Rettungsdienst in Bayern

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    • Rescue-M schrieb:

      Die Geräte an der Wand rechts haben den Grund, dass man in Bayern nicht - wie bei vielen anderen Ausbauten - erst "quer durch das Auto laufen" wollte, um an EKG, Beatmung etc. zu kommen. Zudem ist dadurch die linke Wandseite frei von ggf. kantigen Hindernissen.
      Die 2 Sekunden Zeitunterschied halte ich für vollkommen unrelevant. Dafür hat man wirklich einen Platz, von dem man alles bedienen kann.

      Rescue-M schrieb:

      Ich weis, es gibt auch andere Lösungen wie z.B. das EKG im Aussenstaufach unterzubringen, so dass man es beim Einsatz bequem von dort entnehmen kann. Sowas ist sicherlich auch eine feine Sache, aber damit werden - je nach Gestaltung - dann Halterungen für EKG, Absaugung und ggf. Beatmung doppelt notwendig. (Kosten! ggf. auch für zusätzliche Auszüge etc.) Nachteil hierbei auch (je nach Gestaltung), dass man die Geräte erst vom Staufach nach innen umräumen muss, wenn sich der Pat.-Zustand sich unerwartet ändert und man eigentlich eine EKG-Überwachung nicht für nötig gehalten und daher das EKG "draussen" gelassen hatte (z.B. bei einem Krankentransport)
      Ich bin auch kein Fan dieser Lösung, aber das ist bestimmt Geschmackssache.
      Das Umräumen ist aber kein Problem, bei unserem RTW mit dieser Lösung konnte man durch eine Tür in den Kasten mit der EKG-Halterung zugreifen.
      Ich finde es aber auch besser, wenn die Geräte im Fahrzeuginnenraum hängen.

      Rescue-M schrieb:

      Was das Thema "elektrische Trage" betrifft: Die ist schon toll, aber dazu gehört auch eine umfassende(!) Gesamtbetrachtung des Rettungswesens. Von der Tragenhalterung auf der DLK bis hin zur Kompatibilität mit z.B. vom Kat-S beschafften N-KTW muss hier weit gedacht werden, wenn man ein nahtloses Ineinandergreifen der Ressourcen bei spezieller Rettung/Transport, MAN-V und Kat-S erhalten will. Das Alles ist natürlich machbar, aber man muss es bedenken und berücksichtigen und dafür ggf. entspr. andere oder zusätzliche Technik und Arbeitsweisen vorhalten. Heute kann ich eine Trage aus einem KTW problemlos in einen RTW "umschieben", auch die ITH-Trage vom lokalem ITH passt auf den Tisch eines RTW und das Tragenoberteil der "Stryker" passt (inzwischen) auch auf alle Halterungen an einem DLK-Korb. Wie gesagt, alles lösbar, aber man muss es eben tun. Und das kostet auch in Bereichen, die nicht unbedingt nur mehr "RD" sind.
      Das sehe ich anders. Rückenschonendes Arbeiten steht für mich über fast allem, und die von dir genannten Situationen sind absolute Ausnahmefälle, während wir jeden Tag Patienten buckeln müssen. Seit wir Ende letzten Jahres unsere Kartsana bekommen haben habe ich eigentlich nie wieder Rückenschmerzen gehabt, und das obwohl ich auch vorher dank Rückenschule etc. ergonomisch gehoben habe. Ich möchte diese Trage nie wieder hergeben, obwohl sie auch eine Reihe von Problemen mitbringt.

      Die Rettung mit DLK ist tatsächlich doof, da nun ein doppeltes Umlagern erforderlich ist, hier sind die Drehleiterhersteller gefordert! Aber das kommt bei uns vielleicht einmal im Monat vor, das ist ein Abschlag, den man in Kauf nehmen muss.
      Die Kompatibilität zu irgendwelchen KatS-Fahrzeugen halte ich für irrelevant, der Tausch zwischen verschiedenen Fahrzeugen ist natürlich praktisch, so muss mindestens eine Reservetrage vorgehalten werden. Wenn man das aber mit den eingesparten Krankheitstagen gegenrechnet sehe ich auch hier unterm Strich einen Gewinn.

