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TECC: Taktische Verwundetenversorgung in Terror-Lagen

04.05.2016

TECC_290Offenbach/Queich (rd.de) – Die Terror-Anschläge von Paris am 13. November 2015 bedeuteten für den zivilen Rettungsdienst der französischen Hauptstadt eine extreme Lage. In Deutschland werden sich viele Rettungsfachkräfte gefragt haben, wie bzw. ob sie auf solch eine Situation vorbereitet sind. Die Akademie des Deutschen Berufsverbandes Rettungsdienst (DBRD) vermittelt seit kurzem in einem zweitägigen Kurs das erforderliche Know-how.

Tactical Emergency Casualty Care-Guidelines“ (TECC) nennt sich ein Konzept, das die DBRD-Akademie ihren Kursteilnehmern näherbringt. Es leitet sich aus militärischen Versorgungsstrategien der US-Army ab (TCCC – Tactical Combat Casualty Care) und wurde unter anderem für zivile Rettungsdienste sowie Feuerwehren modifiziert. Es handelt sich insofern um in der Praxis bewährte Leitlinien, keine starren Protokolle.

TECC: Taktische Verwundetenversorgung

„Gerade die Erfahrungen, die während der Anschläge um den Boston-Marathon gemacht wurden, haben gezeigt, dass IEDs (improvisierte Sprengkörper) auch außerhalb militärischer Gefechtszonen zu finden sind“, erklärt Marco K. König, 1. Vorsitzender des DBRD und Nationaler Koordinator TCCC Deutschland. Deshalb wolle man mit den TECC-Kursen auch taktisch nicht ausgebildetes Rettungsfachpersonal ansprechen. Die zivilen Notärzte, Notfallsanitäter und Rettungsassistenten unterstützen die Polizei vielfach in solchen Lagen und sind für die Versorgung der Verletzten zuständig. Deshalb lernen die Teilnehmer, wie sie in diesen speziellen Situationen adäquat zu reagieren haben und medizinisch lebensrettende Maßnahmen durchführen können (taktische Wundversorgung).

Die Teilnehmer des TECC-Kurses lernen, wie sie in Gefahrenlagen adäquat zu reagieren haben und medizinisch lebensrettende Maßnahmen durchführen können. Foto: DBRD

Die Teilnehmer des TECC-Kurses lernen, wie sie in Gefahrenlagen adäquat zu reagieren haben und medizinisch lebensrettende Maßnahmen durchführen können. Foto: DBRD

Zum Lehrstoff gehört unter anderem:

 

  • Verwundete aus der Gefahrenzone retten.
  • Blutstillung mittels Tourniquet.
  • Durchführung eines adäquaten Atemwegsmanagements bis hin zur Koniotomie.
  • Versorgung von Thoraxverletzungen bis hin zur Entlastungspunktion.
  • Einsatz von Hämostyptika und Packing zur Blutungskontrolle.
  • Etablierung eines adäquaten Zuganges (i.v./i.o.) und Bestückung.
  • Management des hämorrhagischen Schocks (Volumengabe, Gabe von Tranexamsäure).
  • Therapiestrategien: Gabe von Analgetika, Antibiotika.
  • Evakuierung und zielgerichteter Abtransport.

Das Board der National Association of Emergency Medical Technicians (NAEMT) führe die TECC-Kurse unter der Schirmherrschaft ihres PHTLS-Programms durch. Die Teilnehmer des Kursformats würden nach den laufend aktualisierten TECC-Guidelines ausgebildet und trainiert, heißt es auf der Website der DBRD-Akademie.

„Der Kurs kombiniert auf diese Weise die Prinzipien von PHTLS und TCCC mit den TECC-Guidelines und den Empfehlungen aus dem ‚Hartford Consensus Document‘ zu Amok- und Scharfschützenlagen“, erläutert König.

Weitere, ähnlich gelagerte Kurse bieten in Deutschland zum Beispiel folgende Institutionen an:

•    Tactical Rescue & Emergency Medicine Association (TREMA),
•    Sanitätsschule Nord,
•    Trainingszentrum für Erste Hilfe & Notfallmedizin, Hamburg,
•    Tactical Responder,
•    CTC Medical.

