Einsatzfahrzeug: Balzers - Alpine Air Ambulance - NEF (Reserve)

Balzers - Alpine Air Ambulance - NEF (Reserve)
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Einsatzfahrzeug-ID: V221569 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname Balzers - Alpine Air Ambulance - NEF (Reserve) Kennzeichen AG 144072
Standort Europa (Europe)Liechtenstein (Liechtenstein)
Wache Stiftung AP3 Luftrettung Liechtenstein LRZ Balzers - Christoph Liechtenstein Zuständige Leitstelle k.A.
Obergruppe Rettungsdienst Organisation Alpine Air Ambulance (AAA)
Klassifizierung Notarzteinsatzfahrzeug Hersteller Volkswagen
Modell Touareg Auf-/Ausbauhersteller unbekannt
Baujahr 2013 Erstzulassung 2013
Indienststellung 2023 Außerdienststellung k.A.
Beschreibung

Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) der Alpine Air Ambulance (AAA), eingesetzt als Reservefahrzeug an der Station der Stiftung AP³ Luftrettung Liechtenstein am Heliport Balzers (LSXB)

Fahrgestell: VW Touareg 3.0 V6 TDI ("Typ 7P" / "Tourareg II")
Ausbau: unbekannt
Baujahr: 2013

Technische Daten:

  • Motor: V6-Dieselmotor
  • Antrieb: Allradantrieb 4motion (4x4)
  • Getriebe: 8-Gang-Automatikgetriebe

Beladung:

Beladung wird bei Inbetriebnahme vom regulären NEF übernommen.

  • Notfallrucksack
  • EKG/Defibrillator Schiller
  • Beatmungsgerät Dräger Oxylog

Laufbahn:

  • 2013 - 2023: Einsatz in Deutschland als NEF
  • seit 2023: Alpine Air Ambulance als NEF am Standort der Stiftung AP³ Luftrettung Liechtenstein in Balzers (FL)

Neuordnung des Liechtensteiner Notarztdienstes

Seit dem 1. Juli 2023 hält die aus der AP³ Luftrettung GmbH hervorgegangene Stiftung AP³ Luftrettung Liechtenstein an ihrer durch die Alpine Air Ambulance (AAA) betriebenen Station im liechtensteinischen Balzers zusätzlich zu ihrem Rettungshubschrauber (RTH) „Christoph Liechtenstein“ auch ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) vor. Die Erweiterung der Vorhaltung an der AP³-Station Balzers geschah im Zuge der Neuregelung des Notarztdienstes im Fürstentum Liechtenstein. In einer Pilotphase ab 2022 stellte zunächst das Landesspital in Vaduz täglich von 8 bis 20 Uhr einen Notarzt der in einem Rendezvous-System den Rettungsdienst des Liechtensteinischen Roten Kreuzes (LRK) ergänzte. Nach nur einem Jahr verabschiedete sich das Fürstentum schon wieder von dieser Lösung. Aufgrund der eingeschränkten Dienstzeiten konnten die gewünschten Qualitätsstandards nicht erreicht werden. In der Folge übernahmen die Stiftung AP³ und die Rettung Sankt Gallen im Auftrag des Fürstentums den Notarztdienst vom Landesspital. Die beiden Partner stellen rund um die Uhr zwei NEF für Einsätze in Liechtenstein bereit. Während die AP³ an ihrer Station zusätzlich zu ihrem RTH ein NEF stationierte, erweiterte die Rettung Sankt Gallen das Einsatzgebiet ihres bereits im Schweizer Grabs stationierten NEF um das Fürstentum Liechtenstein.

Zum Einsatz kommt das NEF der AP³ als bodengebundenes Rettungsmittel im nahen Umfeld des Heliports Balzers oder wenn der RTH aufgrund der Wetterlage oder anderen Umständen nicht starten kann. Besetzt wird das NEF im Einsatzfall durch einen Teil der RTH-Besatzung: Den Helicopter Emergency Medical Services Technical Crew Member (HEMS TC) als Fahrer und den Notarzt. Nur der Pilot des RTH verbleibt bei einem Einsatz des NEF an der Station.

Gebrauchtwagen als Reservewagen

Neben dem regulären NEF ist an der Station der AP³ in Balzers auch ein Reservefahrzeug stationiert. Seit der Aufnahme des NEF-Dienstes in Balzers wird als Reservefahrzeug ein 2013 gebauter Volkswagen Touareg eingesetzt. Das schon zuvor als NEF genutzte SUV konnte der AP³-Teilhaber AAA gebraucht aus Deutschland erwerben. Wo das Fahrzeug ursprünglich im Einsatz war ist nicht bekannt.

