Rettungsdienst / News Feed: rettungsdienst.de

Zunehmende Gewalt gegen Rettungsdienst-Mitarbeiter

23.09.2016

Bremen (rd_de) – Ein fahrender Rettungswagen ist am Donnerstag (22.09.2016) in Recklinghausen von einer Kugel getroffen worden. Rettungsdienst und Feuerwehr fühlen sich bundesweit angesichts zunehmender Gewalt immer mehr bedroht.

Die Besatzung des RTW in Recklinghausen hörte während eines Einsatzes einen Knall. Kurze Zeit später entdeckten sie laut Polizei eine kreisrunde Delle an der rechten Fahrzeugseite in Höhe der A-Säule. Die Insassen blieben unverletzt.

Im bayrischen Alzenau fuhr ein Unbekannter am Mittwoch (21.09.2016) einen Rettungsdienst-Mitarbeiter an. Der Fahrer riss dem Mann sein EKG-Gerät aus der Hand und verletzte ihn dabei leicht am Arm. Der Autofahrer flüchtete anschließend von der Unfallstelle.

Bereits in der vergangenen Woche sind in Gelsenkirchen Rettungskräfte zur Zielscheibe von gewaltsamen Übergriffen geworden (wir berichteten). Laut der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG) steigt die Gewaltbereitschaft gegenüber Einsatzkräften seit einiger Zeit.

„Unsere Mitglieder berichten mittlerweile täglich von Situationen, in denen sie bei ihren Einsätzen bedroht werden“, teilte die DFeuG am Donnerstag (22.09.2016) mit. Zum Schutz der Rettungskräfte müssten neue Wege beschritten werden. Die DFeuG fordert deshalb eine flächendecke Einführung von Deeskalationstraining als Pflichtfortbildungen für alle Einsatzkräfte. Auch das Tragen von Schutzwesten könnte in besonders gefährdeten Bereichen ratsam sein.

In Sachsen hat der Rettungszweckverband bereits 60 Schutzwesten angeschafft. Wie der MDR aktuell berichtet, hat jetzt jedes Notarztfahrzeug in Chemnitz und im Erzgebirgskreis vier schusssichere Westen an Bord.

Letztendlich sei das Ausrüsten mit Schutzwesten jedoch eine Gratwanderung. „Je gepanzerter, je bewaffneter, je ausgerüsteter ich meinem Gegenüber erscheine, desto größer ist natürlich auch das Risiko, dass er sich genau dadurch provoziert fühlt“, sagte der Leiter des Rettungszweckverbands, Boris Altrichter, dem MDR.

(23.09.2016; Symbolfoto: Markus Brändli)

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München: Rettungsdienstanbieter erhöht Leistungen

23.09.2016

Pressefotos-MKT_580München (rd_de) – Der „Münchener Krankentransport- und Rettungsdienst“ (MKT) erhöht die Rettungsdienstleistungen drei seiner Rettungswachen.

Wie das Unternehmen am Donnerstag (22.09.2016) bekannt gab, ist der private Anbieter MKT seit August 2016 länger und mit mehr Fahrzeugen im Münchener Norden unterwegs. Grund hierfür sei eine bayernweite Studie, die einen erhöhten Rettungsmittelbedarf festgestellt habe.

„Die stetig steigende Einwohnerzahl Münchens ist auch im Rettungsdienst deutlich zu spüren. Wir haben es auf Grund dessen seit Jahren mit steigenden Notfallzahlen zu tun. Das erfordert in der Konsequenz mehr Personal, längere Schichtzeiten und mehr Rettungswagen“, teilte Christoph Schröer, stellvertretender Abteilungsleiter für den Rettungsdienst beim MKT, mit.

Zu den konkreten Veränderungen zählt die Neuanschaffung eines RTW für die Rettungswache Nord. Zudem werden die Schicht- und Fahrzeiten des am Deutschen Herzzentrum stationierten RTW und der Rettungswache Allach ausgeweitet.

