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11.2.: Internationaler Tag des Notrufs

11.02.2016

Internationaler Tag des Notrufes am 11.2. Foto: fotolia/georgejmclittle

Bremen (rd.de) – Im Jahr 1991 beschlossen die damaligen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, das Notrufmeldungen vereinheitlicht werden sollen. Seitdem gilt in der EU die 112 als einheitliche Notrufnummer.

Das europäische Parlament beschloss ferner den 11. Februar aufgrund der Ziffernfolge zum europaweiten Notruftag auszurufen. Die Notrufnummer 112 ist in allen EU-Staaten kostenfrei. Wer die Nummer wählt, wird automatisch an die zuständige Notrufzentrale weitergeleitet.

5 Tipps, wie Sie einen Notruf richtig absetzen:

  • Wo ist es passiert?

Die Beantwortung dieser Frage sollte immer als erstes erfolgen. Bricht der Kontakt ab, gibt es zumindest einen Anhaltspunkt, wo sich der Notfallort befindet. Geben Sie eine exakte Ortsangabe (Ort, Stadtteil, Straße, Hausnummer) an. Je genauer die Ortsangabe ist, desto weniger müssen die Rettungsfachkräfte suchen. Wenn Sie ortsfremd sind, bitten Sie andere Personen um Hilfe.

  • Was ist passiert?

Geben sie kurz an, um welche Art von Notfall es sich handelt. Stichworte reichen! Beispielsweise Verkehrsunfall, Feuer, bewusstlose Person oder Sturz von Leiter.

  • Wie viele Verletzte?

Es ist wichtig, möglichst genau die Zahl der Verletzten/Erkrankten mitzuteilen. Nur so können ausreichend Rettungskräfte alarmiert werden. Bei größeren Unfällen reicht eine realistische Schätzung. Sie müssen nicht über- oder untertreiben.

  • Welche Art der Verletzung?

Nennen Sie die Art der Verletzung oder Erkrankung. Handelt es sich zum Beispiel um eine Fraktur oder Schnittverletzung? Welches Ausmaß der Verletzung liegt vor? So kann der Leitstellen-Mitarbeiter einschätzen, ob weitere Einsatzmittel notwendig sind.

  • Wer meldet das Ereignis?

Nennen Sie ihren Namen und eine Rückruf-Nummer für Nachfragen. Bleiben Sie, soweit es Ihnen möglich ist, in der Nähe des Telefons. Machen Sie im Idealfall die Einsatzkräfte auf sich aufmerksam. Erste Hilfe und Eigenschutz haben jedoch immer Vorrang!

(11.02.2016)

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Lkw-Fahrer stürzte von Autobahnbrücke

11.02.2016

Schnaittach (BY) – Ein polnischer Lkw-Fahrer stürzte am Dienstag (11.02.2016) von einer Brücke der Autobahn A 9 und kam dabei ums Leben.

Wie die Polizei mitteilt, befuhr der 64-Jährige zusammen mit einem Beifahrer die A 9 in Richtung Berlin. Aufgrund eines technischen Defekts kam der Lkw auf einer Autobahnbrücke in der Nähe von Schnaittach (Kreis Nürnberger Land) zum Stillstand.

Shooting für RettMag

Tragischer Unfall auf Autobahnbrücke. Foto: Markus Brändli

Während der Beifahrer einen Abschleppdienst verständigte, verließ der Lkw-Fahrer sein Fahrzeug. Aus bislang nicht geklärter Ursache, stürzte er anschließend über das Geländer der Brücke zirka 14 Meter tief. Nachdem der Beifahrer seinen Kollegen nicht mehr auffinden konnte, verständigte er die Polizei.

Diese fand den Mann am Fuß der Brücke. Durch den Sturz erlitt er schwere Verletzungen. Der Rettungsdienst konnte dem Mann nicht mehr helfen. Er starb noch an der Unfallstelle. Nach Angaben der Polizei muss von einem Unglücksfall ausgegangen werden.

(11.02.2016)

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Dyspnoe: Akute Atemnot und ihre Ursachen

10.02.2016

Atemnoz, DyspnoeBremen (rd.de) – Das Leitsymptom „Dyspnoe“ spielt im Rettungsdienst eine wichtige Rolle. Schätzungsweise sind acht bis zehn Prozent aller Einsätze auf eine akute Atemnot zurückzuführen. Regionale und vor allem jahreszeitliche Unterschiede spielen dabei eine wesentliche Rolle.

