Einsatzfahrzeug: Opfikon - StpFW - ULF - Glattbrugg 8 (a.D.)

Opfikon - StpFW - PLF - Glattbrugg 8 (a.D.)
Opfikon - StpFW - PLF - Glattbrugg 8 (a.D.)
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Einsatzfahrzeug-ID: V111989 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname Opfikon - StpFW - ULF - Glattbrugg 8 (a.D.) Kennzeichen ZH 1176
Standort Europa (Europe)Schweiz (Switzerland)Zürich
Wache StpFW Opfikon Zuständige Leitstelle k.A.
Obergruppe Feuerwehr Organisation Freiwillige Feuerwehr (FF)
Klassifizierung Industrie-/Universallöschfahrzeug Hersteller Volvo
Modell F 12 Auf-/Ausbauhersteller Rusterholz
Baujahr 1986 Erstzulassung 1986
Indienststellung 1986 Außerdienststellung 2011
Beschreibung

Universallöschfahrzeug der der Stützpunktfeuerwehr Opfikon, beschafft und zur Verfügung gestellt durch die GVZ, Gebäudeversicherung des Kantons Zürich

Fahrgestell: Volvo F 12 8x4
Aufbau: Carrosserie Rusterholz

Technische Daten:
Motor: 8 Zylinder, Turbodiesel
Hubraum: 11.972 cm³
Leistung: 324 kW/440 PS

Ausstattung u.a.:

  • Wassertank 4.270 l
  • Schaummitteltank 600 l
  • Pulverlöschanlage 1.000 kg
  • Normaldruckpumpe Rosenbauer
  • eingebauter Stromerzeuger
  • Lichtmast
  • hydraulisches Rettungsgerät
  • Hebekissen
  • Dichtkissen
  • Trennschleifer
  • Wasserwerfer auf dem Dach, demontierbar
  • 2-teilige Schiebeleiter
  • Feuerlöscher
  • Seilwinde

Vierachsige Alleskönner im Kanton Zürich

Mit der durch das Konzept Feuerwehr 2000 der Gebäudeversicherung Zürich (GVZ) ausgelösten umfassenden Neuorganisation des Feuerwehrwesens im Kanton Zürich in den 1990er wurden ein Kantonaler und zwölf Regionale Stützpunkte zur Unterstützung der Ortsfeuerwehren eingerichtet. Als elementaren Bestandteil der Ausstattung der Stützpunkte beschaffte die GVZ zwischen 1994 und 2000 insgesamt 13 Universallöschfahrzeuge (ULF) nach einem einheitlichen Lastenheft. Die Kosten für die Anschaffung der ULF übernahm, wie bei allen anderen Stützpunktfahrzeugen komplett die GVZ.

Ein allererstes ULF hatte die GVZ bereits 1986 für die Feuerwehr Opfikon zur Sicherstellung des Brandschutzes im Gubrist-Tunnel beschafft. Das von Rusterholz auf einem vierachsigen Volvo aufgebaute ULF diente den späteren ULF zumindest in Teilen als Vorbild. Konzipiert wurden die ULF nicht als eigenständige taktische Einheiten, sondern als vielseitige Unterstützungsfahrzeuge für den überörtlichen Einsatz in der Brandbekämpfung und auch der Hilfeleistung. Insbesondere sollten die ULF große Mengen der drei zentralen Löschmittel Wasser, Schaum und Pulver bereitstellen.

Im Lastenheft wurden folgende Eckdaten für die ULF festgeschrieben:

  • Vierachsige Fahrgestelle mit
  • einem Gesamtgewicht von maximal 28 Tonnen,
  • einer Motorleistung von mindestens 500 PS,
  • einem Automatikgetriebe,
  • Straßenantrieb mit zwei Antriebsachsen,
  • einer Feuerlöschkreiselpumpe vom Typ 4 mit einer Leistung von 4.200 Litern pro Minute bei acht bar oder 300 Litern pro Minute bei 40 bar
  • einem Wassertank mit einem Fassungsvermögen von 5.000 Litern,
  • einem Schaummitteltank mit einem Fassungsvermögen von 1.500 Litern,
  • und eine Hochdruckpulverlöschanlage mit einem Fassungsvermögen von 1.500 Kilogramm.

Die Beladeliste sah folgende zentrale Ausrüstungsgegenstände vor:

  • Ein Stromerzeuger,
  • ein Rüstsatz mit Schere, Spreizer, Rettungszylinder und Pedalschneider,
  • ein Mehrzweckzug,
  • ein Trennschleifer,
  • ein Satz Hebekissen,
  • eine Motorkettensäge,m
  • 800 Meter B- und C-Druckschlauch,
  • je vier Mittel- und Schwerschaumrohre,
  • drei Hydroschilde,
  • je ein Schaum- und Wasserwerfer sowie ein reiner Wasserwerfer,
  • ein Be- und Entlüftungsgerät,
  • sieben Pressluftatmer,
  • eine dreiteilige Steckleiter,
  • und eine zweiteilige Schiebleiter.

Eine erste Serie aus vier ULF wurde zwischen 1994 und 1996 auf vierachsigen Fahrgestellen von Iveco und Scania aufgebaut. Für je ein Fahrzeug der Serie zeichneten sich Brändle, Rosenbauer, Rusterholz und Vogt verantwortlich. Die Aufbauten der vier ULF unterschieden sich teilweise in der Bauweise. In der Erprobungsphase schnitten die ULF mit längs im Aufbau angeordneten Löschmitteltank besser ab, als die mit in einem gesonderten Aufbaumodul zusammengefassten Tanks. Die Längstanks erlaubten eine bessere Gewichtsverteilung und erlaubten mehr Geräteräume für eine bequemere Unterbringung der Ausrüstung.

Die Beschaffung und Indienststellung der restlichen neun ULF zog sich bis ins Jahr 2000. Während sich bei den Fahrgestellen mit vier Ivecos und fünf Scanias noch ein ausgewogenes Bild zeichnete, lieferte Rusterholz die absolute Mehrheit der Aufbauten. Der Lokalmatador aus dem Kanton Zürich baute nicht weniger als sieben ULF auf. Nur je ein ULF entstand bei Rosenbauer und Vogt, während Brändle gar nicht mehr zum Zug kam.

Als Nachfolger für die ULF entwickelte die GVZ den Typ des Grosslöschfahrzeuges (GLF). Diese stellen eine moderne Weiterentwicklung der ULF dar. Mit einer sechsköpfigen Besatzung eigenen sie sich nun auch als eigenständige taktische Einheiten. Verzichtet wurde bei ihnen jedoch auf die schlagkräftige, aber im Einsatz nur selten gebrauchte Pulverlöschanlage. Bereits im Jahr 2011 wurde das Ur-ULF der Feuerwehr Opfikon durch ein GLF ersetzt. Erst 2025 wurde bei der Feuerwehr Bülach das nächste ULF durch ein GLF abgelöst.

Die ULF der Stützpunkte im Kanton Zürich:

Nachfolger: http://bos-fahrzeuge.info/einsatzfahrzeuge/84595/

Ausrüster k.A.
Sondersignalanlage
  • 3 Hella KLJ 80 Drehspiegelleuchten, davon 1 am Heck
  • Hänsch Typ 40 Frontblitzer
  • Hella RTK 3-SL Warnanlage
Besatzung 1/1 Leistung 324 kW / 441 PS / 434 hp
Hubraum (cm³) 11.972 Zulässiges Gesamtgewicht (kg) 28.000
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Eingestellt am 03.11.2013 Hinzugefügt von Olaf Wilke
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