Iveco Daily als RTW

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    • Iveco Daily als RTW

      Hallo zusammen!

      Der Iveco Daily ist im deutschen Rettungsdienst ein absoluter Exot, aktuell gibt es in der Galerie neben ein paar Schwerlast-RTW [1], [2] nur RTW aus Ludwigsburg (aktuelles Beispiel).

      Auf dem Papier scheint der Daily alle Anforderungen an einen RTW (~5t zulässiges Gesamtgewicht, 8-Gang-Wandlerautomatik verfügbar, Luftfederung Hinterachse verfügbar) zu erfüllen, trotzdem setzt er sich in Ausschreibungen praktisch nie gegen den Sprinter durch. Woran liegt das? Hat Iveco kein Interesse am Rettungsdienstmarkt und gibt keine Rabatte? Blockieren die Aufbauhersteller? Nutzen die Auftraggeber Ausschreibungstricks, um sich den Sprinter zu sichern?
    • Alle Jahre wieder der gleiche Thread...
      Und jedes Jahr kann man bzgl. des Dailys die gleiche Antwort geben:
      Schau dir mal die Gebrauchtwagenreporte von TÜV/Dekra etc. an und vergleiche ihn mal mit anderen Herstellern.
      Er wird mittlerweile sogar vom Renault Master in Sachen Qualität meilenweit abgehängt. Ich rede hier nicht von der Neuwagenqualität, sondern wie wahrscheinlich es ist, dass das Fahrzeug mehr fährt, als in der Werkstatt zu stehen.
      Das ist m.E. der Grund für Beschaffer / Aufbauhersteller / ... von Daily Abstand zu nehmen. Der Preis ist nicht alles.
    • Und wie jedes Jahr stellt sich dennoch die Frage, welche Alternativen man noch in diesem Sektor, respektive in dieser Gewichtsklasse hat?
      Nach Wegfall des Varios wird es da ein wenig eng.
      Volkswagen/MAN liefert ja nun etwas "neues"... mal abwarten, ob das dann ebenso einschlägt. Allerdings bezweifel ich das ein wenig, da man sich im Hause Volkswagen scheinbar keine Gedanken dazu macht längerlebige (oder dem Verhältnis angepasste) Motoren auf den Markt zu bringen.

      Ist der neue Daily schon so weit, dass er in diesen Gutachten schlecht abschneiden kann?
      Von den Rettungsdienstbereichen, die dieses Fahrgestell einsetzen, habe ich bisher noch nichts Negatives vernommen. Vielleicht kann man ja hier mit wirklich fundierten Aussagen ein klein wenig Licht in meine Dunkelheit bringen.
      Grüße aus dem Frankenland :winktz:

      Patrik *Kalli* Kalinowski
      Administrator
      BOS-Fahrzeuge.info



      Warum denn immer gleich sachlich werden, wenn es auch persönlich geht?!
      - André Heller -
    • Patrik Kalinowski schrieb:

      Nach Wegfall des Varios wird es da ein wenig eng.
      Na ja, wie viele Varios wurden denn in den letzten 10 oder 15 Jahren überhaupt noch in
      Dienst gestellt? Ich glaube, eine Handvoll ist da noch übertrieben ...

      Der Vario war ein sehr schönes Auto, aber da er letztlich in der ersten Hälfte der 1980er-
      Jahre entwickelt wurde, fehlt im doch eine ganze Menge an moderner Sicherheitstechnik.

      Richtige Alternativen zum schweren Sprinter sehe ich derzeit nicht wirklich, viele wollen
      gerne aber das was man früher geboten hat schreckt halt auch viele Beschaffer ab.
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      http://www.einsatzfahrzeug-archiv.de
      facebook.com/voss.tobias
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    • Kreuzritter schrieb:

      Ich rede hier nicht von der Neuwagenqualität, sondern wie wahrscheinlich es ist, dass das Fahrzeug mehr fährt, als in der Werkstatt zu stehen.

