Einsatzfahrzeug: 0719 (c/n: 370719) - Kryštof 07
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| Funkrufname | 0719 (c/n: 370719) - Kryštof 07 | Kennzeichen | 0719 |
|---|---|---|---|
| Standort | Europa (Europe) › Tschechische Republik (Czech Republic) | ||
| Wache | Region Plzeň LRZ Plzeň - Kryštof 7 | Zuständige Leitstelle | k.A. |
| Obergruppe | Rettungsdienst | Organisation | Militär |
| Klassifizierung | Rettungshubschrauber | Hersteller | PZL-Swidnik |
| Modell | W-3A (LBA: 3062) | Auf-/Ausbauhersteller | Behördenversion |
| Baujahr | 1996 | Erstzulassung | 1996 |
| Indienststellung | 1997 | Außerdienststellung | k.A. |
| Beschreibung | Eine der von der tschechischen Armee als RTH Kryštof 07 eingesetzten vier Maschinen (0715, 0717, 0718 und 0719). Einsatzbereich: Besatzung: 2 Piloten / 1 Bordingenieur / 1 Notarzt / 1 Paramedic Tagsüber hat die Besatzung ein Zeitfenster von vier Minuten zwischen Alarmierung und Start, sie deckt die Regionen Pilsen und Karlsbad ab. In der Nacht steht die Maschine für Sekundärtransport im ganzen Land zur Verfügung, die maximale Zeit zwischen Alarmierung und Start beträgt dann zehn Minuten. Optik: Die in Polen von PZL-Swidnik gefertigte Maschine gehört zur 233. SAR-Hubschrauberstaffel. Geschichte der Luftrettung in der Tschechischen Republik Die Luftrettung in der Tschechischen Republik geht zurück bis auf den 27. August 1956. An diesem Tag wurde in der damaligen Tschechoslowakei erstmals ein Verletzter mit einem Helikopter (Mi-4) aus Terezín (Theresienstadt) zur medizinischen Behandlung nach Prag geflogen. Zusätzlich zu sporadischen Hubschraubereinsätzen wurden zwischen 1965 und 1985 auch Flugzeuge des Typs Let L-200 Morava zur Patientenbeförderung im Rahmen von Verlegungen eingesetzt. Schon im Jahr 1965 wurden mit diesen Flugzeugen im Rahmen des ČSA-Aerotaxi 960 Patienten befördert. Der Probebetrieb für eine regelhafte Luftrettung mit Hubschraubern wurden dann jedoch erst 1987 zunächst in Prag mit einem Helikopter vom Typ Mi-2 aufgenommen. Dieser Maschine mit dem Rufnamen Kryštof 1 folgten weitere Maschinen und Luftrettungszentren (LRZ) im ganzen Land. Heute (2012) gibt es in der Tschechischen Republik folgende LRZ: Kryštof 1 - Praha (Polizei) Die Lücken in der Nummerierung sind auf die bei der Staatsteilung 1993 in der Slowakei verbliebenen Rufnamen zurückzuführen. Bis 1994 gab es darüber hinaus in der Tschechischen Republik noch den Kryštof 17 in der Stadt Havlíčkův Brod, der Betrieb des LRZ wurde jedoch eingestellt. Im Gegensatz zur Luftrettung in Deutschland werden die Hubschrauber dort nur in Ausnahmefällen in Stadtgebieten eingesetzt. Die Besatzung der Prager Maschine etwa besetzt bei Einsätzen in unmittelbarer Nähe des Stützpunktes stattdessen ein zur Verfügung stehendes NEF. Der weit überwiegende Teil der Einsätze betrifft das dünner besiedelte ländliche Gebiet mit weiteren Anfahrtswegen für bodengebundene Rettungsmittel. Zum Einsatz kommen in der Luftrettung heute (2012) überwiegend moderne Maschinen der Firmen Eurocopter und Bell. Die Polizei der Tschechischen Republik setzt nahezu ausschließlich Maschinen vom Typ EC 135 T2 ein, die Firma Delta System Air (DAS) Maschinen der Typen EC 135 T1, EC 135 T2 und EC 135 T2+. Die Firma Alfa-Helicopter hat neben EC 135 T2+ auch Maschinen der Firma Bell (206 L4T und 427) in Gebrauch. Eine Ausnahme bildet die Tschechische Luftwaffe, die von ihrem Stützpunkt bei Pilsen ausschließlich mit SAR-Maschinen aus polnischer Produktion vom Typ W-3A Sokol (PZL-Swidnik) fliegt. Diese Maschinen kommen auch als SAR-Maschinen vom Militärstützpunkt Prag-Kbely aus zum Einsatz. (Lars Kocherscheid-Dahm) Ausstattung:
