Einsatzfahrzeug: Bruxelles - Service d'Incendie et d'Aide Médicale Urgente - DLK - E11

Bruxelles - Service d'Incendie et d'Aide Médicale Urgente - DLK - E11
Bruxelles - Service d'Incendie et d'Aide Médicale Urgente - DLK - E11
  • Bruxelles - Service d'Incendie et d'Aide Médicale Urgente - DLK - E11

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Funkrufname Bruxelles - Service d'Incendie et d'Aide Médicale Urgente - DLK - E11 Kennzeichen 1-WTP-842
Standort Europa (Europe)Belgien (Belgium)Brussel-Hoofdstad/Bruxelles-Capitale (Region Brüssel-Hauptstadt)
Wache Service d'Incendie et d'Aide Médicale Urgente - Caserne Héliport (FW) Zuständige Leitstelle k.A.
Obergruppe Feuerwehr Organisation Berufsfeuerwehr (BF)
Klassifizierung Drehleiter-Korb Hersteller Iveco
Modell EuroCargo FF 160 E 32 Auf-/Ausbauhersteller Magirus
Baujahr 2019 Erstzulassung 2019
Indienststellung 2019 Außerdienststellung k.A.
Beschreibung

Drehleiter mit Korb (DLK - Ladderwagen) des Service d'Incendie et d'Aide Médicale Urgente (SIAMU; Berufsfeuerwehr) der belgischen Hauptstadt Bruxelles in der Region Bruxelles-Capitale, stationiert an der Hauptfeuer- und Rettungswache Héliport in Brüssel.

Fahrgestell: Iveco
Modell:
EuroCargo FF 160 E 32
Baujahr:
2019
Ausbau:
Magirus - Fire Technics NV

Eingesetzt wird das Fahrzeug für die Höhen- und Tiefenrettung sowie zur Brandbekämpfung.

Technische Daten:

  • Ausbau: Magirus
  • Modell: ML 32 L-AT
  • Maximale Rettungshöhe: 32 m
  • Nennrettungshöhe: 30,5 m
  • Arbeitsbereich: -12° bis 75°
  • Leiterpark: 4-teilig mit abneigbarem Korbarm
  • Niveauregulierung des Leiterstuhls: bis zu 10 Grad
  • Abstützung: 4-fach Varioabstützung
  • Rettungskorb: Magirus RC 500+
  • Tragkraft: 500 kg oder 5 Personen

Ausstattung:

  • Automatikgetriebe Allison 3000 PR mit hydraulischem Retarder
  • Elektronischer Geschwindigkeitsbegrenzer (100 km/h) mit Alarmfahrtfreischaltung bei eingeschaltetem Blaulicht (120 km/h)
  • Hintere Achse mit Hinterachszusatzlenkung HZL Magirus City Comfort 2
  • Zwei Atemschutzsitze von Magirus an der Beifahrerseite
  • Rückfahrkamera Brigade VBV-770
  • Kamerasystem an der Beifahrerseite Brigade VBV-320 zur Überwachung des toten Winkels
  • Drehstangenverschlüsse der Jalousien
  • Beleuchtung der Geräteräume in LED-Technik
  • Beleuchtung des Podiums und der Einstiege in LED-Technik
  • Umfeldbeleuchtung in LED-Technik
  • Zwei 24 V LED-Scheinwerfer mit je 4.200 Lummen am Leiterpark
  • Zwei 24 V LED-Scheinwerfer mit je 7.200 Lummen am Rettungskorb
  • Wenderohr Alco APF 2.5 IM-E mit Hohlstrahlrohr MZ2500 am Rettungskorb mit einer Leistung von 2.500 l/min bei 8 bar
  • Festverbaute Höhensicherungsgeräte mit Stahlseil von DBI-SALA Ultra-Lok mit Einhand-Aluminiumkarabiner mit Fallindikator
  • LED-Leseleuchte am Kabinenhimmel
  • Ladeerhaltung 230 V Typ CTEK MXT 14
  • NATO-Stecker zur Fremdeinspeisung

  • GPS-Peilsender
  • Datenfunk
  • A.S.T.R.I.D. Digitalfunk der belgischen Rettungsdienste

Beladung:

Fahrer- und Mannschaftskabine:

  • 3 Atemschutzgeräte 300 bar
  • 3 Atemschutzmasken
  • 3 tragbare A.S.T.R.I.D. digitale Handsprechfunkgeräte in Ladestation

Geräteraum G1:

  • 1 Satz Befestigungsschienen mit Befestigungsgurten zum Anbringen der Schleifkorbtrage auf die Krankentragenhalterung
  • 1 Abseilhilfe für den Rettungskorb
  • 4 Absturzsicherungssets
  • 1 Kletterseil 70 m