(23.09.2016; Foto: MKT Krankentransport)

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Kletterunfall: Frau stürzt im unwegsamen Gelände

23.09.2016

Freiburg (rd_de) – Eine Kletterin ist am Mittwoch (21.09.2016) am Wasserschlossfelsen bei Albbruck (Landkreis Waldshut) in unwegsamem Gelände abgestürzt.

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Nachdem die 34-Jährige sieben Meter aufgestiegen war, wollte sie sich gegen 16 Uhr wieder abseilen. Die Bergsteigerin fiel beim Umbinden der Seile in das schwer zugängliche Gebiet. Dabei zog sie sich ernste Verletzungen an beiden Beinen zu. Die Kletterin verständigte die Leitstelle.

Wie die Bergwacht Schwarzwald mitteilte, übernahmen die alarmierten Kräfte des Rettungsdienstes und der Bergwacht die Erstversorgung. Mit Hilfe einer Gebirgstrage transportierten sie die Patientin zu einer nahegelegenen Lichtung.

Ein Rettungshubschrauber der Schweizerischen Rettungsflugwacht „Rega“ kam zu Hilfe. Das Team „Rega 3“ brachte die Patienten in eine Freiburger Klinik.

Neben dem Rettungsdienst und Rettungshubschrauber sowie Ortsgruppen der Bergwacht waren auch Feuerwehr und Polizei im Einsatz.

(23.09.2016; Foto: Fabian Eckert/Bergwacht Schwarzwald)

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10 Tipps: Kommunikation mit Patienten

22.09.2016

Übung Weilheim bei Fa. Fischer, angenommene Lage: Massenkarambolage auf A8Bremen (rd_de) – Die Kommunikation mit Patienten macht einen wesentlichen Teil der Behandlung aus. Eine gelungene Kommunikation entscheidet darüber, welche Informationen der Behandelnde vom Patienten bekommen kann und wie der Patient seine eigene Behandlung erlebt. Der Deutsche Ethikrat hat 2016 empfohlen, eine bessere Arzt-Patienten-Kommunikation sicherzustellen. 10 Tipps zur Kommunikation mit Patienten.

Kommunikation im Rettungsdienst

Was für den behandelnden Arzt gilt, gilt auch für Rettungsdienstmitarbeiter im Umgang mit Patienten. Auch hier spielt die gelungene Kommunikation eine wesentliche Rolle für den Behandlungserfolg. Nur über die aktive Kommunikation mit dem Patienten, das vertrauensvolle Gespräch, kann der Helfer beispielsweise Informationen über Symptome erhalten, erfahren, wie die Schmerzwahrnehmung ist und wie er auf verabreichte Medikamente reagiert. Darüber hinaus kann der Rettungsdienstmitarbeiter mit einer erfolgreichen Kommunikation dem Verunfallten Sicherheit geben. Hierfür muss er im Gespräch mit dem Patienten in eine vertrauensvolle Beziehung  zu ihm treten, ihn über die Behandlung aufklären und so Ängste abbauen.

10 Tipps für eine gelungene Kommunikation mit Patienten

Im folgendem haben wir 10 Tipps zusammengestellt, die zu einer gelungenen Kommunikation zwischen Patient und Rettungsdienstmitarbeiter führen:

