Rettungsdienst in Bayern

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    • Nebenbefundlich versucht sich ein privater Krankentransporter in Heilsbronn bei Ansbach zu positionieren:
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      Und wer sich eine Meinung von der Firma bilden will, kann sich deren Website www.medi-car.at ansehen und ein bisschen auf die Menge an Rechtschreibfehlern bzw sachlichen Fehlern achten.


      Nebenbefundlich springt der MKT auf den RTH-Hype-Train auf: Link zum Video auf Facebook

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von dens ()

    • Naja, dass für die Generation 2021 Änderungen am Innenraum gemacht werden um (noch) mehr Tätigkeiten vom Sitzen während der Fahrt aus machen zu können ist zumindest als grobe Marschrichtung schon seit der Vorstellung der letzten Generation bekannt. Und wenn man sich mal ankuckt welche "Standard"-Innenausbau-Elemente WAS anbietet kann man auch schon gut vermuten was alles zusätzlich zu den bereits bestehenden Ergonomie-Dingen aus der Generation 2017 bzw 2019 noch verbaut werden wird.

      Ich hatte jetzt aus dem "unterwegs" gemeint rauszulesen, dass du ein Fahrzeug fahren gesehen hast, dass sich äusserlich unterscheidet.
    • Nein, das nicht.

      Fragt sich aber, was man mit nem LP15 hinsichtlich ergonomischen Arbeiten groß anstellen kann ... Und generll stellt sich zumindest mir die Frage, ob man mit dem klassische deutsche Layout, wie es ja auch die Bayern haben, ein ergonomisches Arbeiten im Sitzen realisieren kann. Das taugt ja eher für einen Kriegstanz um den Patienten als ihm im Sitzen zu versorgen. Da kann man sich eher Tipps aus allen anderen Ländern rund um D holen - angefangen in Skandinavien über GB und Italien bis hin zu Polen oder gar den USA.
    • kurvenfahrer schrieb:

      Und generll stellt sich zumindest mir die Frage, ob man mit dem klassische deutsche Layout (...) ein ergonomisches Arbeiten im Sitzen realisieren kann.
      Meiner Ansicht nach definitiv nicht, denn dafür sind die Wege in einem Rettungswagen mit Kofferaufbau deutlich zu lang. Solange man in Deutschland der Ansicht ist, jedes Fahrzeug als Typ C in Dienst zu stellen, werden wir kein Arbeiten im Sitzen hinbekommen. Aber da ja das eine gewünscht (und von Teilen der Kollegen sogar gefordert) ist, werden wir mit dem anderen wohl auch leben müssen. Der Blick ins benachbarte Ausland kann nicht nur bezüglich der Fahrzeug-Ergonomie sondern auch bezüglich der Ausbildungssituation deutliche ernüchternde Erkenntnisse bringen.

      Aber so lange weite Teile der arbeitenden Kollegen der Ansicht sind, dass der Onkel Doktor das Allerheilmittel ist, wird es auch hier keine Änderung geben.
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    • Wobei man aber auch sagen muss, dass Länder wie z.B. Österreich zunehmend auf größere Fahrzeuge setzen. Zumindest wenn man sich die Entwicklung in Tirol ansieht. Reine RTW werden größer, "Mischfahrzeuge" bleiben auf Transporterbasis.

      Was das Thema NA angeht, muss man sich eigentlich wirklich an anderen Ländern orientieren und dem NotSan auch endlich seine ausgebildeten Kompetenzen zubilligen.
      Grüße, Manuel

      Habe ich ein "J" geschickt, weil Du mich so von der Seite anlaberst? ;)
    • Schwarzenberger schrieb:

      Wobei man aber auch sagen muss, dass Länder wie z.B. Österreich zunehmend auf größere Fahrzeuge setzen. Zumindest wenn man sich die Entwicklung in Tirol ansieht.
      Ein einziges Bundesland macht auch in Österreich noch keine grundsätzliche Entwicklung. Wir dürfen dabei auch nicht vergessen, dass Österreich (oder zumindest Teile davon) erst sehr spät vom NAW-System auf das NEF-System gewechselt haben. Und selbst Länder wie Schweden, bei denen fast alles vorhanden ist vom klassischen Hoch-Lang über VW Transporter und andere Transporterfahrgestelle bis hin zum Chevrolet mit weit über 5 Tonnen, haben ihre Ausbauten so ausgelegt, dass man zum ganz großen Teil im sitzen arbeiten kann. Allerdings sind die "Koffer" der Chevrolets auch deutlich kleiner als die deutschen Gegenstücke.