      Die fehlende Kompatibilität zu RTH/ITH-Tragen ist mit Sicherheit ein großes Problem bei KH ohne direkten Landeplatz, das so zum Glück bei uns nicht existiert. Das ist mit Sicherheit ein Manko, das man lösen muss.
      Interessanter Einwurf übrigens, daran habe ich noch nie gedacht.
    • kellern schrieb:

      MDK81 schrieb:

      Ich persönlich kenne drei bayerische Kreisverbände, welche die MedGV auch für Notärzte bindend vorschreiben.
      in Bayern gibts also keine Freelancer oder selbstfahrende NA mehr ?
      Und sie alle lechzen danach, sich nach MedGV einweisen zu lassen ?

      "Das muss ich mir ansehen, dieses Bayern" :)
      Ich bin über Deine Aussage verwundert. Bei uns sind auch alle selbstfahrenden Notärzte auf die Geräte eingewiesen.

      HamburgerJungchen schrieb:

      Die 2 Sekunden Zeitunterschied halte ich für vollkommen unrelevant. Dafür hat man wirklich einen Platz, von dem man alles bedienen kann.
      Ich frage mich echt, was Du denn immer alles während der Fahrt noch bedienen willst? Welchen Typ Patient hast Du, dass Du ständig am EKG rumdrücken musst? Und jetzt kommt nicht damit, dass Du einen Alarm wegen einer holpernden Fahrt quittieren willst. Sag mir mal, was Du denn ständig an den Geräten rumdrückst? Das für mich am meisten benötige Gerät während der Fahrt ist das NIDA-Pad.
    • hamstermann schrieb:

      Ich bin über Deine Aussage verwundert. Bei uns sind auch alle selbstfahrenden Notärzte auf die Geräte eingewiesen.
      das war ja meine Frage.
      Sind denn wirklich alle auf die RTW-Geräte eingewiesen ?
      und werden auch Softwareupdates etc allen bekannt gegeben ?

      ich weiß wie schwer es ist die Leute, die sogar im eigenen Betrieb rumlaufen,
      einzuweisen.

      Bei externen Mitarbeitern ist das nicht einfacher.
      es gibt immer einen Idioten der einem die Tour versaut !
      genau Einen !

    • kellern schrieb:

      hamstermann schrieb:

      Ich bin über Deine Aussage verwundert. Bei uns sind auch alle selbstfahrenden Notärzte auf die Geräte eingewiesen.
      das war ja meine Frage.Sind denn wirklich alle auf die RTW-Geräte eingewiesen ?
      und werden auch Softwareupdates etc allen bekannt gegeben ?
      Vorteil "einheitliche Beschaffung" - die Unterschiede bei den Geräten ist recht überschaubar. LP15 oder C3, Medumat oder Oxlog.

      Manche NEF-Standorte sind etwas "spezieller", aber dann haben sie auch dafür zu sorgen, dass sich der NA mit dem Zeug auskennt.

      Und sollte sich ein NA mal nicht mit Beatmung oder EKG im RTW auskennen, muss der RA/NFS eben "rechts" sitzen. (was ohne NA an Bord übrigens auch dann angezeigt ist, wenn eine Überwachung/Einstellung der Geräte wichtiger ist, als das Regeln von Beleuchtung und Klima, Funken "von Hinten" etc.)
    • Rescue-M schrieb:

      Manche NEF-Standorte sind etwas "spezieller", aber dann haben sie auch dafür zu sorgen, dass sich der NA mit dem Zeug auskennt.

      Und sollte sich ein NA mal nicht mit Beatmung oder EKG im RTW auskennen, muss der RA/NFS eben "rechts" sitzen.
      das obere Zitat entspricht der Rechtslage,
      und das untere der Realität ? :)


      Dass sich alle auskennen müssen ist klar.

      Meine Nachfrage zielte auf die Aussage ab die implizierte dass sich tatsächlich alle auskennen würden

      Die Rechtlage und die Improvisation sind unstrittig.
      es gibt immer einen Idioten der einem die Tour versaut !
      genau Einen !