Geräteraum G2:

  • 1 Überdruckbelüfter Rosenbauer Fanergy
  • 1 Benzinkanister 5 Liter
  • 3 Atemschutzreserveflaschen 300 bar
  • 1 Pulverlöscher PG6
  • 1 Einreißhaken
  • 1 TNT-Tool
  • 1 Brechstange
  • 1 Handwerkzeugkasten

Geräteraum G3:

  • 1 Motorkettensäge
  • 1 Rettungssäge mit Zubehör
  • 2 Doppelkanister
  • 1 Forstarbeiterhelm mit Hörschutz
  • 1 Schnittschutzhose
  • 1 Schnittschutzoverall
  • 1 Paar Schnittschutzhandschuhe
  • 1 Handsäge

Geräteraum G4:

  • 2 C-Hohlstrahlrohre
  • 2 D-Hohlstrahlrohre
  • 1 B-2C-Verteiler
  • 2 B-Druckschläuche
  • 2 C-Druckschläuche
  • 2 D-Druckschläuche
  • 2 Reduzierstücke B-C
  • 2 Reduzierstücke C-D

Geräteraum G5:

  • 1 Schornsteinfegerset bestehend aus:
    - 1 Schlagkette 15 m
    - 1 Ösenkugel
    - 1 Fallgranate
    - 1 Rußschaufel
    - 1 Stahleimer
    - 1 Telekopspiegel
    - 1 Satz Bürstenköpfe
    - 3 Biegewellen

Geräteraum G6:

  • 4 Verkehrsblitzleuchten in Ladestation
  • 1 Abgasdeflektor
  • 1 Benzinkanister 10 Liter

Leiterstuhl und Podest:

  • 1 Stromerzeuger Kirsch 9BSV mit einer Leistung von 9 kVA
  • 4 Verkehrsleitkegel 50 cm
  • 1 Krankentragehalterung mit einer Tragkraft von 250 kg
  • 1 Schleifkorbtrage Spencer STO4000A
  • 1 Überdruckbelüfterhalterung für den Rettungskorb

Das Fahrzeug entstammt aus einer Sammelbeschaffung von 6 baugleichen Fahrzeugen durch SIAMU, dies zwischen 2019 und 2020.

Entwicklung der Gelenkdrehleitern von Magirus

Die erste Gelenkdrehleiter stellte Magirus 1994 auf der Interschutz in Hannover vor. An einen gekürzten fünfteilige Leitersatz einer Drehleiter mit Korb (DLK) 37 wurde ein Gelenk montiert. Der fünfteilige Leitersatz war notwendig, weil sonst nicht die Normwerte in Nennrettungshöhe und Ausladung der DLK 23/12 erreicht worden wären. Das Gelenkteil selbst hatte von Knick bis Korbvorderkante eine Länge von 3.500 mm und war bis zu 75° abwinkelbar. Werksintern wurden die Leitern DLK 23/12 Vario GL CC für Gelenk und Computer Controled bezeichnet. Nachteil der Gelenkleiter war allerdings eine verringerte Ausladung. 2004 wurden die Leitern mit der auf der Interschutz 2000 vorgestellten Schwingungsdämpfung Computer Stabilized CS ausgestattet. Folglich hießen die Leitern fortan DLK 23-12 Vario GL CS. Um wieder die Steighöhe einer konventionellen Drehleiter zu erreichen wurde auf der Interschutz 2005 ein teleskopierbares Gelenkteil präsentiert. Das teleskopierbare Gelenkteil erreichte dann eine Länge von 4.700 mm. Allerdings verringerte sich die Ausladung durch das zusätzliche Gewicht noch einmal. Bezeichnet wurden die Leitern als DLK 23/12 Vario GL-T CS.

Grundlegend wurden die bisherigen Gelenkdrehleitern von Magirus anlässlich der Interschutz 2010 überarbeitet. Der bisherigen Gelenkdrehleiter wurde ein neues Modell mit einem Einzelauszugsystem beiseite gestellt. Bei diesem Modell kehrte der vierteilige Leitersatz zurück. Statt der Konstruktion mit dem angebauten Gelenk wird das nun 4.500 mm lange Gelenk in den Leiterpark mit eingezogen. Anfangs wird immer das oberste Leiterteil mit dem Gelenk ausgezogen. Durch das Einsparen eines Leiterteils und der Einzelauszugtechnologie konnte Gewicht eingespart und die Ausladung wieder erhöht werden. Weitere Neuerungen sind die feste Wasserversorgung im obersten Leiterteil bis zum Korb und der Vier-Personen-Rettungskorb RC 400. Mit Einführung der neuen Gelenkdrehleiter überarbeitete Magirus auch das bisherige Bennenungsschema grundlegend. Die Gelenkdrehleiter mit Einzelauszugtechnologie wird als M 32 L-AS bezeichnet. Das Kürzel AS steht hier für das englische "Articulated Single-Extension", also "Gelenk mit Einzelauszug". Die bisherige Standard-Gelenkdrehleiter von Magirus wurde schließlich durch die mit Einzelauszugtechnologie ersetzt. In der bisher bekannten Bauform wird nur noch die Gelenkdrehleiter mit teleskopierbarem Gelenkteil gebaut.

