Einsatzfahrzeug: Thal - FW Rheineck-Thal-Lutzenberg - ADL

Thal - FW Rheineck-Thal-Lutzenberg - ADL
Thal - FW Rheineck-Thal-Lutzenberg - ADL

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Funkrufname Thal - FW Rheineck-Thal-Lutzenberg - ADL Kennzeichen SG 7104
Standort Europa (Europe)Schweiz (Switzerland)Sankt Gallen
Wache FW Rheineck-Thal-Lutzenberg (RTL) Zuständige Leitstelle k.A.
Obergruppe Feuerwehr Organisation Pflichtfeuerwehr
Klassifizierung Drehleiter-Korb Hersteller Scania
Modell P 360 Auf-/Ausbauhersteller Rosenbauer
Baujahr 2024 Erstzulassung 2025
Indienststellung 2025 Außerdienststellung k.A.
Beschreibung

Autodrehleiter (ADL) der Feuerwehr Rheineck-Thal-Lutzenberg (RTL)

Fahrgestell: Scania P360
Aufbau: Rosenbauer, Aufbaunummer: PR11EA00532
Aufbautyp: L32A XS 3.0
Baujahr: 2024

Technische Daten:

  • Antrieb: Straßenantrieb (4x2)
  • Getriebe: Automatikgetriebe
  • Länge/Breite/Höhe: 10.300/2.500/3.400 mm
  • Radstand: 4.950 mm

Aufbau:

Podium:

  • Aufbau mit 6 Geräteräumen und 2 Staufächern
  • Umfeldbeleuchtung
  • Beleuchtungssystem Rosenbauer Safe Sky mit nach oben gerichteten Leuchtmitteln zur besseren Hinderniserkennung über dem Fahrzeug
  • Verkehrswarnanlage bestehend aus 6 gelben Blitzern Hänsch Effekta RWS Sputnik SL
  • 2 ausziehbare Prüfleinen für den maximalen Drehbereich der Drehleiter links und rechts über der Hinterachse

Abstützung:

  • 4-fach Waagrecht-Senkrecht-Abstützung
  • Abstützbreite: 2.500 bis 4.800 mm
  • 4 blaue Spots, je 1 an jeder Stütze zur Darstellung der Abstützbreite
  • 2 Bedienstände für die Abstützung links und rechts am Heck
  • Alle Stützen einzeln und stufenlos ausfahrbar
  • Stützen mit Bodendrucküberwachung

Leiterstuhl:

  • Leiterstuhl mit Niveauregulierung
  • Hauptbedienstand COMFORT mit neigbarer Rückenlehne und ausklappbarem Dach mit Klarsichtschiebeteil
  • Sitzheizung am Hauptbedienstand
  • Analoge Belastungsanzeige (ABA) am Leitersatz neben dem Hauptbedienstand
  • Plattform auf der rechten Seite mit Atemschutzanlage und Aufnahme für Stromerzeuger

Leitersatz:

  • 5-teiliger Leitersatz mit abneigbarem Korbarm aus Feinkornstahl und pulverbeschichtet
  • Arbeitshöhe: 32 m, Korbbodenhöhe: 30 m
  • Abneigbarer Korbarm mit einer Länge von 4,65 m
  • Hebelast an der Lastöse am untersten Leiterteil: 4.000 kg, Hebelast an der Lastöse an der Leiterspitze: 600 kg
  • Einhängeöse an der Korbgabel, Lastaufnahme mit / ohne Korb: 450 / 600 kg
  • Stromhochführung zum Rettungskorb 24 V / 230 V / 400 V
  • 2 LED-Scheinwerfer am untersten Leiterteil, verstellbar
  • 1 LED-Scheinwerfer 180 W unter dem untersten Leiterteil
  • Steigleitung im obersten Leiterteil und im Korbarm aus Aluminiumrohr und flexiblem Druckschlauch am Übergang zwischen oberstem Leiterteil und Korbarm sowie zwischen Korbarm und Rettungskorb
  • Kamera am Korbarm