(Text: Lars Schmitz-Eggen, Rettungsassistent, Chefredakteur www.rettungsdienst.de; Symbolfotos: DBRD; zuletzt aktualisiert: 04.05.2016)

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BRK: Terroristische Anschläge erfordern neue Einsatztaktik

04.05.2016

München (rd.de) – Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) will sich mit einer neuen Einsatztaktik und verbesserter medizinischer Ausrüstung besser auf terroristische Anschläge einstellen. Dazu hat das BRK eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die mit Fachvertretern verschiedener Organisationen einen Forderungskatalog erarbeitet und neue Konzepte vorlegen soll.

Übung Weilheim bei Fa. Fischer, angenommene Lage: Massenkarambolage auf A8

Erfordert die Terrorgefahr ein neues Einsatzkonzept zur taktischen Verwundetenversorgung? Symbolfoto: M. Brändli

An oberster Stelle stehe dabei die Erhöhung der Transportkapazitäten für verletzte Patienten und eine erweiterte taktische Ausbildung für die Mitarbeiter im Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Darüber hinaus solle die Kommunikation mit der Polizei optimiert werden.

Der Präsident des BRK, Theo Zellner, gab an, dass es im Hinblick auf Terroranschläge auch zu einem Paradigmenwechsel in der Abwicklung von Großschadensereignissen kommen könne. In Frage steht, ob das bisherige Konzept, bei dem eine große Zahl an Patienten an Behandlungsplätzen versorgt wird, noch zeitgemäß ist.

Beispielsweise könne sich das Prinzip „load and go“, bei dem Patienten schnellstmöglich in umliegende Krankenhäuser transportiert werden, als praktikabler herausstellen. Immerhin würde dieses Prinzip schon seit Jahren zum Beispiel in Israel erfolgreich angewendet. Allerdings müssten dann die Transportkapazitäten im Katastrophenschutz weiter ausgebaut werden. Eine Forderung des BRK ist deswegen auch die Anschaffung neuer Krankentransportfahrzeuge, die zeitgleich mehrere Patienten transportieren können.

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Die Arbeitsgruppe wolle auch auf die Erfahrungen der Bundeswehr zurückgreifen und die zivil-militärische Zusammenarbeit im Katastrophenschutz weiter ausbauen. Vor allem die taktische Rettung von Patienten unter erschwerten Bedingungen müsse den Mitarbeitern im Rettungsdienst vermittelt werden. Dies spiele in der bisherigen Ausbildung der Rettungsfachkräfte kaum eine Rolle. Bei der Bundeswehr hingegen gäbe es bereits die hierzu nötigen Kompetenzen.

Ausdrücklich weisen die Beteiligten darauf hin, dass es nicht darum gehe, Ängste zu schüren und Panikmache zu betreiben. Als Hilfsorganisation stehe man jedoch in der Verantwortung, auf alle möglichen Schadensfälle angemessen vorbereitet zu sein.

(04.05.2016)

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Datenerfassung auf dem iPad

04.05.2016

Fulda (pm) – Die Firma Pulsation IT entwickelt und vertreibt komplette Softwarelösungen für die elektronische Einsatzdokumentation im Rettungsdienst. Das Unternehmen konzentriert sich dabei auf das iPad der Firma Apple.

Bisher konnten nach eigenen Angaben über 300.000 Einsätze erfasst werden. Auf der RETTmobil 2016 in Fulda haben Besucher die Möglichkeit, sich am Stand der Firma Pulsation IT ein eigenes Bild von deren Hard- und Software zu machen.

Das Unternehmen weist darauf hin, dass man mit ihren Produkten diverse Checklisten und Nachschlagewerke sowie SOPs mit einem Klick zur Hand habe. Neben den Schnittstellen zur Leitstelle und medizinischen Geräten biete man auch ein umfangreiches Dokumentenmanagement.

