Einsatzfahrzeug: AA 1454 - Police Grand-Ducale - SW
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| Funkrufname | AA 1454 - Police Grand-Ducale - SW | Kennzeichen | AA 1454 |
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| Standort | Europa (Europe) › Luxemburg (Luxembourg) › Administrations et Organisations d'Etat (Staatliche Verwaltungen und Organisationen) › Police Grand-Ducale (Großherzogliche Polizei) | ||
| Wache | Police Grand-Ducale - Unité de la Police de l'aéroport | Zuständige Leitstelle | k.A. |
| Obergruppe | Polizei | Organisation | Landespolizei |
| Klassifizierung | Geschützter Sonderwagen | Hersteller | Thyssen |
| Modell | TM-170 | Auf-/Ausbauhersteller | Thyssen |
| Baujahr | 1989 | Erstzulassung | 1989 |
| Indienststellung | 2004 | Außerdienststellung | k.A. |
| Beschreibung | Geschützter Sonderwagen (SW4) der Police Grand-Ducale (Großherzogliche Polizei), zum Zeitpunkt der Aufnahme stationiert bei der Unité de la Police de l'Aéroport am internationalen Flughafen Luxemburg (LUX; ELLX) in Findel im Kanton Luxemburg. Fahrgestell: Thyssen Die Fahrzeuge werden zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit bei gewalttätigen Demonstrationen und Kundgebungen eingesetzt. Sie dienen vorrangig dem Mannschaftstransport sowie dem Räumen von Blockaden. Bei größeren Kundgebungen können sie auch als Straßensperren eingesetzt werden. Technische Daten:
Ausstattung:
Besatzung: 1 + 1 + 7 Die Besatzung besteht aus einem Fahrer, einem Befehlsgeber und einer siebenköpfigen Mannschaft. Der Fahrer ist für alle Fahrzeugkomponenten zuständig. Laufbahn:
Wissenswertes: Im Januar 2014 kündigte das luxemburgische Modellbaugeschäft Lassner Sports & Fun aus Luxemburg-Stadt die Produktion des geschützten Sonderwagens SW4 der Police Grand-Ducale in streng limitierter Stückzahl an. Der deutsche Modellhersteller Rietze aus Altdorf bei Nürnberg stellt ein maßstabsgetreues Modell des SW4 der Police Grand-Ducale her. Das Modell ist im Maßstab H0 1/87 gestaltet und entspricht äußerlich gänzlich dem Fahrzeug. Alle vier Fahrzeuge werden hergestellt und unter folgenden Artikelnummern vertrieben: S1 (678611), S2 (678612), S3 (678613) und S4 (678614). Laut diversen Aussagen aus dem Fachhandel soll die Stückzahl der Produktion bei rund 150 Modellen pro Fahrzeug liegen. Mitte April 2014 wurden die Modelle ausgeliefert und zum Verkauf angeboten. Beschaffung: Nach den gewalttätigen Demonstrationen und Mobilisierungen von Stahlarbeitern in den Jahren 2003 und 2004 in Luxemburg-Stadt wurden seitens der Police Grand-Ducale ernsthafte Gedanken über die Anschaffung von mittelschweren und gepanzerten Geländefahrzeugen gemacht. Die Police Grand-Ducale, die bis dahin von solchen gewalttätigen Demonstrationen weitestgehend verschont geblieben war, hatte jedoch in den Jahren 2003 und 2004 antizipiert und im Rahmen internationaler Abkommen die Hilfe der belgischen Police Fédérale in Anspruch genommen. Damals war das Senningen-II-Abkommen noch nicht ratifiziert, weswegen die luxemburgischen Ordnungskräfte drei gepanzerte Sonderwagen auf Basis des Short Brothers Shorland S600 bei der Police Fédérale ausliehen. Die Fahrzeuge wurden mit luxemburgischen Kennzeichen versehen und waren mit luxemburgischen Besatzungen ausgestattet. Während dieser Zeit konnte die Police Grand-Ducale erste, sehr vielversprechende Erfahrungen mit den Fahrzeugen sammeln. Die Police Grand-Ducale interessierte sich nach diesen Demonstrationen