RD Hamburg (Bericht im NDR)

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    • Tobias Voss schrieb:

      Jetzt wäre es für mich, der sich in Hamburg nicht auskennt, interessant zu wissen, wie viele RTW denn aktuell durch die Feuerwehr regulär besetzt werden. Damit kann man dann diese Zahl eher irgendwie einordnen. Allerdings ist ohne weitere Infos die Zahl schon recht eindrucksvoll und mehr, als manche andere Kreise überhaupt vorhalten
      wir haben ca 80rtw im dienst (plus 17 "Kaufmänner".. heißt bei euch glaube ich "reserve")… vor dem Hintergrund finde auch ich 23 sehr viel.... aber ich denke dafür gehen bei uns dann wieder welche weg... denn wir haben eklatanten mangel an blauen Funktionen mit täglichen stärken von "frag nicht nach Sonnenschein".... uns feheln ab dem neuen jahr 171 SOLLSTELLEN.... und da auch wir vor vier jahren endlich geschafft haben AGBF einzuführen, ist dann aufgefallen, dass die erreichungsgrade unter aller Kanone sind! daran wird und MUSS was geändert werden, indem aufgaben abgegeben werden (müssen). das ist mittlerweile auch die offizielle "elfenbeinturmmeinung" (hat lang gedauert)..

      Tobias Voss schrieb:

      Ja, dass sich die HiOrgs gerne das aussuchen was für sie rentabel ist, kann man in vielen Bereichen feststellen, ist aber ganz sicher nicht in allen Fällen so. Allerdings muss man auch im Hinterkopf behalten, dass auch eine HiOrg mittlerweile zumindest eine schwarze "Null" einfahren muss, da die früher übliche Querfinanzierung nicht mehr wirklich machbar (und zulässig) ist. Hier in Düsseldorf gibt es auf jeder Feuer- und Rettungswache auch einen RTW der gemeinsam durch Feuerwehr und HiOrg besetzt werden. Während der RTW tagsüber als "03" durch die jeweilige HiOrg besetzt wird, kommt danach der Feuerwehr mit der Kennung "04" ins Spiel als zusätzlicher Bedarfs-RTW
      ist doch toll das die kollegen der Feuerwehr sich dann die nacht um die ohren hauen dürfen oder <X wenn muss das ganze Geschäft abgedeckt werden und nicht nur das rentable. aber drin sind wir uns ja einig..

      Tobias Voss schrieb:

      Vor langer Zeit hatte ein Kreis in Schleswig-Holstein einmal darüber nachgedacht, seinen selbst durchgeführten Rettungsdienst an eine HiOrg abzugeben. Allerdings war die Rückmeldung der HiPrg sinngemäß so, dass man sehr gerne die zwei großen Rettungswachen übernehmen wollte, die ganzen Aussenwachen jedoch nicht. Daraufhin wurde entschieden, das ganze doch weiter komplett in Eigenregie zu machen. Von daher würde ich eher sagen, Du denkst nicht "negativ" sondern eher ziemlich realistisch
      endlich mal wieder jemand mit "eiern".. kommt leider viel zu selten vor..

      Tobias Voss schrieb:

      So sehe ich das auch, Angestellte im Rettungsdienst auch bei Berufsfeuerwehren ist der richtige Weg. Das Ziel könnte dabei dann sehr langfristig die Herauslösung des Rettungsdienstes aus den Strukturen der Feuerwehr und hin zu einem Eigenbetrieb unter der Leitung der jeweiligen Kommune sein. Das ganze wird in Schleswig-Holstein mit der RKiSH gGmbH ja schon ziemlich erfolgreich gemacht, mittlerweile vier komplette Kreise und bald fünft Kreise sind schon eine Größe, bei der man auch etwas den Krankenkassen gegenüber durchsetzen kann.
      genau meine Meinung! sicherlich läuft auch beim RKISH nicht immer alles gut, aber wo isses das schon.... :D

      Tobias Voss schrieb:

      Das sehe ich grundsätzlich genauso, allerdings betrifft das nicht nur das Problem innerhalb der Feuerwehr, auch im Bereich der HiOrgs wird es da noch zu einem Umdenken führen müssen. In anderen Ländern ist man da schon deutlich weiter als in Deutschland
      spätestens ab 2021 wird es nicht nur bei der Feuerwehr spannend.... ein rtw hat dann mit mind einem notfallsanitäter auszurücken... spätestens dann ist das "hobbyretten" beim schlagermove vorbei..also zumindestens das transportieren in ein KH... und wer muss es dann machen.. richtig, die lösche...
    • frankdrabbin schrieb:

      wir haben ca 80rtw im dienst (plus 17 "Kaufmänner".. heißt bei euch glaube ich "reserve")… vor dem Hintergrund finde auch ich 23 sehr viel
      Damit kommen zusätzliche 25%, das finde ich auch arg heftig. Zeigt mir aber letztlich, dass vermutlich in den letzten Jaren eher wenig an der Vorhaltung gemacht wurde. Vermutlich hat es immer irgendwie funktioniert, aber es gibt dann halt den Zeitpunkt, dass es nicht mehr klappt.