Rettungskorb:

  • Rettungskorb HR-500 MF mit 500 kg Tragkraft (5 Personen)
  • 4 Zugangsmöglichkeiten, 3 von vorne und 1 von hinten, 3 Einstiege aufrecht begehbar, 1 Zugang mit Leiter als Einstiegshilfe
  • Bedienstand
  • Kamera im Korbboden
  • Kamera in der Korbfront
  • Umfeldbeleuchtung am Korb
  • 2 LED-Strahler 92 W auf ausklappbaren Haltern seitlich am Korb
  • Steckdosen 230 V / 400 V
  • Multifunktionssäule für Wenderohr, Krankentragenhalterung, Scheinwerfer oder ähnliches; Multifunktionssäule komplett entnehmbar
  • 4 Sicherungspunkte mit Höhensicherungsgeräten
  • Einhängevorrichtung für Abseilgerät
  • C-Druckabgang an Steigleitung neben dem Korb
  • Schnellangriff bestehend aus C-Druckschlauch und C-Hohlstrahlrohr in Staukasten

Zusatzfunktionen:

  • Target Memory System (TMS)
  • Vertikal Rettungssystem (VRS)
  • Automatische Rückholfunktion (ARF)
  • Automatische Ablage des Leitersatzes

Ausstattung:

  • Unfalldatenschreiber (UDS) / Restwegaufzeichnungsgerät (RAG)
  • 360°-Kamerasystem

Beladung:

  • Stromerzeuger Rosenbauer RS14
  • Rettungssäge Stihl
  • 2 Faltsignale
  • 2 Verkehrswarnleuchten eFlare
  • 10 Leitkegel
  • 5 B-Druckschläuche
  • B-Druckschlauch 30 m
  • 2 C-Druckschläuche
  • C-Hohlstrahlrohr
  • Wenderohr
  • Löschdecke
  • ABC-Pulverfeuerlöscher
  • 2 Pressluftatmer
  • Wärmebildkamera Bullard
  • Gerätesatz Absturzsicherung
  • Winde
  • Notfallrucksack
  • Schleifkorbtrage
  • Schwerlast-Schleifkorbtrage
  • Krankentragenhalterung
  • Schwerlast-Krankentragenhalterung

Schon 2023 sonderte die Feuerwehr Rheineck-Thal-Lutzenberg (RTL) ihr Hubrettungsfahrzeug (HRF) aus. Als Ersatz für den 23 Jahre alten Teleskopmast bestellte sie bei Rosenbauer eine Autodrehleiter (ADL) auf Scania-Fahrgestell. Die zwei Jahre bis zur Auslieferung der neuen ADL überbrückte die Wehr mit mehreren von Rosenbauer Schweiz bereitgestellten Leihfahrzeugen.

Bei der ADL handelt es sich um eine sogenannte L32A-XS der dritten Generation. Als Fahrgestell für die ADL griff Rosenbauer einen Scania P 360 4x2 zurück. Ein Automatikgetriebe entlastet in dem Scania den Maschinisten, während ein 360°-Kamerasystem das Rangieren deutlich erleichtert. Für Rechtssicherheit im Falle eines Unfalls sorgt ein Unfalldatenschreiber (UDS) – in der Schweiz Restwegaufzeichnungsgerät (RAG) genannt und in Einsatzfahrzeugen obligatorisch. Neben dem Maschinisten kann in der Kabine nur eine weitere Person Platz nehmen. Auf einen dritten Sitzplatz wurde verzichtet. Stattdessen sind zwischen Fahrer und Beifahrer verschiedene Funkgeräte eingebaut und hinter ihnen kleinere Ausrüstungsgegenstände verstaut. So finden sich in der Kabine beispielsweise eine Wärmebildkamera und ein Notfallrucksack.