Geschichte und Technik der PZL W-3 Sokół: Die Entwicklung der PZL W-3 Sokół (dt. Falke) wurde bereits Anfang der 1970er Jahre begonnen. Damals unterzeichnete Polen mit der früheren UdSSR einen Vertrag zur Entwicklung und Konstruktion eines gemeinsamen mittleren Mehrzweckhubschraubers. Die Entwicklungsarbeiten begannen 1973 und dauerten die 1970er-Jahre über an. Der erste Mock-Up der Maschine konnte 1976 vorgestellt werden. Bis zum Erstflug dauerte es jedoch noch bis zum 16. November 1979. Sechs Prototypen wurden damals hergestellt und zu Testzwecken und Flügen genutzt. Nach dem erfolgreich abgeschlossenen Test schleppte jedoch die Serienproduktion der Maschine eine Zeit lang, so dass zwischen 1979 und 1985 nur sehr wenige Stückzahlen vom Band liefen. Erst ab 1985 lief die Serienproduktion der Maschine an und größere Stückzahlen konnten gebaut werden. Die ersten Kunden der Maschine waren Polen und vor allem die Staaten des Ostblocks. Mit der Auflösung des Warschauer Paktes im Jahre 1989 konnte PZL-Świdnik seinen Markt auf den Westen eröffnen. Zu diesem Zweck wurde am 30. Juli 1992 die verbesserte und aufbereitete PZL W-3A Sokół präsentiert. Die Maschine erhielt im Mai 1993 die Zertifizierung der FAA und konnte fortan vertrieben werden. Die aktuelle Version W-3A2, welche die polnische Zulassung am 7. März 2003 erhielt, verfügt über ein EFIS, einen 4-Achsen-Autopilot, der zusammen mit dem GPS in der Lage ist, eine vorgesehene Route selbstständig zu fliegen. Auch ist für Rettungs- und Transportaufgaben ein automatisches Fliegen auf der Stelle möglich. Bis zum 13. September 2005 waren in acht Serien insgesamt 146 Maschinen und fünf Kabinen des W-3 gebaut worden. Die Maschine wird heute noch sowohl zivil als auch militärisch angeboten. Von der zivilen Version gab es bis heute 5 verschiedene Modelle und von der militärischen Version insgesamt 11 Modelle. Der PZL W-3 Sokół ist der erste Hubschrauber, der komplett in Polen entwickelt und gefertigt wurde. Die Maschine ist, bis auf die Rotorblätter von Haupt- und Heckrotor, konventionell aus Metall gefertigt. Das Fahrwerk ist nicht einziehbar. Die Maschine verfügt über zwei Gasturbinen als Antrieb des vierblätterigen, aus Glasfaser-Verbundwerkstoff gefertigten Rotors. Der Rotor verfügt über ein Enteisungssystem. Der zulässige Temperaturbereich für den PZL W-3 liegt dabei zwischen −40 und +43 °C. Leistungsmerkmale:
Typ: W-3A Sokol |
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| Ausrüster | k.A. | ||
| Sondersignalanlage | k.A. | ||
| Besatzung | 1/4 | Leistung | k.A. |
| Hubraum (cm³) | k.A. | Zulässiges Gesamtgewicht (kg) | 6.400 |
| Tags |
k.A.
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| Eingestellt am | 16.03.2008 | Hinzugefügt von | David Modrý |
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