      Das ist m.E. der Grund für Beschaffer / Aufbauhersteller / ... von Daily Abstand zu nehmen. Der Preis ist nicht alles.
      Auch das Servicenetz spielt eine grosse Rolle. Es gibt wohl kaum eine halbwegs grosse Stadt, in der nicht min. 1 Fachwerkstatt für Mercedes-Sprinter zu finden ist. Bei Iveco (aber auch Ford-, Opel-, oder Renault-Nutzfahrzeuge) sieht es da schon deutlich dünner aus.

      Bei grösseren RD-Betrieben (z.B. auch eine BF) werden oft kleine Reparaturen in der eigenen Werkstatt erledigt. Viele Teile (aber auch Methoden usw.) sind über Jahre bei einem Fahrzeughersteller gleich. Bei einem komplett neuem "Pferd im Stall" muss man - erstmal - die Kleinteile dafür auf Lager haben (Ölfilter, Bremsbeläge, Birnchen etc.) sowie erst Erfahrungen sammeln, was man wohl häufiger erneuern/wechseln (und daher vorhalten) muss.

      Sicher gilt auch ein "des hamma scho imma so g´habt", aber daran alleine kann es ja kaum liegen, dass DB Sprinter zu Tausenden im deutschsprachigem RD-Land herumfahren und Iveco&Co. verglichen dazu allenfalls in homöopathischen Dosen zu finden sind. Am Beispiel des ASB-Iveco müsste ja eigentlich zumindest der ASB "intern" bundesweit auf Iveco setzen, wenn dieses Fahrzeug so viel besser als ein Sprinter wäre. Positiv-Meldungen von Sparsamkeit, Preis, Zuverlässigkeit, Haltbarkeit usw. sollten sich ja innerhalb einer HiOrG herumsprechen, so dass letztendlich alle Landes- oder Ortsverbände(vereine) dann diesen "tollen" Fahrzeugtyp nutzen würden.
    • Hinzu kommt, dass das, was man früher mit dem Vario abgedeckt hat, hervorragend durch denn schweren Sprinter und die leichten Modelle MAN-TGL und Atego abgedeckt werden. Diese Fahrzeuge findet man im RD deutlich häufiger als den Daily.

      Ich denke, eine Lücke hat der Wegfall des Vario vor allem bei den Feuerwehren gerissen. Dort war er ja eine Institution.
      Grüße, Manuel

      Habe ich ein "J" geschickt, weil Du mich so von der Seite anlaberst? ;)
    • Mercedes hat derzeit eine Fähigkeitslücke im Segment zwischen 5 Tonnen zGG und 7,5 Tonnen zGG, das hat seinerzeit der Vario abgedeckt.
      Hier kann der Daily bei den Feuerwehren und HiOrgs z.B. als Fahrgestell für GW-L/GW-N und auch für Mittlere Löschfahrzeuge punkten.
      Atego und MAN-TGL sind ja in der Regel erst in der Klasse über 7,5 Tonnen zu finden...
    • [hi]

      Der Vario wäre weitaus häufiger im Rettungsdienst anzutreffen gewesen, wenn die EU sich den Unsinn mit dem Führerschein nicht hätte einfallen lassen.
      Wann ging es denn mit dem Vario bergab, also im Rettungsdienst? Richtig, seit 1998/99.
      Davor war er das präferierte Fahrgestell im Rettungsdienst.
      Also von daher, kann ich die Aussage von Herrn Voss nur bedingt stehen lassen...
      Grüße vom Marcel
      Global Head of durcheinander Mensch :cursing:

      If anybody meint, er must what with mir klären, so he kann everytime use the Nachrichtenfunktion!
    • KaMü schrieb:

      Mercedes hat derzeit eine Fähigkeitslücke im Segment zwischen 5 Tonnen zGG und 7,5 Tonnen zGG, das hat seinerzeit der Vario abgedeckt.