Zentrales Element der L32A-XS 3.0 ist der anthrazitfarbene Leiterpark. Der Leiterpark besteht aus fünf Teilen und dem daran anschließenden abneigbaren Korbarm. Der 4,65 Meter lange Korbarm kann um bis zu 85° nach unten abgewinkelt werden und erlaubt beispielsweise das Erreichen von zurückgesetzten Dachgauben. Mit dem Leiterpark kann eine Höhe von bis zu 32 Meter erreicht werden. Die maximale Ausladung der Leiter beträgt 19,1 Meter bei einer Korblast von 300 Kilogramm. Bei 100 Kilogramm Korblast ist sogar eine Ausladung von runden 22,2 Meter möglich. Der Leiterpark ist mit einer durchgehenden Stromhochführung und einer Atemluftleitung in den Rettungskorb versehen. Beide Leitungen führen von der rechten Seite des Leiterstuhls aus durch den Drehkranz und dann durch oder entlang des Leitersatzes zum Korb. Auf der Plattform rechts am Leiterstuhl wird zum einen ein Rosenbauer-Stromerzeuger mitgeführt, zum anderen ist hier eine Atemschutzanlage mit mehreren Atemluftflaschen verbaut. Sie entlastet beim Atemschutzeinsatz die Korbbesatzung, die auf das Tragen von Pressluftatmern verzichten kann. Stattdessen sind nur Atemanschlüsse und Lungenautomaten nötig, die direkt an die Atemschutzanlage angeschlossen werden können. Außerdem befindet sich im obersten Leiterteil und im Korbarm eine fest montierte Steigleitung aus Aluminium. Über das Knickgelenk hinweg werden die beiden Teile der Steigleitung mit einem formstabilen Schlauch miteinander verbunden. Durch die Steigleitung entfällt das aufwändige Verlegen eines B-Druckschlauches zur Wasserversorgung des Rettungskorbes durch den Leiterpark. Im eingefahrenen Zustand muss einfach ein B-Druckschlauch an das Ende der Steigleitung angekuppelt werden und beim Ausfahren der Leiter wird der Schlauch automatisch mitgezogen.

Um dem Maschinisten am Hauptbedienstand seine Arbeit bei Nacht zu vereinfachen sind links und rechts am untersten Leiterteil zwei drehbare LED-Scheinwerfer montiert. Ein schmales LED-Leuchtband verläuft zudem über die ganze Breite unter dem unteren Leiterteil entlang. Das Safe-Sky-System von Rosenbauer leuchtet zudem mit mehreren starken Leuchtkörpern in den Nachthimmel. Mit ihm können Objekte über der Drehleiter, wie beispielsweise Oberleitungen und ähnliches, besser sichtbar gemacht werden. Am unteren Ende des Leiterparks befindet sich der Leiterstuhl mit Niveauausgleich. Auf der linken Seite des Leiterstuhls befindet sich der Bedienstand vom Typ "COMFORT". Dieser Typ Hauptbedienstand ist mit einer neigbaren Rückenlehne und einem ausklappbaren Dach als Witterungsschutz für den Maschinisten versehen. Zusätzlich besitzt das Dach auch noch ein ausschiebbares Klarsichtteil als zusätzlichen Regenschutz. Auf der anderen Seite des Leiterstuhls befindet sich gewissermaßen als Gegenstück die Plattform mit Stromerzeuger und Atemschutzanlage.