      Schwarzenberger schrieb:

      Was das Thema NA angeht, muss man sich eigentlich wirklich an anderen Ländern orientieren und dem NotSan auch endlich seine ausgebildeten Kompetenzen zubilligen.
      Meiner Ansicht nach ist ein System, welches aus sehr gut ausgebildetem rettungsdienstlichen Personal besteht für den Großteil aller Einsätze mehr als ausreichend. Hier in Schweden besteht die Ausbildung aus zwei verschiedenen Teilen. Zum einen das (dreijährige) Studium zum Krankenpfleger und zum anderen eine (dreijährige) Weiterbildung zum Rettungsdienst-Pfleger. Während des zweiten Teils gibt es unter anderem drei Blöcke in denen das Fahren gelernt wird und in weiteren Blöcken werden die rettungsdienstlichen Themen ausgebildet. Aktiv im Rettungsdienst fahren kannst Du quasi sobald Du mit der Ausbildung beginnen kannst (also nach einem Jahr Praxis im Krankenhaus).

      Wobei es hier in Schweden auch Kollegen gibt, die neben der rettungsdienstlichen Zusatzausbildung auch noch eine Weiterbildung zum Anästhesie- / Intensiv- und/oder OP-Pfeger haben. Dafür ist auch ganz klar festgelegt, dass nur Ärzte weisungsbefugt sind, die auch im Rettungsdienst arbeiten, also die Notärzte der Intensivhubschrauber sowie der wenigen NEF (in Stockholm und Göteborg). Alle anderen Ärzte können gerne Ratschläge geben, die Verantwortung verbleibt aber beim Rettungsdienstpersonal.
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    • Klar, um das Thema des Patientenmonitors wird man aufgrund der Ausschreibung und der noch vorhandenen Lebenszeit derLP15 noch ein bisschen rumtanzen müssen, aber man kann durchaus einen Ausbau realisieren, der Beides bietet; eine grosse Theke mit viel Platz und Stauraum und gleichzeitig ergonomisches Arbeiten im Sitzen.
      Ein gewisser Anfang wurde ja mit der von der WAS500-Serie übernommenen Bediensäule schon gemacht. Mit der wäre "Dokumentationsplatz" (NIDApad-Halterung) und Bedienung der Aufbaufunktionen schon erschlagen.
      Wenn wir jetzt noch die bayerische Diktion, dass der Notarzt dann rechts bei den Geräten sitzt und diese bedient akzeptiert, dann fehlt eigentlich bloss noch Stauraum rund um den Sitzplatz auf der Fahrerseite, wofür WAS ja auch schon so ein kleines Geschränk, das man dann quasi vor den Unterschenkeln hätte, im Regelprogramm hat. Über das kann man dann auch noch den Desispender-Tuchspender-Handschuhboxhalter montieren und hat oben auf noch eine umrandete Ablagefläche.
      Wenn man dann noch so wie man es zB aus Skandinavien kennt auf Kopfhöhe dieses Sitzplatzes noch so eine Reihe mit Klappfächern macht für Kleinkrams, dann hat man den Stauraum komplett mit Elementen verbessert, die bereits Regelprogramm bei WAS sind.
      Dann noch als i-Tüpfelchen das Flow-Meter für den Sauerstoff auch auf die Bediensäule verschieben und dann passt das doch, oder?

      Grob sowas hab ich mit nem Menschen von WAS und dem PEQ auch schon mal ausgesponnen.
    • Das gute, alte Intubationsschränkchen … Aua, mein Schienbein/Knie/Oberschenkel.
      Die deutschen Koffer sind aufgrund deren Maße viel zu groß dafür. Deine Armlänge ist halt limitiert. Ich habe noch niemanden gesehen, der auf dem rechten Betreuersitz sitzend die linke Seitenwand erreichen kann. Man muss den ergonomischen Freiraum, der im Typ C beschrieben wird, als Aktionsradius für den RDler her nehmen. Grundsätzlich ist - aus meiner Sicht! - aber das richtig, was Tobias geschrieben hat: Ein Typ C ist eine "Intensive Care Unit" und keine Emergency Ambulance (Typ B).

