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Rhein-Kreis Neuss: Gute Noten fürs QM-System der Leitstelle

27.05.2016

Neuss (rd.de) – Der TÜV Nord bescheinigt der Leitstelle (LS) für Rettungsdienst, Feuer- und Katastrophenschutz des Rhein-Kreises Neuss gute Leistungen beim Qualitätsmanagement.

Gute Noten fürs Qualitätsmanagement im Rhein-Kreis Neuss. Symbolfoto: M. Brändli

Gute Noten fürs Qualitätsmanagement im Rhein-Kreis Neuss. Symbolfoto: M. Brändli

Dafür erhielt die Leitstelle eine Zertifizierungsurkunde nach der Norm DIN EN ISO 9001:2008, teilte der Kreis in einer Meldung mit. Insbesondere sei die LS für ihre Leistungen in den Bereichen „Telefonische Reanimationsunterstützung“ und „Kompetenz in der internationalen Notrufabfrage“ gewürdigt worden.

Insgesamt nahm die Leitstelle im Jahr 2015 rund 500.000 Notrufe entgegen. 20.000 Mehr als im Vorjahr. Mindestens vier Disponenten arbeiten gleichzeitig in der LS.

Der Leitstellenleiter, Thomas Dilbens, sagte bei der Urkunden-Übergabe, dass das Qualitätsmanagement nicht nur der Sicherung der Qualität diene. Vielmehr gehe es auch um eine kontinuierliche Weiterentwicklung von Arbeitsabläufen sowie Verbesserungen und Transparenz für Kunden und Mitarbeiter der Leitstelle.

(27.05.2016)

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DGzRS rettet schwerverletzten Seemann

27.05.2016

Hooksiel (rd.de) – Der Seenotrettungskreuzer „Vormann Steffens“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) lief am Donnerstag (26.05.2016) aus, um einen schwerverletzten Seemann aufzunehmen.

Im Einsatz für einen schwer verletzten Seemann: der Seenotrettungskreuzer VORMANN STEFFENS der DGzRS.  Archivfoto: DGzRS/Die Seenotretter

Im Einsatz für einen schwer verletzten Seemann: der Seenotrettungskreuzer VORMANN STEFFENS der DGzRS. Archivfoto: DGzRS/Die Seenotretter

Der 38-jährige Philippiner war an Bord eines Frachters bei Wartungsarbeiten abgestürzt und hatte sich schwere Verletzungen an den Beinen sowie an der Hüfte zugezogen. Kurz nach dem Notruf nahm die „Vormann Steffens“ gegen 16.30 Uhr Kurs auf den zirka 11 Kilometer vor Wangerooge gelegenen Frachter.

Vor Ort ging der Seenotkreuzer auf der windgeschützten Seite längsseits zum Frachter. Ein freiwilliger Seenotarzt sowie ein Seenotretter setzten auf den Frachter über. Dort stabilisierten sie zunächst den Patienten, bevor er liegend auf den etwa zweieinhalb Meter tiefer liegenden Seenotkreuzer heruntergelassen wurde.

Unter ständiger Betreuung durch den Notarzt brachte die „Vormann Steffens“ den Patienten nach Hooksiel. Hier konnte der 38-Jährige zur weiteren Versorgung dem Landrettungsdienst übergeben werden.

(27.05.2016)

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Bonn: 6 Personen hilflos im Rhein

27.05.2016

Bonn (rd.de) – Zu dramatischen Szenen kam es am Donnerstag (26.05.2016) gegen 22 Uhr am Rheinufer in Bonn. Nachdem von Passanten ein in Not geratener Schwimmer im Wasser ausgemacht worden war, sprangen fünf weitere Personen ins Wasser, um ihr zu helfen. Letztendlich mussten durch die Feuerwehr gerettet werden.