  1. Versuchen Sie, sich in die Situation des Patienten zu versetzten. Er hat aller Wahrscheinlichkeit nach Schmerzen, Angst und fühlt sich Ihnen womöglich ausgeliefert.
  2. Der Zugang zum Patienten und sein Vertrauen sind wichtig. Wenn Sie merken, dass Sie einen „schlechten Tag“ haben, lassen sie ihrem Kollegen den Kontakt mit dem Patienten aufbauen.
  3. Konzentration und Eile spielen in vielen Fällen eine sehr wichtige Rolle. Vergessen Sie aber nicht, dass Sie es immer mit einem Menschen zu tun haben. Dieser ist kein Gegenstand, sondern hat emotionale Bedürfnisse.
  4. Wenn der Patient ansprechbar ist, möchte er aller Wahrscheinlichkeit nach auch darüber informiert werden, welche Verdachtsdiagnose gestellte wurde und wie die weiteren Schritte aussehen.
  5. Überfallen Sie den Patienten nicht mit Fragen. Strahlen Sie Ruhe aus, stellen Sie sich vor.
  6. Stellen Sie offene Fragen. Diese animieren den Patienten zum Reden. Fragen mit Ja/Nein-Antworten sind meistens weniger informativ. Ausnahme: der Patient hat Atembeschwerden.
  7. Lassen Sie den Patienten unbedingt ausreden. Sollte er zu ausschweifend oder konfus reden, unterbrechen Sie ihn kurz und versuchen Sie das Gespräch in die richtige Richtung zu lenken.
  8. Sprechen Sie umgangssprachlich mit ihrem Patienten. In den meisten Fällen hat er nicht das Wissen oder die nötige Verfassung, um medizinischen Fachbegriffen zu folgen.
  9. Verwenden Sie keine Suggestivfragen, da sie dem Patienten so Antworten in den Mund legen. Sie wollen authentische Informationen.
  10. Versuchen sie das Thema „kommunikative Kompetenz“ auch ihren Kollegen näher zu bringen und zusammen mit diesen zu üben.
Auch das Zuhören kann eine wichtige Funktion in der Behandlung des Patienten haben- Symbolfoto: Markus Brändli

Auch das Zuhören kann eine wichtige Funktion in der Behandlung des Patienten haben. Symbolfoto: Markus Brändli

(Text: Sebastian Sachs, Sozial- und Verhaltenswissenschaftler, Rettungsassistent, freiberuflicher Dozent und ehemaliger Leiter einer Rettungsdienstschule, www.rettungsdienstausbildung.info; Symbolfotos: Markus Brändli; zuletzt aktualisiert: 22.09.2016)

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Flugzeugabsturz: Polizeihubschrauber hilft bei Rettung

22.09.2016

HubschrauberRecklinghausen (ots) – Ein Polizeihubschrauber der NRW-Polizei unterstützte am Mittwoch (21.09.2016) die Rettung der Besatzung eines abgestürzten Kleinflugzeugs zwischen Marl und Recklinghausen.

Wie die Polizei berichtete, stürzte das zweimotorige Sportflugzeug gegen 12 Uhr in einem schwer zugänglichen Waldstück ab. Die beiden Insassen, ein 69-Jähriger aus Bockhorn und ein 40-Jähriger aus Hamm, zogen sich hierbei schwere Verletzungen zu.

Die Einsatzkräfte hatten Mühe, den Absturzort zu erreichen. Der Rettungsdienst übernahm die Erstversorgung der Schwerverletzten. Ein Polizeihubschrauber unterstützte die Rettung der Abgestürzten innerhalb kürzester Zeit aus der Luft.

„Es war ein echter Glücksfall, dass wir zufällig genau zur Unglückszeit eine Rettungsübung mit der Winde am Rhein in Leverkusen geflogen sind“, stellte Thomas Freist, Einsatzpilot der NRW-Polizei, fest. „Die Rettung unter Einsatz des Polizeihubschraubers mit Winde war die schonendste und schnellste Möglichkeit, die Verletzten zu bergen und sie schnell einer intensivmedizinischen Versorgung zuzuführen“, erläuterte Freist.

Den Piloten gelang es, die beiden Verletzten durch Einsatz einer Seilwinde zu einer Wiese zu fliegen. Auf der angeflogenen Wiese warteten bereits die Rettungswagen. Die RTW transportierten die beiden Patienten in umliegende Krankenhäuser.

 (22.08.2016; Symbolfoto: rbkelle/fotolia.com)

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Was tun bei Verbrennungen?