      Ich weiß nicht, wie bei Euch das Verhältnis zwischen RTW-Einsatz und Krankentransport ist, das wäre in meinen Augen auch eine Stellschraube, an der man drehen müsste. Mit einer einzigen zentralen Leitstelle würde man da sicherlich so manches deutlich besser hinbekommen. Aber ich vermute, dass die HiOrgs auf die eigene Leitstelle nicht verzichten wollen ...

      frankdrabbin schrieb:

      ist doch toll das die kollegen der Feuerwehr sich dann die nacht um die ohren hauen dürfen oder wenn muss das ganze Geschäft abgedeckt werden und nicht nur das rentable. aber drin sind wir uns ja einig..
      Jein, die 04er sind ja nicht permanent besetzt. Die gehen nur dann in Dienst, wenn alles andere Weg ist, denn dafür muss die DLK (oder was anderes) aus dem Dienst genommen werden. Wie oft das letztlich vorkommt weiß ich nicht, kann das aber bei Interesse gerne mal in Erfahrung bringen. Einen zusätzlichen RTW (oder in Düsseldorf dann ja eher 9) nachts im Dienst zu halten, bedeutet ja auch, dass er von den Kassen finanziert werden muss, und da es gerne mal heisst "sparen, sparen, sparen" dürfte das Problem hierbei zu suchen sein.
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    • Falls es jemand interessiert / Daten sind aber noch nicht endgültig!

      DRK:
      Rissen 1 und Harburg 1
      Eißendorf 1 soll auch dabei sein

      MHD:
      Steilshoop 1 und 2

      JUH:
      Winterhude 1 und 2
      Bergedorf 1

      Die FRN sollen der entsprechenden -F- Wache angepasst werden


      Die Krankenbeförderung unter 19222 wird ganz normal weitergeführt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von janhümpel ()

    • Karo60 schrieb:

      Demnach wird es keine "zwei bzw drei" parrallele Rettungsdienste (Feuerwehr/Hiorg/GARD) mehr geben können.
      Das kann man aber auch so auslegen, dass ausschließlich die Stadt den Rettungsdienst durchführen darf. In
      meinen Augen wäre schon der erste Schritt, dass es nur noch eine einzige zentrale Leitstelle gibt, die dann
      sowohl den Krankentransport, die Notfallrettung als auch alles feuerwehrtechnische abarbeitet.

      Damit, und ausschließlich damit, wird man es schaffen, eine "Nächste-Fahrzeug-Strategie" umzusetzen. Das
      ist zumindest für Notfalleinsätze in meinen Augen das wichtigste, was umgesetzt werden muss.

      Zusätzlich wäre ein positiver Nebeneffekt, dass auch bei Krankentransporten es einfacher wird, ein Fahrzeug
      zu bekommen, weil ich nicht bei diversen Leitstellen anrufen muss. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass das
      seitens der privaten Krankentransportunternehmen eher ungerne gesehen werden dürfte ...
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    • Tobias Voss schrieb:



      Ich weiß nicht, wie bei Euch das Verhältnis zwischen RTW-Einsatz und Krankentransport ist, das wäre in meinen Augen auch eine Stellschraube, an der man drehen müsste. Mit einer einzigen zentralen Leitstelle würde man da sicherlich so manches deutlich besser hinbekommen. Aber ich vermute, dass die HiOrgs auf die eigene Leitstelle nicht verzichten wollen ...
      Für die Feuerwehr Hamburg: 2017 253.801 Rettungsdienstalarmierungen, davon 253.622 Notfallalarmierungen und 179 Krankentransporte. Sind bei 80 RTW + Kaufmann 1,x pro RTW/Jahr.
    • HamburgerJungchen schrieb:

      Die RTW wird vermutlich RTW abgeben und vor allem werden die 17 K-RTW (Springerbesatzung) nicht mehr quasi als Regelfahrzeug genutzt. Damit werden tiefe Löcher in den Brandschutz gerissen.