sehr aktiv für die Anschaffung gleicher Fahrzeuge. Die Rede war von der Anschaffung von zehn Fahrzeugen. Der Kosten-Nutzen-Faktor machte hier jedoch einen Strich durch die Rechnung. Hohe Anschaffungskosten, gepaart mit einer geringen Einsatzfrequenz, ließen die Anschaffung nicht zu, und diese Richtung wurde schnell wieder fallengelassen. Fast zeitgleich hatte der deutsche Bundesgrenzschutz eine deutliche und konsequente Reduzierung seines SW-4-Fuhrparks beschlossen. So machte die deutsche Regierung der Police Grand-Ducale ein Angebot für den Kauf von vier geschützten Sonderwagen Thyssen TM-170. Die Fahrzeuge, allesamt mit Baujahr 1989, hatten zu diesem Zeitpunkt zwar bereits ein gewisses Alter, wiesen jedoch geringe Laufleistungen auf, da sie der Bundesgrenzschutzreserve angehörten. Die Police Grand-Ducale ließ sich dieses Angebot nicht entgehen und kaufte dem Bundesgrenzschutz die vier angebotenen Fahrzeuge ab. Die Fahrzeuge kamen gemeinsam nach den Demonstrationen im Jahr 2004 nach Luxemburg. Nach einer anfänglichen Laufzeit in den Originalfarben des Bundesgrenzschutzes wurden die Fahrzeuge nach und nach einer gründlichen Sanierung unterzogen. Dabei wurden auch bedeutende Anpassungen an die Bedürfnisse der Police Grand-Ducale vorgenommen. Die Fahrzeuge wurden allesamt in weißer Farbgebung gestaltet und erhielten das Corporate Design der Police Grand-Ducale. Um auf die Aufgabe der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung aufmerksam zu machen, wurden die Fahrzeuge zusätzlich an Front und Heck mit blauen Folien beklebt. In den Jahren 2013 und 2014 wurden die vier Fahrzeuge bei der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin einer gründlichen technischen Untersuchung unterzogen und dabei für die kommenden Jahre nochmals überarbeitet. Faktisch gehören die vier Fahrzeuge der Unité de Garde et d'Appui Opérationnel (UGAO), der luxemburgischen Bereitschaftspolizei, an. Zwei Fahrzeuge sind jedoch fest bei der Unité de la Police de l'Aéroport (Flughafenpolizei) am internationalen Flughafen Luxemburg (LUX; ELLX) stationiert. Sie können jedoch jederzeit von dort abgezogen werden. Unité de la Police de l'Aéroport: Die Unité de la Police de l’Aéroport (UPA) ist die auf den internationalen Flughafen Luxemburg-Findel spezialisierte Einheit der Police Grand-Ducale. Sie gehört organisatorisch zu den nationalen Einheiten der Direction Centrale de Police Administrative (DCPA) und stellt am Flughafen eine permanente polizeiliche Präsenz sicher. Eine wesentliche Aufgabe der UPA ist die Grenzkontrolle, da der Flughafen Findel für Luxemburg die einzige Außengrenze des Schengen-Raumes darstellt. Die Beamten kontrollieren die Reisedokumente von Reisenden bei Abflug und Ankunft aus beziehungsweise in Staaten außerhalb des Schengen-Raumes und führen bei Verdachtsmomenten weitergehende Kontrollen durch. Neben der Grenzkontrolle übernimmt die UPA die allgemeine polizeiliche Sicherheit auf dem Flughafengelände. Dazu gehören die Überwachung des Flughafengebiets und der Sicherheitsbereiche, Kontroll- und Filtermaßnahmen, Durchsuchungen sowie die Überwachung besonders sensibler Bereiche und Einrichtungen. Auch die Kontrolle des privaten Sicherheitspersonals am Flughafen sowie die Ausstellung beziehungsweise Kontrolle der erforderlichen Flughafenausweise gehören zum Aufgabenbereich. Damit übernimmt die Einheit Aufgaben, die über eine reine Passkontrolle deutlich hinausgehen und die gesamte polizeiliche