21.09.2016

VerbrennungenBremen (rd_de) – Immer wieder kommt es zu Verbrennungen bzw. Verbrühungen. Derartige Unfälle und die sachgerechte Behandlung des Patienten stellen für den Rettungsdienst eine Herausforderung dar. Deshalb ist es nicht nur für den Laien, sondern auch für Rettungsdienst-Mitarbeiter wichtig zu wissen, was zu tun ist, um Verbrennungen zu behandeln.

Verbrennungen entstehen durch Einwirkung von extremer Hitze auf die Haut. Hieraus resultieren Schäden in unterschiedlicher Tiefe. Diese führen zum teilweisen oder vollständigen Absterben der Haut. Will man eine solche Verbrennung behandeln, ist es unter anderem wichtig, den Grad der Schädigung abzuschätzen:

  • 1. Grades: Rötung (oberflächliche Epithelschädigung ohne Zelltod)
  • 2 a Grades: Blasenbildung, roter Untergrund, stark schmerzhaft (Schädigung der Epidermis und oberflächlicher Anteile der Dermis mit Sequestrierung)
  • 2 b Grades: Blasenbildung, heller Untergrund, schmerzhaft (weitgehende Schädigung der Dermis unter Erhalt der Haarfollikel und Drüsenanhängsel)
  • 3. Grades: Epidermisfetzen, Gewebe nach Reinigung weiß, keine Schmerzen (vollständige Zerstörung von Epidermis und Dermis)
  • 4. Grades: Verkohlung (Zerstörung weitgehender Schichten mit Unterhautfettgewebe, eventuell Muskeln, Sehnen, Knochen und Gelenken)

Unabhängig vom Lebensalter des Betroffenen erfolgt die Einteilung einer Brandverletzung nach Ausmaß und Tiefe der verbrannten Körperoberfläche (KOF). Zur Bestimmung der betroffenen Fläche können beim erwachsenen Patienten entweder die Neunerregel nach Wallace oder die Handflächenregel angewandt werden.

Als Faustformel gilt: Die Handfläche des Brandopfers entspricht etwa einem Prozent seiner KOF.

Bei Kindern bis zum neunten Lebensjahr muss differenzierter vorgegangen werden. Hier wird zwischen Säugling (< zwölf Monate), Kleinkind (1 – 5 Jahre) und Schulkind (6 – 9 Jahre) unterschieden. Aufgrund der verschiedenen Proportionen ist je nach betroffener Körperregion ein unterschiedlicher Prozentsatz der KOF von der Verbrennung betroffen. So wird beim Säugling der Kopf beispielsweise mit 21 Prozent gewertet. Beim Kleinkind sind es hingegen 19 Prozent, während es bei einem Schulkind nur noch 15 Prozent der KOF sind.

Wundversorgung eines Verbrennungsopfers. Foto: Markus Brändli

Wundversorgung eines Verbrennungsopfers.

Was tun bei Verbrennungen?

Die Kühlung mit Wasser wird heute als Akuttherapie gewertet, um Verbrennungen behandeln zu können. Sie gilt als Maßnahme der Ersten Hilfe und sollte daher vom Rettungsdienst nicht mehr praktiziert werden.

  • Kühlungsmaßnahmen sollten von Ersthelfern nur vorgenommen werden, wenn weniger als 30 Prozent KOF betroffen sind.
  • Die Kühlung sollte mit etwa 20 °C warmem Wasser erfolgen und nicht länger als zehn Minuten durchgeführt werden. Andernfalls droht die Gefahr einer Unterkühlung.
  • Ideal zum Kühlen geeignet ist Leitungswasser. Andere trinkbare Flüssigkeiten bergen die Gefahr in sich, Infektionen hervorzurufen.

Für den Rettungsdienst stehen die Wundversorgung und der Wärmeerhalt des Patienten im Vordergrund. Wichtig ist es, Kombinationstraumen abzuklären. Auch wenn thermische Schäden die Aufmerksamkeit auf sich ziehen sollten, können Begleitverletzungen eine größere Dringlichkeit besitzen. Bei Verdacht auf ein Inhalationstrauma muss 100-prozentiger Sauerstoff verabreicht werden. Die Frage, ob Indikationen für eine Intubation erfüllt sind, muss frühzeitig gestellt werden. Eine prophylaktische Intubation gilt es aber zu vermeiden.