(04.05.2016)Pulsation

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Katholikentag: Malteser planen mit 450 Kräften

04.05.2016

Leipzig (rd.de) – Vom 25. bis 29 Mai 2016 findet in Leipzig der 100. Deutsche Katholikentag statt. Die Malteser werden die Veranstaltung mit rund 450 Kräften begleiten.

Dabei übernehmen sie im Auftrag des Veranstalters die verschiedensten Tätigkeiten. Sie sorgen für die sanitätsdienstliche Versorgung der Gäste, fahren und begleiten Menschen mit Behinderung und kümmern sich als Quartiermanager um große Gemeinschaftsunterkünfte.

Die Planungen des Führungsstabs laufen bereits seit Monaten. Die 450 Kräfte bestehen überwiegend aus Ehrenamtlichen aus dem gesamten Bundesgebiet. Darüber hinaus engagieren sich 90 Malteser-Jugendliche in vielerlei Funktionen. Unter anderem bieten sie einen Begleitdienst für Menschen mit Behinderung an – sowohl als Begleitung auf dem Messegelände als auch als punktuelle Unterstützung für einzelne Veranstaltungen.

(04.05.2016)

Malteser auf dem Katholikentag 2014. Symbolfoto: Malteser

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Kletterer stürzt ab – und hat Glück

03.05.2016

Schriesheim (rd.de) – Viel Glück hatte ein Kletterer am Montagnachmittag (03.05.2016) in Schriesheim (Rhein-Neckar-Kreis).

Klettern am Fels

Der 63-Jährige Mann kletterte allein in einem Steinbruch. Wie die Polizei mitteilt, riss beim Einhängen des Sicherungsseils ein Stahlseil des Klemmhakens. Dadurch verlor der Mann den Halt und stürzte zirka acht Meter ab.

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Ihm gelang es trotz des Sturzes, den Notruf zu wählen. Die Rettungsfachkräfte versorgten den Mann an der Unfallstelle und verständigten einen Rettungshubschrauber. Dieser brachte den Patienten in ein Krankenhaus. Dort wurde klar, dass der Mann viele Glück hatte. Der Kletterer überstand den Sturz lediglich mit leichten Gesichtsverletzungen.

(03.05.2016)

 

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Viele fordernde Einsätze beim Wachenpraktikum

03.05.2016

20140811-IMG_2342Das Wachenpraktikum ist vorbei. In der Zeit des Praktikums gab es einiges zu tun: Von Krankentransporten, die sich zum Notfall entwickelten, bis hin zu Notfällen, die keine waren. In einer Woche hatte ich viele Kindernotfälle, auch wenn diese sonst glücklicherweise eher selten sind. Das eine Kind war bereits vier Jahre alt, das andere 12 Monate.

Stefanie Hahl und Sebastian Hanisch absolvieren beim DRK-Rettungsdienst Mittelhessen ihre Ausbildung zum Notfallsanitäter. Seit August 2014 berichten sie auf www.rettungsdienst.de einmal im Monat über ihre Erfahrungen und Erlebnisse als angehende Notfallsanitäter.

Der eine Einsatz war in einer Kita, dort erlitt ein Kind einen Krampfanfall. Es hatte aber bereits ein bekanntes Krampfleiden. Die Kita wusste über die Erkrankung Bescheid und konnte dem Kind gleich sein Notfallmedikament verabreichen, welches den Krampf durchbrach. Es ist wichtig, dass solche Institutionen über die Erkrankungen ihrer Schutzbefohlenen informiert sind, um genau in solchen Fällen schnell agieren zu können.

Bei dem anderen Einsatz sah es anders aus, dort wusste niemand von einem Krampfleiden. Es war der erste Krampfanfall des Kindes gewesen. Da das Kind blau anlief und dies auch unser Einsatzstichwort war, beeilten wir uns etwas mehr als sonst. Die Leitstelle hatte das volle Programm angefordert. Einsatzstichwort „R5 Kindernotfall“: Dies bedeutet, es wurden RTW, NEF und Baby-NAW alarmiert, vor Ort waren dann: drei Rettungsassistenten beziehungsweise Notfallsanitäter, ein Notarzt, ein Kinderarzt, zwei Ärzte in Weiterbildung (einer in Kinder- und einer in Notfallmedizin), eine Fachkrankenschwester der Kinderintensivstation und natürlich ich. Vor Ort waren also neun Leute des Rettungsdienstes/Gesundheitswesens.

