Einsatzfahrzeug: Liestal - Kantonsspital Baselland - RTW - Lisa 01

Liestal - Kantonsspital Baselland - RTW - Lisa 01
Liestal - Kantonsspital Baselland - RTW - Lisa 01

Einsatzfahrzeug-ID: V172156 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname Liestal - Kantonsspital Baselland - RTW - Lisa 01 Kennzeichen BL 11345
Standort Europa (Europe)Schweiz (Switzerland)Basel-Landschaft
Wache Kantonsspital Baselland RW Liestal Zuständige Leitstelle k.A.
Obergruppe Rettungsdienst Organisation kommunaler / landeseigener Rettungsdienst
Klassifizierung Rettungswagen Hersteller Mercedes-Benz
Modell Sprinter 519 CDI Auf-/Ausbauhersteller Fahrtec Systeme
Baujahr 2019 Erstzulassung 2020
Indienststellung 2020 Außerdienststellung k.A.
Beschreibung

Rettungswagen RTW des Kantonsspital Baselland, stationiert am Standort Liestal

Fahrgestell: Mercedes-Benz Sprinter 519 CDI („VS30“)
Aufbau: Fahrtec
Baujahr: 2019

Technische Daten:
Antrieb: Straßenantrieb, 4x2
Getriebe: Automatikgetriebe

Beladung/Ausstattung:

  • Unfalldatenschreiber (UDS) / Restwegaufzeichnungsgerät (RAG)
  • Schleuderketten
  • Verkehrswarnanlage
  • Umfeldbeleuchtung
  • Standheizung Webasto
  • Klimaanlage
  • Be- und Entladesystem für Fahrtrage Kartsana Bravo 2
  • Wärmefach
  • Kühlfach
  • Notfallrucksack
  • Kindernotfalltasche
  • ALS-Rucksack
  • EKG/Defibrillator Zoll X-Series
  • Beatmungsgerät Hamilton-T1
  • Absaugpumpe Weinmann Accuvac
  • Perfusor
  • Reanimationshilfe Zoll AutoPulse
  • Fahrtrage Kartsana powerBrava
  • Treppenstuhl Stryker Stair-PRO
  • Spineboard
  • Schaufeltrage
  • Vakuumschienen
  • Vakuummatratze
  • KED-System
  • Brechwerkzeuge
  • Faltsignale
  • Verkehrswarnleuchten
  • ABC-Pulverfeuerlöscher
  • 3 Tablets
  • Einsatzleitertasche
  • Regenschirm

Vier neue RTW in zwei Jahren für das Kantonsspital Baselland

In den Jahren 2019 und 2020 konnte der Rettungsdienst des Kantonsspital Baselland jeweils zwei neue Rettungswagen (RTW) in Dienst stellen und damit die Erneuerung und Vereinheitlichung seines Fuhrparks weiter vorantreiben. Die Kofferaufbauten aller vier RTW sind baugleich und stammen von Fahrtec. Auch ihre Ausstattung ist identisch. Lediglich die Fahrgestelle der vier RTW unterscheiden sich durch ihr Baujahr leicht. Die ersten beiden RTW im Jahr 2019 wurden noch auf Mercedes-Benz Sprinter-Fahrgestellen der gerade ausgelaufenen Baureihe NCV3 aufgebaut, während die zwei im Jahr darauf in Dienst gestellten RTW Fahrgestelle aus der aktuellen VS30-Baureihe haben. Ungeachtet der unterschiedlichen Optik der Fahrgestelle arbeitet in allen vier RTW der gleiche V6-Dieselmotor vom Typ OM 642 DE 30 LA mit einer Leistung von 190 PS. Auch das Gesamtgewicht der vier RTW liegt gleichsam bei 5 t.

Nicht nur das Sprinter-Fahrgestell wechselte während der Beschaffung des RTW-Quartetts, sondern auch das Fahrzeugdesign des Kantonsspital Baselland. Während gelb als Grundfarbe erhalten blieb, wechselten Design und Farbe des darüberliegenden Streifenmusters. Statt orangener Streifen zieren nun blaue und weiße Streifen die Rettungsfahrzeuge des Kantonsspital Baselland. Das Wappen des Kantons Basel-Landschaft entfiel zudem auf den Fahrzeugen zugunsten eines deutlich größeren Star of Life. Zumindest bei den beiden zuletzt ausgelieferten RTW wurde kurz nach der Indienststellung das Fahrzeugdesign angepasst. Die alte Beklebung wurde entfernt und die Fahrzeuge neu foliert.

Großer Fahrtec-Koffer mit Tragensystem von Kartsana

Fahrtec baute den RTW für das Kantonsspital Baselland im Herbst 2019 auf einem Mercedes-Benz Sprinter 519 CDI mit Automatikgetriebe auf. Das Sprinter-Fahrgestell hat zwar nur einen Straßenantrieb, dafür aber Schleuderketten an der Hinterachse, als Anfahrhilfe bei Schnee und Eis. Zur weiteren Ausstattung des Fahrgestells gehören unter anderem ein Unfalldatenschreiber (UDS) und eine Standheizung. Auf ein fest eingebautes Navigationssystem wurde zugunsten eines Tablets mit entsprechender Software verzichtet. Ein weiteres Tablet wird für die einsatzbezogene Datenerfassung und dergleichen verwendet und ebenfalls in der Kabine des Sprinters mitgeführt.