    • hamstermann schrieb:


      Ich frage mich echt, was Du denn immer alles während der Fahrt noch bedienen willst? Welchen Typ Patient hast Du, dass Du ständig am EKG rumdrücken musst? Und jetzt kommt nicht damit, dass Du einen Alarm wegen einer holpernden Fahrt quittieren willst. Sag mir mal, was Du denn ständig an den Geräten rumdrückst? Das für mich am meisten benötige Gerät während der Fahrt ist das NIDA-Pad.

      Nun, in der Regel bediene ich außer einem Kugelschreiber gar nichts während der Fahrt.
      Aber in der Konstellation im Bayern-RTW kann ich während der Fahrt nichtmal frei auf den Monitor gucken.

      Wir haben den C3, der zwar ein tolles Gerät ist, aber quasi dauerhaft Alarm gibt. Die muss man tatsächlich während der Fahrt öfter quittieren und unterdrücken.
      Dazu die Blutdruckmessung (neu-)starten, Trendkurve anzeigen, Screenschot für die Dokumentation machen etc.
      Es ist jetzt nicht so, dass man nie während der Fahrt an die Geräte muss.
      Von daher finde ich es weiterhin lächerlich, dass man das Ziel hat, nicht aufstehen zu müssen und dann alles quer durchs Auto verteilt.
      Ich muss auf jeden Fall während der Fahrt öfter an die Geräte als Licht anmache oder mit dem Fahrer rede, geschweige denn den Tragestisch verstelle.
    • HamburgerJungchen schrieb:


      Nun, in der Regel bediene ich außer einem Kugelschreiber gar nichts während der Fahrt.
      Aber in der Konstellation im Bayern-RTW kann ich während der Fahrt nichtmal frei auf den Monitor gucken.

      Wir haben den C3, der zwar ein tolles Gerät ist, aber quasi dauerhaft Alarm gibt. Die muss man tatsächlich während der Fahrt öfter quittieren und unterdrücken.
      Dazu die Blutdruckmessung (neu-)starten, Trendkurve anzeigen, Screenschot für die Dokumentation machen etc.
      Es ist jetzt nicht so, dass man nie während der Fahrt an die Geräte muss.
      Von daher finde ich es weiterhin lächerlich, dass man das Ziel hat, nicht aufstehen zu müssen und dann alles quer durchs Auto verteilt.
      Ich muss auf jeden Fall während der Fahrt öfter an die Geräte als Licht anmache oder mit dem Fahrer rede, geschweige denn den Tragestisch verstelle.
      Der Bayern-RTW hat zwei seitliche Betreuersitze. Du kannst frei wählen, auf welchem du sitzen willst. Auf dem bei den Geräten oder eben auf dem bei Licht, Funk etc.

      Und was das "Drücken auf den Geräten" betrifft - bei dem in Bayern weit überwiegend verwendetem LP15 läuft die RR-Messung in (vorher) einstellbarem Intervall. Man muss nur 1x und danach nie mehr "neu starten" Vitalfunktionen (Puls, RR, SpO2 etc.) werden laufend mitgeschrieben und können im KH ausgedruckt und der Dokumentation beigefügt werden. Zudem übernimmt auf Knopfdruck das Nida-Pad die Daten aus dem LP15 und druckt sie auf´s Protokoll.

      So... bauen wir das halt mal anders. Alles auf eine Seite, inkl. Funk, Knöpfe für Licht usw. Dann wird dort bei kritischen Patienten der NA sitzen. Und der soll dann auch neben den Geräten auch noch Licht, Klima, Funk etc. bedienen? Ist auch irgendwie blöd.