Bei uns im Landkreis lauten die Einsatzstichwörter R0, R1, R2, R3 und R5:

R0 = RTW ohne Sonderrechte (SR);
R1 = RTW mit SR;
R2 = RTW und NEF mit SR;
R3 = NEF-Nachforderung in einen anderen Kreis mit SR;
R5 = RTW, NEF und Baby-NAW mit SR, alternativ nur Baby-NAW

Selbiges gibt es auch für Krankentransporte, dort bedeuten die Zahlen nur sowas wie: Einweisung, Entlassung, Verlegung….

Über einen spannenden Einsatz möchte ich zuletzt noch berichten! Alarmierung war R1 zur notfallmäßigen Türöffnung mit der Feuerwehr. Die Polizei und wir waren zuerst vor Ort. Kurz danach stellte sich heraus, dass angeblich kurz vorher jemand die Wohnung fluchtartig verlassen hatte und der Bewohner seitdem schrie. Wir versuchten dann, die Tür zu öffnen, was uns aber misslang. Die Feuerwehr brauchte aber noch einige Zeit.

Ein Nachbar hatte dann nach Absprache mit der Polizei die Tür gewaltsam geöffnet. Die Polizei sicherte schleunigst die Wohnung, da für uns vom RD usw. der Eigenschutz oberste Priorität hat. In der Wohnung angekommen, lag dort ein Mann schreiend im Bett. Kurze Zeit später fing dieser zu krampfen an. Er bekam Dormicum, und wir alarmierten einen Notarzt.

Da die gesamte Situation merkwürdig war und der Patient nicht den stabilsten Eindruck machte, entschieden wir uns für eine Narkose. Wegen den äußerst desolaten Venenverhältnisse kam auch die EZ-IO zum Einsatz – ein sicherer Zugang zum Blutsystem, der von außen in den Knochen gebohrt wird. Nach Stabilisierung des Patienten stand nun der Transport an erster Stelle. Im Krankenhaus angekommen, wurde er sofort untersucht. Leider wissen wir bis heute nicht, wie und was der Auslöser war.

Jetzt geht es wieder in der Schule weiter! Bis zum nächsten Mal, dann aber von Steffi.

Basti

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DGzRS fordert Gesetz zur Wasserrettung

02.05.2016

Kiel (rd.de) – Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sieht eine Regelungslücke in der Zusammenarbeit mit dem landgebundenen Rettungsdienst in Küstengebieten. Sie fordert deswegen ein Gesetz, das die Zusammenarbeit klarstellt.

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Letztendlich gehe es nach Aussage von Christian Stipeldey, Sprecher der DGzRS, gegenüber rettungsdienst.de darum, die bisher gängige Praxis in eine gesetzliche Regelung zu überführen. Kommt es beispielsweise zu einem Notarzteinsatz oder einem Krankentransport auf einer küstennahen Insel, wird die DGzRS  im Rahmen der Amtshilfe tätig.

Wie die „Kieler Nachrichten“ berichten, könne es dabei auch zu Problemen kommen. In Einzelfällen sei es vorgekommen, dass die Aufnahme eines Notarztes an Bord das Auslaufen der Seenotretter bis zu einer halben Stunde verzögert habe. Die zuständige Leitstelle an Land müsse die entsprechenden Kapazitäten erst freistellen. Eine klare gesetzliche Regelung könne hier schnellere Reaktionszeiten ermöglichen.