Als die Wasserrettung der Feuerwehr an der Einsatzstelle eintraf, befanden sich mehrere Personen im Wasser. Sie hielten sich erschöpft an den Stahlseilen einer Anlegestelle fest oder trieben den Fluss abwärts.

Nach Angaben der Feuerwehr konnte eine Person durch ein Mehrzweckboot gerettet werden. Zweien gelang es, sich auf den Anleger zu retten. Zwei weitere Personen konnten mit Hilfe der Feuerwehr und von Passanten ans Ufer gerettet werden. Eine Person trieb zum in der Nähe befindlichen Feuerlöschboot-Anleger. Hier konnten sie die Einsatzkräfte aus dem Wasser holen.

In Höhe des Anlegers des Bonner Feuerlöschboots versorgten Notärzte sowie mehrere Rettungswagen-Besatzungen die Betroffenen und brachten sie in Bonner Kliniken. Zwei Einsatzkräfte der Feuerwehr verletzten sich bei den Rettungsmaßnahmen leicht.

Insgesamt nahmen 35 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst an dem Einsatz teil. Laut Feuerwehr bedrängten während des Einsatzes rund 200 Schaulustige die Einsatzkräfte und behinderten die Rettungsmaßnahmen. Erst die Polizei konnte die Situation soweit klären.

(27.05.2016)

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Traumatologie: Amputationsverletzungen versorgen

26.05.2016

10/39 Replantatbeutel Replantatset Amputat AmputatversorgungBremen (rd.de) – Die Voraussetzungen für eine Replantation können bereits bei der Erstversorgung der Amputationsverletzung wesentlich beeinflusst werden. Entscheidend für das Ergebnis ist die korrekte Behandlung von Amputaten und Amputationsstümpfen am Einsatzort und während des Transportes.

Trotz Aufklärungskampagnen und guter Schulung des Rettungsfachpersonals gelangen immer wieder falsch behandelte Amputate in die Klinik. Eine Replantation kann dann trotz ansonsten möglicherweise günstiger Voraussetzungen nicht mehr vorgenommen werden.

Im Vordergrund der medizinischen Versorgung am Unfallort stehen Sicherung und Verbesserung der vitalen Funktionen des Verletzten. Das heißt: Kontrolle von Atmung und Kreislauf sowie Schockbekämpfung bei größerem Blutverlust. Über einen, besser zwei großlumige venöse Zugänge können 500 bis 1000 ml Ringer-Laktat-Lösung infundiert, über eine Maske bedarfsweise Sauerstoff verabreicht werden.

Bei den weitaus meisten Amputationsverletzungen handelt es sich jedoch um isolierte Wunden im Handbereich. Daher ist der Allgemeinzustand des Verletzten in der Regel gut. Indiziert ist bereits am Unfallort dennoch eine suffiziente Analgesie. Beispielsweise kann 0,125 – 0,25 mg/kg Körpergewicht Ketanest S eingesetzt werden, kombiniert mit einer adäquaten Sedierung, beispielsweise 2,5 – 5 mg Midazolam.

Den Amputationsstumpf versorgen

Der Amputationsstumpf wird trocken und sauber verbunden. Sämtliche Manipulationen, wie das Setzen von Klemmen oder Unterbindungen, Säuberungsmaßnahmen oder Desinfektion sind zu unterlassen. Auch bei stärkeren Blutungen reicht in den allermeisten Fällen eine Kompression des Stumpfes mittels sterilem Druckverband und Hochlagerung der Extremität aus.

Der Versuch, die Blutung durch Abbinden der Extremität zu stoppen, sollte unterbleiben. Auch die Verwendung einer Blutsperre für den Transport, beispielsweise durch Anlegen der Blutdruckmanschette und aufpumpen derselben, bis es aus dem Amputationsstumpf nicht mehr blutet, macht eine für die Operation notwendige Blutleere entweder unmöglich oder gefährdet die Extremität.

