Einsatzfahrzeug: Florian WF MIBRAG - KTW
Einsatzfahrzeug-ID: V222460 Weiteres Foto hochladen
| Funkrufname | Florian WF MIBRAG - KTW | Kennzeichen | BLK-BB 709 |
|---|---|---|---|
| Standort | Europa (Europe) › Deutschland (Germany) › Sachsen-Anhalt › Burgenlandkreis (BLK, HHM, NEB, NMB, WSF, ZZ) | ||
| Wache | WF MIBRAG Tagebau Profen (RD) | Zuständige Leitstelle | Leitstelle Burgenlandkreis (BLK) |
| Obergruppe | Rettungsdienst | Organisation | Werkfeuerwehr (WF) |
| Klassifizierung | Krankentransportwagen | Hersteller | Mercedes-Benz |
| Modell | Unimog U 4023 | Auf-/Ausbauhersteller | Strobel |
| Baujahr | 2019 | Erstzulassung | 2019 |
| Indienststellung | 2019 | Außerdienststellung | k.A. |
| Beschreibung | Krankentransportwagen (KTW) der Werkfeuerwehr MIBRAG, stationiert an der Feuerwache Tagebau Profen Fahrgestell: Mercedes-Benz Unimog U4023 Technische Daten:
Ausstattung:
Beladung:
Tagebaufeuerwehr mit Rettungsdienstaufgaben In den Tagebauen Profen und Vereinigtes Schleenhain im Leipziger Umland ist die Werkfeuerwehr des Bergbaukonzerns MIBRAG, vormals Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft, nicht nur für die originären Feuerwehraufgaben wie Brandschutz und Hilfeleistung verantwortlich, sondern auch für den Rettungsdienst. Zum Fuhrpark der Werkfeuerwehr MIBRAG gehören deshalb auch zwei Krankentransportwagen (KTW). Ein Fahrzeug ist an der Wache am Tagebau Profen, das andere am Tagebau Vereinigtes Schleenhain an der dortigen Feuerwache stationiert. Besetzt werden die beiden KTW durch die allesamt auch zu Rettungssanitätern ausgebildeten Werkfeuerwehrleute. Kommt es auf dem Betriebsgelände der MIBRAG zu einem medizinischen Notfall wird neben dem öffentlichen Rettungsdienst immer auch die Werkfeuerwehr alarmiert. Sie übernimmt zunächst die Erstversorgung der Verletzten oder Erkrankten. Dabei können die Rettungssanitäter der Werkfeuerwehr auch auf die Unterstützung durch ausgebildete Ersthelfer zurückgreifen kann. Je nach Lage des Einsatzortes übernimmt die Werkfeuerwehr anschließend auch den Patiententransport bis zu einem Übergabepunkt an den öffentlichen Rettungsdienst. Dies ist insbesondere dann nötig, wenn der Einsatzort nicht in den Tagesanlagen sondern in den Tagebauen selbst liegt. Einsatzgebiet: Braunkohletagebau Die Braunkohletagebaue stellen als Einsatzgebiet ein ganz besonderes Umfeld dar. Die Tagebaugruben erstrecken sich nicht nur über viele Quadratkilometer und sind teils dutzende bis sogar hunderte Meter tief. Durch den ständig voranschreitenden Abbau der Braunkohle verschiebt und verändert sich der Tagebau insbesondere an seinen Rändern ständig. Das wirkt sich auch auf das Wegenetz aus, das sich daher auch immer wieder an die Begebenheiten anpassen muss. Obendrein ist das Wegenetz im Tagebau weitläufig, verzweigt und wegen des temporären Charakters der Tagebaue auch nur in Teilen asphaltiert. Der überwiegende Teil des Wegenetzes im Tagebau besteht nur aus einfachen Pisten. Ein weiteres Problem im Tagebau ist die Staubbelastung, die nicht nur für Sichtbehinderungen sorgen kann, sondern auch unablässig am Material nagt. Fahrten in die Tagebaue erfordern robuste Fahrzeuge mit Allradantrieb, bei Lastwagenfahrgestellen auch bestenfalls mit