Einsatzfahrzeug: Courmayeur - TMB GEIE DST - GTLF-Tunnel - 2

Courmayeur - TMB GEIE DST - GTLF-Tunnel - 2
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Einsatzfahrzeug-ID: V229635 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname Courmayeur - TMB GEIE DST - GTLF-Tunnel - 2 Kennzeichen k.A.
Standort Europa (Europe) › Italien (Italy) › Regione Autonoma Valle d'Aosta (Autonome Region Aostatal) › Unioni dei Comuni valdostani Valdigne-Mont-Blanc (Union Aostataler Gemeinde Valdigne-Mont-Blanc)
Wache TMB GEIE DST - Wache Italien Zuständige Leitstelle k.A.
Obergruppe Feuerwehr Organisation Werkfeuerwehr
Klassifizierung Großtanklöschfahrzeug Hersteller Scania
Modell L 360 Auf-/Ausbauhersteller BAI
Baujahr 2026 Erstzulassung 2026
Indienststellung 2026 Außerdienststellung k.A.
Beschreibung

Véhicules de Soutien aux Intervenants (VSI) / Veicolo Speciale Antincendio per Tunnel (VSAT) / Großtanklöschfahrzeug-Tunnel (GTLF-Tunnel) des Tunnel du Mont-Blanc Groupement Européen d'Intérêt Économique / Traforo del Monte Bianco Gruppo Europeo di Interesse Economico (TMB GEIE) Département Sécurité et Trafic / Dipartimento Sicurezza e traffico (DST)

Fahrgestell: Scania L360 8x2*6
Aufbau: BAI
Aufbautyp: VSAT 13000 S
Baujahr: 2026

Technische Daten:

  • Antrieb: Straßenantrieb (8x2)
  • Getriebe: Automatikgetriebe Allison HD4500
  • Lenkung: 1., 2. und 4. Achse gelenkt
  • Länge/Breite/Höhe: 9.400/2.550/3.400 mm
  • Wendekreis: 9.300 mm

Feuerlöschkreiselpumpe:

  • Typ: FPN 10-4500 mit FPH 40-400
  • Hersteller: BAI
  • Förderleistung Normaldruck: 4.500 l/min bei 10 bar
  • Förderleistung Hochdruck: 400 l/min bei 40 bar
  • Schaumzumischung: Elektro-Mechanisches Zumischanlage BAI ATP-E, Druckluftschaumanlage BAI CAFS LEVIA 1600 und Druckzumischanlage BAI SMPP 30
  • Besonderheit: Pumpengehäuse aus Bronze, Pumpenbedienstände in der Kabine und im Geräteraum G2, Pump-and-Roll-Betrieb bis 40 km/h

Löschmittel:

  • Wasser: 12.000 l
  • Schaummittel Class A: 500 l
  • Schaummittel Class B: 850 l

Ausstattung:

  • Kollisionswarner an der Front
  • Wärmebildkamera unter der Windschutzscheibe
  • Radarassistenzsystem BAI
  • 360°-Kamerasystem
  • Umfeldbeleuchtung
  • Selbstschutzanlage für Wasser oder Schaum am Fahrerhaus, Aufbau, entlang des Unterbodens und an den Reifen
  • Front-Schaum- und Wasserwerfer BAI Idra 2, Durchfluss: 900 l/min
  • Dach-Schaum- und Wasserwerfer BAI IDA 3, Durchfluss: 1.600 l/min
  • Hochdruckschnellangriff mit 40 m formstabilem Druckschlauch auf herausklappbarem Gestell im Geräteraum G2
  • Staufach für Schlauchpaket in der Stoßstange
  • 2 Schlauchbetten auf dem Aufbaudach mit Verlegesystem am Heck, maximale Verlegegeschwindigkeit: 15 km/h
  • Schlauchhaspel auf Auszug im Geräteraum G1
  • Gasmessgerät in der Kabine, fest verbaut
  • Atemschutz- und Kabinenüberdrucksystem
  • Grüne Unterbodenbeleuchtung
  • Hygieneboard

Beladung:

  • Rüstsatz Holmatro Pentheon bestehend aus Kombigerät mit Akku
  • Brechwerkzeug Holmatro T1
  • Halligan-Tool
  • 320 m B-Druckschlauch in den Schlauchbetten auf dem Aufbaudach
  • 80 m B-Druckschlauch auf Schlauchhaspel im Geräteraum G1
  • 3 B-Druckschläuche
  • 2 C-Druckschläuche
  • 2 Schlauchpakete mit C-Druckschlauch
  • 2 C-Hohlstrahlrohre
  • Kleinlöschgeräte
  • Be- und Entlüftungsgerät Ramfan mit 2 Lutten Quick-Couple Canister
  • 3 Pressluftatmer in der Kabine
  • 2 Teleskopleitern