Die Versorgung des Amputats

Auch das Amputat muss unbehandelt bleiben. Alle aufgefundenen Teile müssen ins Replantationszentrum mitgegeben werden. Primär nutzlos erscheinende Teile können eventuell als Spender für Haut, Knochen, Sehnen, Nerven, Gefäßinterponate oder zur Überbrückung von Defekten verwendet werden.

Das Amputat wird in ein sauberes, trockenes, möglichst steriles Tuch eingewickelt. Amputat und Tuch werden gemeinsam in einen ersten Plastikbeutel gegeben. Dieser wird verschlossen und in einen zweiten Beutel gegeben, in dem sich Wasser und Eis befinden. Die ideale Transporttemperatur liegt bei vier Grad Celsius. Besser sind spezielle Amputat-Beutel. Auf keinen Fall darf das Amputat direkten Kontakt zu Wasser und/oder Eis haben. Dies würde durch Quellung der Strukturen oder Erfrierungen zu irreversiblen Gewebeschäden führen und eine Replantation unmöglich machen.

Anoxämie-Zeit
Ein besonders wichtiger Faktor im Zusammenhang mit Amputationsverletzungen ist die Anoxämie-Zeit. Diese beschreibt die Zeitspanne zwischen der vollständigen Unterbrechung der Blutzufuhr und der Wiederherstellung der ersten funktionstüchtigen arteriellen Gefäßverbindung. Während dieser Phase findet keine Durchblutung des abgetrennten Körperteils statt. Die Dauer der Anoxämie-Zeit beeinflusst sowohl die primäre Wiedereinheilung des Amputates als auch die später wiedergewonnene Funktionstüchtigkeit der replantierten Gliedmaße.

Durch optimale präoperative Kühlung kann die tolerable Anoxämie-Zeit – also die maximale Zeitspanne zwischen Amputation und Wiederherstellung der Blutzirkulation – erheblich verlängert werden. Für Makroreplantationen wird eine maximal tolerierte Anoxämie-Zeit von sechs Stunden angenommen. Für Mikroreplantationen liegt sie bei zirka 15 Stunden. Ohne Kühlung beträgt die tolerierte Anoxämie-Zeit jedoch drei Stunden (Makroreplantationen) bzw. sechs Stunden (Mikroreplantationen).

Bei inkompletten Amputationen ist eine präoperative Kühlung zu vermeiden. Dadurch würde eine möglicherweise noch bestehende Restdurchblutung eingeschränkt oder ganz aufgehoben. In diesen Fällen sollte lediglich ein steriler Verband angelegt werden. Eine Ruhigstellung durch Schienung ist sinnvoll. So wird verhindert, dass das Gewebestück versehentlich abknickt.

Makro- und Mikroreplantationen

Unterschieden werden muss bei der Replantation vor allem zwischen Makro- und Mikroreplantationen sowie zwischen oberer und unterer Extremität. Die Begriffe „mikro“ bzw. „makro“ beziehen sich hierbei nicht so sehr auf Gefäß- oder Nervendurchmesser. Vielmehr ist die Gesamtmasse des Amputates gemeint. Insbesondere ist die im Amputat enthaltene Muskelmasse entscheidend, die am empfindlichsten auf Anoxie reagiert.

 

Zu den Mikroreplantationen werden alle Replantationen im Hand- und Fußbereich bis unmittelbar proximal des Hand- bzw. Sprunggelenks gemeint. Hierbei muss wegen fehlender oder nur kleiner Muskelmasse durch einen eventuell Ischämie-Reperfusions-Schaden nicht mit der Möglichkeit vitaler Komplikationen gerechnet werden.

 

Bei den proximalen – auch „Makroreplantationen“ genannten – Formen können jedoch durch die entsprechend großen Muskelmassen Ischämie-Reperfusions-Schäden auftreten. Sie können für den Patienten lebensbedrohliche Ausmaße annehmen. Außerdem sind Verletzungsmechanismen, die zu proximalen Amputationen führen, durch große Gewalteinwirkungen charakterisiert.

