Einsatzfahrzeug: Mercedes-Benz Unimog U 5023 - WAS - KTW-4 gl (Prototyp)

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| Funkrufname | Mercedes-Benz Unimog U 5023 - WAS - KTW-4 gl (Prototyp) | Kennzeichen | k.A. |
|---|---|---|---|
| Standort | Sonstiges › Leih-, Messe- und Vorführfahrzeuge | ||
| Wache | Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe | Zuständige Leitstelle | k.A. |
| Obergruppe | SEG/KatS | Organisation | Sonstige |
| Klassifizierung | Krankentransportwagen 4-Tragen | Hersteller | Mercedes-Benz |
| Modell | Unimog U 5023 | Auf-/Ausbauhersteller | Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeuge (WAS) |
| Baujahr | 2026 | Erstzulassung | k.A. |
| Indienststellung | k.A. | Außerdienststellung | k.A. |
| Beschreibung | Prototyp des geländegängigen Krankentransportwagen 4 Tragen (KTW-4 gl) der Medizinischen Task Forces (MTF) Fahrgestell: Mercedes-Benz Unimog U 5023 („Baumuster 437.43712“) Technische Daten:
Ausstattung:
Beladung:
Mit einem neu konzipierten geländegängigen Krankentransportwagen 4 Tragen (KTW-4 gl) will das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) die Fähigkeiten der Teileinheiten Patiententransport seiner deutschlandweit aufgestellten Medizinischen Task Forces (MTF) erweitern. Anders als sein historischer Vorgänger soll der neue KTW-4 nicht die Hauptlast des Patiententransportes tragen. Diese Aufgabe bleibt bei den auf bis zu zwei liegende Patienten ausgelegten Krankentransportwagen Typ B (KTW-B), bzw. den KTW-B Zivilschutz (ZS) als deren geländefähige Nachfolger. Der neue KTW-4 ist für den Patiententransport aus schwerem Gelände oder aus überfluteten Bereichen hinaus bestimmt. Um diese Aufgaben zu bewältigen muss der neue KTW-4 gl geländegängig sein und eine große Wattiefe besitzen. Sind die Patienten mit dem KTW-4 gl aus dem für straßen- oder geländefähige Rettungsmittel unzugänglichen Gelände heraus transportiert übernehmen die etablierten KTW-B, bzw. KTW-B ZS den weiteren Transport. Deswegen ist zunächst auch nur die Anschaffung von 61 KTW-4 gl geplant – also jeweils ein Fahrzeug pro MTF in Deutschland. Den Zuschlag für die erste Serie von neuen KTW-4 auf Mercedes-Benz Unimog U 5023 erhielt Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeug (WAS). Den ersten Prototypen des KTW-4 gl konnte das BBK auf seinem Stand auf der Interschutz im Sommer 2026 zeigen. Die Auslieferung der ersten Serienfahrzeuge ist ab 2027 geplant. Durch sein Unimog-Fahrgestell vom Typ U 5023 besitzt der KTW-4 gl die für seine Aufgaben nötige Geländegängigkeit und Watfähigkeit. Aus der Kombination von Allradantrieb, drei Differentialsperren und Portalachsen sowie grobstolliger Einzelbereifung ergeben sich hervorragende Fahreigenschaften im schweren Gelände. Die beim Unimog ohnehin schon große Wattiefe von 800 Millimetern wird durch weitere Umrüstungen, wie beispielsweise hochgezogene Luftansaugung und Abgasanlage am Motor, sogar auf 1.200 Millimeter erhöht. Im Bezug auf die Watfähigkeit des Unimogs kommt der Dachluke in der zweisitzigen Fahrerkabine eine besondere Rolle zu. Sie kann nicht nur zur Beobachtung des Umfeldes genutzt werden, sondern ist auch explizit als Notausstieg nach oben in extremen Überflutungssituationen gedacht. Für derartige Szenarien besitzt auch der Kofferaufbau mit dem Behandlungsraum einen Notausstieg in Form einer Dachluke. Der durch das große Unimog-Fahrgestell sehr großzügige Kofferaufbau des KTW-4 gl beherbergt den für das Fahrzeug zentralen Behandlungsraum und kann von drei Seiten aus betreten werden. Das komplette Heck wird durch eine große Tür mit zwei Flügeln eingenommen. Eine weitere deckenhohe Türe besitzt der Aufbau auf der rechten Seite. Auch gegenüber hat der Aufbau eine Tür, die jedoch deutlich niedriger ausfällt und in erster Linie der Geräteentnahme dient. Wegen der Höhe des Unimog-Fahrgestells lassen sich an allen Türen Aufstiegshilfen unter dem Aufbau herausziehen. An den Seitentüren sind die kurze Leitern, am Heck sogar eine Breite und bis auf den Boden reichende Treppe. Betritt man den Aufbau des KTW-4 gl vom Heck her, so steht man direkt zwischen den symmetrisch aufgebauten Transportsystemen für liegende oder sitzende Patienten. Links und rechts gibt es auf Bodenniveau eine zum Heck hin ausziehbare Krankentragenhalterung. Über dieser ist an der Wand eine klappbare Sitzbank angebracht. Auf ihr können bis zu drei Personen Platz nehmen und mit Beckengurten anschnallen. Wird die Sitzbank benötigt, lässt sie sich mit wenigen Handgriffen von der Wand über die untere Krankentragenhalterung klappen. Wiederum oberhalb der Sitzbank ist an der Wand eine weitere Krankentragenhalterung angeschlagen. Auch diese lässt sich zum einfacheren Be- und Entladen nach hinten hin ausziehen. Mit zwei zusätzlichen Stützen zur Raummitte hin wird das Gewicht, mit dem die Halterung durch Trage und Patient belastet wird, zusätzlich abgefangen. Je nach Konfiguration können in dem KTW-4 gl wahlweise bis zu vier liegende oder bis zu sechs sitzende Patienten transportiert werden. Denkbar ist auch eine gemischte Nutzung mit bis zu zwei liegenden und bis zu drei sitzenden Patienten. Die Stirnwand des Behandlungsraums wird durch eine Schrankwand mit zwei mittig eingelassenen Sitzplätzen für das Betreuungspersonal eingenommen. Rechts von den Betreuersitzen sind in einem offenen Regal die verschiedenen Notfallrucksäcke verladen. Über eine Klappe können diese auch von außen entnommen werden. Auch an dieser Klappe gibt es eine ausziehbare Leiter als Entnahmehilfe. Anders als bei einem konventionellen Rettungs- oder Krankentransportwagen gibt es beim KTW-4 gl keine unmittelbare Verbindung zwischen Fahrerkabine und Behandlungsraum. Um dennoch eine Kommunikation zwischen beiden Fahrzeugteilen zu gewährleisten ist der KTW-4 gl mit einem Kamerasystem und einer Gegensprechanlage ausgestattet. |
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| Ausrüster | k.A. | ||
| Sondersignalanlage |
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| Besatzung | 1/3 | Leistung | 170 kW / 231 PS / 228 hp |
| Hubraum (cm³) | 5.123 | Zulässiges Gesamtgewicht (kg) | 12.500 |
| Tags | |||
| Eingestellt am | 08.09.2026 | Hinzugefügt von | Christopher Benkert |
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