      Bei der überwiegenden Mehrzahl der Patienten, die ohne NA im RTW transportiert werden, ist kein laufendes "Herumdrücken" auf den Geräten (ist ja dann eh nur das EKG) notwendig. Auf längeren Fahrten, wie sie inbes. auf dem Land vorkommen, ist dagegen die Bedienung von Licht, Klima, Funk, Nida-Pad und ggf. Sprechanlage zum Fahrer sinnvoller. Darum hat man sie in Bayern nach links gebaut. Ist der Patient "kritisch" (aber kein NA notwendig/verfügbar), setzt sich der RA/NFS eben nach rechts zu den Geräten und kann dann halt nicht Licht etc. regeln (was beim kritischen Patienten ja sowieso eher unwichtig ist)

      Ist der Patient sehr kritisch und es wird vor Ort "richtig gearbeitet", steht mit dem absolut freiem linken Raum viel Platz bereit, auf dem sich (Trage ganz nach rechts (zu den Geräten) geschoben) NA, RA/NFS, Fahrer und ggf. NEF-Fahrer gleichzeitig tummeln können, ohne an Geräten anzuecken, versehentlich Stecker/Kabel abzureissen etc. Zureichen/Bedienen des am Pat. arbeitenden Personals geschieht dann "in einer Linie" von den Schränken direkt auf geradem Weg in die Hand.

      Wird es noch arger, dann Trage in die Mitte und links ist immer noch viel (und "glatter") Platz, während man rechts halt ein bisserl aufpassen muss, weil man dann die Geräte im Kreuz hat.

      Diese Arbeitsweise ist - seit es Bayern-RTW gibt - immer die Gleiche und sie hat sich in allen Regionen, von Gebirge über (Gross)Stadt und Land - bewährt. Klar, woanders können sich andere bauliche Anordnungen/Arbeitsweisen auch bewährt haben - na und?

      Und: Der "Bayern-RTW" ist längst noch nicht fertig bzw. wird auch nie fertig werden. Aus den HiOrG und RD-Firmen kommen ständig weitere Anregungen, die auch (je nach Sinn, Nutzen oder (finanzieller) Machbarkeit) wie gehabt in zukünftige Modelle einfliessen werden. Und das ist auch gut so.
    • Also ich muss dazu jetzt folgende Anmerkungen machen:

      HamburgerJungchen schrieb:


      Nun, in der Regel bediene ich außer einem Kugelschreiber gar nichts während der Fahrt.
      Na also!

      HamburgerJungchen schrieb:


      Wir haben den C3, der zwar ein tolles Gerät ist, aber quasi dauerhaft Alarm gibt. Die muss man tatsächlich während der Fahrt öfter quittieren und unterdrücken.
      Auch wir fahren mit C3 und ich habe damit kein Problem. Es piept halt mal - das ist normal und kann man dem Patienten auch gut erklären. Das Gerät kann ich vom Betreuersitz links auch sehen, ich muss mich halt etwas drehen, aber aufstehen oder abschnallen muss ich mich dafür nicht.

      HamburgerJungchen schrieb:


      Dazu die Blutdruckmessung (neu-)starten, Trendkurve anzeigen, Screenschot für die Dokumentation machen etc.
      Bei unserem C3 kann man vorher einen RR-Messintervall einstellen. Dazu muss ich das Gerät nicht mehr berühren. Trendkurve ist sowas von sinnfrei, genauso wieder Screenshot. Ich kann die Daten LIVE auf das NIDAPad übertragen. Dazu muss ich mich über das NIDAPad (nicht C3!) mit dem C3 verbinden. Hier muss ich Gegensatz zum LP15 nicht mal auf das C3 drücken.... Dokumentation der gemessenen Werte macht das NIDAPad in Kooperation mit dem C3 dann automatisch. Im Gegensatz zum LP15 klappt das auch sehr gut.

      HamburgerJungchen schrieb:


      Ich muss auf jeden Fall während der Fahrt öfter an die Geräte als Licht anmache oder mit dem Fahrer rede, geschweige denn den Tragestisch verstelle.
      Mit meinem Fahrer rede ich öfters, als das Gerät zu benutzen. Ich weiß echt nicht, was ich an dem C3 währen der Fahrt rumdrücken soll? Da steh ich noch eher auf um eine Infusion zu wechseln. Meinem Fahrer kann ich über die Wechselsprecheinrichtung gut zurückspiegeln, ob der Fahrtstil passt.
    • Rescue-M schrieb:

      Der Bayern-RTW hat zwei seitliche Betreuersitze. Du kannst frei wählen, auf welchem du sitzen willst. Auf dem bei den Geräten oder eben auf dem bei Licht, Funk etc.
      Auch in Bayern werden ~60% der Einsätze ohne NA gefahren. In Zukunft vielleicht mehr, und durchaus auch kranke Patienten.
      Ich denke nicht, dass wir hier einen Konsens finden, aber wenn die Prämisse war, sich nicht abschnallen zu müssen, dann finde ich das weiterhin quasi überhaupt nicht umgesetzt.