(Text: Dr. Ingo Blank, Chirurg und Notarzt/LNA, Dozent, Symbolfoto: Markus Brändli; zuletzt aktualisiert: 26.05.2016)

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Vier-Jähriger von Müllwerkern gerettet

26.05.2016

Mülheim an der Ruhr (rd.de) – Drei Mitarbeiter der Mülheimer Entsorgungsgesellschaft haben einem vier-jährigen Jungen am Mittwoch (25.05.2016) vermutlich das Leben gerettet.

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Die Polizei teilt mit, dass die Männer gerade im Einsatz waren, als sie den Jungen außen an einem Fensterbrett im zweiten Obergeschoss hängen sahen. Sie reagierten unverzüglich. Während zwei Männer versuchten, in das Gebäude zu gelangen, stellte sich der Dritte unter dem Fenster auf und beobachtete den Jungen.

Schon kurz darauf verließen den Jungen die Kräfte; er stürzte dem Müllwerker direkt in die Arme. Ihm gelang es, den vier-Jährigen aufzufangen. Trotz der nicht geringen Höhe blieben schwere Verletzungen aus.

Die Rettungsfachkräfte der Feuerwehr Mülheim an der Ruhr konnten lediglich leichte Verletzungen an einem Arm feststellen. Nach der Untersuchung durch einen Notarzt konnte der Junge seiner Mutter übergeben werden.

(26.05.2016)

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Wiesbaden: Rettungsdienst wird umstrukturiert

26.05.2016

Wiesbaden (rd.de) – Seit Anfang Mai 2016 liegt die Trägerschaft für den Rettungsdienst der Stadt Wiesbaden nicht mehr beim Gesundheitsamt, sondern bei der Berufsfeuerwehr. Dies bedeutet vor allem, dass der bodengebundene Rettungsdienst von der Feuerwache 1 aus koordiniert wird.

In Wiesbaden wurde der Rettungsdienst umstrukturiert. Foto:

In Wiesbaden wurde der Rettungsdienst umstrukturiert. Foto: fotolia/Christian Müller

In einer Mitteilung der Stadt heißt es, dass die Umstrukturierung nötig wurde, da „viele alltägliche Einsätze eine eng abgestimmte Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst erfordern“. Ebenso hätten verschiedene Großschadenslagen sowie zuletzt Einsätze in der Flüchtlingshilfe gezeigt, dass es effektiver sei, wenn die verschiedenen Stellen an einem Ort zentralisiert würden.

„Wir können am neuen Standort die Schnittstellen zur zentralen Leitstelle und zur Einsatzplanung der Feuerwehr sowie zum Katastrophenschutz viel besser nutzen. Die Wege sind buchstäblich kürzer, das ist ein großer Vorteil und spart Zeit, die wir je nach Situation sehr gut gebrauchen können“, sagt der Sachgebietsleiter Rettungsdienst und Medizinische Gefahrenabwehr, Norbert Hagner. An den Aufgabenbereichen und der personellen Besetzung werden keine Veränderungen vorgenommen.

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Nach dem Hessischen Rettungsdienstgesetz sind Landkreise und kreisfreie Städte Träger des bodengebundenen Rettungsdienstes. Die Landeshauptstadt Wiesbaden war zuletzt die einzige kreisfreie Stadt, bei der die Trägerschaft des Rettungsdienstes noch nicht der Feuerwehr zugeordnet war.

(26.05.2016)

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Kreis Oldenburg: Betrugsvorwürfe gegen das DRK

25.05.2016

Oldenburg (rd.de) – Der Kreisverband Oldenburg-Land des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) muss sich mit Betrugsvorwürfen auseinandersetzen. Anscheinend hat der Kreisverband im Abrechnungszeitraum 2013/14 für den von ihm betriebenen Rettungsdienst verschiedene Leistungen mit dem Landkreis falsch abgerechnet. Die Unregelmäßigkeiten fielen dem Kreis schon vor einigen Monaten auf.