Das obere Ende des Leiterparks bildet der Rettungskorb vom Typ Rosenbauer HR-500 MF. Im Fahrzustand klappt der Korb über dem Korbarm ein. Wird die Drehleiter aufgerüstet klappt der Korb selbstständig auf und steht über der Spitze des Korbarmes. Der Korb hat einen rechteckigen Grundriss und kann fünf Personen oder 500 Kilogramm Last aufnehmen. Betreten werden kann der er über einen Durchlass mit Einstiegsleiter in der Korbfront, zwei Einstiege an der rechten und linken Ecke der Front sowie von hinten vom Leiterpark aus. In den Korbboden ist eine Art LED-Umfeldbeleuchtung integriert. Ergänzt wird diese durch zwei weitere LED-Strahler seitlich an der Korbfront. Die Umfeldbeleuchtung erhellt bei Nacht den Bereich unmittelbar um den Korb und hilft beispielsweise Hindernisse frühzeitig zu erkennen. Seitlich am Korb sitzen zudem zwei LED-Strahler auf ausklappbaren Haltern. Eine Kamera im Korbboden überträgt ihr Bild an den Hauptbedienstand und erweitert die Sicht des Maschinisten. Eine weitere Kamera sitzt weiter unten am Korbarm. Im Korb selbst befindet sich auf der linken Seite ein zweiter Bedienstand für den Korbmaschinisten und darunter mehrere Steckdosen für 230 und 400 Volt. Auf der gegenüberliegenden Seite mündet die Steigleitung aus dem Leiterpark in den Rettungskorb. Die Steigleitung ist über einen weiteren formstabilen Schlauch mit dem Korb verbunden. Ein festes Rohr führt vom Korbboden an das obere Ende des Korbgeländers. In dieses Rohr ist ein C-Abgang eingelassen. Oben auf dem Rohr kann das zur Fahrzeugbeladung gehörende Wenderohr aufgesetzt werden. Der Rettungskorb ist zudem so gestaltet das eine Krankentragenhalterung oder andere dafür geeignete Anbauteile auf ihm montiert werden können. Alternativ lässt sich die Multifunktionssäule in der Mitte der Korbfront komplett entnehmen und an ihrer Stelle eine Krankentrage einschieben oder eine Rampe zur Aufnahme eines Rollstuhls.

Im Einsatz sorgt eine vierfache Waagerecht-Senkrecht-Abstützung für einen sicheren Stand der ADL. Die Stützenpaare auf der linken und rechten Seite lassen sich vom Fahrzeugheck über zwei Bedienstände steuern. Als Hilfe zum Abschätzen des Platzbedarfes beim Abstützen ist an jeder der vier Stützen ein blauer Spot angebracht. Die vier Leuchtpunkte visualisieren den maximal zum Abstützen benötigten Platzbedarf. Zusätzlich lassen sich zu beiden Fahrzeugseiten über der Hinterachse Prüfleinen aus dem Podium herausziehen, um den Platzbedarf beim Drehen des Leiterstuhls darzustellen.

Gelenkdrehleitern made in Karlsruhe

Mit dem 2007 eingeführten Drehleitermodell L32A stieg Rosenbauer mit seiner Karlsruher Konzerntochter Metz – seit 2015 Rosenbauer Karlsruhe – als zweiter europäischer Hersteller in den Markt für Gelenkdrehleitern ein. Auf das neuartige Gelenkteil an der Leiterspitze wies Metz seinerzeit in der Typbezeichnung mit einem schlichten A für das englische „articuladed“ oder zu Deutsch „beweglich“ hin. Anfangs war mit der L32A lediglich eine Variante der Automatischen Drehleiter mit Korb (DLA(K)) mit dem abwinkelbaren Korbarm bei Rosenbauer erhältlich. Abgelöst wurde diese Gelenkdrehleiter der ersten Generation 2013 durch die Neuentwicklung L32A-XS. Für diese Gelenkdrehleiter hatte die Rosenbauer-Tochter Metz den abwinkelbaren Korbarm grundlegend überarbeitet. Durch das Weglassen der Sprossen in den unteren Leiterteilen kann das Gelenkteil am obersten Leiterteil regelrecht durch den Leitersatz hindurchtauchen und die L32A-XS erhält auf engstem Raum ein noch größeres Bewegungsfeld. Darauf verweist wiederum in der Typbezeichnung das Kürzel XS, das für „extra small“ – „extra klein“. Gleichzeitig wurde mit der L32A-XS-F – F wie „flat“ oder „flach“ – auch eine Drehleitervariante in niedriger Bauweise eingeführt.