      Rescue-M schrieb:

      So... bauen wir das halt mal anders. Alles auf eine Seite, inkl. Funk, Knöpfe für Licht usw. Dann wird dort bei kritischen Patienten der NA sitzen. Und der soll dann auch neben den Geräten auch noch Licht, Klima, Funk etc. bedienen? Ist auch irgendwie blöd.
      Ich habe während der Fahrt noch nie irgendwas davon bedient und es auch nie vermisst. Funk im Patientenraum kann ich mir aber als ganz praktisch vorstellen.

      hamstermann schrieb:

      Bei unserem C3 kann man vorher einen RR-Messintervall einstellen. Dazu muss ich das Gerät nicht mehr berühren. Trendkurve ist sowas von sinnfrei, genauso wieder Screenshot. Ich kann die Daten LIVE auf das NIDAPad übertragen. Dazu muss ich mich über das NIDAPad (nicht C3!) mit dem C3 verbinden. Hier muss ich Gegensatz zum LP15 nicht mal auf das C3 drücken.... Dokumentation der gemessenen Werte macht das NIDAPad in Kooperation mit dem C3 dann automatisch. Im Gegensatz zum LP15 klappt das auch sehr gut.
      Klar kann ich ein Messintervall einstellen, leider misst der gerade der C3 während der Fahrt gerne auf einmal Werter wie 80/40 oder 220/180. Und dann starte ich eben nochmal eine Messung, um das zu verifizeren.

      Wir haben kein NIDAPad, daher kann ich da nicht mitreden, klingt aber sinnvoll, was ihr erzählt. Da wir eben händisch dokumentieren gehört bei uns die Kurvenführung und ein Screenshot dazu.
      Wenn diese Kopplung gut funktioniert das tatsächlich die Blicke und Griffe an den Monitor.

      hamstermann schrieb:

      HamburgerJungchen schrieb:

      Wir haben den C3, der zwar ein tolles Gerät ist, aber quasi dauerhaft Alarm gibt. Die muss man tatsächlich während der Fahrt öfter quittieren und unterdrücken.
      Auch wir fahren mit C3 und ich habe damit kein Problem. Es piept halt mal - das ist normal und kann man dem Patienten auch gut erklären. Das Gerät kann ich vom Betreuersitz links auch sehen, ich muss mich halt etwas drehen, aber aufstehen oder abschnallen muss ich mich dafür nicht.
      Ich kann mich an fast keinen Einsatz erinnern, an dem der C3 mal keine Alarm gegeben hat, während der Fahrt auch gerne roten Alarm (VF/VT möglich), dazu kommt, dass es einen Fehlerton für alles vom losen Kabel bis zur Sättigung von 40% gibt. Aber damit sind wird jetzt weit weg vom RTW :D


      hamstermann schrieb:



      HamburgerJungchen schrieb:

      Ich muss auf jeden Fall während der Fahrt öfter an die Geräte als Licht anmache oder mit dem Fahrer rede, geschweige denn den Tragestisch verstelle.
      Mit meinem Fahrer rede ich öfters, als das Gerät zu benutzen. Ich weiß echt nicht, was ich an dem C3 währen der Fahrt rumdrücken soll? Da steh ich noch eher auf um eine Infusion zu wechseln. Meinem Fahrer kann ich über die Wechselsprecheinrichtung gut zurückspiegeln, ob der Fahrtstil passt.