      Die zwei Kisten sind für mich derzeit Benchmark -> tamlans.fi/emergency/product/interior/ + nilsson.se/en/nilsson-xc90-amb…o-gallery-xc90-ambulance/

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kurvenfahrer ()

    • kurvenfahrer schrieb:

      Die zwei Kisten sind für mich derzeit Benchmark -> tamlans.fi/emergency/product/interior/ + nilsson.se/en/nilsson-xc90-amb…o-gallery-xc90-ambulance/
      Und jetzt mal böse gefragt insbesondere beim Model von Tamlans: Was ist wenn du mal nicht nur die linke Vorderseite des Oberkörpers erreichen willst?
      Dass eine echte allseitige Erreichbarkeit des Patienten sinnvoller Standard müssen wir hoffentlich nicht diskutieren?
      Klar, für 80 oder noch mehr Prozent der Einsätze reicht so ein Raumangebot, aber für diesen Anteil der Einsätze brauchen wir auch keinen Notarzt oder Notfallsanitäter. Wir haben aber eben auch Einsätze bei denen es dooferweise mal um das Leben des Patienten geht und man arbeiten muss. Und genau da ist es einfach hinderlich wenn ich über die Hälfte des Patienten nicht sinnvoll erreichen kann.
      Und genau das bildet auch die Norm ab: Für Typ B Emergency Ambulance reicht es so, aber eben für die wirklich kritischen Patienten braucht es Typ C und da ist klar und unumstösslich die dreiseitige Erreichbarkeit gefordert.
    • Servus,

      bzgl. "im Sitzen" usw. muss man auch die generelle Arbeitsweise(n) und Fahrtstrecken berücksichtigen.

      In Deutschland wird Einiges "im RTW" gemacht, ggf. mit (zu) viel Personal (RTW-Besatzung, NA, NEF-Fahrer, Responder). Daher ist auch "gesetzt", dass man den Patienten auf der Trage von 3 Seiten gleichzeitig "bearbeiten" kann. Diese Bauweise bzgl. Trage, Geräte, Schränke bedingt aber auch, dass man eben nicht(!) Alles von einem Sitz aus erreichen/einstellen kann.

      Beispiel hier das EKG im Bayern-RTW. Wenn der NFS/RettAss links sitzt (was er bzgl. Funk, Nida-Halterung, Licht/Klimasteuerung etc. auch planmässig so tun sollte), dann sieht er zwar das EKG, zum Einstellen, Ausdrucken etc. muss er aber beim LP15 während der Fahrt(!) aufstehen. Nicht immer sitzt nämlich ein NA auf dem rechtem Sitz.

      Während eben in Deutschland viel vor der Fahrt im RTW gemacht wird und die Fahrten selbst zumindest in gr. Städten kaum länger als 20-30 Minuten dauern, arbeitet man in dünn besiedelten Ländern und Regionen anders. Dort wird viel mehr während der Fahrt gemacht, die Fahrtzeiten ins KH sind auch häufig deutlich länger und extrem länger, als z.B. in einer Grossstadt. . Entsprechend "braucht" man mal Ausbauten, in denen man fast Alles vom Sitz aus erledigen kann und mal braucht man das eben nicht.

      Für Bayern würde ich einen Kompromiss bevorzugen. In etwa so ein "Intubationsschränkchen ", wie man es bei Strobel-Ausbauten früher häufig fand bzw. bis heute noch verbaut wird. Schubladen wären vom (linkem) Sitz aus erreichbar (Brechbeutel, Infusion etc.) , braucht´s oben noch eine drehbare Halterung für das LP15 und eine "Bürofläche" (Klapptisch o.ä.).

