Der Feuerwehrkran - noch eine zeitgemäße Vorhaltung?

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    • Rescue-M schrieb:

      In München ist die "Hauptaufgabe" der beiden(!) KW50 das Anheben und wieder Eingleisen von Strassenbahnen, 1x/Jahr kümmert sich der Kran um den Christbaum auf dem Marienplatz.
      Und das sind beides tatsächlich Aufgaben der Feuerwehr? Das sind nur Gründe, um die Dinger ab und zu halbwegs sinnvoll einzusetzen.
      Dann könnten Feuerwehren nämlich auch Abschleppwagen und Kehrmaschinen vorhalten!

      Rescue-M schrieb:

      Bzgl. "Kran" haben andere Länder (z.B. Österreich) ja schon lange die SRF,
      Was im Endeffekt wieder RW-Kran sind, die den Kran hinter der Hinterachse und dem Aufbau haben!
    • Ja gut die Schweren Rüstfahrzeuge in Österreich (sind ja irgendwo mit dem Ludwigshafener RW-Kran) vergleichbar sind allerdings teilweise anders als einige Deutsche-Modelle aufgebaut.
      Ein RW-Kran auf 2-Achs-Fahrgestell ist meiner Meinung oft dazu da ein Mehrzweckboot zu ins Wasser zulassen. Neben dem RW verfügt ja auch der FwK über eine Seilwinde was auch als Positiv gesehen werden kann.
      In Reutlingen setzt die Feuerwehr auf das System VRW / HLF's / FwK + WLF AB-Rüst/Kran - gut das geht wieder Richtung RW vs HLF aber hier ist das Beispiel der Seilwinde gemeint.

      Das Beispiel in Augsburg oder Potsdam ist aber auch mehr ein Reihenbeispiel. Der Potsdamer wurde ja (lt. Feuerwehrmagazin) eh nur 2x im Jahr eingesetzt wenn es wirklich nötig war danach gings in die Werkstatt jedes mal <-> als FwK 12 oder so ist es von alleine selbst erklärend das dann ein WLF-Kran deutlich Sinnvoller ist. Oder auch in Augsburg da handelt es sich auch um einen kleinen FwK 25. Und die haben ja neben dem großen WLF-Kran noch weitere WLF-Kran - auch wieder die doppelte Kombination.
      bos-fahrzeuge.info/einsatzfahrzeuge/15910/Linz_-_BF_-_SRF
      Diese Variante ist doch am Ende nichts anderes wie das Augsburger WLF oder etwa nicht? 4-Achs, selber Kran(?) und hier ist das Heck auf 2 Achsen verteilt was also optimal ist. Gut die Kombination ist sehr groß aber ein normaler FwK wiegt auch was;) - wobei Linz auch noch einen normalen FwK hat (!)

      Man muss auch immer Bedenken was das Fahrzeug kostet und viel € Zuschuss fließt das macht dann auch einiges aus.
      Frohe Ostern
    • kellern schrieb:

      was kosten denn die "Alternativen" im Vergleich zu einem echten "FWK" ?

      Ich meine, falls die Alternativen "teure Individuallösungen" und die FWK "günstige Serienprodukte" wären, dann wäre das ja pro FWK ...
      Ein klassischer FWK 30 liegt so bei 750k€, ein 50er bei rund 850k€. Mehr geht immer, je nach Features. Die Brückenbaukräne des THW, nennen wir sie mal FWK 25, lagen bei rund 317k€ pro Stück. Zumindest die Folgekosten beim Fahrgestell dürften auch geringer ausfallen, sind halt Fahrgestelle von der Stange.
    • die Preise die ich von hier kenne:

      FWK 60 kostete 2004 etwa 700.000 €

      FWK 70 kostet 2013 etwa 970.000 €

      3-Achs-WLF mit Kran bis 6to kostete 2014 etwa 250.000 €


      also kostet ein echter FWK etwa Doppelte bis Dreifache eines LKW mit Kran.

      Da kann man drüber streiten ob das nötig ist ...
      allerdings ein ein echter Kran eben ein echter Kran,
      und ein erfolgreich abgeschlossener Einsatz lässt sich schwer in Geld aufwiegen ...
      Daseinsfürsorge ist halt nicht billig :)
      es gibt immer einen Idioten der einem die Tour versaut !
      genau Einen !

    • kellern schrieb:

      und ein erfolgreich abgeschlossener Einsatz lässt sich schwer in Geld aufwiegen ...
      Die Frage ist nur immer, wie hoch das Risiko, also Eintrittswahrscheinlichkeit x Kosten, ist. Wenn's danach ginge müssten wir auch flächendeckend LuF, SLF etc. stationieren, das wirst du nur leider nie durchgesetzt bekommen.

      Grundsätzlich glaube ich, dass eine Kombination von WLF und leistungsfähigem Ladekran einem RW mit Kran vorzuziehen ist, da die Positionen an der Einsatzstelle oftmals nicht identisch sind und die Einsatzfrequenz beim WLF (wenn das WLF-K nicht gerade der "Erstwechsellader" ist) geringer und damit die Verfügbarkeit höher ist.