      Wie oben, vermutlich nimmt das NIDA da nochmal ein bisschen was raus.
      Immernoch, mein Punkt ist, dass man quasi überhaupt nichts gemacht hat, dass man weniger aufstehen muss, es aber als großen Sicherheitsgewinn verkauft.
    • So nach längerer Zeit auch mal wieder hier. Und noch mit ein paar älteren Anmerkungen.

      kellern schrieb:

      aber ich denke sowas muss ausgeschrieben werden und dann schaut man, wer sich meldet ?!?
      Wurde es doch erst letztes Jahr?!

      Rescue-M schrieb:

      Ich weis nicht, wie viele KTW (und NEF) Bayern pro Jahr bei AMS einkauft, aber "ein paar" werden es schon sein.
      KTW waren es in 2016 vom neuen 4x4-Modell 11 Einheiten. Beim 2013er 4x2 waren es 40 Einheiten, beim 2013er 4x4 waren es 9 Einheiten. Jeweils zum Stichtag 31.12.2013. Ältere aktuelle Zahlen zu den KTW hab ich leider nicht.

      Beim NEF waren es vom 2013er 70 Einheiten und vom 2015er bis zum 10 Einheiten zum Stichtag 30.12.2014. Neuere Zahlen liegen aktuell öffentlich nicht vor.
      Grüße, Manuel

      Habe ich ein "J" geschickt, weil Du mich so von der Seite anlaberst? ;)
    • HamburgerJungchen schrieb:

      Wie oben, vermutlich nimmt das NIDA da nochmal ein bisschen was raus.
      Immernoch, mein Punkt ist, dass man quasi überhaupt nichts gemacht hat, dass man weniger aufstehen muss, es aber als großen Sicherheitsgewinn verkauft.
      Na ja, man hat zumindest einige "Argumente" beseitigt, die für ein Nicht-Anschnallen ins Feld geführt werden könnten. "Ich kann vom Sitz aus Licht/Lüftung nicht schalten, nicht Funken, nicht mit dem Fahrer sprechen und mein Nida-Pad nirgendwo ablegen" oder "rechts sitze ich nie, denn beim Aufstehen stolpere ich über EKG-Kabel etc."

      So ganz abwegig sind diese "Argumente" beim bisherigem Ausbau ja nicht. Will man dem Fahrer was mitteilen, musste man an die Trennscheibe gehen. Zum Funken dito (Funkhörer an der Stirnwand). Licht, Lüftung etc. ebenfalls - ohne Aufstehen während der Fahrt bisher nicht machbar.

      DAS ist nun weitgehend behoben, auch wenn durch die Anordnung manchmal für die Fahrt noch der RA/NFS "hinten" entscheiden muss, ob er besser rechts oder links sitzt.

      Klar, ein "Regie-Platz" mit Zugriff und Überblick auf alle Geräte und Funktionen wäre noch besser. Nordische Länder, die traditionell sehr häufig sehr lange Transportwege haben, machen vor, wie man es bauen kann. Aber da sind wir eben auch wieder bei dem "Problem", ein für ein ganzes Bundesland einheitliche Fahrzeuge zu beschaffen. Ein "Regie-Platz" ist mir in der Stadt völlig egal, die Fahrzeit ins KH reicht fast immer noch nicht einmal, das Protokoll (handschriftlich oder NIDA) fertig zu schreiben. Licht, Lüftung etc. muss ich während der 5-10 Minuten ins KH niemals regeln oder bedienen. "Auf´m Land" sieht das schon wieder anders aus, da fallen häufig Transportwege von >20 Minuten an.....

      Wenn ich mir einen "Stadt-RTW" und einen "Land-RTW" bauen könnte, würden die beiden Fahrzeuge definitiv unterschiedlich aussehen. Sogar ein "kleinere Stadt-RTW" würde dann anders aussehen und regional (Flachland oder Gebirge) nochmal anders.

      Bayern hat die schwere Aufgabe, mit nur EINEM RTW-Modell alle lokalen Bedürfnisse abzudecken. Von "alpinnem" Bereich mit Passstrassen, im Winter mit viel Schnee über Grossstadt mit zig-Maximal-KH in nur 15 Min. Fahrzeit, lange Fahrtstrecklen im "Hinterland" u.v.m. "BAB-lastige" Einsätze bis zu "AH-lastige Einsätze" Überwiegend "chir. Kleinkram" wie KoPlaWu und Schenkelhals bis zu überwiegend Schwer-/Polytrauma - Alles dabei.