      [...]
      Atego und MAN-TGL sind ja in der Regel erst in der Klasse über 7,5 Tonnen zu finden...
      Und das möchte ich dann so nicht stehen lassen ;)
      Den Atego gibt es ab Werk mit einem zul. von 6,5 Tonnen und den Sprinter mit einem zul. von 5,5 Tonnen.
      Entsprechend fehlt eigentlich nur noch ein Fahrzeug mit 6 Tonnen Gesamtgewicht.
    • Sorry, aber die Aussage finde ich ein bisschen dämlich, weil hier Äpfel mit Birnen verglichen werden!
      Und wenn wir uns nun solchen Haarspaltereien bzgl. der Tonnage hingeben, dann dürfen wir uns auch nicht wundern, dass viele Dinge einfach nicht mehr funktionieren, die über viele Jahre bestens geklappt haben!
      Grüße vom Marcel
      Global Head of durcheinander Mensch :cursing:

      If anybody meint, er must what with mir klären, so he kann everytime use the Nachrichtenfunktion!
    • MDK81 schrieb:

      Der Vario wäre weitaus häufiger im Rettungsdienst anzutreffen gewesen, wenn die EU sich den Unsinn mit dem Führerschein nicht hätte einfallen lassen.

      Wann ging es denn mit dem Vario bergab, also im Rettungsdienst? Richtig, seit 1998/99.
      Davor war er das präferierte Fahrgestell im Rettungsdienst.
      Also von daher, kann ich die Aussage von Herrn Voss nur bedingt stehen lassen...
      In der großen Mehrzahl der Bundesländer wurde der T2 bzw Vario nicht als RTW genutzt. Flächen-
      deckend (oder zumindest fast flächendeckend) eigentlich nur in Schleswig-Holstein und NRW. Alle
      anderen Bundesländer haben mehr auf MB 310 oder vergleichbare Fahrzeuge gesetzt.

      Die Feuerwehren von Hamburg und Berlin haben damals fast ausschließlich MB 310 verwendet, in
      Hessen gab es nach meiner Erinnerung auch mehr kleine als große RTW, selbst in Frankfurt waren
      die meisten RTW MB 310, nur die Z-RTW waren als T2 beschafft. Im Kreis Offenbach gab es damals
      genau einen einzigen T2 bei der JUH, alles andere sind auch MB 310 gewesen.

      Und das war alles noch weit vor der Führerscheinumstellung ...
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    • Tobias Voss schrieb:

      In der großen Mehrzahl der Bundesländer wurde der T2 bzw Vario nicht als RTW genutzt. Flächen-
      deckend (oder zumindest fast flächendeckend) eigentlich nur in Schleswig-Holstein und NRW.
      Vergiss Bayern nicht. Da war das Fahrzeug flächig im KatS u.a. als ATW und auch im regulären RD als NAW unterwegs. Hier verschwand der Vario mit der flächigen Umstellung auf das NEF-System. Und ab etwa 1998 (also sehr wohl mit der Einführung des neuen Führerscheins) kamen dann die ersten Koffer-Retter auf, die dann ja ab 2004 einheitlich beschafft wurden.

      Ich würde aber auch nicht die Führerscheinumstellung per se für das Verschwinden der Vario verantwortlich machen. Schließlich sind die allermeisten RTW im Deutschland auf Fahrgestellen jenseits der 3,5 Tonnen unterwegs, wenn man mal BaWü ausnimmt, wo die 3,5 Tonnen-Strobel-Pappkisten rumschippern.

      Und das ein RTW auf Lkw-Fahrgestell geht, zeigen u.a. der Werksretter im Werk 1.10 von BMW in München oder der noch nicht wirklich alte Retter auf DAF-Fahrgestell in Dorsten. Bei BMW war damals sogar die Stellplatzgröße ausschlaggebend für die Beschaffung.
      Grüße, Manuel

      Habe ich ein "J" geschickt, weil Du mich so von der Seite anlaberst? ;)
    • Schwarzenberger schrieb:

      Vergiss Bayern nicht. Da war das Fahrzeug flächig im KatS u.a. als ATW und auch im regulären RD als NAW unterwegs.
      Ja, als NAW wurden die deutlich öfter verwendet, aber eben nicht als RTW. Wobei in Bayern
      das in einigen Bereichen auch eine Mischung war ... in Aschaffenburg fuhr man NEF aber hatte
      trotzdem 510er als "NAW" ...