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Wie die „Osnabrücker Zeitung“ schreibt, könnte dem Kreis Oldenburg dadurch ein finanzieller Schaden entstanden sein. Details, um welche Leistungen es genau gehe und wie hoch der entstandene Schaden sein könne, gaben die Beteiligten mit Verweis auf ein mögliches Verfahren nicht heraus.

Allerdings wurde nach Angaben der Zeitung bereits Ende 2015 der langjährige Geschäftsführer des Kreisverbandes entlassen und ein Interimsgeschäftsführer eingesetzt. Dieser sprach gegenüber der Zeitung davon, dass eine transparente Aufklärung notwendig sei. Der Verband habe einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer eingesetzt.

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Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung des DRK-Verbandes sei es darüber hinaus nicht zur Entlastung des Vorstandes gekommen. Dies solle nach der Aufklärung in einer gesonderten Versammlung erfolgen. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg prüfe, ob ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird.

(25.05.2016)

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Neue Möglichkeiten: Ausbildung im Rettungsdienst bei der Feuerwehr

25.05.2016

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Fulda (rd.de) –  98 Prozent der hauptberuflich organisierten, kommunalen Feuerwehren in Deutschland bilden Rettungsfachkräfte aus. Dies ist das Ergebnis einer Anfang 2016 von der Arbeitsgemeinschaft der Feuerwehren im Rettungsdienst (AG FReDi) durchgeführten Umfrage. Dazu wurden rund 185 Feuerwehren angeschrieben. Die Ergebnisse stellte die AG FReDi auf der RETTmobil 2016 in Fulda vor.

170 Feuerwehren waren bereit, an der Umfrage teilzunehmen. Darunter befanden sich 106 Berufsfeuerwehren und 64 freiwillige Feuerwehren mit hauptamtlichen Kräften aus NRW.

Bei der Umfrage kam heraus, dass 166 Feuerwehren ihr Personal vollständig oder in Teilen zum Rettungssanitäter ausbilden. Rund ein Drittel davon betreibt zu diesem Zweck eigene Schulen. Die restlichen Feuerwehren kooperieren in der Ausbildung mit anderen Wehren oder lassen extern ausbilden.

118 der befragten Feuerwehren bilden ihr Personal zu Notfallsanitätern aus. Die Ausbildung erfolgt entweder als Ergänzungsprüfung oder als Vollzeitausbildung. Acht Feuerwehren planen, die Ausbildung zum Notfallsanitäter in Kürze anzubieten.

30 Feuerwehren betreiben für die Ausbildung zum Notfallsanitäter staatlich anerkannte Berufsfachschulen. Die anderen Wehren lassen entweder an externen Schulen, beispielsweise der Hilfsorganisationen, ausbilden oder kooperieren mit anderen Feuerwehren.

Der Einstieg in die Ausbildung Notfallsanitäter kann aktuell bei 60 Feuerwehren direkt nach dem Schulabschluss erfolgen. 20 weitere prüfen gegenwärtig eine solche Möglichkeit. Im Anschluss an die Ausbildung zum Notfallsanitäter erfolgt dann die Laufbahnausbildung für die Feuerwehr.

Die AG FReDi sieht die Umfrage als Beweis, dass die Feuerwehren einen beträchtlichen Anteil an der Ausbildung des Rettungsfachpersonals in Deutschland haben. Ebenso gibt es mittlerweile mehr Möglichkeiten als früher einen Ausbildungsplatz bei der Feuerwehr zu bekommen. Neue Wege in der  Nachwuchsgewinnung steigerten nach Meinung der AG FReDi die Attraktivität der Ausbildung zum Notfallsanitäter und sprächen mehr junge Leute an.