      Wenn ich mich nur auf meine Stadt, Kreis oder Wache beziehen muss bzw. kann, dann kann ich mein Auto auch entsprechend bauen und ausstatten.
    • Rescue-M schrieb:

      Nordische Länder, die traditionell sehr häufig sehr lange Transportwege haben, machen vor, wie man es bauen kann.
      Na ja ... das liegt aber nicht nur an den meistens deutlich längeren Transportwegen, sondern auch daran, dass der Markt der Rettungsdienstfahrzeuge (herade in Schweden) noch deutlich enger ist als in Deutschland. Gefühlt die Hälfte aller Rettungswagen sind Volvo Hoch-Lang, die ausschließlich von einem einzigen Hersteller geliefert werden. Und da das so ist, werden sich die beiden anderen schwedischen Ausbauer halt daran angepasst haben um überhaupt noch zum Zuge zu kommen.

      Die andere Sache ist, dass die Ausstattung der schwedischen Fahrzeuge landesweit identisch ist, denn es gibt dort eine Vorschrift, die die medizinische Geräte-Ausstattung regelt, da gibt es halt kein "ich will aber den pinken Defi haben". Ob das wirklich gut ist? Das muss jeder selbst entscheiden, aber unter dem Hintergrund, dass die Fahrzeuge teilweise im kompletten Bundesland (Län) und sogar darüber hinaus eingesetzt werden, sicherlich keine ganz so schlechte Idee. Einsatzzeiten von mehr als drei Stunden sind selbst in den eher bevölkerungsreichen Bereichen absolut keine Ausnahme, da die Fahrzeuge alle mit GPS ausgestattet sind und so tatsächlich das nächste (freie) Rettungsmittel eingesetzt werden kann.
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      http://www.einsatzfahrzeug-archiv.de
      facebook.com/voss.tobias
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    • Hier mal ein schönes Beispiel, wie man es auch machen kann: ( Neuer Tigis für DRK Kreisverband Osterode)

      facebook.com/AmbulanzMobile/ph…922433744/?type=3&theater

      Genau, man kann auch NIX von dem machen, was im Innenraum in Bayern als "innovativ" gilt:

      - keine Halterung bzw. Befestigung für Pat.Gepäck/Klapprollstuhl
      - kein Funk hinten (nirgendwo!)
      - keine extrem robusten, umkanteten Edelstahl-Arbeits- bzw. Ablageflächen
      - keine Befestigung für weitere Medizintechnik (ausser 2 kurzen "Intensiv"Schienen an der Trage)
      - rechter Sitzplatz nur "zum dumm Rumsitzen" (kein Schalter, Funk, Gerät etc. im Zugriff)
      - keine Sprechanlage zum Fahrerraum (nicht einmal die vor zig-Jahren noch gewohnte "Klingel")
      - und natürlich auch keine Schalter an irgendeinem Sitzplatz für Irgendwas
      - kein 230V-Spannungswandler (ich sehe jedenfalls keine 230V-Steckdosen für Geräte ausser Heizlüfter)
      - kein "Panikknopf" für die ZV von hinten innen


      Natürlich hat der Kunde das genau so bestellt. Bis auf das moderne AMS-typische "Ergo-Design" sieht es innen im Grunde wie vor 20 Jahren aus - ausgenommen mal die el. Fahrtrage. So sieht es eben aus, wenn sich der Beschaffer/Kunde keine Gedanken um irgendwelche Verbesserungen etc. macht, machen will oder bezahlen kann/will. Man nimmt das, was man vor 20 Jahren auch schon so hatte und freut sich - von der Chefetage bis zum Bodenpersonal - vielleicht noch ganz toll, dass es das Ganze heute auch in ganz bunt und die Trage in elektrisch gibt.