Dyspnoe als solche wird von Patienten in aller Regel als höchst bedrohlich und akut lebensgefährdend empfunden. Bei der Behandlung muss nach den Ursachen differenziert werden. Da sind zum einen pulmonale Erkrankungen, die zu akuter Atemnot führen können. Zum anderen können kardiale Gründe vorliegen.

Dyspnoe aufgrund pulmonaler Erkrankungen

Zu den bekanntesten obstruktiven Atemwegserkrankungen zählen das Asthma bronchiale und die chronisch obstruktive Bronchitis (COPD). Beide sind durch eine Verengung der Bronchien charakterisiert. Auch das Lungenemphysem gehört im weitesten Sinne zu den obstruktiven Atemwegserkrankungen, die Dyspnoe auslösen können. Auch eine Pneumonie kommt als Grund für massive Atemnot infrage. Als weitere pulmonale Ursachen sind zu nennen: Verlegung der Atemwege, Pneumothorax und Rauchgasintoxikation sowie Tumorerkrankungen.

Kardiale Erkrankungen als Ursache für Dyspnoe

Zu den klassischen kardialen Erkrankungen, die eine Dyspnoe verursachen können, ist zunächst das akute Koronarsyndrom zu nennen. Eine weitere, sehr häufige Ursache für Atemnot ist die Herzinsuffizienz. Häufiger als vielleicht vermutet sind auch krankhafte Veränderungen einer oder mehrerer Herzklappen Ursache für die Entwicklung von Atembeschwerden. Eine weitere Notfallsituation, die mit akuter Atemnot einhergehen kann, ist zudem die Anaphylaxie. Pseudokrupp und Epiglottitis sind Ursachen für Atemnot, die primär Kinder betreffen. Die Hyperventilation schließlich nimmt bei der akuten Atemnot eine Sonderstellung ein. Strenggenommen handelt es sich bei einer Hyperventilation nämlich um keine klassische Atemnot im eigentlichen Sinne.

Dyspnoe: Maßnahmen des Rettungsdienstes

Welche Maßnahmen der Rettungsdienst ergreifen muss, sollte er Patienten mit akuter Atemnot antreffen, erfahren Sie in unserem eDossier „Leitsymptom Dyspnoe“, das Sie hier herunterladen können.

(Text: Dr. Philipp Prause, Facharzt für Allgemeinmedizin, Notfallmedizin und Chirotherapie; Symbolfoto: Markus Brändli; 10.02.2016)

eDossier DyspnoeeDossier „Leitsymptom Dyspnoe“
• Umfang: 14 Seiten
• Dateigröße: ca. 1,9 MB/PDF-Format
• Beiträge aus Rettungs-Magazin 4 und 5/2014

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Seenotkreuzer „Minden“ auf dem Weg in die Ägäis

10.02.2016

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Bremerhaven (DGzRS) – Der ehemalige DGzRS-Seenotkreuzer „Minden“ ist am Mittwoch (10.02.2016) als Deckslast in die Ägäis verschifft worden.

Mit der „Minden“ unterstützen deutsche Seenotretter für einen begrenzten Zeitraum die griechischen Such- und Rettungskräfte im Rahmen einer international koordinierten Aktion. Gemeinsames Ziel mehrerer nordeuropäischer Seenotrettungsgesellschaften ist es, die Strukturen vor Ort langfristig zu stärken. Derzeit seien griechische Seenotretter über die Grenzen ihrer Ressourcen hinaus tätig, teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit.

Den Transport der „Minden“ mit ihrem Tochterboot „Margarete“ hat die maritime Projektspedition „PM Shipping“ den Seenotrettern zum Selbstkostenpreis ermöglicht. Die DGzRS hatte die „Minden“ 2014 nach 28 Einsatzjahren außer Dienst gestellt und verkauft. Der heutige Eigner stellt das Schiff nun für den Ägäis-Einsatz unentgeltlich der DGzRS zur Verfügung. Ausgerüstet ist es bereits wieder wie ein Seenotrettungskreuzer.

