Einsatzfahrzeug: Oud-Heverlee - Defensie van België - Landmacht - DOVO/SEDEE - IEDD-EKW

Einsatzfahrzeug-ID: V225141 Weiteres Foto hochladen
| Funkrufname | Oud-Heverlee - Defensie van België - Landmacht - DOVO/SEDEE - IEDD-EKW | Kennzeichen | 72117 |
|---|---|---|---|
| Standort | Europa (Europe) › Belgien (Belgium) › La Défense belge/Defensie van België (Streitkräfte) › Force Terrestre/Landmacht (Heer) | ||
| Wache | Defensie van België - Landcomponent - Dienst voor de Opruiming en Vernietiging van Ontploffingstuigen Camp van Oud-Heverlee | Zuständige Leitstelle | k.A. |
| Obergruppe | Sonstige | Organisation | Militär |
| Klassifizierung | sonstiges Fahrzeug Sonstige | Hersteller | Mercedes-Benz |
| Modell | Sprinter 516 CDI | Auf-/Ausbauhersteller | Autographe |
| Baujahr | 2012 | Erstzulassung | 2012 |
| Indienststellung | 2013 | Außerdienststellung | k.A. |
| Beschreibung | Improvised Explosive Device Disposal Entschärferkraftwagen (IEDD-EKW) der Defensie van België / La Défense Belge, Landmacht / Force Terrestre, stationiert beim Dienst voor de Opruiming en Vernietiging van Ontploffingstuigen (DOVO) / Service d'Enlèvement et de Destruction d'Engins Explosifs (SEDEE) bei der Kompanie Meerdaal am Kwartier Meerdaal in Oud-Heverlee in der Provinz Vlaams-Brabant. Fahrgestell: Mercedes-Benz Das Fahrzeug ist der Kompanie Meerdaal des Dienst voor de Opruiming en Vernietiging van Ontploffingstuigen (DOVO) / Service d’Enlèvement et de Destruction d’Engins Explosifs (SEDEE) aus Oud-Heverlee zugeteilt und kommt von dort aus in ganz Belgien zum Einsatz. Es wird zur Erkennung, Identifizierung, Neutralisierung und Entsorgung unkonventioneller Sprengsätze genutzt. Technische Daten:
Ausstattung:
Beladung:
Der Mercedes-Benz Sprinter beim belgischen DOVO/SEDEE: Der Dienst voor de Opruiming en Vernietiging van Ontploffingstuigen (DOVO) / Service d’Enlèvement et de Destruction d’Engins Explosifs (SEDEE) der belgischen Streitkräfte setzt seit vielen Jahren den Mercedes-Benz Sprinter in sehr verschiedenen Varianten ein. DOVO/SEDEE nutzt den Sprinter sowohl als Explosive Ordnance Disposal-Entschärferkraftwagen (EOD-EKW) als auch als Improvised Explosive Device Disposal-Entschärferkraftwagen (IEDD-EKW). Die deutlich seltenere Variante des Mercedes-Benz Sprinters sind die EOD-EKW. Diese Fahrzeuge auf Mercedes-Benz Sprinter 516 CDI 4x4-Fahrgestellen sind mit einem festen Kofferaufbau und kombiniertem Pritschenaufbau aufgebaut. Sie dienen vorrangig zur Entschärfung von Weltkriegsmunition sowie zu deren Abtransport. Die Fahrzeuge wurden durch die Iveco-EOD-EKW fast gänzlich ersetzt. Heute finden sich jedoch noch einzelne Fahrzeuge an den verschiedenen Standorten wieder. Deutlich länger und vielfältiger ist dagegen die Nutzung der IEDD-EKW beim Dienst voor de Opruiming en Vernietiging van Ontploffingstuigen (DOVO) / Service d’Enlèvement et de Destruction d’Engins Explosifs (SEDEE). Eine erste Generation wird um das Jahr 2000 angeschafft. Die Mercedes-Benz 516 CDI-Fahrgestelle werden von Autographe ausgebaut und sind als klassische Kastenwagen konzipiert. Die