      In Bayern macht man sich eben Gedanken, plant und verbessert am laufendem Band und das nicht nur in der "Chefetage", da werden auch die Praktiker gefragt - vom "Bodenpersonal" bis zur unteren und mittleren Führungsebene. Ein Auto, auf das der DRK Kreisverband Osterode vermutlich sehr stolz ist, würde hier in Bayern komplett durchfallen - von "Oben" bis "Unten".
    • *hüstel*

      Sorry ich kann es nicht mehr hören/lesen was hier von den „wichtigen Entscheidern beim BRK“, nein Usern, so alles vom Stapel gelassen wird.

      Ihr könnt es nicht ändern.




      Der große Nachteil für bos-fahrzeuge.info ist doch ein ganz anderer:

      Jedes Fahrzeug sieht gleich aus.

      Keine Vielfalt in den Aufbauten, Herstellern und Sondersignalanlagen mehr.



      Sucht die Fahrzeuge im Zweitleben mit dann vielleicht anderen Konfigurationen und stellt sie ein.




      Schönen Faschingsausklang!
      MfG

      Helmut Kunert
    • Helmut Kunert schrieb:


      Der große Nachteil für bos-fahrzeuge.info ist doch ein ganz anderer:

      Jedes Fahrzeug sieht gleich aus.

      Keine Vielfalt in den Aufbauten, Herstellern und Sondersignalanlagen mehr.



      Sucht die Fahrzeuge im Zweitleben mit dann vielleicht anderen Konfigurationen und stellt sie ein.
      Da wird gerade BOS-Fahrzeuge.info mit Polizeiautos.de verwechselt. Es geht nicht darum, jedes Modell genau einmal zu haben und dann nicht mehr, sondern eben ein flächendeckendes Netz aller Fahrzeuge.
      Ja und mein Gott, dann sieht eben der RTW der Wache XY genauso aus wie der der Wache AB. Dann reicht aber auch ein Bild von jedem weiteren RTW, erfasst wurde er dann trotzdem!

      Um aber nicht immer nur über den 2017er RTW zu Reden würde ich gleich nochmal ein anderes Thema hier reinbringen. Die ITWs werden langsam auch alt. Um genau zu sein, sind sie sogar schon älter als die Varios bevor sie außer Dienst gegangen sind. Hat man da schon was in Richtung Ersatzbeschaffung gehört oder haben die Ategos eine längere Lebenserwartung wie die Varios?
    • Helmut Kunert schrieb:

      *hüstel*

      Sorry ich kann es nicht mehr hören/lesen was hier von den „wichtigen Entscheidern beim BRK“, nein Usern, so alles vom Stapel gelassen wird.

      Ihr könnt es nicht ändern.

      Doch, wir können was ändern. Ohne entspr. Feedbacks aus den HiOrG, Orts- und Kreisverbänden, priv. Unternehmen etc. würden in Bayern die RTW wohl Innen und Aussen noch so aussehen, wie die erste Serie der Bayern-RTW.
      [/quote]
    • Mal was anderes:

      Ich hab die Woche vernommen, dass zukünftig alle NEF, NAW und ITW bayernweit Reanimationsgeräte als Standardausrüstung bekommen sollen.

      Weiß da jemand was näheres dazu und vor allem, ob der LUCAS 3 Verwendung findet oder die Modellauswahl dem KV überlassen bleibt?

      Steffen Kauschke schrieb:

      Um aber nicht immer nur über den 2017er RTW zu Reden würde ich gleich nochmal ein anderes Thema hier reinbringen. Die ITWs werden langsam auch alt. Um genau zu sein, sind sie sogar schon älter als die Varios bevor sie außer Dienst gegangen sind. Hat man da schon was in Richtung Ersatzbeschaffung gehört oder haben die Ategos eine längere Lebenserwartung wie die Varios?
      Nö, in der Richtung hab ich tatsächlich auch noch nix gehört. Aber die Atego halten sicherlich auch etwas länger als die Vario. Ist halt doch ein Lkw. ;)
      Grüße, Manuel

      Habe ich ein "J" geschickt, weil Du mich so von der Seite anlaberst? ;)