Die DGzRS ist vom Bundesverkehrsministerium für die Rettung auf hoher See beauftragt, beteiligt sich aber auch an Einsätzen in Küstennähe. Wie die Zeitung weiter schreibt, gebe es zum Beispiel in Schleswig-Holstein ein etabliertes System der Rettung von Personen, auch in Küstennähe. Jedoch ohne gesetzliche Regelung. Auch die Regierung des Bundeslandes überlege deswegen, die Wasserrettung in einem eigenen Gesetz zu verankern.

(02.05.2016)

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15 Tipps, wenn Sie ein Stethoskop kaufen wollen

02.05.2016

Stethoskop_580Bremen (rd.de) – Ein gutes Stethoskop kann im Einsatz eine wertvolle Hilfe sein. Engagierte Rettungsdienst-Mitarbeiter haben daher ihr eigenes Stethoskop dabei. Wie sich die verschiedenen Modelle unterscheiden und auf was zu achten ist, wenn man ein Stethoskop kaufen möchte, erfahren Sie hier.

Bei einem Stethoskop des so genannten Rappaport-Typs verfügt das Brustteil über zwei umschaltbare Membranköpfe. Die Tonüberleitung erfolgt über zwei getrennte Schläuche. Wegen ihrer beiden Schläuche benötigen Rappaport-Stethoskope erheblich mehr Platz zum Verstauen und drohen, schnell zu verschleißen oder beschädigt zu werden.

Die auf David Littmann zurückgehenden Doppelkopf-Stethoskope vereinigen im Bruststück eine Membran und einen Trichter (Glocke). Sie werden oft als „Littmann“, „Advanced“ oder „Classic“ beworben und besitzen nur einen Schlauch. In höheren Preisklassen erfolgt die Schallübertragung über einen Schlauch mit zwei Kanälen (Duoschlauch). Diese Produkte tragen den Begriff „Kardiologie“ im Namen. Geräte dieses Typs werden von praktisch allen Herstellern angeboten.

Stethoskop kaufen: Diese Punkte sollten Sie vorab prüfen!

•    System: Welcher Gerätetyp wird meiner Tätigkeit im Rettungsdienst am ehesten gerecht?
•    Platzbedarf: Wird das Stethoskop in einer Jacke verstaut oder in einem Rucksack mitgeführt?
•    Gewicht: Wenige Gramm mehr werden sehr schnell als unangenehm empfunden!
•    Schlauchflexibilität: Durch flexible Schläuche lässt sich ein Stethoskop auch bei wenig Platz gut unterbringen. Unflexible Schläuche benötigen dagegen erfahrungsgemäß mehr Platz.
•    Glatt poliert: Raue Oberflächen neigen zur Verkeimung!
•    CE-Zeichen: Das Stethoskop ist ein Medizinprodukt und muss gemäß MPG ein CE-Zeichen tragen.
•    Latexfrei: Dran denken, dass nicht nur der Anwender, sondern auch der Patient auf Latex allergisch reagieren könnte.
•    Ohrbügel: Bleiben diese im korrekten 15-Grad-Winkel oder verschieben sie sich leicht? Lässt sich der Druck auf die Oliven/Ohren verändern?
•    Oliven: Weich oder hart? Die Oliven sollen die Ohren abdichten und dabei nicht drücken. Meist werden harte Oliven als sehr unangenehm empfunden.
•    Reservematerial: Sind beim Kauf bereits zusätzliche Oliven und Membran im Preis inbegriffen?
•    Kältering: Der direkte Kontakt mit dem kalten Brustteil ist für den Patienten nicht angenehm. Ein dünner Ring aus Kunststoff oder Gummi vermindert dies.
•    Gravur-Service: Eine nette Option, um das Stethoskop mit dem eigenen Namen kennzeichnen zu lassen oder als Geschenk zu personalisieren.
•    Garantie: gesetzliche Minimalgarantie oder längere Frist?
•    Ersatzteile: Garantiert der Hersteller für eine definierte Zeit die Bestellmöglichkeit von Ersatzteilen? Auch nach Einstellung der Produktion?
•    Probehören: Bietet der Händler die Möglichkeit, verschiedene Modelle auszuprobieren?