      Auch die Firma Falck hat groß Personal für Notfall-Rettungs-RTW unter der 112 gesucht. Wird wohl was kommen.
      Erstmal ist nicht vorgesehen RTW abzugeben. Die RTWK (Springer) fahren nun wirklich nicht Regelhaft, natürlich reißen sie auch mal 4-5 Einsätze je nach Wachrevier am Tag, aber das ist Spitzenabdeckung.
      Löcher schlagen die RTWK eher nicht in den Brandschutz. Die GW sind autark und haben nichts mit dem Brandschutz in diesem Sinne zu tun und dann rollt halt mal ein HLF zum typischen GW Einsatz, wenn die Besatzung mit dem RTWK los ist. Die Hiorg-RTW, sowie wie die von den Privaten, können genau diese RTWK Einsätze minimieren, allerdings wird es immer Spitzen geben, wo die RTWK auf der Straße sind, dafür ist phasenweise einfach zu viel los und genau dafür gibt es sie ja.
    • neuestes aus der wf runde: die falck rtw werden KEIN bos-funkgerät bekommen und auch bei den hiorg rtw soll das wohl so laufen ... an die wache bei uns soll EXTRA ein OAP arbeitsplatz kommen nur für die abschlussmeldungen des otts1 z.b.... zu und im die rlst sollen dann die externen kollegen kommen und , sollte der einsatz im hiorg revier liegen, dann die einsätze HÄNDISCH weitergeben ... also nix SMAP und zeitkritisch und so .. bin gespannt ob das in der praxis praktikabel sein wird....

      zu den kaufmännern: wie oben erwähnt völlig irrelevant für den brandschutz da vom GW besetzt...
      und mittelfristig ist NATÜRLICH geplant f-rtw einzustampfen um menschenmaterial auf die sowieso viel zu knapp besetzte blaue schiene zu bekommen. damit soll nun zumindest ANNÄHERND mal ein halbwegs tolerierbarrr AGBF erreichungsgrad erreicht werden
    • Wie bitte, Frank?
      Das ist doch nicht deren ernst!?
      Die Hiorg RTW werden doch jetzt bereits durch die Feuerwehr eingesetzt und haben BOS Funk, ebenso die NAW, RTHub...
      In anderen Bundesländern werden Private auch normal über Funk eingesetzt.
      Bekommen die wenigestens DME, oder sollen da auch alternative Wege gefunden werden?
      Immer wenn man denkt, die Feuerwehr Hamburg hätte schon alles gebracht, dann haut sie nochmal so ein Ding raus... :-aua
      Das ist doch unpraktikabel, zeitraubend und bürokratisch... :frown:
    • doch das ist deren ernst! leider.. gebe dir total recht... völlig unpraktisch und vor allem kontraprofessionell!!!
      es geht hier um falck/grad/asb... die sind keine BOS BEHÖRDE und dürfen deshalb auch nicht so ein funkgerät haben ! ohne scheiss und kaum zu glauben zu glauben ... ich allerdings glaube, dass die praxis da zwangsläufig zu veränderungen führen wird (und führen muss☝️)

      und völlig richtig: ES LIEGT NICHT AN DER FEUERWEHR!! meines erachtens wird es nicht lange dauern bis das auch den theoretikern auffällt
    • frankdrabbin schrieb:

      es geht hier um falck/grad/asb... die sind keine BOS BEHÖRDE und dürfen deshalb auch nicht so ein funkgerät haben
      Diese Aussage stimmt so nicht wirklich, denn wenn sie am öffentlich-rechtlichen Rettungsdienst teilnehmen,
      dann sind sie eine "Behörde oder Organisation mit Aufgaben der öffentlichen Sicherheit".

      Dass manche das vielleicht nicht so wahrhaben wollen, mag sein. Sinnvoll, ist zumindest in meinen Augen de-
      finitiv etwas anderes, aber das sehen wir je gleich.
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    • frankdrabbin schrieb:

      was für blüten so ein gemisch treiben kann. damals war ich an 15 und wir besetzten den 15 E/F.... damit der damalige 15 P auch was abbekommen konnte, waren wir von 12-19Uhr AUSSER DIENST, bzw gingen erst in dienst, wenn der 15P ausgerückt war.... was für eine Ressourcen Verschwendung... wunderte uns damals schon und vor allem die Begründung für das zeitfensetr ist damals schon ein schlechtes vorzeichen gewesen... es war DAS LOHNENSTE!!!!!!!
      Das kommt halt darauf an, wie die Finanzierung des RD im jeweiligen Bundesland geregelt ist. In Bayern gäbe es z.B. keine "lohnenden Zeiten", da hier nach Vorhaltestunden bezahlt wird, egal ob NEF/RTW/KTW einen Einsatz fahren oder nicht.