Wie sollten Verbrennungen behandelt werden? Foto: Markus Brändli

Wie sollten Verbrennungen behandelt werden?

Einsatzberichte zum Thema Verbrennung:

(Text: Dr. Ingo Blank, Chirurg und Notarzt, Ausbilder in Erster Hilfe; Symbolfotos: Markus Brändli; zuletzt aktualisiert: 21.09.2016)

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Stade: Garagenbrand fordert einen Schwerverletzten

21.09.2016

stade_580Stade (ots) – Bei einem Garagenbrand in Stade zog sich ein Mann am Dienstag (20.09.2016) schwere Verletzungen zu.

Der 66-jährige Bewohner eines Einfamilienhauses hatte sich morgens in die Garage begeben, um seinen Aufsitzrasenmäher für Gartenarbeiten vorzubereiten. Wie die Polizei mitteilte, geriet der Mäher dabei in Brand. Der Mann stürzte zu Boden und konnte den Brandort aus eigener Kraft nicht mehr verlassen.

Gegen 10.30 Uhr nahm eine aufmerksame Nachbarin den Brandgeruch aus der Garage wahr. Sie verständigte sofort die Leitstelle. Die Ehefrau des 66-Jährigen und ein couragiertes Nachbar-Ehepaar hatten laut Polizei noch versucht, dem Verunfallten zu Hilfe zu kommen. Dabei verletzte sich die Nachbarin leicht.

Als die alarmierten Kräfte von Rettungsdienst und Feuerwehr am Einsatzort eintrafen, schlugen offene Flammen aus der Garage. Die Feuerwehrleute konnten den Brand schnell unter Kontrolle bringen und den Mann unter Atemschutz aus der Garage retten.

Der Verunglückte erlitt bei dem Feuer lebensgefährliche Verletzungen. Rettungsdienst, Notarzt und die Besatzung des Rettungshubschraubers „Christoph 29“ übernahmen die Erstversorgung. Der Hubschrauber flog den Patienten anschließend in eine Hamburger Klinik. Auch versorgte der Rettungsdienst die leichtverletzte Nachbarin.

 (21.09.2016; Foto: Polizei Stade)

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„Woche der Wiederbelebung“: Jeder kann Leben retten

20.09.2016

ELR_Logo_weissaufrot_580Bremen (rd_de) – Diverse Hilfsorganisationen veranstalten anlässlich der „Woche der Wiederbelebung“ (19. bis 25. September 2016) bundesweit zahlreiche Aktionen.

In Deutschland sterben jährlich über 60.000 Menschen am plötzlichen Herztod, weil Ersthelfer vor Ort oft nur unzureichend oder gar nicht reanimieren. Gestern startete die Aktionswoche der Wiederbelebung unter dem Motto „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation“.

Ärzte und Fachkräfte wollen Menschen in dieser Woche dazu ermutigen, im Ernstfall Leben zu retten. Um eine breite Öffentlichkeit für das Thema zu gewinnen, finden Aktionen deutschlandweit in Kliniken, öffentlichen Gebäuden und auf Plätzen statt. Ein Überblick zu den Veranstaltungen ist hier zu finden.

Die Herzstiftung bietet zu diesem Anlass ein kostenloses Herznotfall-Set an. In dem Set wird genau erläutert, was im Notfall zu tun ist und wie die Herzdruckmassage durchgeführt wird. „Jeder kann lernen, Leben zu retten“, sagt der Duisburger Herzspezialist, Prof. Dr. Wolfgang Schöls, der Stiftung.

Die bundesweite Aktionswoche wird getragen vom Berufsverband Deutscher Anästhesisten, der Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin, das German Resuscitation Council sowie der Stiftung Deutsche Anästhesiologie.