Neben dem Patientenraum bietet der geräumige Kofferaufbau von Fahrtec auch Platz für insgesamt fünf Außenstaufächer. Sein Stauraum wird zudem durch einen aerodynamischen Alkoven über der Fahrerkabine vergrößert. Statt einer in den Alkoven integrierten Sondersignalanlage sitzt auf ihm ein Warnbalken von Whelen. Am Heck findet sich hingegen eine integrierte Sondersignalanlage im Stil von Fahrtec mit LED-Modulen von FG Hänsch. Teil des regelrechten Heckspoilers mit der Sondersignalanlage ist auch eine Whelen-Verkehrswarnanlage, eine Rückfahrkamera sowie zu einer Umfeldbeleuchtung gehörende Strahler. Weitere Module der Umfeldbeleuchtung befinden sich an den beiden Seiten des Kofferaufbaus sowie im Warnbalken auf dem Alkoven.

Von hinten betrachtet verweist ein Detail direkt auf das im Patientenraum verwendete Tragensystem: Das zweigeteilte Trittbrett an der großen zweiflügeligen Hecktür. Das in der Mitte unterbrochene Trittbrett zeigt deutlich den Verzicht auf einen klassischen Tragentisch zugunsten einer elektromechanischen Entnahmehilfe für die Fahrtrage. Das Fehlen der Federung im Tragentisch wird dabei durch eine Luftfederung an der Hinterachse kompensiert. Als Entnahmehilfe für die Fahrtrage ist im Patientenraum eine Kartsana Bravo 2 verbaut. Auf ihr wird eine Fahrtrage vom Typ powerBrava, ebenfalls von Kartsana, mitgeführt. Flankiert wird die Trage im Patientenraum links und rechts durch jeweils einen zusammenklappbaren Sitzplatz für das Personal oder sitzend zu transportierende Patienten. Ein weiterer Sitzplatz, ebenfalls mit einklappbarer Sitzfläche, befindet sich entgegen der Fahrtrichtung am Kopfende der Trage. Dieser Sitzplatz ist Teil der L-förmigen Schrankwand an der Stirnwand des Patientenraums und gegenüber der seitlichen Schiebetür. Nur das Eckteil des Schranksystems ist deckenhoch ausgeführt, während der Rest lediglich halbhoch ist. Durch diese Bauweise gibt es gleich zwei größere Arbeitsflächen im Patientenraum. Über der linken Arbeitsfläche befindet sich ein zusätzlicher Hängeschrank, während über der Arbeitsfläche an der Stirnseite der Luftauslass der Klimaanlage sitzt.

Beladekonzept für den schnellen Einsatz

Die wichtigen medizinischen Ausrüstungsgegenstände, die auch außerhalb des RTW bei der Versorgung von Patienten zum Einsatz kommen, sind rund um die Schiebetür auf der rechten Fahrzeugseite positioniert. Ohne den Patientenraum betreten zu müssen können über ein Außenstaufach rechts von der Schiebetür Notfallrucksack und Kindernotfalltasche erreicht werden. Links neben der Schiebetür, aber im Patientenraum, sind übereinander die großen medizinischen Geräte in Ladehalterungen angeordnet: Ein X-Series EKG von Zoll, ein Hamilton-T1 Beatmungsgerät sowie eine Accuvac-Absaugpumpe von Weinmann. Sie lassen sich so nach Erreichen des Einsatzortes schnell erreichen und entnehmen.

Weitere Ausrüstung verbirgt sich in den restlichen vier Außenstaufächern des RTW. Im kleinen Außenstaufach hinten rechts ein Treppenstuhl von Stryker und im Staufach gegenüber umfangreichem Material zur Immobilisation, eine Schaufeltrage und ein Spineboard. Im Staufach vorne links befinden sich neben der AutoPulse-Reanimationshilfe und einem Feuerlöscher auch die Sauerstoffflaschen. Die großen Sauerstoffflaschen lassen sich auch vom Patientenraum über den Eckschrank erreichen. Das kleinste Außenstaufach liegt auf der linken Seite vor der Hinterachse. In dem niedrigen, aber langgezogenen Fach sind neben ein paar Brechwerkzeugen auch ein Faltsignal und kleine Verkehrswarnleuchten für die Verkehrsabsicherung untergebracht.

Ausrüster k.A.
Sondersignalanlage
  • 1 Warnbalken Whelen mit gelben Zusatzblinkern und Arbeitsstellenscheinwerfer
  • 2 Frontblitzer
  • 2 Intersection Lights
  • 2 LED-Kennleuchtenmodule FG Hänsch am Heck
  • 2 Druckkammerlautsprecher
  • Presslufthorn Max Martin 2298 HM
Besatzung 1/1 Leistung 140 kW / 190 PS / 188 hp
Hubraum (cm³) 2.987 Zulässiges Gesamtgewicht (kg) 5.000
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Eingestellt am 04.07.2021 Hinzugefügt von Christopher Benkert
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