erste Beschaffung umfasst sechs Fahrzeuge. Die zweite Generation wird 2012 angeschafft. Diesmal fällt die Wahl auf die facegeliftete Variante des Mercedes-Benz 516 CDI. Auch hier ist Autographe der Ausbauer, und die Landmacht / Force Terrestre beschafft erneut sechs Einsatzfahrzeuge. Eine Zeit lang befinden sich beide Fahrzeuggenerationen gleichzeitig im Einsatz, bis die erste Generation nach und nach bis 2015 ausgemustert wird. Eine weitere Variante des Mercedes-Benz Sprinters erscheint beim Dienst voor de Opruiming en Vernietiging van Ontploffingstuigen (DOVO) / Service d’Enlèvement et de Destruction d’Engins Explosifs (SEDEE) im Jahr 2017. Die EOD-Taucher beschaffen eine Reihe von Mercedes-Benz Sprinter 519 BlueTEC 4x4. Hier wählt die Landmacht / Force Terrestre Fahrzeuge in Halbbusvariante mit langem Radstand. Die EOD-Tauchkraftwagen werden von den Tauchern des DOVO/SEDEE zur Entschärfung von Weltkriegsmunition in Flüssen, Seen und Bächen eingesetzt und sind entsprechend mit Tauchausrüstung ausgestattet. Zudem dienen sie als Zugfahrzeuge für Mehrzweckboote. Im Jahr 2025 beschafft die Landmacht / Force Terrestre neue IEDD-EKW. Die Wahl fällt diesmal auf den Mercedes-Benz Sprinter 519 CDI. Dieses Mal geht die Landmacht / Force Terrestre neue Wege und beschafft keine klassischen Kastenwagen, sondern Fahrzeuge mit Kofferaufbau. Autographe bleibt dabei weiterhin als Ausbauer tätig, und die Stückzahl der Beschaffung liegt ebenfalls bei sechs Einsatzfahrzeugen. Die Fahrzeuge verfügen im Innenraum des Kofferaufbaus über eine räumliche Trennung zwischen Werkstattbereich und Ladebereich. Die zweite Generation der Sprinter bleibt trotz der Beschaffung der neuen Fahrzeuge weiterhin im Einsatz. Es ist davon auszugehen, dass auch künftig für eine gewisse Zeit parallel auf zwei Fahrzeuggenerationen gesetzt wird. Dienst voor de opruiming en vernietiging van ontploffingstuigen (DOVO) / Service d'Enlèvement et de Destruction d'Engins Explosifs (SEDEE): Der Dienst voor de Opruiming en Vernietiging van Ontploffingstuigen (DOVO) / Service d'Enlèvement et de Destruction d'Engins Explosifs (SEDEE) ist die Kampfmittelbeseitigungsgruppe der belgischen Streitkräfte. Die Gruppe entstand 1918, direkt gegen Ende des Ersten Weltkrieges, und wurde erst 1923 zu einem festen Bestandteil und einer permanenten Einheit der belgischen Streitkräfte. Angegliedert ist die Gruppe seitdem dem Heer (Force Terrestre / Landmacht). Die Einheit wird durch einen Major geleitet und zählt in Belgien 291 Bedienstete. Strukturell ist das Personal auf drei Kompanien in Militärstützpunkten von Oud-Heverlee mit seinen beiden Außenstellen in Elsenborn und Leopoldsburg sowie in Langemark-Poelkapelle und am Marinestützpunkt in Zeebrugge verteilt. Die Hauptführung des DOVO / SEDEE befindet sich im Kwartier Meerdaal in Oud-Heverlee. Die Schule des DOVO / SEDEE befindet sich ebenfalls im Kwartier Meerdaal in Oud-Heverlee. Zu den Hauptaufgaben des DOVO / SEDEE gehört die Entschärfung von Blindgängern, wobei jede Kompanie ein Spezialgebiet hat. Jede der drei Kompanien ist mit der