Einsatzfahrzeug: unbekannter Ort - SDIS 16 - HLF 20/30 - FPTSR

unbekannter Ort - SDIS 16 - HLF 20/30 - FPTSR
unbekannter Ort - SDIS 16 - HLF 20/30 - FPTSR
Geräteraum G2 mit offener Schwenkwand

Einsatzfahrzeug-ID: V152705 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname unbekannter Ort - SDIS 16 - HLF 20/30 - FPTSR Kennzeichen k.A.
Standort Europa (Europe)Frankreich (France)Région Nouvelle-AquitaineDépartement Charente (16)
Wache k.A. Zuständige Leitstelle k.A.
Obergruppe Feuerwehr Organisation Freiwillige Feuerwehr (FF)
Klassifizierung Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug Hersteller Renault
Modell D16 Auf-/Ausbauhersteller Gimaex
Baujahr 2015 Erstzulassung 2015
Indienststellung 2015 Außerdienststellung k.A.
Beschreibung

Fourgon Pompe Tonne Secours Routier FPTSR/ Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/30 des Service Départemental d’Incendie et de Secours (SDIS) 16 Charente, der genaue Standort ist unbekannt

Fahrgestell: Renault D16 MED P 4x2 280
Aufbau: Gimaex
Aufbautyp: G Plus
Baujahr: 2015

Technische Daten:
Antrieb: Straßenantrieb, 4x2
Länge / Breite / Höhe: 8.000 / 2.500 / 3.150 mm
Radstand: 4.100 mm

Feuerlöschkreiselpumpe:
Typ: FPN 15-2000
Hersteller: Gimaex
Förderleistung: 2.000 l/min bei 15 bar
Schaumzumischung: Druckzumischanlage OSP-24i

Löschmittel:
Wasser: 3.000 l
Netzmittel: 150 l
Schaummittel: 200 l

Beladung/ Ausstattung:

  • Rückfahrkamera
  • Verkehrswarnanlage
  • Umfeldbeleuchtung
  • Lichtmast
  • Schnellangriff mit formstabilem Druckschlauch und Hohlstrahlrohr
  • Leiterentnahmehilfe
  • Stromerzeuger
  • 3 Leitungsroller 24 V
  • Beleuchtungsgruppe 24 V
  • Rüstsatz Weber Rescue Systems bestehend aus
    • Schere RSX200-107 Plus E-Force mit Akkuantrieb
    • Spreizer SP35L E-Force mit Akkuantrieb
    • 2 Rettungszylinder E-Force mit Akkuantrieb
  • 2 Verlängerungen für Rettungszylinder
  • Zubehörsatz für Rettungszylinder
  • Hebekissen
  • Mehrzweckzug
  • Motorkettensäge Stihl
  • Werkzeugkasten
  • Elektrowerkzeugkasten
  • Axt
  • Feuerwehraxt
  • Rettungsaxt Force
  • Halligan-Tool
  • Vorschlaghammer
  • Einreißhaken
  • Bolzenschneider
  • Glassäge Glasmaster
  • Schaufeln, Haken, Besen
  • Stufenkeile
  • Abstützsystem Weber Rescue Systems StabFast
  • 2 Verkehrszeichen AK 14 „Autres Dangers" mit 3 gelben LED-Warnleuchten in den Ecken
  • 6 Leitkegel 750 mm
  • 2 Ein-Personen-Haspeln mit Druckschlauch 75 mm
  • 5 Saugschläuche und saugseitige Armaturen
  • 2 Druckschläuche 110 mm
  • 9 Druckschläuche 75 mm
  • 10 Druckschläuche 45 mm
  • Verteiler 75 mm auf 2x 45 mm und 1x 75 mm
  • 2 Verteiler 75 mm auf 2x 45 mm
  • 3 Hohlstrahlrohre 45 mm
  • Hohlstrahlrohr 75 mm
  • Strahlrohr 75 mm
  • Schaumaufsatz für Hohlstrahlrohre
  • Hydroschild 45 mm
  • Wasser- und Schaumwerfer TFT Partner Lite, Durchfluss: 2.000 l/min bei 16 bar
  • Kübelspritze
  • ABC-Pulverfeuerlöscher
  • CO²-Feuerlöscher
  • Schornsteinfegerwerkzeug
  • Überdrucklüfter Leader
  • 6 Pressluftatmer in der Kabine, davon 4 in Halterungen in Sitzen Bostrom Firefighter und 2 in separaten Halterungen von Bostrom
  • 2 Höhensicherungssätze
  • Schaufeltrage
  • Teleskopleiter
  • Schiebleiter

