Einsatzfahrzeug: Neunkirchen - BtF Polyopt - TLF 8/18

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| Funkrufname | Neunkirchen - BtF Polyopt - TLF 8/18 | Kennzeichen | NK-CY 591 |
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| Standort | Europa (Europe) › Deutschland (Germany) › Saarland › Neunkirchen (NK, OTW) | ||
| Wache | BtF Polyopt | Zuständige Leitstelle | Leitstelle Saar, RD Saarland gesamt, FW HOM, IGB, NK, MZG, SLS, WND |
| Obergruppe | Feuerwehr | Organisation | Betriebsfeuerwehr (BtF) |
| Klassifizierung | Tanklöschfahrzeug | Hersteller | Iveco |
| Modell | 75-16 A | Auf-/Ausbauhersteller | Magirus |
| Baujahr | 1990 | Erstzulassung | 1990 |
| Indienststellung | 1990 | Außerdienststellung | k.A. |
| Beschreibung | Tanklöschfahrzeug (TLF) 8/18 der Betriebsfeuerwehr Polyopt Werk Neunkirchen Fahrgestell: Iveco 75-16 A Turbo ("MK-Baureihe") Technische Daten:
Feuerlöschkreiselpumpe:
Löschmittel:
Ausstattung:
Beladung:
Laufbahn:
Die Höchst AG beschaffte 1990 für die Werkfeuerwehr des Werkes Kalle Neunkirchen ein Tanklöschfahrzeug (TLF) 8/18 von Magirus als Ergänzung zum Löschgruppenfahrzeug (LF) 8 der Wehr. Als drittes Fahrzeug verfügte die Werkfeuerwehr zu dieser Zeit noch über einen Krankentransportwagen (KTW). Das Fahrzeug machte seit seiner Anschaffung 1990 diverse Änderungen in der Firmierung der Folienfabrik in Neunkirchen mit. Im Jahr 1995 wurde das Werk Kalle Neunkirchen aus der Höchst AG ausgegliedert, zum Tochterunternehmen umgewandelt und in Trespaphan GmbH umbenannt. Die Trespaphan GmbH wurde 1999 von Höchst an die Celanese AG verkauft. Diese wiederum verkaufte das Werk in Neunkirchen 2002 an ein internationales Konsortium, welche das Werk in Treofan Germany GmbH & Co. KG umfirmierte. Fast im gleichen Zug mit der neuerlichen Umbenennung des Werkes verlor die dortige Feuerwehr ihren Status als vom Innenministerium anerkannte Werkfeuerwehr und wurde zur Betriebsfeuerwehr. Im selben Zeitraum sonderte die Feuerwehr der Folienfabrik ihr LF 8 ersatzlos aus, womit das TLF als letztes und einziges Fahrzeug bei der Betriebsfeuerwehr verblieb. Die Treofan Germany GmbH & Co. KG wurde noch weitere Male verkauft. So 2005 an ein weiteres internationales Konsortium – nun unter Führung von Goldman Sachs – und später an eine indische Unternehmensgruppe. Zuletzt musste das Unternehmen 2025 Insolvenz anmelden, wurde 2026 an eine Firmengruppe aus Dubai verkauft und in Polyopt umbenannt. Über die ganzen Umfirmierungen hinweg hat sich an der Beschriftung des Fahrzeuges nur relativ wenig geändert. Im ursprünglichen Zustand war das Fahrzeug mit "Werkfeuerwehr Höchst AG Werk Kalle Neunkirchen" auf den Türen beschriftet. Nach dem Ausscheiden aus der Höchst AG wurden lediglich die Teile "Höchst AG" und "Werk Kalle" auf den Türen mit weißen Streifen überklebt. Der Rest der Beschriftung blieb erhalten. Weil es sich beim TLF 8/18 um das einzige Fahrzeug der Betriebsfeuerwehr im Werk Neunkirchen von Polyopt handelt, ist das Fahrzeug gewissermaßen das Mädchen für alles. Es ist neben der Brandbekämpfung auch mit Material zum Beseitigen von Wasserschäden beladen. Im Bedarfsfall wird vom TLF auch der Feuerwehranhänger-Hochdrucklöschanlage/Öl gezogen. Dieser ist über die Hochdrucklöschanlage