klassischen EOD-Entschärfung (Explosive Ordnance Disposal) von alter Weltkriegsmunition vertraut. Die Spezialgebiete wurden auf die drei Kompanien verteilt: Die Kompanie Meerdaal ist auf die IEDD-Entschärfung (Improvised Explosive Device Disposal) bei der Terrorismusbekämpfung spezialisiert, die Kompanie Poelkapelle ist auf die Entschärfung von chemischen und toxischen Kampfmitteln spezialisiert, und die Kompanie Kust ist auf die Unterwasserentschärfung von Weltkriegsmunition in der Nordsee spezialisiert. Der DOVO / SEDEE wird vorrangig beim Fund von Munition aus den beiden Weltkriegen alarmiert und ist für deren Entschärfung, Abtransport und Entsorgung zuständig. In Fällen, in denen die Munition nicht abtransportiert oder vor Ort entschärft werden kann, ist der DOVO / SEDEE auch dafür zuständig, diese am Fundort durch gezielte Sprengungen unschädlich zu machen. Der DOVO / SEDEE rückt jährlich zu 3.700 Einsätzen aus und entsorgt im Schnitt jährlich 200 Tonnen Munition der unterschiedlichsten Art. Landmacht / Force Terrestre: Die Landmacht / Force Terrestre ist eine von vier Teilstreitkräften der belgischen Streitkräfte (La Défense Belge / Defensie van België). Sie ist mit 12.500 Mann die größte Teilstreitkraft der belgischen Streitkräfte und stellt die Heereskomponente dar. Der Führungsstab der Teilstreitkraft (COMOPSLAND) befindet sich im Hauptquartier der belgischen Streitkräfte in Evere in der Region Brüssel-Hauptstadt. Der Landmacht / Force Terrestre unterstehen eine motorisierte Brigade, ein Regiment Spezialkräfte und weitere Unterstützungstruppen wie die Military Police Group (MP Gp), die Kampfmittelbeseitigungs-Gruppe (DOVO / SEDEE), die Movement Control Group (MovCon Gp), die Civil-Military Engagement Group (Ci-MEG), zwei Fernmeldegruppen und ein Logistikbataillon. Kwartier Meerdaal in Oud-Heverlee: Das Kwartier Meerdaal in Oud-Heverlee ist einer der bedeutendsten Standorte des belgischen Kampfmittelbeseitigungsdienstes Dienst voor de Opruiming en Vernietiging van Ontploffingstuigen (DOVO) / Service d'Enlèvement et de Destruction d'Engins Explosifs (SEDEE) und fungiert als dessen organisatorisches und operatives Hauptzentrum. Der Standort liegt südlich von Leuven im ausgedehnten Waldgebiet des Meerdaalbos und gehört zur Landmacht / Force Terrestre der La Défense Belge / Defensie van België. Der DOVO/SEDEE ist die nationale Fachstelle Belgiens für die Identifizierung, Sicherung, Entschärfung und Vernichtung von explosiven Kampfmitteln. Die Einheit übernimmt sowohl militärische als auch zivile Aufgaben und wird bei Kampfmittelfunden, Bombendrohungen, verdächtigen Gegenständen sowie bei Einsätzen mit improvisierten Sprengvorrichtungen (IED) alarmiert. Innerhalb dieser Struktur bildet das Kwartier Meerdaal das Führungs-, Ausbildungs- und Kompetenzzentrum des Dienstes. Historisch entwickelte sich der Standort aus militärischen Depot- und Lageranlagen, die aufgrund ihrer abgeschiedenen Lage im Waldgebiet ideale Voraussetzungen für den Umgang mit gefährlichen Stoffen und Munition boten. Im Laufe der Zeit wurde das Quartier zu einem