Zwei neue Elektrofahrzeuge für die Polizei BW

Samstag, 28. Februar 2026

Autobahnpolizei Pforzheim testet neue Schnellladesäule für E-Fahrzeuge

Die Polizei Baden-Württemberg hat bei der Verkehrspolizeiinspektion Pforzheim eine innovative batteriegepufferte Schnellladesäule in Betrieb genommen und startet damit einen Pilotversuch, um die Elektromobilität im Polizeidienst weiter auszubauen.

Der Audi Q6 E-Tron wird erstmalig bei der Landespolizei eingesetzt. Die Reichweite beträgt ca. 550km. Das Fahrzeug wurde mit einem Datenlogger ausgestattet, um ihre Leistung und Reichweite unter realen Bedingungen zu messen.

Batterie-Schnellladesäule „ChargePost“

Die neue Schnellladesäule vom Typ „ChargePost“ stammt aus dem Hause ads-tec Energy und zeichnet sich durch einen integrierten Batteriepuffer aus. Dieser sorgt dafür, dass Fahrzeuge auch an schwächeren Netzanschlüssen mit einer Leistung von bis zu 300 kW geladen werden können – ein Ladevorgang dauert dabei maximal 30 Minuten. Gleichzeitig lassen sich zwei Fahrzeuge parallel anschließen.

Einsatz im Alltag: E-Streifenwagen auf der Autobahn

Im Rahmen des 24-monatigen Tests werden zwei batterieelektrische Streifenfahrzeuge der Polizei Baden-Württemberg eingesetzt:

  • Audi Q6 e-tron

  • BMW i5 Touring

 Technische Daten:

  • Fahrgestell: Audi Q6 E-Tron quattro
  • Motorleistung: 120 kW Dauerleistung / 285 kW max. Leistung
  • Verbrauch: 17,0–19,6 kWh
  • Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h
  • Zulässiges Gesamtgewicht: 2.940 kg
  • Leergewicht: 2.400 kg
  • Länge: 4.771 mm
  • Breite: 1.952 mm
  • Höhe: 1.667 mm

Ausbau: Behördenausbau durch Audi

Technische Daten:

  • Fahrgestell: BMW i5 xDrive40 Touring (G60e)
  • Motorleistung: 105 kW Dauerleistung / 250 kW max. Leistung
  • Verbrauch: 17,0–19,6 kWh
  • Höchstgeschwindigkeit: 215 km/h
  • Zulässiges Gesamtgewicht: 2.965 kg
  • Leergewicht: 2.446 kg
  • Länge: 5.060 mm
  • Breite: 1.900 mm
  • Höhe: 1.720 mm

Ausbau: Behördenausbau durch BMW

Beide Fahrzeuge verfügen über eine durchschnittliche Reichweite von rund 550 Kilometern und sind mit sogenannten Datenloggern ausgestattet, um Leistung und Reichweite unter realen Einsatzbedingungen zu protokollieren.

Begleitet wird das Projekt wissenschaftlich von der Fraunhofer-Gesellschaft, die die gewonnenen Daten auswertet und Rückschlüsse für den künftigen Einsatz von E-Fahrzeugen bei der Polizei ziehen wird.

Innenminister Thomas Strobl bezeichnete die neue Schnellladesäule als „Technik-Turbo“, der den Weg der Polizei in Richtung Elektromobilität weiter beschleunige. Rund 12 % der insgesamt etwa 5.400 Fahrzeuge der Polizei Baden-Württemberg sind bereits elektrisch betrieben. Der Pilotversuch soll dazu beitragen, die Einsatzfähigkeit batterieelektrischer Fahrzeuge – gerade auf Autobahnen – zu stärken.

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