      Als reine RTW waren sie aber deutlich in der Minderheit, auch wenn man sie gefühlt als "DEN"
      RTW ansieht.

      :D
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    • Naja, in Frankfurt gab es auch außerhalb der BF Varios, respektive T2. Auch im MTK waren diese gut vertreten, ebenso im MKK und GG.
      Klar, die breite Masse waren die T1 oder LT, aber trotzdem war der T2/Vario ordentlich vertreten. Und den Feuerwehrsektor, wie von Schwarzenberger beschrieben, sollte man keinesfalls außer Acht lassen.

      Aber es ging ja um den Daily, gelle!!
      Grüße aus dem Frankenland :winktz:

      Patrik *Kalli* Kalinowski
      Administrator
      BOS-Fahrzeuge.info



      Warum denn immer gleich sachlich werden, wenn es auch persönlich geht?!
      - André Heller -
    • Dafür gibt es viele Gründe.
      1. Das Automatikgetriebe ist erst seit vergangenem Jahr im Markt
      2. Ausschreibungen orientieren sich in der Regel an der Vergangenheit. Bis da Neuerungen einfließen, muß entweder viel Wasser den Rhein hinunterfließen oder die Verantwortlichen bewußt Änderungen wollen - und Letzteres ist sehr sehr sehr sehr selten. Der deutsche Markt der BOS Fahrzeuge ist vor allem eins: konservativ und langsam. Die nachfolgende Generation des Daily wird weitaus besser im Markt Akzeptanz haben
      3. Das Vertriebsnetz von IVECO stützt sich auf seine Händler, die keinerlei große Erfahrungen mit dem RD haben. Das dünn besetzte Key Account ist fleißig unterwegs, gegen die eingesessenen MB Sonderverkäufer aber klar unterlegen. Selbiges gilt für den Service - die Händler/Servicestütztpunkte sind vor allem in Ballungsräumen und an Autobahnen präsent, LKW-Branche halt. Aber bei MB ist bei weitem auch nicht alles im Lot!
      4. Dem Deutschen liebstes Kind ist das Auto - auch das Nutzfahrzeuge. Nichts wird so emotional gekauft wie ein Auto. Da kann die Kiste noch so schlecht sein (VW: desaströse Antriebsstränge im T5/6, kein passendes Gesamtprodukt beim Crafter; MB: bescheidene Lack- und Karosseriequalitäten, nicht haltbare Motoren OM541 bzw. Motoren mit obszönen Unterhaltskosten OM642), sie wird trotzdem gekauft
      5. Derzeit sehen nur 2 Aufbauhersteller (Fahrtec und Binz) das wirkliche Potenzial des Daily

      Es braucht einfach Zeit, bis sich ein neues, und vorallem nicht-deutsches, Produktes seine Akzeptanz findet. Der FW-Bereich macht es vor: dort führt an dem Daily aufgrund seiner Tonnage so gut wie kein Weg vorbei. Und fleißig aufgebaut wird er derzeit auch.

      Kreuzritter schrieb:

      Alle Jahre wieder der gleiche Thread...
      Und jedes Jahr kann man bzgl. des Dailys die gleiche Antwort geben:
      Schau dir mal die Gebrauchtwagenreporte von TÜV/Dekra etc. an und vergleiche ihn mal mit anderen Herstellern.
      Er wird mittlerweile sogar vom Renault Master in Sachen Qualität meilenweit abgehängt. Ich rede hier nicht von der Neuwagenqualität, sondern wie wahrscheinlich es ist, dass das Fahrzeug mehr fährt, als in der Werkstatt zu stehen.
      Das ist m.E. der Grund für Beschaffer / Aufbauhersteller / ... von Daily Abstand zu nehmen. Der Preis ist nicht alles.

      Dir ist schon klar, dass diese Reporte zwei Seiten haben?! Zudem ist der aktuelle Daily viel zu jung für diese Reporte.
      Schau dir an, was in der KEP-Branche gefahren bzw. vernichtet wird: Sprinter und Crafter siehst du dort kaum. Die Post hat ihren Fuhrparkt fast hälftig zwischen Sprinter und Daily verteilt. Selbst UPS, bisher 100% MB-Kunde, hat seinen Neu-Fuhrparkt unmittelbar auf 1/3 des Daily umgestellt.