Der Volkswagen Touareg ist dank eines V6-Dieselmotors mit 245 PS für das durchaus alpine Liechtenstein bestens gewappnet. Auffällig ist die Beklebung des weiß lackierten SUV mit einem blau-gelben Battenburg Design.

Das Reserve-NEF besitzt keine eigene notfallmedizinische Beladung. Erst wenn es anstelle des regulären NEF in Betrieb genommen wird, wird dessen Ausrüstung umgeladen.

Die Alpine Air Ambulance

Die Alpine Air Ambulance (AAA) ist ein in der Luftrettung tätiges Schweizer Unternehmen der Lions Air Skymedia Group. Sie betreibt mehrere Rettungshubschrauber (RTH) in der Schweiz und in Liechtenstein, mit denen Primäreinsätze, Verlegungen und Organtransporte geflogen werden. Als Rufzeichen nutzen die von AAA selbst betriebenen RTH in Anlehnung an die Muttergesellschaft das Rufzeichen „Lions“.

Die erste Basis der AAA befindet sich seit 2012 auf dem Flugplatz Birrfeld im Kanton Aargau. Eine Station in Andorra kam 2017 hinzu und zwei weitere in Bern und Balzers in Liechtenstein im Jahr darauf. Die Flotte der AAA bestand 2025 aus sechs RTH, zwei Notarzteinsatzfahrzeugen (NEF) und zwölf Rettungswagen (RTW), bzw. Einsatzambulanzen (EA).

Gegründet wurde das Luftrettungsunternehmen AAA im Jahr 2011 von der damaligen Lions Air Group, der heutigen Lions Air Skymedia Group. Noch im Winter des gleichen Jahres stieg der Touring Club Schweiz (TCS) mit 49% als Partner in die AAA mit ein. Der Schweizer Automobilclub TCS zog sich im Winter 2015 wieder aus der AAA zurück, die sich seitdem wieder im Alleinbesitz von Lions befindet.

Zusammen mit der deutschen DRF Luftrettung und der österreichischen ARA Flugrettung gründete die AAA 2017 die AP³ Luftrettung als Gemeinschaftsunternehmen. Das neue Unternehmen sollte die grenzüberschreitende Luftrettung im deutschsprachigen Raum verbessern. Die Arbeit der AP³ mündete in der Bereitstellung des RTH „Christoph Liechtenstein“ am Heliport Balzers in Liechtenstein. Betrieben wird dieser durch die AAA. Das Unternehmen AP³ wurde 2023 schließlich in die Stiftung AP³ Luftrettung Liechtenstein überführt. Der RTH „Christoph Liechtenstein“ wird für die Stiftung weiterhin durch die AAA gestellt und betrieben.

Eine Stiftung für Notarztdienst, Luft- und Bergrettung

Im Sommer 2023 gründete sich im Fürstentum Liechtenstein die Stiftung AP³ Luftrettung Liechtenstein. Sie hat sich zum Ziel gesetzt die Luftrettung, den Notarztdienst und die Bergrettung in dem kleinen Alpenland zu fördern und weiterzuentwickeln. Sie ist Träger einer kombinierten Rettungshubschrauber- und Notarztstation am Heliport Balzers und finanziert diese in Teilen mit ihrem Stiftungsvermögen. Betrieben wird die Station mit dem Rettungshubschrauber (RTH) „Christoph Liechtenstein“ und einem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) durch den Partner Alpine Air Ambulance (AAA) aus der benachbarten Schweiz.

Der Vorläufer der Stiftung AP³ war die AP³ Luftrettung GmbH, die bereits 2017 als Gemeinschaftsunternehmen von der deutschen DRF Luftrettung, der österreichischen ARA Flugrettung und der Schweizer AAA aus der Taufe gehoben worden war. Mit ihr wollten die drei Partner die grenzüberschreitende Luftrettung im deutschsprachigen Alpenraum vorantreiben. Unter Federführung der AP³ Luftrettung konnte 2018 „Christoph Liechtenstein“ als erster RTH in der Geschichte Liechtensteins an der Station Balzers seinen Einsatzdienst aufnehmen. Von Beginn an wurde dieser operativ durch die AAA gestellt und betrieben.

Ausrüster k.A.
Sondersignalanlage
  • 1 Warnbalken
  • 2 Frontblitzer
Besatzung 1/1 Leistung 180 kW / 245 PS / 241 hp
Hubraum (cm³) 2.967 Zulässiges Gesamtgewicht (kg) 2.840
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Eingestellt am 02.01.2026 Hinzugefügt von Christopher Benkert
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