Sicherheitsorganisation des Flughafens umfassen. Eine weitere Besonderheit ist die bei der UPA angesiedelte Dokumentenexpertise. Die dort eingesetzten Spezialisten überprüfen die Echtheit und Gültigkeit von Reise- und Identitätsdokumenten sowie Führerscheinen. Dieser Dienst steht nicht nur der Flughafenpolizei, sondern grundsätzlich sämtlichen Einheiten der Police Grand-Ducale zur Verfügung. Die UPA verfügt somit neben ihren klassischen Einsatzaufgaben auch über eine landesweit unterstützende Fachkompetenz im Bereich der Dokumentenprüfung. Darüber hinaus besitzt die UPA Aufgaben im Bereich der sogenannten „Police de l’air“. Sie ermittelt von Amts wegen bei Zwischenfällen und Unfällen, die sich am Flughafen Findel ereignen. Dies gilt außerdem für Unfälle oder Zwischenfälle mit Luftfahrzeugen von Fluggesellschaften luxemburgischen Rechts, unabhängig davon, wo sich der betreffende Unfall ereignet hat. Die UPA verfügt dadurch über eine besondere Zuständigkeit innerhalb der Police Grand-Ducale für polizeiliche Vorgänge mit Bezug zur zivilen Luftfahrt. Die Police Grand-Ducale: Die Police Grand-Ducale, auch Police Lëtzebuerg genannt, wurde am 1. Januar 2000 gegründet und am 18. Juli 2018 einer grundlegenden Reform unterzogen. Sie steht unter der Aufsicht des Ministers für innere Sicherheit. Die Neugründung entstand aus der Fusion der damaligen Police und der Großherzoglichen Gendarmerie zu einer einzigen Einheit. Seit der Reform vom 18. Juli 2018 gliedert sich die Police Grand-Ducale neu und ist nunmehr nur noch in vier Polizeiregionen unterteilt. Die Führung übernimmt der Generaldirektor, welche von vier Zentraldirektionen darunter die Direction Centrale de Police Administrative (DCPA), die Direction Centrale de Police Judiciaire (DCPJ), die Direction Centrale de Ressources et de Compétences (DCRC) und die Direction Centrale des Stratégies et des Performances (DCSP) unterstützt wird. Der Direction Centrale de Police Administrative (DCPA) unterstehen dazu noch vier Nationale Einheiten darunter die Unité de Police de la Route (UPR), die Unité de Police à l’Aéroport (UPA), die Unité de Garde et d'Appui Opérationnel (UGAO) und die Unité Spéciale de la Police (USP), die alle unterstützende und Spezialaufgaben übernehmen. Die breite Basis der Police Grand-Ducale bilden die vier Polizeiregionen mit ihren insgesamt 56 Polizeikommissariaten, die landesweit flächendeckend verteilt sind. Die vier Polizeiregionen wurden auf Basis der zwei Gerichtsbezirke des Großherzogtums festgelegt und gliedern sich wie folgt:
Jede Polizeiregion besteht aus einer Regionaldirektion, einer fest definierten Anzahl an Commissariats à 3 roulements (C3R), welche 24/7 erreichbar sind und einer fest definierten Anzahl an Commissariats à 2 roulements (C2R), welche Wochentags zwischen 7.00 Uhr und 21.00 Uhr erreichbar sind. Jede Polizeiregion verfügt außerdem über einen Service Régional de Police de la Route (SRPR) und einen Service Régional de Police Spéciale (SRPS). Die Police Grand-Ducale zählt 2.360 Bedienstete in seinen Reihen. |
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| Ausrüster | k.A. | ||
| Sondersignalanlage |
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| Besatzung | 1/8 | Leistung | 124 kW / 169 PS / 166 hp |
| Hubraum (cm³) | 5.638 | Zulässiges Gesamtgewicht (kg) | 11.200 |
| Tags | |||
| Eingestellt am | 16.09.2026 | Hinzugefügt von | Jérôme Biondi |
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