 (20.09.2016; Foto: Initiative des Berufsverbandes Deutscher Anästhesisten e.V. und Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie)

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Stade: Zwei Schwerverletzte nach Wohnhaus-Explosion

20.09.2016

Stade_580Stade (ots) – Bei einer Explosion in einem Einfamilienhaus in Stade sind am Montag (19.09.2016) zwei Personen schwer verletzt worden.

Wie die Polizei mitteilte, stürzte der Hausanbau gegen 14.15 Uhr ein. Dabei schleuderten Trümmerteile und Scherben bis auf die benachbarten Grundstücke. Die herumfliegenden Teile verletzten einen Gärtner, der auf dem Nachbargrundstück arbeitete. Augenzeugen der Explosion setzten den Notruf ab. Die Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Feuerwehr versorgten den Verletzten am Unfallort. Der Rettungsdienst transportiere den Patienten anschließend in eine Klinik.

Eine Bewohnerin des Hauses konnte sich nach der Verpuffung noch selbst ins Freie retten. Kräfte der Feuerwehr fanden die 52-Jährige nahe des Explosionsorts. Sie übernahmen die Erstversorgung der lebensgefährlich verletzten Frau. Die Besatzung des Rettungshubschraubers „Christoph Hansa“ brachte die Patientin in eine Hamburger Klinik.

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Bei einer Explosion in einem Einfamilienhaus in Stade sind am Montag (19.09.2016) zwei Personen schwer verletzt worden. Foto: Polizei Stade

Als der Ehemann der Verunglückten zur Unfallstelle eilte, erlitt er einen Schock. Die Rettungskräfte kümmerten sich um den Angehörigen sowie um die Betreuung der weiteren Anwohner. Ein 80-jähriger Bewohner des Obergeschosses hielt sich während der Explosion im hinteren Teil des Hauses auf und blieb unverletzt.

Da nach der Explosion noch Qualm aus den Trümmern des Hauses drang, rückten Feuerwehrleute unter Atemschutz in das Gebäude vor. Dabei konnten sie keine weiteren Personen finden. Am Abend machte sich die Rettungshundestaffel des DRK auf eine Nachsuche. Auch die Rettungshunde konnten keine weiteren Menschen in den Trümmern aufspüren.

Neben dem Rettungshubschrauber „Christoph Hansa“ waren drei RTW, zwei Notärzte sowie 55 Feuerwehrleute im Einsatz.

 (19.09.2016; Fotos: Polizei Stade)

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Erneute Attacken auf Rettungsdienst-Mitarbeiter

19.09.2016

Gewalt_580Gelsenkirchen (ots) – Wieder sind Rettungskräfte zur Zielscheibe von gewaltsamen Übergriffen geworden. Diesmal am Sonntag (18.09.2016) in Gelsenkirchen. Mehrere Männer haben zwei Rettungsdienst-Mitarbeiter bei einem Einsatz leicht verletzt.

Die Besatzung eines Rettungswagens versorgte gegen 1 Uhr nachts eine Patientin in ihrer Wohnung. Wie die Feuerwehr mitteilte, wollten die Einsatzkräfte zum Transport der Patientin eine Trage aus dem Fahrzeug holen. Plötzlich seien mehrere Männer aus dem Wohnhaus auf sie zu gerannt.

Die Männer begannen damit, die beiden Rettungsdienst-Mitarbeiter zu schubsen und zu schlagen. Einer der Beiden fiel daraufhin zu Boden. Dort traten die Täter weiter auf ihn ein. Den leichtverletzten Rettungsdienst-Mitarbeitern gelang es, sich zu befreien. Sie flüchteten zu einer nahegelegenen Tankstelle. Dort verständigten sie die Leitstelle.

Erst nach dem Eingreifen der Polizei konnte die Besatzung zu ihrem Rettungswagen zurückkehren. Von dort aus begaben sie sich selbstständig in ein Krankenhaus.

Die Rettungsdienst-Mitarbeiter erstatteten Strafanzeige gegen die Angreifer.


(19.09.2016; Symbolfoto: Markus Brändli)

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