Bereits 2014 führte der deutsch-französische Hersteller Gimaex sein Aufbaukonzept G Plus oder auch Gimaex Plus ein. Im Jahr darauf stellte das Unternehmen es schließlich im Rahmen der internationalen Fachmesse Interschutz in Hannover der breiten Öffentlichkeit vor. Auf seinem Messestand stellte Gimaex verschiedene Lösch- und Rüstfahrzeuge sowie auch Drehleitern mit G Plus-Aufbauten aus. Bei den ausgestellten Fahrzeugen handelte es sich fast ausschließlich um Kundenfahrzeuge die nach der Interschutz ausgeliefert wurden. Für die Feuerwehr im französischen Département Charente, den Service Départemental d’Incendie et de Secours (SDIS) 16 Charente, baute Gimaex auf Basis eines Renault-Straßenfahrgestells vom Typ D16 ein Hilfeleistungslöschfahrzeug nach der französischen Norm für ein Fourgon Pompe Tonne Secours Routier auf.

Das Fourgon Pompe Tonne oder einfach nur kurz FPT ist das Standard-Löschfahrzeug der französischen Feuerwehren und ist vergleichbar mit einem Löschgruppen- oder Tanklöschfahrzeug in Deutschland. In der Variante als Fourgon Pompe Secours Routier, kurz FPTSR, lässt es sich mit einem deutschen Hilfeleistungslöschfahrzeug vergleichen. Wortwörtlich lässt sich die französische Fahrzeugbezeichnung mit "Wagen mit Pumpe und Tank" übersetzten, in der Hilfeleistungsvairnate mit dem Zusatz "Straßensicherheit". Hinsichtlich seiner Besatzung mit meist acht Feuerwehrangehörigen und seiner entsprechend auf diese Mannschaftsstärke ausgelegten Beladung für die Brandbekämpfung kommt es einem Löschgruppenfahrzeug sehr nahe. Jedoch bewegen sich die mitgeführten Löschmittelmengen am oberen Rande dessen was in Deutschland für Löschgruppenfahrzeuge üblich ist, weshalb auch der Vergleich mit einem Tanklöschfahrzeug nahe liegt. Die in den FPT verbauten Pumpen leisten zwischen 1.000 und 3.000 l/min bei 15 bar. Die Volumen der Löschwassertanks bewegen sich im Bereich von 1.000 bis 6.000 l, wobei sehr häufig Tankgrößen rund um die 3.000 l anzutreffen sind. Auch ein Schaummitteltank mit bis zu 500 l Fassungsvermögen ist möglich. Obligatorische Ausstattungselemente sind neben einer Schnellangriffseinrichtung, meist mit formstabilem S-Druckschlauch, auch die beiden großen Ein-Personen-Haspeln mit dem französischen Äquivalent zum B-Druckschlauch. Aufgebaut sind FPT auf LKW-Fahrgestellen mit meist 15 bis 16 t Gesamtgewicht und Straßenantrieb. Allradantrieb ist bei den auf die Brandbekämpfung in geschlossenen Ortschaften oder auf Straßen vorgesehenen FPT nicht vorgesehen, auch wenn es für ländliche Gegenden mit dem Fourgon Pompe Tonne Hors Route oder kurz FPTHR eine geländegängige Variante mit Allradantrieb gibt. Diese Spielart des FPT fällt meist etwas kompakter aus als das FPT, ist aber auf deutlich bulligeren Allradfahrgestellen aufgebaut. Mittlerweile wurde diese Fahrzeugart aber immer stärker durch das Camion Citerne Rural, eine spezielle Art des Tanklöschfahrzeuges für den Einsatz im ländlichen Raum verdrängt. Neben dem reinen Löschfahrzeug FPT existiert mit dem Fourgon Pompe Tonne Secours Routier auch eine dem deutschen Hilfeleistungslöschfahrzeug ähnliche Fahrzeugvariante mit einer erweiterten Bealdung für die Technische Hilfeleistung. Eine letzte Spielart des FPT ist das leichte Löschgruppenfahrzeug Fourgon Pompe Tonne Léger oder FPTL für den Einsatz in engen Stadtkernen. Die Fahrzeuge dieser Art fallen sehr kompakt aus und führen auch nur eine reduzierte Beladung sowie kleinere Löschmittelmengen mit. Auch vom FPTL gibt es eine Version als Hilfeleistungslöschfahrzeug, das Fourgon Pompe Tonne Léger Secours Routier, kurz FPTLSR.