Das Schwergutschiff „Atlantic“ transportiert die „Minden“ innerhalb der nächsten rund zehn Tage als Deckslast nach Lavrio östlich von Athen. Von dort aus geht es auf eigenem Kiel zum Einsatzort Mytilini im Süden der Insel Lesbos. Dort wird die „Minden“ von Seenotrettern der DGzRS gefahren, die sich für diesen Einsatz freiwillig gemeldet haben.

Karte

Der voraussichtlich Anfang März beginnende und auf vier bis sechs Monate befristete Einsatz ist Hilfe zur Selbsthilfe. Er steht unter dem Motto „Retter helfen Rettern“ („Members Assisting Members“). Im Sommer wird die „Minden“ von zwei 8,5 Meter langen Neubauten abgelöst. Diese Einheiten hat die DGzRS auf einer finnischen Werft bestellt, um den griechischen Seenotrettungsdienst langfristig zu stärken. Ihre Anschaffung kann dank des Engagements eines einzelnen Spenders erfolgen.

Überführungscrew (v. l.): Maschinist Horst Dancker, Vormann Ulrich Fader, DGzRS-Inspektor Jörn Meier und DGzRS-Inspektor Andreas Scholz

Überführungscrew (v. l.): Maschinist Horst Dancker, Vormann Ulrich Fader, DGzRS-Inspektor Jörn Meier und DGzRS-Inspektor Andreas Scholz. Foto: DGzRS

Die DGzRS und andere nordeuropäische Seenotrettungsgesellschaften hatten eine konkrete Bitte um Unterstützung der für den griechischen Seenotrettungsdienst zuständigen Hellenic Coast Guard und der Freiwilligen-Organisation Hellenic Rescue Team erhalten (wir berichteten). Die Seenotretter aus Nordeuropa werden unter der Führung der Hellenic Coast Guard im Einsatz sein. Alle Einsätze der „Minden“ werden vom Joint Rescue Coordination Centre (JRCC) Piräus, der griechischen Seenotleitung, koordiniert.

(10.02.2016; Fotos: DGzRS)

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Mainz: 11 Verletzte nach Unfall mit Linienbussen

10.02.2016

Mainz (BF) – Elf Verletzte forderte ein Auffahrunfall mit zwei Linienbussen, der sich am Dienstagabend (09.02.2016) in Mainz ereignete.

Fotoshooting für RettMag, DRK KV Reutlingen, erweiterte Maßnahmen für RA, erweiterte Regelkompetenz

Fotoshooting für RettMag, DRK KV Reutlingen, erweiterte Maßnahmen für RA, erweiterte Regelkompetenz

Zu dem Unfall kam es gegen 18:30 Uhr auf der Binger Straße. Der Rettungsdienst stellte beim Eintreffen fest, dass zwei Linienbusse kollidiert waren. Der Fahrer des einen Busses war schwer verletzt und eingeklemmt. Zehn Fahrgäste wiesen ebenfalls Verletzungen auf. Daraufhin wurden neben der Feuerwehr Mainz auch die Abschnittsleitung Gesundheit mit dem Leitenden Notarzt und dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst sowie eine große Zahl an Rettungsmitteln alarmiert.

Der Fahrer des Busses konnte von der Feuerwehr mit technischem Gerät befreit werden. Nach Sichtung der verletzten Fahrgäste mussten acht Patienten vom Rettungsdienst in Krankenhäuser gebracht werden. Sie erlitten nach Angaben der Polizei Prellungen, Schürfwunden und Verletzungen der Halswirbelsäule.

Da große Mengen Motoröl aus den Bussen ausliefen und sich über das Gleisbett der Straßenbahn zu verteilten drohten, verhinderte die Feuerwehr mit Hilfe von Ölbindemittel eine weitere Ausbreitung.

(10.02.2016)

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ASB fordert bundesweite Telefonreanimation

09.02.2016

neue Leitstelle esslingenKöln (ASB) – Zum Europäischen Tag des Notrufs am kommenden Donnerstag (11.02.) fordert der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), die telefonische Hilfestellung zur Wiederbelebung unter der Rufnummer 112 bundesweit einzuführen.

Wer bei einem Kreislaufstillstand einen Notruf unter 112 absetzt, wird heute von vielen Leitstellen telefonisch dazu angeleitet, eine Herzdruckmassage bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes durchzuführen. Verpflichtend ist die telefonische Reanimationsanleitung bislang aber nur für die Leitstellen in Bayern. In allen anderen Bundesländern entscheiden die Kreise und Kommunen darüber.