Eine Zäsur im Drehleiterbau in Karlsruhe stellte das Jahr 2015 dar. Rosenbauer firmierte seine Tochter Metz Aerials in Rosenbauer Karlsruhe um und machte aus der Traditionsmarke Metz eine reine Technologiemarke. Die Messe nutzte Rosenbauer aber auch um seine weiterentwickelte L32A-XS 2.0 vorzustellen sowie auch den speziell auf seine Gelenkdrehleitern abgestimmten Rettungskorb HR-500 MF. Dieser eignet sich mit einer Korblast von 500 Kilogramm für schwere Rettungsaktionen (HR für „Heavy Rescue“) und ist zudem vielseitig anpassbar (MF für „Multi Function“).

In den folgenden Jahren entwickelte Rosenbauer nicht nur seine L32A-XS konsequent immer weiter, sondern ergänzte diese auch um weitere Varianten mit anderen Rettungshöhen. Oberhalb seiner etablierten 30-Meter-Gelenkdrehleiter siedelte Rosenbauer die L42A-XS als Hochdrehleiter mit Gelenkteil an. Nach unten hin rundete Rosenbauer sein Portfolio 2020 um die kleine L27A-XSC. Diese kleine Gelenkdrehleiter mit namensgebenden 27 Metern Rettungshöhe entspricht einer DLA(K) 18/12 und ist mit einem neu entwickelten besonders kompakten Leiterstuhl (C für „Compact“) ausgestattet. Bei einer 360°-Drehung ragt dieser Kompaktleiterstuhl, anders als konventionelle Leiterstühle, zu keiner Zeit über die Fahrzeugkontur hinaus. Zudem kann die L27A-XSC auf kompakteren Fahrgestellen aufgebaut werden, als die größere L32A-XS.

Bei allen XS-Drehleitern von Rosenbauer kommt der gleiche 2013 eingeführte und seitdem fortlaufend weiterentwickelte abwinkelbare Korbarm zum Einsatz. Ab 2015 wurde dieser in der als 2.0 bezeichneten zweiten Generation und ab 2018 in der dritten Generation unter dem Namen 3.0 gefertigt. Der größte Unterschied zwischen der ersten Gelenkdrehleiter L32A die 2007 noch unter dem Namen Metz eingeführt worden war und den XS-Drehleitern ist die Lage des abwinkelbaren Korbarms. Der Korbarm setzt bei den XS-Drehleitern nicht mehr am Ende des eigentlichen fünfteiligen Leiterparks an, sondern wurde weiter nach hinten verlegt. Dazu wurden an allen Leiterteilen die obersten drei Sprossen entfernt um dem um etwa 90 Zentimeter nach hinten verlagerten Korbarm Platz zum Abwinkeln zu geben. Die entfernten Sprossen stellen keinen Verlust dar, denn sie befinden sich im Überdeckungsbereich der einzelnen Leiterteile. Normalerweise liegen im ausgefahrenen Zustand die jeweils obersten Sprossen eines Leiterteils mit den untersten Sprossen des darauffolgenden Leiterteils genau übereinander. Diese Überlappung von Sprossen entfällt bei den XS-Leitern. Mit dem Wegfall von beispielsweise insgesamt 15 Sprossen bei der L32A-XS wird auch das Gewicht des Leiterparks verringert. Einer der Vorteile der Verlagerung des Korbarmes kommt diesem selbst zu Gute. War der Arm bei der L32A nur 3,5 Meter lang, wächst er bei der L32A-XS um fast 90 Zentimeter auf 4,35 Meter sowie bei der L32A-XS 2.0 um weitere 30 Zentimeter auf nun 4,65 Meter. Trotz des längeren Korbarms vergrößert sich die Fahrzeuglänge nicht. Von der L32A-XS zur Variante 2.0 konnte der maximale Neigungswinkel des Korbarms um 10° auf 85° vergrößert werden. Der weitaus größere Gewinn der XS-Drehleitern ist aber der deutlich erweiterte Aktionsradius. Gerade bei beengten Platzverhältnissen kann eine XS-Leiter mit ihrer Wendigkeit auftrumpfen. Der Aktionsradius zwischen Drehgestellmitte und Korbaußenkante liegt bei nur 6,6 Metern, verglichen mit noch 7,4 Metern bei der ersten XS-Generation. Damit kann der Leitersatz beispielsweise auf einer nur 8,7 Meter breiten Straße ohne Einschränkung um 180° gedreht werden Ebenso kann der Leiterpark bei einem Abstand von lediglich 5,35 m zwischen DLA(K) und Hausfassade stufenlos aufgerichtet werden. Außerdem ermöglicht der verlagerte abwinkelbare Korbarm ein Absenken des Korbes kurz über Bodenhöhe unmittelbar vor der Fahrzeugfront. Dafür muss der Leiterpark lediglich etwas ausgefahren und der Korbarm abgeknickt werden, ein Aufrichten oder Drehen des Leiterparks ist nicht nötig. Zwischen Korbfront und Stoßstange des Fahrgestells liegen dann gerade mal 2,5 Meter Abstand.