      Rescue-M schrieb:

      Kreuzritter schrieb:

      Ich rede hier nicht von der Neuwagenqualität, sondern wie wahrscheinlich es ist, dass das Fahrzeug mehr fährt, als in der Werkstatt zu stehen.

      Das ist m.E. der Grund für Beschaffer / Aufbauhersteller / ... von Daily Abstand zu nehmen. Der Preis ist nicht alles.
      Auch das Servicenetz spielt eine grosse Rolle. Es gibt wohl kaum eine halbwegs grosse Stadt, in der nicht min. 1 Fachwerkstatt für Mercedes-Sprinter zu finden ist. Bei Iveco (aber auch Ford-, Opel-, oder Renault-Nutzfahrzeuge) sieht es da schon deutlich dünner aus.
      Bei grösseren RD-Betrieben (z.B. auch eine BF) werden oft kleine Reparaturen in der eigenen Werkstatt erledigt. Viele Teile (aber auch Methoden usw.) sind über Jahre bei einem Fahrzeughersteller gleich. Bei einem komplett neuem "Pferd im Stall" muss man - erstmal - die Kleinteile dafür auf Lager haben (Ölfilter, Bremsbeläge, Birnchen etc.) sowie erst Erfahrungen sammeln, was man wohl häufiger erneuern/wechseln (und daher vorhalten) muss.

      Sicher gilt auch ein "des hamma scho imma so g´habt", aber daran alleine kann es ja kaum liegen, dass DB Sprinter zu Tausenden im deutschsprachigem RD-Land herumfahren und Iveco&Co. verglichen dazu allenfalls in homöopathischen Dosen zu finden sind. Am Beispiel des ASB-Iveco müsste ja eigentlich zumindest der ASB "intern" bundesweit auf Iveco setzen, wenn dieses Fahrzeug so viel besser als ein Sprinter wäre. Positiv-Meldungen von Sparsamkeit, Preis, Zuverlässigkeit, Haltbarkeit usw. sollten sich ja innerhalb einer HiOrG herumsprechen, so dass letztendlich alle Landes- oder Ortsverbände(vereine) dann diesen "tollen" Fahrzeugtyp nutzen würden.

      Nach der Logik müßte der ASB auch bundesweit Fahrtec fahren - tun sie aber nicht.
      Wie oben geschrieben: der Daily mit der Automatik ist viel zu jung im Markt, um heute schon eine Aussage zu treffen.

      Schwarzenberger schrieb:

      Hinzu kommt, dass das, was man früher mit dem Vario abgedeckt hat, hervorragend durch denn schweren Sprinter und die leichten Modelle MAN-TGL und Atego abgedeckt werden. Diese Fahrzeuge findet man im RD deutlich häufiger als den Daily.

      Ich denke, eine Lücke hat der Wegfall des Vario vor allem bei den Feuerwehren gerissen. Dort war er ja eine Institution.

      Das ist Blödsinn! Das zulässige Gesamtgewicht und Zuladung sollte man von differenzieren. Transporter-Fahrgestelle bieten - auf den RD gesehen - mehr passive und aktive Sicherheit, mehr Ergonomie, mehr Komfort, geringe Unterhalts- und Anschaffungskosten und bessere Aufbaulösungen als ein Frontlenker.

      Steffen Kauschke schrieb:

      KaMü schrieb:

      Mercedes hat derzeit eine Fähigkeitslücke im Segment zwischen 5 Tonnen zGG und 7,5 Tonnen zGG, das hat seinerzeit der Vario abgedeckt.

      [...]
      Atego und MAN-TGL sind ja in der Regel erst in der Klasse über 7,5 Tonnen zu finden...
      Und das möchte ich dann so nicht stehen lassen ;) Den Atego gibt es ab Werk mit einem zul. von 6,5 Tonnen und den Sprinter mit einem zul. von 5,5 Tonnen.
      Entsprechend fehlt eigentlich nur noch ein Fahrzeug mit 6 Tonnen Gesamtgewicht.