spurgleicher Einzelbereifung und möglichst starken Zusatzscheinwerfern als probate Hilfe gegen aufgewirbelten Staub. Diesen Anforderungen werden Rettungs- (RTW) oder Krankentransportwagen (KTW) des öffentlichen Rettungsdienst in keiner Form gerecht. Die KTW der Werkfeuerwehr MIBRAG unterscheiden sich daher deutlich von herkömmlichen Rettungsmitteln und sind auf den harten Einsatz im Tagebau zugeschnitten. Von der G-Klasse- zum Unimog-KTW Seit 2019 setzt die Werkfeuerwehr MIBRAG zwei von Strobel aufgebaute Mercedes-Benz Unimog U 4023 als KTW ein. Sie lösten vier fast 30 Jahre alte G-Klassen von Mercedes-Benz ab. Die von Binz verlängerten und zu KTW ausgebauten G-Klassen konnten im harten Tagebaueinsatz zwar mit ihrer robusten Bauweise und herausragenden Geländeeigenschaften überzeugen, doch war die Arbeit mit ihnen aus rettungsdienstlicher Sicht bisweilen müßig. Für die Behandlung von Patienten und auch den Transport von Ausrüstung stand in den kompakten G-Klassen einfach zu wenig Platz zur Verfügung. Ganz anders sieht es in den neuen KTW aus. Dank großer Lastwagenfahrgestelle und Kofferaufbau – im Vergleich zu kleinen Geländewagen und „Kastenwagenbauweise“ – steht bedeutend mehr Raum für den Patienten, das Personal und die Ausrüstung zur Verfügung. Auch bei den Geländeeigenschaften musste, Unimog sei Dank, keinerlei Abstriche gemacht werden. Nur sind die neuen KTW logischerweise nicht mehr ganz so leicht und wendig wie ihre Vorgänger auf Basis der G-Klasse. Wegen der Abmessungen der neuen KTW werden mit ihnen auch keine Patiententransporte in Krankenhäuser durchgeführt. Die Unimog-KTW sind nämlich schlichtweg zu groß für die meisten Notaufnahmen. Aus diesem Grund kommen die KTW der Werkfeuerwehr im Umland auf Anforderung der kommunalen Leitstelle auch nur als First Responder zur Erstversorgung zum Einsatz. Auf der einen Seite wurden mit dem Generationenwechsel 2019 die einzelnen KTW der Werkfeuerwehr MIBRAG deutlich größer. Auf der anderen Seite aber verringerte sich ihre Zahl um die Hälfte. Auf zwei KTW konnte die Werkfeuerwehr wegen eines geänderten Stationierungskonzeptes verzichten. An jedem der beiden MIBRAG-Tagebaue wird seit 2019 nur noch ein KTW vorgehalten. An der Werkfeuerwehrwache am Industriekraftwerk Deuben wurden zunächst noch KTW aus der Vorgängergeneration eingesetzt. Später wurde die Wache dann im Zuge der Stilllegung des Kraftwerkes 2021 aufgegeben. KTW mit XXL-Koffer Wie gemacht für das anspruchsvolle Terrain eines Tagebaus ist der Mercedes-Benz Unimog U 4023 dank seines zuschaltbaren Allradantriebs, zweier Differentialsperren, den Portalachsen und der grobstolligen sowie spurgleichen Einzelbereifung. Mit einem Gesamtgewicht von 10,5 Tonnen ist der leichtere der beiden hochgeländegängigen Unimogs auch vollkommend ausreichend für den Einsatz als KTW. In dieser sehr speziellen Anwendung geht es auch weniger um Nutzlast, als um maximale Geländegängigkeit und ausreichend Platz auf dem Rahmen für einen rettungsdienstlichen Aufbau. Beides bietet der Unimog U 4023 in absolut ausreichendem Maße. Die Geländegängigkeit, bzw. konkret die Watfähigkeit, ihrer Unimog-KTW steigerte die Werkfeuerwehr MIBRAG zusätzlich noch durch eine hochgezogene Luftansaugung für