Als Rettungskorb kommt an den XS-Drehleitern in der Regel der 2015 eingeführte Rettungskorb HR-500 MF zum Einsatz. Die Kürzel HR und MF stehen für „Heavy Rescue“ und „Multi Function“ und verweisen auf die beiden Vorzüge des Korbes: Große Nutzlast und Vielseitigkeit. Der Korb eignet sich zur Aufnahme von bis zu fünf Personen oder 500 Kilogramm Last. Das sind nochmals 50 Kilogramm mehr, als bei der vorherigen Rettungskorbgeneration. Die Fläche des Korbes wurde um weitere fünf Prozent vergrößert und gleichzeitig das Eigengewicht des Korbes reduziert. Neben der vergrößerten Nutzlast sticht der Korb durch seine leicht demontierbare Multifunktionssäule in der Mitte der Korbfront heraus. Das komplette Element mit zwei Aufnahmeplätzen für Geräte und einem in die Mitte integrierten Einstieg mit ausklappbarer Leiter lässt sich mit wenigen Handgriffen entnehmen. An ihrer Stelle kann entweder eine Schwerlast-Krankentragenhalterung oder eine Rampe zur Aufnahme von Rollstühlen angebracht werden. Beides lässt sich mit bis zu 300 Kilogramm belasten. Die Krankentragenlagerung lässt sich um bis zu 30° zu beiden Seiten schwenken. War die Mitnahme eines Rollstuhls bisher im Korb einer Drehleiter gar nicht möglich, so vergrößert sich die maximale Last der Tragenhalterung um 50 Kilogramm. Die entstandene Lücke nach Entnahme der Multifunktionssäule wird durch ein Rohrstück als Brüstung ersetzt.

Die Modellbezeichnung L32A-XS 3.0 gliedert sich wie folgt auf:

  • L = Ladder = Drehleiter
  • 32 = 32 m Leiterlänge
  • A = Articulated = gelenkig
  • XS = Extra Small = besonders klein
  • 3.0 = 3. Generation

Vorgänger:
https://bos-fahrzeuge.info/einsatzfahrzeuge/168877

Ausrüster Safety Signage
Sondersignalanlage
  • 2 Kennleuchtenmodule Hänsch
  • 3 Frontblitzer Hänsch Sputnik SL, davon 2 im Kühlergrill und 1 im Korbboden des Rettungskorbes
  • 2 Intersection Lights Hönsch Sputnik SL seitlich am Rettungskorb
  • 2 Heckblitzer Hänsch Integro Universal
  • Presslufthorn Max Martin 2298 HM
Besatzung 1/1 Leistung 265 kW / 360 PS / 355 hp
Hubraum (cm³) 9.290 Zulässiges Gesamtgewicht (kg) 18.000
Tags
k.A.
Eingestellt am 21.02.2026 Hinzugefügt von Christopher Benkert
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