden und lebensbedrohlichen Einsatzstichworten die neben dem Einsatz eines Rettungswagen initial auch den eines Notarztes erfordern. Bei solchen Notarztalarmierungen ergänzte der Arzt im klassischen Kompaktsystem das zweiköpfige Team eines Rettungswagens. Weil die Notärzte in dieser Konstellation sehr lange im Einsatz gebunden wurden, auch wenn sie doch nicht oder nicht mehr benötigt wurden, und nicht für andere Einsätze zur Verfügung standen überarbeitete die Sanitätspolizei Bern das System der Initialalarmierung ihrer Notärzte. In einer fünfmonatigen Testphase erprobte die Sanitätspolizei 2018 das Rendezvous-System für die Erstalarmierung der Notärzte. Innerhalb der Testphase wurde ein herkömmlicher Rettungswagen der Sanitätspolizei als Notarzteinsatzfahrzeug genutzt. Nach erfolgreichem Abschluss der Testphase beschaffte die Sanitätspolizei im Frühjahr 2018 ein eigenes Notarzteinsatzfahrzeug für Initialeinsätze seiner Notärzte. Im Gegensatz zu den Notarzteinsatzfahrzeugen für Nachforderungen ist dieses deutlich umfangreicher beladen und lässt sich durchaus mit einem deutschen Notarzteinsatzfahrzeug vergleichen.

Ein richtiges Premierenfahrzeug ist das 2018 in Dienst gestellte Notarzteinsatzfahrzeug der Sanitätspolizei Bern, denn es bringt viele Neuerungen in den Rettungsdienst der schweizerischen Bundesstadt. Es ist zunächst – das dürfte auch die größte Premiere sein – das allererste Notarzteinsatzfahrzeug der Sanitätspolizei welches nicht als einfacher Zubringer bei Notarztnachforderungen dient, sondern unmittelbar für den ersten Alarm bei einem medizinischen Notfall bestimmt ist. Die zweite große Neuerung ist das Design in dem sich das Notarzteinsatzfahrzeug zeigt. Als eines der ersten Fahrzeuge der Sanitätspolizei wurde es im erst 2018 eingeführten neuen Design der Rettungsdienste im Kanton Bern gestaltet. Während leuchtendes gelb als Grundfarbe der Rettungsfahrzeuge erhalten blieb, wurde die alte, sehr schlichte Bauchbinde in Orange abgelöst eine großflächige Beklebung mit reflektierenden blauen Folien. Durch das neue, sehr moderne Design sind die Rettungsfahrzeuge sehr viel auffälliger, was für mehr Sicherheit während Einsatzfahrten und an Einsatzstellen sorgt. Nach und nach sollen alle Fahrzeuge der Sanitätspolizei Bern sowie auch aller anderen Rettungsdienste im ganzen Kanton Bern mit diesem Design ausgestattet werden. Der Designwechsel soll dabei vor allem durch Neubeschaffungen von Fahrzeugen vorangetrieben werden und weniger durch das Umgestalten schon vorhandener Fahrzeuge. Die dritte große Neuerung die mit diesem Notarzteinsatzfahrzeug einher geht verbirgt sich hinter dem Fahrgestell. Das Notarzteinsatzfahrzeug ist nämlich der erste Škoda im Fuhrpark der Sanitätspolizei Bern.

Für die Sanitätspolizei Bern baute das auf Sonderfahrzeuge spezialisierte Unternehmen R-Technik im Frühjahr 2018 einen Škoda Kodiaq 2.0 TDI SCR 4x4 zum Notarzteinsatzfahrzeug aus. Zur Ausstattung des 190 PS starken SUV von Škoda gehören Allradantrieb und ein Direktschaltgetriebe mit sieben Gängen, aber auch Klimaanlage, Sitzheizung sowie ein Canton-Soundsystem und Lederausstattung. Schon im Cockpit des Kodiaq legte R-Technik an vielen Stellen Hand an. Der durch die deckenhohen Einbauten im Fahrzeugheck funktionslos gewordenen Innenspiegel wurde durch ein modifiziertes Navigationssystem von Garmin ersetzt. Dieses verfügt über eine Datenanbindung an die Leitstelle und kann so Einsatzdaten empfangen und als Statusgeber genutzt werden. Am unteren Ende der Mittelkonsole wurde eine Ladehalterung für eine LED-Lenser Taschenlampe eingebaut sowie rechts neben die Mittelkonsole der Hörer des verbauten Funkgeräts. In die Ablage vor der Armlehne zwischen Fahrer und Beifahrer baute R-Technik ein kompaktes Handbedienteil HBE200 von Hänsch zur Steuerung der Sondersignalanlage an. Diese besteht als Herzstück aus einem DBS5000 LED-Warnbalken von Hänsch der von Blau- auf Gelblicht umgeschaltet werden kann, über Alley Lights als Umfeldbeleuchtung sowie eine Verkehrswarnanlage verfügt. Ergänzt wird der Warnbalken durch je zwei Frontblitzer im Kühlergrill und den Außenspiegeln sowie zwei Intersection Lights am vorderen Kennzeichenträger. Zusätzliche Heckblitzer sind in der Kofferraumklappe verbaut. Im Fond demontierte R-Technik den rechten Sitzplatz und ersetzte ihn durch einen Regaleinbau. Erhalten blieben der linke sowie der schmale mittlere Sitzplatz im Fond. Über die rechte Fondtür lassen sich aus dem Regalsystem aus dem ursprünglichen Fußraum der Sitzbank Notfallrucksäcke entnehmen. Darüber befinden sich auf einer Ablage das Zoll-EKG sowie eine Absaugpumpe von Laerdal. Nur von der anderen Seite des Fonds aus entnehmen lassen sich die beiden im Regal verstauten Schutzhelme. Den Gepäckraum in seiner ganzen Höhe und Breite nimmt ein großer Schrankeinbau ein. Auf der rechten Seite besteht der Schrank aus einem Kühlfach von Dometic sowie zwei darüber liegenden Schubladen. Vor diesem Schrankelement ist ein Koffer mit einem Wärmefach abgelegt. Unter dem Koffer verbirgt sich ein schlankes Staufach für eine Schaufeltrage. Auf der linken Seite lässt der Schrank einen großzügigen Freiraum für weitere Rucksäcke und Kisten. Eine weitere Schublade hängt gewissermaßen über dem Freiraum unter der Decke. Links neben dem Schrank sind zwei Warnzelte verladen, auf der gegenüberliegenden Seite eine Sauerstoffflasche sowie eine Wurfleine für die Wasserrettung.

Ausrüster k.A.
Sondersignalanlage
  • 1 Warnbalken FG Hänsch DBS5000 umschaltbar von Blau- auf Gelblicht mit
    • Verkehrswarnanlage
    • Alley Lights
  • 2 Frontblitzer
  • 2 Frontblitzer in den Außenspiegeln
  • 2 Intersection Lights
  • 2 Heckblitzer in der Gepäckraumklappe
Besatzung 1/1 Leistung 140 kW / 190 PS / 188 hp
Hubraum (cm³) 1.968 Zulässiges Gesamtgewicht (kg) k.A.
Tags
k.A.
Eingestellt am 20.08.2019 Hinzugefügt von Christopher Benkert
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