hinaus auch mit Gerät zur Beseitigung von Ölspuren sowie einem Stromerzeuger und einem Überdrucklüfter beladen. In Kombination mit dem Anhänger kann das TLF somit die am häufigsten im Werk vorkommenden Schadenslagen abarbeiten: Brände, Wasser- und Ölschäden. Allgemein ist das Einsatzaufkommen für die Betriebsfeuerwehr sehr niedrig. Bei den Brandeinsätzen handelt es sich beispielsweise häufig um Täuschungs- oder Fehlalarme der Brandmeldeanlagen oder aber auch um Klein- oder Entstehungsbrände. Das TLF 8/18 wurde 1990 von Magirus auf einem Fahrgestell vom Typ 75-16 A der Hausmarke Iveco aufgebaut. Auf dem Typschild des Fahrgestells wird als Herstellungsland noch "West-Germany" ausgewiesen und noch nicht "Germany" für das wiedervereinigte Deutschland. Das Fahrgestell hat einen Radstand von 3.000 Millimetern, Straßenantrieb und die serienmäßige Kabine mit Doppelsitzbank für zwei Beifahrer. Der Aufbau stammt aus der ersten Generation der AluFire-Aufbauten von Magirus und hat insgesamt fünf mit Rollläden verschlossene Geräteräume. Über der Hinterachse ist der 1.850 Liter fassende Löschwasserbehälter eingebaut. Er ist fest mit der im rückwärtigen Geräteraum GR verbauten Feuerlöschkreiselpumpe vom Typ FP 8/8 verbunden. Die Pumpe fördert im Normalbetrieb 800 Liter Wasser in der Minute bei einem Druck von acht bar. Etwas ungewohnt ist die Inbetriebnahme der Pumpe, denn am Pumpenbedienstand selbst gibt es keinen Hebel oder Schalter mit dem der Nebenantrieb des Fahrgestelles eingelegt werden kann. Dieser muss zwingend über einen Drehschalter links neben dem Fahrersitz eingelegt werden. Zur schnellen Wasserabgabe ist über der Pumpe eine Haspel mit einem formstabilem S-Druckschlauch eingebaut. Der Ausbau der vier seitlichen Geräteräume ist vergleichsweise einfach gehalten. Im hinteren Geräteraumpaar G3 und G4 befinden sich vor allem die Druckschläuche und Armaturen für die Brandbekämpfung. Im Geräteraumpaar G1 und G2 hingegen vor allem die Ausrüstung zur technischen Hilfeleistung. Wobei diese Trennung nicht komplett eingehalten wird. Im Aufbau gibt es lediglich einen einzigen Auszug im Geräteraum G2. Hier ist ein ausklappbares Karussell für vier Pressluftatmer eingebaut. Das Karussell kann aus dem Geräteraum herausgeklappt und danach frei nach links und rechts gedreht werden. Mittlerweile ist das Karussell aber nicht mehr mit Atemschutzgeräten bestückt. Das TLF ist lediglich mit einem Betriebsfunkgerät und nicht mit BOS-Funk ausgestattet. In Deutschland gibt es zumindest ein weiteres Tanklöschfahrzeug 8/18 auf dem eher unüblichen Straßenfahrgestell Iveco 75-16 A bei der Werkfeuerwehr Evonik in Witten. Vom Fahrzeug gezogener Anhänger: Fast baugleiches Tanklöschfahrzeug der WF Evonik Witten: Vielen Dank an die Betriebsfeuerwehr Treofan für den netten und interessanten Fototermin! |
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| Ausrüster | k.A. | ||
| Sondersignalanlage |
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| Besatzung | 1/2 | Leistung | 118 kW / 160 PS / 158 hp |
| Hubraum (cm³) | 6.086 | Zulässiges Gesamtgewicht (kg) | 7.495 |
| Tags | |||
| Eingestellt am | 31.05.2015 | Hinzugefügt von | Christopher Benkert |
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