hochspezialisierten Zentrum für Explosive Ordnance Disposal (EOD) ausgebaut. Heute befinden sich dort die zentrale Führung des DOVO/SEDEE, Verwaltungsbereiche, Ausbildungsanlagen, technische Werkstätten sowie Teile der spezialisierten Einsatzkräfte. Ein Schwerpunkt des Standorts liegt auf der Bekämpfung moderner explosiver Bedrohungen. Hierzu gehören insbesondere improvisierte Sprengvorrichtungen (Improvised Explosive Devices – IED), terroristische Bedrohungen sowie komplexe Sprengstofflagen. Die Spezialisten des DOVO/SEDEE werden regelmäßig von Polizei, Justiz und anderen Sicherheitsbehörden angefordert, wenn verdächtige Gegenstände untersucht oder entschärft werden müssen. Darüber hinaus unterstützt die Einheit belgische Streitkräfte bei nationalen und internationalen Einsätzen. Das Kwartier Meerdaal ist zugleich ein bedeutendes Ausbildungszentrum. Hier werden EOD-Spezialisten ausgebildet und fortlaufend trainiert. Für diese Aufgaben verfügt der Standort über moderne Ausbildungs- und Übungsanlagen, technische Labore, Simulationsbereiche und Werkstätten. Auch die Wartung und Erprobung von Spezialgeräten erfolgt teilweise in Meerdaal. Im belgischen DOVO/SEDEE-System ergänzt das Kwartier Meerdaal den Standort Poelkapelle (Kwartier Steenstraat). Während Poelkapelle schwerpunktmäßig für die Bearbeitung und Vernichtung großer Mengen historischer Munition sowie chemischer Kampfstoffe aus den Weltkriegen zuständig ist, konzentriert sich Meerdaal stärker auf Führung, Ausbildung, Einsatzplanung und die Bewältigung aktueller Bedrohungen durch Sprengstoffe und IEDs. Insgesamt stellt das Kwartier Meerdaal das strategische Herzstück des belgischen Kampfmittelbeseitigungsdienstes dar. Durch seine Funktionen als Führungs-, Ausbildungs- und Kompetenzzentrum besitzt es eine zentrale Bedeutung für die nationale Sicherheit Belgiens und die Fähigkeit der Streitkräfte, auf explosive Gefahrenlagen im In- und Ausland zu reagieren. ----- Unité Mobile de Déminage IEDD (UMD-IEDD) de La Défense Belge / Defensie van België, Force Terrestre / Landmacht, basé auprès du Service d'Enlèvement et de Destruction d'Engins Explosifs (SEDEE) / Dienst voor de Opruiming en Vernietiging van Ontploffingstuigen (DOVO) à la compagnie Meerdaal au Quartier Meerdaal à Oud-Heverlee en province du Brabant flamand sur base d'un Mercedes-Benz Sprinter 516 CDI équipé par Autographe. |
||
| Ausrüster | Rauwers GmbH | ||
| Sondersignalanlage |
|
||
| Besatzung | 1/1 | Leistung | 120 kW / 163 PS / 161 hp |
| Hubraum (cm³) | 2.143 | Zulässiges Gesamtgewicht (kg) | 5.000 |
| Tags | |||
| Eingestellt am | 17.05.2026 | Hinzugefügt von | Jérôme Biondi |
| Aufrufe | 572 | ||
Korrektur-Formular
Sollten Sie in den Beschreibungen oder Fahrzeugdaten einen Fehler finden, weitere sachdienliche Informationen zum Fahrzeug besitzen oder einen Verstoß gegen das Urheberrecht melden wollen, dann benutzen Sie bitte das Korrekturformular. Wir bitten Sie darum, nur gesicherte Angaben zu machen, denn spekulative Informationen kosten das Admin-Team nur Zeit, die von uns besser verwendet werden kann.