Gimaex baute das FPTSR für den SDIS 16 auf einem 280 PS starken Renault D16 mit Straßenantrieb auf. Auf die in Frankreich bei diesem Fahrzeugtyp sonst weit verbreitete werkseitige oder durch einen Karosseriebauer gefertigte Doppelkabine verzichtete Gimaex zu gunsten eines in den G Plus-Aufbau integrierten Mannschaftsraumes. Im Mannschaftsraum können vier Personen auf Bostrom Firefighter-Sitzen Platz nehmen, je zwei in und entgegen der Fahrtrichtung. Die Sitze sind zur maximierung der Beinfreiheit versetzt zueinander angeordnet. Die beiden Sitze entgegen der Fahrtrichtung sind jeweils außen an den Türen angebracht, die beiden Sitze in Fahrtrichtung mittig gegenüber. Alle vier Sitze haben Halterungen für Pressluftatmer. Zwei weitere Atemschutzgeräte werden in Halterungen von Bostrom links und rechts neben den Sitzplätzen in Fahrtrichtung mitgeführt. Neben und zwischen den Sitzplätzen werden kleinere Ausrüstungsgegenstände mitgeführt, wie beispielsweise zwei Höhensicherungssätze. Ein auffälliges Detail im Mannschaftsraum, welches am ganzen restlichen Fahrzeug auch immer wieder auftaucht, sind die in grellem Grün hervorgehobenen Griff- und Haltestangen. In der gleichen Farbe sind auch die Stangen der Barlock-Verschlüsse an den Rollläden der Geräteräume gehalten oder aber auch die Griffe zum Bedienen der Schwenkwände und Auszüge im Aufbau. Die zweisitzige Originalkabine und der Mannschaftsraum sind über ein großzügiges Fenster miteinander verbunden, was die Kommunikation innerhalb der Kabine vereinfacht und der Mannschaft auch eine gute Sicht nach vorne auf die Straße erlaubt.