den Motor und eine ebenfalls hochgezogene Abgasanlage. Eine Begleiterscheinung der Geländefahrten kontert das Paar Zusatzscheinwerfer an der A-Säule und die LED-Lichtleiste auf der Motorhaube. Sie sorgen für den nötigen Durchblick im aufgewirbelten Kohlenstaub im Tagebau und natürlich auch bei Nachtfahrten. Auf dem großzügigen Rahmen hinter der Kabine des Unimogs konnte Strobel seinen größten Kofferaufbau montieren. Für maximale Verwindungsfähigkeit wurde auf eine Verbindung zwischen Kabine und Aufbau verzichtet. Statt über eine kleine Durchreiche muss die Besatzung über eine Gegensprechanlage miteinander kommunizieren. Besonders ist der Kofferaufbau nicht nur durch seine großzügigen Abmessungen, sondern auch wegen der Aufbauhöhe. Eine gewöhnliche Trittstufe unter dem Aufbau genügt bei den Unimog-KTW keinesfalls um den Patientenraum erreichen zu können. Ohnehin würde die Stufe, wenn auch nur minimal, die Bodenfreiheit einschränken. Stattdessen lässt sich hinter der Schiebetür auf der linken Kofferseite gleich eine ganze Treppe mit drei Stufen ausklappen. Die Treppe an der Hecktür ist sogar noch größer. Sie hängt außen vor der Türe, ist so breit wie der Patientenraum und hat sogar vier Stufen. Eine fünfte Stufe befindet sich im Patientenraum selbst. Wegen der enormen Aufbauhöhe besitzt der Koffer von Strobel auch keines der sonst üblichen Außenstaufächer. Stattdessen ist die komplette medizinische Ausrüstung im Patientenraum selbst verladen. Der Mittelpunkt des Patientenraums ist der Tragentisch mit der Fahrtrage. Er lässt sich mehrstufig aus dem Heck heraus ausziehen, um den Höhenunterschied zwischen dem Patientenraum und dem Boden zu überbrücken. Auf Knopfdruck fährt der Tragentisch automatisch aus und wieder ein. Wegen der häufigen Geländefahrten ist der Tragentisch auch besonders stark gefedert. Diese Federung sorgt umgekehrt aber für bisweilen unangenehme Wankbewegungen. Auf das Patientengewicht stellt sich die Federung selbstständig ein. Neben dem Tragentisch gibt es lediglich auf der linken Seite einen zusammenklappbaren Betreuersitz. Weitere Sitzplätze, etwa auf der rechten Seite oder an der Stirnwand des Patientenraumes, fehlen. Die Stirnwand wird komplett durch eine Schrankwand mit einer großen Arbeitsfläche eingenommen. Teil der Schrankwand sind auch ein Wärme- und ein Kühlfach. In einem offenen Fach direkt an der Seitentür steht der Notfallrucksack bereit. Das Zoll-EKG hängt an der rechten Wand, Beatmungsgerät und Absaugpumpe von Weinmann an der linken Wand. In einem Schrank am Fußende der Trage wird eine teilbare Schleifkorbtrage mitgeführt. Eine Spineboard und eine Schaufeltrage hängen hingegen offen an den beiden Flügeln der Hecktür. Baugleiches Fahrzeug: Fahrzeug aus der Vorgängergeneration: |
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| Ausrüster | k.A. | ||
| Sondersignalanlage |
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| Besatzung | 1/1 | Leistung | 170 kW / 231 PS / 228 hp |
| Hubraum (cm³) | 5.132 | Zulässiges Gesamtgewicht (kg) | 10.300 |
| Tags |
k.A.
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| Eingestellt am | 07.02.2026 | Hinzugefügt von | Christopher Benkert |
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