Alles, was Sie wissen müssen, wenn Sie ein Stethoskop kaufen möchten, können Sie unserem eDossier „Einkaufsberater Stethoskope“ entnehmen. Das eDossier beinhaltet unter anderem eine ausführliche Tabelle mit 15, für den Rettungsdienst infrage kommenden Stethoskopen. Hier geht’s zum Download.

(Text und Foto: Stefan Friedberg, dipl. Rettungssanitäter HF und Dozent im Rettungsdienst; 02.05.2016)

Bild1_eDossier2016_Einkaufsberater Stethoskope_neu_100eDossier „Einkaufsberater Stethoskope“
• Umfang: 9 Seiten
• Dateigröße: ca. 2,5 MB/PDF-Format
• Ein Beitrag aus Rettungs-Magazin 3/2016

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Spielplatzbrücke stürzt ein: fünf Kinder verletzt

02.05.2016

Ludwigsburg (rd.de) – Auf einem Spielplatz in Ludwigsburg ist am Sonntagmittag (01.05.2016) eine Holzbrücke eingestürzt. Mehrere Kinder verletzten sich.

Mehrere Kinder verletzten sich auf einem Spielplatz. Foto: fotolia/Christian Müller

Mehrere Kinder verletzten sich auf einem Spielplatz. Foto: fotolia/Christian Müller

Wie die Polizei mitteilt, war eine Gruppe mit zirka 15 Kindern und Jugendlichen auf dem Spielplatz.  Um ein Gruppenfoto zu machen, begaben sie sich gemeinsam auf die Brücke. Diese durfte allerdings nicht betreten werden. Nach Angaben der Polizei wiesen eine Absperrung und ein Betretungsverbot-Schild darauf hin.

Während sich die Gruppe für das Foto aufstellte, brach die Brücke durch. Ein Teil der Gruppe stürzte rund vier Meter ab. Eine Zwölfjährige und ein 15-Jähriger zogen sich schwere Verletzungen zu. Drei weitere Heranwachsende im Alter zwischen elf und 16 Jahren verletzten sich leicht.

Rettungsfachkräfte und ein Notarzt übernahmen die Erstversorgung der Patienten. Im Anschluss mussten sie zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser gebracht werden. Insgesamt alarmierte die Integrierte Leitstelle Böblingen vier Rettungswagen und eine Notarzt-Einsatzfahrzeug.

Weitere Personen der Gruppe erlitten einen Schock. Sie konnten aber nach ambulanter Behandlung nach Hause entlassen werden.

(02.05.2016)

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Schnellere Rettung durch QR-Codes

02.05.2016

Res-QR_RZ.inddFulda (pm) – Moderne Fahrzeugtechnik, Hybridfahrzeuge und alternative Antriebe können bei einem Unfall Insassen und Retter gleichermaßen gefährden.

Die Identifikation von Fahrzeugtyp und Antriebsart kann daher lebenswichtig sein. Die Firma Makrolog bietet einen QR-Code-Sticker an, mit dem bisher nach eigenen Angaben schon mehr als eine halbe Million Fahrzeuge gekennzeichnet wurden. Einsatzkräfte können so an der Unfallstelle mit dem QR-Scanner ihres Smartphones alle wichtigen Daten zum Unfallfahrzeug auslesen.

Die Idee (RES-QR) wurde ursprünglich von Daimler entwickelt und ist von Makrolog gemeinsam mit Ausbildern und Fachleuten verbessert worden. So sind jetzt bereits mit bloßem Auge anhand der farbcodierten Etikette alternative Antriebe sofort zu erkennen.

Anlässlich der 16. RETTmobil (11. bis 13. Mai 2016) kann sich jeder Besucher am Stand der Firma Herberger (Freigelände, Stand 55) kostenlos einen passenden Etikettensatz für sein Fahrzeug erstellen lassen. Die Etiketten werden direkt vor Ort produziert. Das Angebot gilt, solange der Vorrat reicht. Eine Vorbestellung ist auch jetzt schon möglich.

(02.05.2016; Foto: Makrolog)

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