      Dann bleibt aber nichts von der Zuladung über. Ein Frontlenker ist immens schwerer als ein Transproter (rund 2,5t, allein der Antriebsstrang wiegt gut 1t)
    • Ich denke es gibt viele Gründe:

      1.: Was kann der Daily besser als der Sprinter? Letzterer hat sich bewährt. Da müsste der Daily irgendwas darüber hinaus anbieten können. Man bekommt größere R4 Diesel und ein höheres zGG. Beides ist für normale RTW eher unbedeutend bei denen aus Kostengründen zum 316/516 gegriffen wird und 5,5t zGG doch mal ausreichen sollten. Dafür gibt es wiederum Nachteile bei verfügbaren Optionen die Mercedes aktuell als einziger Anbieter im Programm hat (MWS ab Werk, Xenon usw) und einen deutlich "rustikaleren" Innenraum. Da fehlt der Punkt der einen Wechsel des Fahrgestells rechtfertigt,

      2. Service. In der Großstadt vermutlich egal. Auf dem Land ist die Mercedeswerkstatt nie allzu weit weg. Selbst wenn man mal weiter weg fährt, ist Mercedes immer in der Umgebung. Die Servicezeiten sind vorbildlich. Wo der nächste Iveco-Service ist müsste ich nachschauen. Aber in der Nähe nicht.

      3. Von Iveco besteht wohl kein Interesse am RD. Mercedes rabattiert bekanntermaßen für BOS deutlich. Würde Iveco deutlich höhere Rabatte bieten, könnten die sich bestimmt bei Ausschreibungen durchsetzen.
    • kurvenfahrer schrieb:

      Das ist Blödsinn! Das zulässige Gesamtgewicht und Zuladung sollte man von differenzieren. Transporter-Fahrgestelle bieten - auf den RD gesehen - mehr passive und aktive Sicherheit, mehr Ergonomie, mehr Komfort, geringe Unterhalts- und Anschaffungskosten und bessere Aufbaulösungen als ein Frontlenker.
      Was ist an meiner Aussage bitte Blödsinn? Abgesehen davon, dass Du vor dem Absenden Deiner Kommentare mal den Satzbau auf Verständlichkeit prüfen solltest, waren meine Aussagen zu diesem Thema reine Erfahrungswerte aus dem RD. Ich sehe eben deutlich häufiger die von mir genannten Fahrgestelle als den Daily.
      Grüße, Manuel

      Habe ich ein "J" geschickt, weil Du mich so von der Seite anlaberst? ;)
    • Also wenn man sich beim Gegenargument in seiner Kritik nur auf den "Satzbau" beschränkt, dann kann es mit der eigenen Argumentation nicht wirklich weit her gewesen sein... aber das ist nur meine bescheidene Meinung.
      Könnten wir also nun den Östrogenhaushalt wieder ein wenig nivilieren und den Kern des Kontext wieder erfassen, damit wir beim Thema bleiben?
      DANKE!
      Grüße aus dem Frankenland :winktz:

      Patrik *Kalli* Kalinowski
      Administrator
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      Warum denn immer gleich sachlich werden, wenn es auch persönlich geht?!
      - André Heller -
    • Kurvenfahrer,

      man könnte ja machmal meinen, du wüsstest, worüber du schreibst. Aber dann haust du Dinger raus, die mich doch eher glauben lassen, du möchtest mehr Ahnung von Technik haben, als du tatsächlich hast.

      kurvenfahrer schrieb:

      Dann bleibt aber nichts von der Zuladung über. Ein Frontlenker ist immens schwerer als ein Transproter (rund 2,5t, allein der Antriebsstrang wiegt gut 1t)
      Ein Frontlenker ist immens schwerer als ein Transporter? Und Nachts ist es kälter als draußen? Ich verstehe den Satz nicht.
      Wenn man annimmt, dass ein Tranporter für dich ein heckangetriebenes Fahrzeug ist, ist die Aussage falsch. Ein Hecktriebler ist natürlich schwerer (je nach Modell 100-250kg), weil beim Fronttriebler das ganze Kardanwellen-Ausgleichsgetriebe-Gebamsel fehlt. Warum sollte denn Frontgetriebenes Fahrzeug schwerer sein? Einen Antriebsstrang haben sie beide.
      Eine andere Interpretation deines Satzes will mir nicht einfallen. Oder stehe ich hier auf dem Schlauch?