      Mit einem solchen Finanzierungsmodell macht man sich auch unverdächtig gegenüber den Durchführenden des RD, denn es ist egal, ob ein Privater oder HiOrg eine einsatzstarke Wache/Schicht besetzt oder eher eine "Schlafwache".

      Wäre IMHO das beste, mindestens aber das fairste Finanzierungsmodell für alle Bundesländer. Es wäre auch mal an der Zeit, gewisse Rahmenbedingungen bundesweit vorzugeben ("Bundes-RDG") Nicht Alles, denn die Bundesländer und insbes. Stadtstaaten haben dann doch noch einige individuelle "Spezials" was geogr. Lage, Finanzkraft, KH-"Landschaft" etc. betrifft.

      frankdrabbin schrieb:

      on top ist der weg der Feuerwehr Hamburg auf dem richtigen weg gewesen... angestellte im rettungsdienst! absolute Profis, die eben NUR das machen … und was hat die Feuerwehr mit vielen von denen gemacht? wie dreck behandelt und verträge einfach nicht verlängert, obwohl die stellen weiterhin von vakant waren! das menschliche miteinander war echt fragwürdig, gerade als ARBEITGEBER STADT HAMBURG...
      Das scheint mir aber "typisch Feuerwehr" zu sein, dass es dort immer noch Leute gibt, für die Personal mit nur einem Funktionsbereich/erlerntem Beruf keine "echten" Feuerwehrleute sind. Klar schränkt es ein, wenn ich "weisse Leute" habe, die ich nur "weiss" einsetzen kann, aber gerade mit dem Berufsbild des NFS wird sowas immer sinnvoller, denn anders als zu Urzeiten ist das kein 520 Std-Kurs mehr, den man locker neben der FW-Ausbildung absolviert hat, sondern eine 3-jährige Vollzeitausbildung....
    • grad das thema NFS wird meines erachtens zur weiß/blau trennung führen MÜSSEN!!! zumindest wenn man das berufsbild notfallsanitäter ernsthaft u professionell betreiben möchte !! das wird nicht passieren ... denn wir alten f-kollegen werden in 4wochen zum bestehen der prüfung geprügelt und sollen dann dasselbe können wie die „richtigen“ NFS, die da drei jahre für zeit hatten.. ja nee is klar mit mir nicht... schon gar nicht für null euro ich bin froh wenn ich mit einem beschäftigen fahren darf.. da merkt man dass der das nur macht und nicht noch drehleiter fahren und auch noch nen büschen angriffstrupp nebenbei .. wird spannend werden die nächsten jahre..

      zum thema BOS FUNK... von mir aus sollen alle nen gerät bekommen ... zumal bei uns immer auf den status-meldungen rumgeritten wird und da soll es nun plötzlich egal sein
    • Genau das hatte ich mich auch schon gefragt.
      Wie will man denn bitte die Hilfsfrist kontrollieren, wenn Teile des Rettungsdienstes gar nicht erfasst werden?
      Ich weiss ja nicht wer da jetzt der große Bedenkenträger ist, aber nur kurz hinter der Landesgrenze läuft geht es ja komischerweise.
      Wenn ich das richtig verstanden habe, gilt das jetzt aber nur für GARD, da die HiOrg (auch ASB) ja eh schon über DME und BOS Funk verfügen.
      OTTS 1 oder NIEND 1 werden ja schon jetzt immer mal wieder alarmiert.
    • GARD hat doch dafür einen extra Arbeitsplatz mit ihrem System in der EZ bekommen.

      Und wenn die regulären Ausschreibungen durch sind, soll GARD/Falck wohl regulär BOS Funk haben dürfen.
      So sind meine Kenntnisse aus -F- Kreisen



      Die Abschlussmeldungen von JUH, MHD und DRK(außer 31F und P) laufen noch über die KBF Leitstelle.
    • Und dann schreibt der Dispatcher den Einsatz auf einen Zettel und bringt den zum GARD Arbeitsplatz, der das dann in sein System tippt und danach einen RTW alarmiert?
      Damit ist der Zeitgewinn bei fast jedem Einsatz weg und ob das Fahrzeug auf Funk günstig steht, kann der Dispatcher der FW auch nicht sehen.
      Kann man ja nur hoffen, dass man nicht in einem davon betroffenen Bereich wohnt...