Erkennt bei einem Notruf der Disponent, dass eine Wiederbelebung nötig ist, schaltet sich ein zweiter Leitstellen-Mitarbeiter ein. Dieser alarmiert einen Rettungswagen sowie Notarzt, während der erste Mitarbeiter den Anrufer Schritt für Schritt durch die Reanimation führt.

„Dabei sind die Wiederbelebungsmaßnahmen in den Minuten bis zum Eintreffen der Rettungskräfte ganz entscheidend für die Überlebenschancen des Patienten. Durch die Unterstützung der Disponenten in den Leitstellen könnten mehr Laien direkt mit der Reanimation starten und Leben retten“, zeigt sich Ulrich Bauch, Geschäftsführer des ASB auf Bundesebene, überzeugt.

Erste-Hilfe-Anleitungen per Telefon sind deshalb so wichtig, weil in Deutschland zu wenige Menschen wissen, wie eine Herz-Lungen-Wiederbelebung abläuft. So beträgt die Reanimationsrate durch Laien in Deutschland nur 17 Prozent, in den benachbarten Niederlanden hingegen 65 Prozent. Der ASB rät deshalb Bürgern, ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse alle zwei Jahre in einem neunstündigen Erste-Hilfe-Kurs aufzufrischen.

(09.02.2016; Symbolfoto: Markus Brändli)

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Reflektierendes Sicherheitsband für Einsatzkleidung

09.02.2016

Oralite FTP 300_580Oranienburg (pm) – Mit „Oralite FTP 300“ bringt die Firma Orafol ein neues reflektierendes Sicherheitsband für Einsatzkleidung auf den Markt.

Das neue Reflexband ist eigens für die Verwendung auf Schutzbekleidung von Feuerwehr und Rettungsdienst vorgesehen. Es bietet nach Herstellerangaben eine erhöhte Sichtbarkeit sowohl bei Tageslicht als auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen. „Oralite FTP 300“ ist ein weiches, flexibles, gelbgrün fluoreszierendes Sicherheitsband mit einem retroreflektierenden Glasperlenstreifen sowie einer Textilrückseite. Der Glasperlenmittelstreifen ist weiß reflektierend.

Das Reflexband ist zertifiziert nach EN 469 und EN ISO 14116 (Index 3). Es entspricht den Anforderungen an fluoreszierende Hintergrundmaterialien nach EN ISO 20471 und ist nach Öko-Tex 100 Produktklasse II geprüft.

Orafol ist ein weltweit operierendes Unternehmen mit internationalen Niederlassungen. Die Produkte werden in über 100 Länder verkauft. Das Unternehmen ist zertifiziert nach ISO 9001, 14001 und 50001.

(09.02.2016; Foto: Orafol)

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Schweres Zugunglück nahe Bad Aibling

09.02.2016

Bad Aibling (rd.de) – Auf der Bahnstrecke zwischen München und Rosenheim ist es am Dienstagmorgen (09.02.2016) gegen 06:50 Uhr zu einem schweren Unfall gekommen.

Offenbar sind zwei Nahverkehrszüge kollidiert. Die Bundespolizei berichtet von vier Toten und rund 150 Verletzten, darunter zehn schwer verletzten. Zunächst hieß es in Medienberichten, ein Zug sei entgleist.  Feuerwehr und Rettungsdienst sind mit einem Großaufgebot an der Einsatzstelle. Unter anderem sollen rund zehn Rettungshubschrauber vor Ort sein. Da die Unglücksstelle schwer erreichbar zu sein scheint, werden auch Kräfte der Bergwacht eingesetzt. Einheiten aus Österreich unterstützen die deutschen Helfer.

Schweres Zugunglück in Bayern. Foto: fib/Eß

Schweres Zugunglück in Bayern. Foto: fib/Eß

Die Johanniter teilen mit, dass sie für den nördlichen Landkreis Rosenheim einen zusätzlichen Rettungswagen  in Betrieb genommen haben, um den Regelrettungsdienst sicherzustellen. Zur Nachsorge der Helfer bereiten die Johanniter einen Einsatz ihres Teams zur Stressbewältigung nach belastenden Einsätzen vor.