      kurvenfahrer schrieb:

      Ausschreibungen orientieren sich in der Regel an der Vergangenheit. Bis da Neuerungen einfließen, muß entweder viel Wasser den Rhein hinunterfließen oder die Verantwortlichen bewußt Änderungen wollen - und Letzteres ist sehr sehr sehr sehr selten.
      Dem stimme ich zu, deswegen schrieb ich ja, dass gerade diese Reporte einen entsprechenden Einfluss haben. Obwohl nach 2 Jahren im Feld auch schon Dailys der sechsten Generation im Cluster der 0-50.000km-Fahrzeuge enthaten sein könnten - wenn auch vielleicht nicht in signifikanter Anzahl. Da sind wir uns also einig.

      kurvenfahrer schrieb:

      Dem Deutschen liebstes Kind ist das Auto - auch das Nutzfahrzeuge. Nichts wird so emotional gekauft wie ein Auto. Da kann die Kiste noch so schlecht sein (VW: desaströse Antriebsstränge im T5/6, kein passendes Gesamtprodukt beim Crafter; MB: bescheidene Lack- und Karosseriequalitäten, nicht haltbare Motoren OM541 bzw. Motoren mit obszönen Unterhaltskosten OM642), sie wird trotzdem gekauft
      Sie wird trotz was gekauft? Trotz deiner eingefahrenen Meinung Mercedes und Volkswagen bauen nur Scheiße zusammen - ein Hoch auf die Underdogs?
      Kannst du diese unglaublich hohe Anzahl an desaströsen Fehlern mal in Zahlen fassen? Nee, quatsch, brauchst du nicht, wurde ja schon gemacht... und hey: Wir sind wieder bei den Dekra- und TÜV-Reports...

      kurvenfahrer schrieb:

      Dir ist schon klar, dass diese Reporte zwei Seiten haben?!
      Manche Reporte haben auch mehr als 30 Seiten... und bunte Bilder... ich verstehe den Hinweis nicht. Was ist denn die zweite Seite solcher Reporte??

      kurvenfahrer schrieb:

      chau dir an, was in der KEP-Branche gefahren bzw. vernichtet wird: Sprinter und Crafter siehst du dort kaum. Die Post hat ihren Fuhrparkt fast hälftig zwischen Sprinter und Daily verteilt. Selbst UPS, bisher 100% MB-Kunde, hat seinen Neu-Fuhrparkt unmittelbar auf 1/3 des Daily umgestellt.
      Und wer die KEP-Branche mit dem Rettungsdienst in einer Diskussion um die technische Qualität der Fahrzeuge vergleicht... Sorry, aber das ist zu oberflächlich gedacht...

      Generell muss man natürlich sagen, dass es bei keinem Hersteller eine rettungsdienstspezifische Entwicklung der Fahrzeuge gibt und dies natürlich auch dazu führt, dass bei den entsprechenden RD-Fahrprofilen die eine oder andere hochbelastete Komponente eher den Geist aufgibt, als beim Otto-Normal-Handwerker. Aber der Rettungsdienst hat halt auch nur einen verhältnismäßig kleinen Anteil am Gesamtumsatz der Nutzfahrzeugbranche. Wie sollen sich da die Entwicklungskosten amortisieren?
    • Kreuzritter schrieb:

      Ein Frontlenker ist immens schwerer als ein Transporter? Und Nachts ist es kälter als draußen? Ich verstehe den Satz nicht.
      Ein Frontlenker ist kein Fahrzeug, das Frontantrieb hat und ich glaube, so hast du die Aussage verstanden.
      de.wikipedia.org/wiki/Motorhau…Lastkraftwagen_und_Bussen

      Weil sowohl der Atego als auch der Sprinter haben Heckantrieb.