      Was mir allerdings wichtiger wäre, wäre zuerst der gesundheitliche Schutz der Mitarbeiter. Stichwort elektro-hydraulische Trage. Dass man mit kl. Umbauten, Schalteranordnung usw. im Pat.Raum eine bessere Ergonomie baut ist ja völlig o.k. - hilft aber den Kollegen nix, die sich jeden Tag den Rücken kaputtheben.
    • Rescue-M schrieb:

      dann sieht er zwar das EKG, zum Einstellen, Ausdrucken etc. muss er aber beim LP15 während der Fahrt(!) aufstehen.
      Und um jetzt mal richtig fett Jehova zu schreien: Da gäbe es ne Lösung, nämlich das Gerät des deutschen Marktführers zu beschaffen... ;-P

      Okay, und jetzt mal ab von meinem halbernsten Geblödel muss ich dir inhaltlich exakt zustimmen.
    • dens schrieb:

      Dass eine echte allseitige Erreichbarkeit des Patienten sinnvoller Standard müssen wir hoffentlich nicht diskutieren?
      Vielleicht sollte man dazu einfach mal die Kollegen in den entsprechenden Staaten befragen, die darauf scheinbar problemlos verzichten können. In komplett Skandinavien gibt es so gut wie keine Rettungswagen, die eine allseitige Erreichbarkeit des Patienten bieten. Und die Ausbildung der Kollegen dort oben ist um einiges umfangreicher als die in Deutschland vorhandene Ausbildung.

      Rescue-M schrieb:

      Während eben in Deutschland viel vor der Fahrt im RTW gemacht wird und die Fahrten selbst zumindest in gr. Städten kaum länger als 20-30 Minuten dauern, arbeitet man in dünn besiedelten Ländern und Regionen anders. Dort wird viel mehr während der Fahrt gemacht, die Fahrtzeiten ins KH sind auch häufig deutlich länger und extrem länger, als z.B. in einer Grossstadt. . Entsprechend "braucht" man mal Ausbauten, in denen man fast Alles vom Sitz aus erledigen kann und mal braucht man das eben nicht.
      Na ja, ganz so einfach ist das auch nicht. Auch in skandinavischen Ländern wird schon so viel wie möglich vor der Fahrt gemacht, denn nur so ist auch ein sicherer Transport für den Patienten möglich. Allerdings macht es bei einer Entfernung von 50 bis 80 Kilometer zum nächsten Krankenhaus schon Sinn, zumindest während der Fahrt (fast) alles alleine und vorallem im sitzen machen zu können. Nicht umsonst sind da oben ja auch Geräte zur Unterstützung bei Reanimationen standard auf fast jedem Fahrzeug.
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      http://www.einsatzfahrzeug-archiv.de
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    • Rescue-M schrieb:

      Für Bayern würde ich einen Kompromiss bevorzugen. In etwa so ein "Intubationsschränkchen ", wie man es bei Strobel-Ausbauten früher häufig fand bzw. bis heute noch verbaut wird. Schubladen wären vom (linkem) Sitz aus erreichbar (Brechbeutel, Infusion etc.) , braucht´s oben noch eine drehbare Halterung für das LP15 und eine "Bürofläche" (Klapptisch o.ä.).


      Was mir allerdings wichtiger wäre, wäre zuerst der gesundheitliche Schutz der Mitarbeiter. Stichwort elektro-hydraulische Trage. Dass man mit kl. Umbauten, Schalteranordnung usw. im Pat.Raum eine bessere Ergonomie baut ist ja völlig o.k. - hilft aber den Kollegen nix, die sich jeden Tag den Rücken kaputtheben.
      Ich habe bereits Bilder vom RTW gesehen der 2021 kommen soll, soweit ich weiß erstmal zum Test in einigen Kreisverbänden... das ist zumindest mein Stand.

      Ein "Intubationsschränkchen" soll kommen, darüber soll das LP15 Platz finden, so dass es bedient werden kann während der Fahrt. Die Absaugpumpe soll wohl auch dort drüben irgendwie hinkommen.
      Außerdem soll ein elektrisches Einzugsystem für die Trage getestet werden (kein Powerload, nur eine Einzugshilfe).

      Ich kann es nicht zu 100% versprechen/sagen - aber so ist zumindest mein Stand. Auf den Bildern sah es aber wirklich eng aus mit dem Intubationsschränkchen.
      Mal sehen was da kommt...
      https://www.youtube.com/user/BayernModder

      Schaut doch mal vorbei ;)