      Wie schaut's eigentlich von der Leistungsfähigkeit bei den großen WLF-K aus, wenn kein Abrollbehälter mehr aufgesattelt ist, (inwiefern) wirkt sich das negativ auf das Lastdiagramm aus?
    • xaviberlin schrieb:

      Wie schaut's eigentlich von der Leistungsfähigkeit bei den großen WLF-K aus, wenn kein Abrollbehälter mehr aufgesattelt ist, (inwiefern) wirkt sich das negativ auf das Lastdiagramm aus?
      Ein leeres WLF-Kran hat keine negativen Auswirkungen auf das Lastdiagramm. Nicht umsonst sind die leistungsstärkeren Krananlagen auf WLF mit Stützen an der Front versehen.


      kellern schrieb:

      die Preise die ich von hier kenne:

      FWK 60 kostete 2004 etwa 700.000 €

      FWK 70 kostet 2013 etwa 970.000 €

      3-Achs-WLF mit Kran bis 6to kostete 2014 etwa 250.000 €


      also kostet ein echter FWK etwa Doppelte bis Dreifache eines LKW mit Kran.

      Da kann man drüber streiten ob das nötig ist ...
      allerdings ein ein echter Kran eben ein echter Kran,
      und ein erfolgreich abgeschlossener Einsatz lässt sich schwer in Geld aufwiegen ...
      Daseinsfürsorge ist halt nicht billig :)
      Preissteigerungen können innerhalb von 10 Jahren natürlich vorkommen, wie bereits aus deinem Beispiel hervor geht. Die 270k€ sind da nicht nur den zusätzlichen 10t an Hubkraft geschuldet.
      Interessant bei den LKW mit Kran ist eigentlich, dass sie vergleichbaren Mobilkranfahrzeuge bei der Hubkraft nicht mehr nachstehen.

      Aber um einschätzen zu können ob so ein LKW/WLF-Kran einen Vollwert gegenüber einem FWK darstellt muss man sich mehr anschauen. Weitere Faktoren wären die Möglichkeit für Anbauteile und wichtig im Sinne sämtlicher zeitlicher Rechtfertigungen: ein Vergleich der Rüstzeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Timbo ()

    • FWK sehe ich nur in Ausnahmefällen für sinnvoll an. Also letztendlich die Großstädte mit starke, Einsatzaufkommen in diesem Bereich.
      In den allermeisten Fällendürfte ein WLF mit Ladekran sinnvoller sein.

      Zum einen stellt sich die Frage wann man wofür einen FwK benötigt - also wirklich zeitkritisch. Da kann man auch abgleichen was ein großer Ladekran packt.
      Die leistungsstärksten Ladekräne liegen bereits bei max 30t und heben auch in 15m Entfernung noch über 5t. EIn umgestürzter Baum o.ä. lässt sich problemlos auch mit kleineren Modellen Bergen. Die Kosten für das Fahrzeug sind dabei erheblich niedriger.

      Vorteil: Da günstiger könnten mehr Städte ein WLF mit Ladekran beschaffen. Denn was hilft der tolle FwK der Großstadt in 150km Entfernung wenn vor Ort Adipöse, PKW oder Bäume gehoben werden müssen? Selbst mittlere Ladekräne heben locker Kleintransporter in ein paar Meter Entfernung. Ich denke damit erreicht man viel mehr und isnbesondere ist schnellere Hilfe möglich



      @Timbo
      Für einen mittleren Ladekran ist eine Elefantenkuh durchaus machbar. Selbst die typischen Krände der Baustofflaster heben über 6t
    • Schulsani schrieb:

      Für einen mittleren Ladekran ist eine Elefantenkuh durchaus machbar. Selbst die typischen Krände der Baustofflaster heben über 6t
      Dann schau dir den Datensatz zu dem Züricher SK mal genau an.

      Da steht:

      Zürich - Schutz & Rettung - PIF - F 521 schrieb:


      • Heckkran mit 740 – 3'940 kg Tragkraft, je nach Ausladung

    • Hallo,
      es passt zusammen, da es 2 Fragen sind:

      Wie sieht der aktuelle Stand bei dem Thema FwK in Raum Rhein/Main aus (Offenbach/Frankfurt). In Offenbach wurden ja der RW-Kran und der AB-Pritsche/Kran abgeschafft so bleibt nur noch der FwK übrig.

      Weiß jemand ob in Reutlingen der alte FwK wieder in Dienst ist (nach Reparatur) oder ein neuer bestellt/i.D. ist?

      Zum Grundthema kann man nur sagen Unverzichtbar weiterhin. Hat man im BW im letzten Halben Jahr mehrfach gesehen (Aulendorf, Bad Waldsee, Achern, Heilbronn/Hohenlohe).
      Gruß
      Frohe Ostern