Nach Janus und Proteus kommt Artemis

Auf den bedeutungsvollen Namen Artemis hört die im Jahr 2026 eingeführte dritte Generation von Tunnellöschfahrzeugen beim Département Sécurité et Trafic / Dipartimento Sicurezza e traffico (DST) der Tunnel du Mont-Blanc Groupement Européen d'Intérêt Économique / Traforo del Monte Bianco Gruppo Europeo di Interesse Economico (TMB GEIE) – der Sicherheitsabteilung der Betreibergesellschaft des fast zwölf Kilometer langen Mont-Blanc-Tunnels. In der griechischen Mythologie ist Artemis die Göttin der Jagd und der Natur. Die Mannschaft der Tunnelfeuerwehr selbst wählte sie als Namensgeberin für ihre neue Löschfahrzeuggeneration aus, weil sie als Symbol für ihre zentralen Aufgaben steht: Das Bewachen sowie das Schützen und Eingreifen bei Gefahren. Gleichzeitig schafft die Göttin Artemis aber auch eine Verbindung zur außergewöhnlichen Flora und Fauna der Gebirgsregion rund um den sich über dem Tunnel erhebenden Mont Blanc.

Auch schon die beiden Vorgängergenerationen der Artemis-Löschfahrzeuge trugen der griechischen und römischen Mythologie entlehnte Namen. Die allererste Serie von maßgeschneiderten Löschfahrzeugen für den Mont-Blanc-Tunnel aus dem Jahr 2000 hörte auf den Namen Janus. So wie der römische Gott des Anfangs und des Endes zwei Köpfe hatte, so hatten die zweiachsigen Janus-Löschfahrzeuge zwei Fahrerhäuser. Die Idee dahinter war es, den Fahrzeugbesatzungen in Gefahrensituationen einen schnellen Rückzug ohne aufwändiges Wendemanöver ermöglichen zu können. Vom Konzept der technisch sehr komplexen „doppelköpfigen“ Löschfahrzeuge trennte sich die Tunnelfeuerwehr aber schon bei der zweiten Fahrzeuggeneration. Die nach einem griechischen Meeresgott Proteus genannten ab 2013 eingeführten Löschfahrzeuge hatten nur noch ein Fahrerhaus, dafür aber vier Achsen für deutlich größere Wasser- und Schaummitteltanks. Dank dreier gelenkter Achsen waren die Proteus-Löschfahrzeuge aber doch sehr wendig. Auch bei Artemis-Löschfahrzeuge den Artemis-Löschfahrzeugen handelt es sich wieder um Vierachser. Als große Neuheit gegenüber der Vorgängergeneration verfügen sie nun erstmals auch über ein Druckluftschaumsystem als effiziente Möglichkeit der Schaumerzeugung und -abgabe.

Wie schon die Vorgängergenerationen baute das italienische Unternehmen BAI die als Véhicules de Soutien aux Intervenants (VSI), bzw. als Veicolo Speciale Antincendio per Tunnel (VSAT) bezeichneten Großtanklöschfahrzeug-Tunnel (GTLF-Tunnel) auf. Während aber die erste und zweite Generation von GTLF-Tunnel für den Mont-Blanc-Tunnel noch auf MAN-Fahrgestellen aufgebaut waren, lieferte für die dritte Generation Scania die Fahrgestelle.

Identisch zu den beiden vorherigen Fahrzeuggenerationen beschaffte die Tunnelwehr auch wieder vier baugleiche Fahrzeuge. An jeder der drei Wachen der Wehr ist ein GTLF-Tunnel stationiert und ein viertes Fahrzeug dient als Ausfallreserve.

Fahrzeug der Vorgängergeneration Proteus:
https://bos-fahrzeuge.info/einsatzfahrzeuge/126002/

Ausrüster k.A.
Sondersignalanlage
  • 4 Kennleuchtenmodule, davon 2 am Heck
  • 4 Frontblitzer
Besatzung 1/2 Leistung 265 kW / 360 PS / 355 hp
Hubraum (cm³) 9.290 Zulässiges Gesamtgewicht (kg) 32.000
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Eingestellt am 23.09.2026 Hinzugefügt von Christopher Benkert
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