Auf der Strecke zwischen dem Münchner Hauptbahnhof und Rosenheim betreibt die Bayerische Oberlandbahn im Personennahverkehr den so genannten „Meridian“. Nach dem Unfall wurde die Strecke zwischen Rosenheim und Holzkirchen gesperrt. Die Betreibergesellschaft richtete ein Notruftelefon für Angehörige ein (0395/43084390).

>>> 10.10 Uhr – Verletzten-Sammelplatz eingerichtet <<<

Die Einsatzleitung soll an einer nahe gelegenen Tankstelle einen Verletzten-Sammelplatz eingerichtet haben. Von hier aus soll die weitere Versorgung und der Transport der Verletzten in umliegende Krankenhäuser erfolgen.

>>> 10:27 – Erste Bilder von der Einsatzstelle <<<

>>> 10:30 – Zahl der Schwerverletzten hat sich erhöht <<<

Bereits 100 Leichtverletzte konnten aus dem Zug gerettet werden. Die Zahl der Schwer- und Schwerstverletzten wird mittlerweile mit 50 Personen angegeben. Auch die Zahl der Toten könnte sich noch erhöhen.

>>> 10:39 – Verkehrsminister Dobrindt ist auf dem Weg zur Unglücksstelle <<<

Der Bundesverkehrsminister ist auf dem Weg zur Unglücksstelle um sich vor Ort ein Bild der Lage zu machen. Nach Medieninformationen ist die genaue Unglücksursache weiterhin unklar.

>>> 11.02 Uhr – Zahl der Toten erhöht  <<<

Die Zahl der Toten soll sich auf acht erhöht haben. Die Rettung der Verletzten sei beinahe abgeschlossen, wird berichtet.

>>> 11.14 Uhr – Weniger Rettungshubschrauber im Einsatz <<<

Die Zahl der eingesetzten Rettungshubschrauber an der Unfallstelle habe sich deutlich reduziert, was darauf hindeutet, dass die Rettung und der Transport der Verletzten abgeschlossen wird. Gleichzeitig kann noch nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Verletzte in den Zug-Wracks gefunden werden.

>>> 11.40 Uhr Pressekonferenz angekündigt <<<

Für 12.00 Uhr ist eine offizielle Pressekonferenz zum Zugunglück in Bayern angekündigt.

>>> 12.09 Uhr – Zahl der Schwerstverletzten erhöht <<<

Die Zahl der Schwerstverletzten hat sich auf 15 erhöht. Einer der Zugführer soll tot geborgen worden sein.

>>> 12.53 Uhr – Zwei Personen vermisst <<<

Nach aktuellen Informationen werden noch 2 weitere Personen vermisst.

>>> 13:49 Uhr – Nach der Pressekonferenz <<<

Im Rahmen der Pressekonferenz wurde deutlich gemacht, dass es derzeit keine Spekulationen zur Unglücksursache gegeben werde. Zwei der insgesamt drei Black-Boxen seien bereits geborgen. Erst nach deren Auswertung können eindeutige Schlüsse auf den Grund des Zusammenstoßes gezogen werden. Zum Zeitpunkt der Kollision waren beide Züge mit rund 150 Fahrgästen besetzt. Ein glücklicher Umstand sei gewesen, dass derzeit Fasching in Bayern gefeiert werde. Andernfalls wären aller Wahrscheinlichkeit nach mehr Personen in den Zügen gefahren. An die 600 Kräfte waren in den Einsatz eingebunden, darunter 180 Feuerwehrleute, 200 Rettungsfachkräfte der verschiedenen Hilfsorganisationen, 200 Polizisten und zirka 30 Kräfte des THW. Verschiedene Faktoren begünstigten, dass der Einsatz schnell abgearbeitet werden konnte. Die gute Witterung erleichterte den Einsatz der Rettungshubschrauber. Auch die Tageszeit sei vorteilhaft gewesen. Viele der ehrenamtlichen Kräfte waren noch zu Hause. Eine große Zahl an Rettungskräften war somit schnell an der Einsatzstelle verfügbar. Bereits nach zirka zweieinhalb Stunden konnten alle Schwerst- und Schwerverletzten in umliegenden Krankenhäusern behandelt werden.