Der G Plus-Aufbau besteht neben dem Mannschaftsraum aus insgesamt sieben Geräteräumen. Neben dem Heckgeräteraum besitzt er zu jeder Seite drei Geräteräume die allesamt durch Rollläden verschlossen werden. Die Geräteraumpaare vor und hinter der Hinterachse besitzen im unteren Bereich abklappbare Bordwände als Trittstufe, das Geräteraumpaar über der Hinterachse über einen abklappbaren Kotflügel mit Trittstufe. Sie alle ergeben geöffnet eine durchgehende Lauffläche entlang der Geräteräume die sich sogar ohne Stufe oder Absatz oder ähnliches bis zu den automatisch ausklappenden Trittstufen des Mannschaftsraumes fortsetzt. Im Aufbau selbst befindet sich ein großer Löschwassertank mit 3.000 l Fassungsvermögen sowie zwei kleinere Tanks für 150 l Netzmittel und 200 l Schaummittel. Durch den großen Tanks gibt es nur im vordersten Geräteraumpaar zwischen Tank und Mannschaftsraum eine schmale Verbindung zwischen den Geräteräumen, die den Transport besonders sperriger Ausrüstungsgegenstände erlaubt. Im Aufbauheck ist eine Feuerlöschkreiselpumpe FPN 15-2000 von Gimaex mit einer Leistung von 2.000 l/min bei 15 bar verbaut. Sie ist mit einer Druckzumischanlage vom Typ OSP-24i ausgestattet. Für Frankreich typisch ist die über der Pumpe eingebaute Schnellangriffshaspel mit formstabilem Druckschlauch. Gesteuert wird die komplette Pumpenanlage über einen links neben dem Geräteraum in der Aufbaurückwand liegenden Bedienstand mit LCD-Bildschirm. Alle Anzeigeelemente für den Betrieb der Pumpe sind digital ausgeführt und werden im Display angezeigt, klassische Manometer gibt es nicht mehr. Unterhalb des Displays sitzen verschiedene Bedienelemente über die beispielsweise die elektromechanischen Aufprotzeinrichtungen der beiden Ein-Personen-Haspeln gesteuert werden können. Anders als in Deutschland werden die großen französischen Schlauchhaspeln nicht einfach von Hand auf- und abgeprotzt, sondern werden am Fahrzeugheck mechanisch regelrecht nach oben gezogen, um einen besseren Rampenwinkel am Heck zu erreichen. Zwei Sonderfunktionen des FPTSR können nicht vom Bedienstand am Heck gesteuert werden: Der Lichtmast und die Leiterentnahmehilfe. Für letztere ist im Geräteraum G5 eine Kabelfernbedienung untergebracht die das hinablassen und hinaufziehen der Leiteraufnahme auf dem begehbaren Aufbaudach erlaubt. Die Steuerung für den Lichtmast verbirgt sich hingegen sehr unscheinbar oben links im Geräteraum G1. Sie besteht aus einem grauen Kästchen mit einem Schalter zum Aus- und Einfachen des Mastes sowie einem zweiten Schalter zum Einschalten der Scheinwerfer. Weil die Scheinwerfer so angeordnet sind, das sie das komplette Fahrzeugumfeld ausleuchten, entfallen Schalter zum Drehen und neigen des Lichtkopfes auf dem Mast. Für das nahe Fahrzeugumfeld besitzt der Aufbau zusätzlich noch über eine Umfeldbeleuchtung. Ferner ist er am Heck auch mit einer Verkehrswarnanlage sowie einer Rückfahrkamera ausgestattet.
Zur besseren Raumausnutzung und einfacheren Geräteentnahme sind im Aufbau drei Schwenkwände und zwei Auszüge eingebaut. In den Geräteräumen G1, G2 und G5 sind jeweils kleine Schwenkwände eingebaut sowie im Geräteraum G1 gleich zwei Auszüge. Auf einem Auszug werden stehend verschiedene Werkzeuge wie Schaufeln, Besen und ähnliches mitgeführt. Der zweite Auszug nimmt hingegen einen Überdrucklüfter von Leader und einen kompakten Stromerzeuger auf. Ein großer tragbarer oder gar fest verbauter Stromerzeuger ist auf dem FPTSR nicht notwendig, weil nur eine überschaubare Zahl elektrischer Verbraucher mitgeführt wird. Der Lichtmast sowie die aus drei LED-Scheinwerfern bestehende mobile Beleuchtungsgruppe kann problemlos über das Bordnetz mit 24 V versorgt werden. Auch der Rüstsatz von Weber Rescue Systems benötigt keinen Stromerzeuger, weil er komplett aus Akkugeräten der E-Force-Serie besteht.

Ausrüster k.A.
Sondersignalanlage
  • 4 LED-Kennleuchtenmodule, davon 2 am Heck
  • 2 Frontblitzer
Besatzung 1/5 Leistung 206 kW / 280 PS / 276 hp
Hubraum (cm³) k.A. Zulässiges Gesamtgewicht (kg) 16.000
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Eingestellt am 23.03.2019 Hinzugefügt von Christopher Benkert
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