Die Arbeitsgemeinschaft der Feuerwehren im Rettungsdienst (AG FReDi) ist eine ständige Arbeitsgruppe, die den Rettungsdienst der Feuerwehren präsentiert. Organisatorisch ist die AG FReDi über den Arbeitskreis Rettungsdienst (AK-R) an die Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren in der Bundesrepublik Deutschland (AGBF Bund) angeschlossen. Die AGBF Bund ist wiederum der Zusammenschluss aller Berufsfeuerwehren und eine sich selbst tragende Vereinigung im Deutschen Städtetag (DST).

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Nächtlicher Notfall auf der Elbe: Frau benötigt dringend ärztliche Hilfe

25.05.2016

Cuxhaven (rd.de) – Auf der Elbe rund eine Seemeile von Otterndorf (Kreis Cuxhaven) entfernt kam es in der Nacht zu Dienstag (24.05.2016) zu einem medizinischen Notfall. Eine Frau war auf einem Motorboot gestürzt und benötigte dringend ärztliche Hilfe.

SMedizinischer Notfall: Der Cuxhavener Seenotrettungskreuzer HERMANN HELMS war in einem Nachteinsatz für eine verletzte Frau auf einem Motorboot. Archivfoto: DGzRS/Die Seenotretter

SMedizinischer Notfall: Der Cuxhavener Seenotrettungskreuzer HERMANN HELMS war in einem Nachteinsatz für eine verletzte Frau auf einem Motorboot. Archivfoto: DGzRS/Die Seenotretter

Der Notruf ging gegen 22.15 Uhr bei den Seenotrettern ein. Die Seenotleitung Bremen alarmierte daraufhin den in Cuxhaven stationierten Seenotrettungskreuzer „Herman Helms“ sowie ein Schiff der Wasserschutzpolizei.

Die „Hermann Helms“ traf gegen 23 Uhr bei dem Motorboot ein. Das Tochterboot „Biene“ brachte einen Notarzt und einen als Rettungssanitäter ausgebildeten Seenotretter zu der Patientin. Etwa eineinhalb Meter hohe Wellen und starker Wind setzten hierfür umsichtige nautische Manöver voraus.

Die Rettungsfachkräfte nahmen umgehend die medizinische Versorgung der Frau auf. Sie war stabil genug, um auf dem Motorboot zu bleiben. Die „Biene“ lotste das Boot in den Hafen von Otterndorf. Hier konnte die Patienten den Kräften des Landrettungsdienstes übergeben werden.

(25.05.2016)

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Rund 2 Millionen Euro Bußgeld für Bios

24.05.2016

Sønderborg (rd.de) – Der Regionsrat Süddänemark hat entschieden, dass Bios eine Konventionalstrafe in Höhe von 14,5 Millionen Kronen (umgerechnet zirka 2 Millionen Euro) zahlen muss. Der Grund ist, dass das Rettungsdienst-Unternehmen seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachgekommen ist.

Schon kurz nachdem das Unternehmen den Rettungsdienst im September 2015 übernommen hatte, wurden erste Probleme bekannt (wir berichteten). Unter anderem führten Personalengpässe zu Problemen bei der Einhaltung der Hilfsfrist. Auch die Arbeitsbedingungen sorgten für Unmut bei den Angestellten.

Bios habe die Bußgeldforderung zurückgewiesen, schreibt die „Schleswig-Holstein Zeitung“. Das Unternehmen berufe sich auf höhere Gewalt. Nicht voraussehbare Probleme, vor allem bei der Mitarbeiteranwerbung, hätten dazu geführt, dass das Unternehmen seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht gerecht werden konnte.

Im September 2015 übernahm Bios den Rettungsdienst in der Region. Das niederländische Unternehmen hatte sich zuvor in einer europaweiten Ausschreibung gegen andere Anbieter, darunter auch Falck aus Dänemark, durchgesetzt (wir berichteten).

(24.05.2016)

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