(09.02.2016)

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„Falscher Notarzt“ von Polizei gestoppt

08.02.2016

Obernburg (rd.de) – Eine eher ungewöhnliche Möglichkeit mit Blaulicht und Martinhorn zu fahren, hat ein 19-Jähriger im Altlandkreis Obernburg für sich entdeckt.

Polizei stoppte falschen Notarzt. Symbolfoto: Markus Brändli

Polizei stoppte falschen Notarzt. Symbolfoto: Markus Brändli

Wie die Polizei mitteilt, erreichten den Leiter des örtlichen Rettungsdienstes in der letzten Zeit vermehrt Beschwerden über riskante Einsatzfahrten eines Notarzt-Einsatzfahrzeugs (NEF). Nach einem Abgleich mit den Einsatzzeiten wurde deutlich, dass es sich nicht um ein Fahrzeug des örtlichen Rettungsdienstes handeln konnte. Der Leiter verständigte daraufhin die Polizei.

Diese konnte ermitteln, wo das NEF mit Nordhorner Kennzeichen geparkt wurde. Beamte befragten daraufhin den Fahrer. Dieser gab an, das Notarztfahrzeug bei einer Firma unter einem Vorwand im Namen des BRK Aschaffenburg angemietet zu haben. Die Mietkosten, immerhin 160 Euro pro Tag, zahlte er selbst. Das Fahrzeug war vom 28.01. bis zum 04.02.2016 in seinem Besitz.

Die Polizei stellte das Einsatzfahrzeug sicher. Weitere Ermittlungen der Polizei ergaben, dass sich der Mann bereits Anfang Dezember 2015 bei einer anderen Firma ein Feuerwehrfahrzeug ausgeliehen hatte. Auch mit diesem unternahm er Blaulicht-Fahrten durch den Kreis.

(08.02.2016)

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Fischkutter vor Fehrmann gesunken: Zwei Fischer starben

08.02.2016

Fehrmann (rd.de) – Vor Fehrmann hatten die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Samstag (06.02.2016) ihren bisher umfangreichsten Einsatz im Jahr 2016.

Die Seenotleitung in Bremen koordinierte die großangelegte Suchaktion nach einem vermissten Fischkutter und seiner zweiköpfigen Besatzung. Nachdem bekannt wurde, dass das Schiff mehrere Stunden überfällig war, alarmierte die Seenotleitung die Seenotrettungskreuzer „Bremen“ und „Hans Hackmack“. Ein Such- und Rettungshubschrauber (SAR) der Deutschen Marine unterstützte die Suche.

Der Seenotrettungskreuzer

Der Seenotrettungskreuzer „Bremen“ war bei einer groß angelegten Suche nach zwei überfälligen Fischern östlich der Insel Fehmarn Einsatzleiter vor Ort. Archivfoto: DGzRS

Neben ihren eigenen Einheiten alarmierte die DGzRS ein Boot der Wasserschutzpolizei und ein Einsatzschiff der Bundespolizei. Weitere Fischkutter aus der Region unterstützten die Suche. Außerdem steuerten ein dänischer Seenotkreuzer, ein Schiff der dänischen Marineheimwehr sowie ein dänischer SAR-Hubschrauber Kurs auf das Suchgebiet zu.

Gegen 20.15 Uhr meldete der deutsche SAR-Hubschrauber 14 Kilometer vor der Südspitze der Insel Fehmarn einen leblosen Körper im Wasser. Der Seenotrettungskreuzer „Bremen“ erreichte die Position um 20.30 Uhr. Der Decksmann des Kutters konnte durch die Seenotretter der „Bremen“ nur noch tot geborgen werden.

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Weitere Wrackteile ortete der SAR-Hubschrauber um 20.50 Uhr. Kurze Zeit später fand die Besatzung der „Hans Hackmack“ in dem Gebiet eine weitere leblose Person im Wasser. Bei ihr handelte es sich um den Kapitän des Fischkutters. Auch er konnte nur noch tot geborgen werden.

Die DGzRS gab an, dass zum Unglückszeitpunkt vier Grand Celsius Wassertemperatur herrschte. Die Zeit bis zur Bewusstlosigkeit liegt bei einer solchen Temperatur bei zirka einer halben Stunde. Die maximale Überlebenszeit bis zum Herzstillstand beträgt 90 Minuten.

(08.02.2016)

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