Service d'Incendie et d'Aide Médicale Urgente (SIAMU):

Der Service d'Incendie et d'Aide Médicale Urgente (SIAMU) der Landeshauptstadt Bruxelles besteht ausschließlich aus Berufsfeuerwehrleuten und wird nicht wie üblich in Belgien durch Freiwillige verstärkt.

Der SIAMU ist für die Gefahrenabwehr in der Landeshauptstadt zuständig und ist neben der Unfallrettung, dem Brand- und Katastrophenschutz auch für den Rettungsdienst in der Landeshauptstadt verantwortlich. Zu diesem Zweck hält der SIAMU neben der Hauptfeuerwehr- und Rettungswache Héliport noch sieben weitere Feuerwehr- und Rettungswachen sowie drei reine Rettungswachen auf dem Gebiet der Stadt vor. Als weitere Besonderheit zählt, dass der SIAMU als eigenen Hilfeleistungsbezirk (Zone de Secours - Hulpverleningszone) gehandhabt wird und somit eine ganz eigene Autonomie hat. Daher sind auch viele Sondereinsatzgruppen beim SIAMU selbst angegliedert, die meisten davon an der Wache Héliport stationiert, wie z.B. eine Höhenrettungsgruppe, eine Tauchergruppe, eine HAZMAT-Gefahrstoffgruppe, ein Animal Rescue Team oder noch das Casual Extraction Team. Ferner werden dort auch etliche Sonderfahrzeuge vorgehalten.

Die Wehr ist in Belgien als Feuerwehr der Klasse X eingestuft, also als eine reine Berufsfeuerwehr mit einem Einzugsgebiet von mehreren Gemeinden. Zum Einzugsgebiet des SIAMU zählen neben dem Stadtgebiet von Brüssel auch die 18 angrenzenden Gemeinden der Stadt, die alle zusammen die Region Brüssel-Hauptstadt bilden. Die 19 Gemeinden der Region Brüssel-Hauptstadt sind Anderlecht, Auderghem, Berchem-Sainte-Agathe, Bruxelles-Ville, Etterbeek, Evere, Forest, Ganshoren, Ixelles, Jette, Koekelberg, Molenbeek-Saint-Jean, Saint-Gilles, Saint-Josse-ten-Noode, Schaerbeek, Uccle, Watermael-Boitsfort, Woluwe-Saint-Lambert und Woluwe-Saint-Pierre. Der SIAMU ist eine von fünf reinen Berufsfeuerwehren in Belgien und ist, neben den Berufsfeuerwehren aus Antwerpen, Charleroi, Gent und Lüttich auch zahlenmäßig die Größte und zudem bedeutendste Berufsfeuerwehr des Landes. Der SIAMU beschäftigt 1.150 Mann Personal, davon 1.000 Feuerwehrkräfte und 150 Mann Zivilpersonal.

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Echelle Automatique Pivotante (EPA) du Service d'Incendie et d'Aide Médicale Urgente (SIAMU) de la Capitale Bruxelles, Caserne Héliport sur base d'un Iveco EuroCargo FF 160 E 32 équipé par Magirus et Fire Technics NV.

Ausrüster k.A.
Sondersignalanlage
  • 2 Blitzkennleuchten Hänsch Comet-B
  • 1 Frontblitzer Hänsch Sputnik SL am Korb
  • 2 Frontblitzer Arisco MR6 LED im Kühlergrill
  • 2 Kreuzungsblitzer Hänsch Sputnik SL am Korb
  • 2 Seitenblitzer Hänsch Sputnik nano hinten am Leiterpark
  • 1 Heckblitzer Hänsch Sputnik SL hinten am Leiterpark
  • 2 Heckblitzer Hella C-LED
  • 1 Verkehrsleitanlage Whelen TAM83
  • 1 Druckkammerlautsprecher Code 3 C3100 Series
  • Pressluftanlage Max Martin 2298 BM
Besatzung 1/1 Leistung 235 kW / 320 PS / 315 hp
Hubraum (cm³) 6.728 Zulässiges Gesamtgewicht (kg) 16.000
Tags
k.A.
Eingestellt am 02.08.2025 Hinzugefügt von Roland
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