Bayern-NEF 3.0 - Was könnte das werden?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Das Thema Wirtschaftlichkeit könnte aber auch den Rettungsdienst Bayern vor einer erneuten NEF-Serie auf Ford-Fahrgestellen bewahren, denn die BMW X3 haben einen deutlich geringeren Verschleiß und merklich weniger Werkstattaufenthalte (mal Blechschäden und Bedienfehler ausgenommen), als die S-Max. Bei vielen Ford S-Max NEF gehörte es ja ab einer Laufleistung von 10000 bis 20000 km zum guten Ton, alle paar hundert Kilometer einen Motorschaden oder eine Motorstörung an den Tag zu legen. Bei den BMW X3 hingegen muss man ganz nüchtern - ohne Pro BMW Präferenzen an den Tag zu legen - eingestehen, dass die Motoren wesentlich zuverlässiger laufen und z.b. 2,5 Jahre alte Fahrzeuge mit einer Laufleistung von 90000 bis 120000 km noch keinen einzigen Werkstattaufenthalt hatten, der über Blechschäden oder normalen Verschließ (z.B. Bremsen) hinausging. Klar kann ich hier nicht für alle 200 X3 in Bayern sprechen, aber mir fallen schon einige Beispiele (S-Max und X3) im Großraum Nürnberg-Fürth-Erlangen ein, die genau das belegen. Wenn man also all die Werkstattkosten des S-Max in seiner fünf bis acht Jahre dauernden Laufbahn berücksichtigt, sind die finanziellen Vorteile bei der Beschaffung ganz schnell verschwunden und von ökonomischen Handeln kann dann auch in keiner Art und Weise mehr die Rede sein. Außerdem muss man fairerweise sagen, dass ein X3 NEF nicht dem Listenpreis eines BMW X3 mit 2 Liter Diesel/190 PS entspricht, sondern dank großzügiger Behörden- und Massenrabatte deutlich darunter liegt!
      Bezüglich Platzangebot muss man auch ganz objektiv sagen, dass der BMW X3 für die meisten Notarztstandorte in Bayern absolut ausreichend ist, denn die Normausstattung für ein NEF findet locker ihren Platz darin und es steht zudem Stauraum für etwas Zusatzaustattung bereit. Wenn z.B. allerdings größere Kliniken am Notarztdienst mitwirken, so wie das auch in Erlangen oder Fürth der Fall ist, dann wächst die Zusatzaustattung schon mal deutlich. Zu nennen wären hier z.B. Videolaryngoskop, Alkomat, Thoraxkompressionshilfe Lucas, zusätzliches Chirurgisches Besteck, umfangreiches Atemwegsmanagement, umfangreicheres Medikamentenangebot, usw... und dann fährt beispielsweise in Erlangen so gut wie immer noch ein Praktikant mit. Rechnet man all das zusammen, dann ist klar, dass der Praktikant nur mitfahren kann, sofern er eine Notfalltasche auf seinen Schoß packt und somit ist der X3 für derartige Standorte definitiv zu klein, da dies gerade bei Alarmfahrten extrem mit der StVO und der Sicherheit kollidiert! Beim S-Max ist es jedoch auch nur geringfügig besser. Da wir in Erlangen auch noch zu den beiden bisher genannten Typen VW T5 (180PS und allrad!) einsetzen, kann ich im direkten Vergleich sagen, dass es bei diesem Fahrgestell weder Gewichts-, noch Platzprobleme gibt und auch das Fahrverhalten top ist. Das gilt sowohl für den Einsatzbereich als NEF in Stadt- und Landrettung, als auch für das Resort des VEF. Als VEF müssen durchaus längere Strecken mit oder ohne Sonderrechte zurückgelegt werden und da war der T5 von Leistung und Fahreigenschaften top. Klar kann man mit dem x3 problemlos 190 bis 200 km/h fahren und mit dem T5 "nur" 160 bis 170, aber mal Hand aufs Herz, wann kann man schon so schnell fahren und wann reisen es diese zwei bis fünf Minuten wirklich raus?!? Außerdem muss man gerade bei Alarmfahrten seinen Fahrstil anpassen und besonders vorausschauend fahren.
    • Allrad heisst ja nicht gleich "Geländetauglichkeit", Einen Feldweg kann man mit jedem Auto befahren. Wichtiger ist das einfach beste Antriebskonzept - nämlich 4 angetriebene Räder. Die helfen bei Nässe, Schnee und auch mal auf´m Feldweg. Nicht umsonst bieten viele Hersteller biederer PKW inzwischen auch dort bei allen/vielen Modellen 4x4 (syncro, XDrive, 4matic etc.) an.

      Und ja, ein NEF muss - wenn es für ein ganzes Bundesland einheitlich beschafft wird - auch "schnell" können, denn NEF-Standorte sind nun mal dünner verteilt als RTW-Standorte und die Anfahrtstrecken entsprechend häufig länger.
    • Max Kunkel schrieb:

      Das Thema Wirtschaftlichkeit könnte aber auch den Rettungsdienst Bayern vor einer erneuten NEF-Serie auf Ford-Fahrgestellen bewahren, denn die BMW X3 haben einen deutlich geringeren Verschleiß und merklich weniger Werkstattaufenthalte (mal Blechschäden und Bedienfehler ausgenommen), als die S-Max. Bei vielen Ford S-Max NEF gehörte es ja ab einer Laufleistung von 10000 bis 20000 km zum guten Ton, alle paar hundert Kilometer einen Motorschaden oder eine Motorstörung an den Tag zu legen. Bei den BMW X3 hingegen muss man ganz nüchtern - ohne Pro BMW Präferenzen an den Tag zu legen - eingestehen, dass die Motoren wesentlich zuverlässiger laufen und z.b. 2,5 Jahre alte Fahrzeuge mit einer Laufleistung von 90000 bis 120000 km noch keinen einzigen Werkstattaufenthalt hatten, der über Blechschäden oder normalen Verschließ (z.B. Bremsen) hinausging. Klar kann ich hier nicht für alle 200 X3 in Bayern sprechen, aber mir fallen schon einige Beispiele (S-Max und X3) im Großraum Nürnberg-Fürth-Erlangen ein, die genau das belegen. Wenn man also all die Werkstattkosten des S-Max in seiner fünf bis acht Jahre dauernden Laufbahn berücksichtigt, sind die finanziellen Vorteile bei der Beschaffung ganz schnell verschwunden und von ökonomischen Handeln kann dann auch in keiner Art und Weise mehr die Rede sein.
      Korrekt. "Premium-Autos" halten i.d.R. länger, dafür kosten sie auch mehr. Sparwut, "Downsizing" bei den Motoren, Leichtbau etc. fordern aber auch da ihren Tribut. Von Autos wie z.B. einem 200D von Mercedes, die auch locker und problemlos 300.000km und mehr liefen, muss man sich heute schon lange verabschieden. Bestes Beispiel waren die T5 von VW mit ihrem BiTurbo-Motor. Der hielt oft nicht einmal 100.000 km, brauchte gerne fast mehr Motorenöl als Diesel oder verabschiedete sich oft vor den "magischen" 100.000km gleich in den Motorenhimmel. Auch die 2,0l-X3 sind nicht gerade bekannt dafür, besonders langlebig zu sein.

      Nur wegen der Anschaffungskosten auf billige Autos zu setzen ist falsch. Ein RD-Fahrzeug muss die geplante Haltedauer überstehen - und das ohne Motortausch, halbjährlichem Wechsel von Bremsen oder anderen Dingen.

      Ein Standard-Automodell ist für den RD eh stets wenig geeignet. BMW kann das und baut auf Wunsch z.B. die Bremsanlage vom X3 3,0l-Modell in die 2,0er ein.
    • Die Frage ist doch, muss es denn nur ein einziges Fahrgestell sein?
      Ein Transporter/Van für den Großteil der Standorte und ein SUV für exponierte Standorte wo ein gewisser Prozentsatz der Alarmfahrten abseits befestigter Straßen stattfindet.
      Eine Eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht, um einen kompletten Freistaat mit nur einem Fahrgestell glücklich zu machen!

      In einem städtisch geprägten Gebiet habe ich ganz andere Anforderungen, als in der Pampa...
      In der Stadt Will ich im Verkehr gesehen werde und auch selber weit schauen, hier eignet sich ein hohes/großes Fahrgestell - nicht zu groß, man muss auch noch durch den Verkehr kommen. Ferner sollte das Fahrgestell der enormen Belastung des ständigen Anfahren und Abbremsen gewachsen sein. Darauf muss ich bei einem Fahrzeug, dessen Standort von vielen Landstraßen geprägt ist nicht besonders achten.
      Ich muss auch nicht mit einem NEF knapp unter der Schallmauer fahren, wenn ich das stets und ständig machen muss, um halbwegs vernünftige Eintreffzeiten zu haben, dann haut da was mit der Standortverteilung nicht hin.

      Ebenso benötige ich in den Fahrzeugen Gewichts- und Platzreserven. Zum einen soll das Fahrzeug nicht permanent an der Belastungsgrenze bewegt werden (Fahrsicherheit, Verschleiß, Unfallschutz,....) und ich will ja auch mal einen Praktikanten mitnehmen. Ebenso sollte man die Geräte gefahrlos aus dem Auto bekommen (.... ich sach nur Skoda-Regentanz..... :wacko: ).
      Ferner sollte auch die Haltbarkeit entsprechend sein. Hier sollte man ggf. Stadtfahrzeuge bei einer bestimmten Laufleistung aufs Land verschieben. Wird so etwas zur Zeit eigentlich Praktiziert?

      Was die Kosten betrifft, hier muss man ganz klar sagen, dass die bayerische Beschaffung ein ganz anderer Finanzposten ist, als in Rettungsdienstbereichen, wo ich nur einen oder ein paar Landkreise habe und die Stückzahl der Fahrzeuge im unteren zweistelligen Bereich liegt. Dafür kann Bayern hier natürlich Massenrabatte herausschlagen, die ein Vermeintlich teures Fahrgestell wieder attraktiv machen.

      Ich bin gespannt, was da so kommt... vielleicht ja auch ein Exot, den wir hier noch gar nicht auf dem Schirm haben...
    • Hallo miteinander,

      was mich ja wirklich sehr freut, ist die rege Teilnahme an diesem Topic, das würde ich mir auch für andere Themen so wünschen... aber gut, ich will ja nicht meckern und bin zufrieden mit dem was ich bekomme. :D

      Zunächst möchte ich sagen, dass ich das in Abrede stellen von Finanzierungsmöglichkeiten, getreu dem Motto "in anderen Bundesländern funktioniert das ja auch" ein wenig lustig finde. Man möge mich hier nicht falsch verstehen, ich will da niemanden wegen seiner eigenen Meinung anmachen, aber inzwischen sollte doch jedem hier klar sein - gerade in unserer Branche - das recht haben und recht bekommen zwei völlig unterschiedliche Dinge sind. Fakt ist, dass solche Fahrzeuge auch finanziert werden wollen und dafür bedarf es auch entsprechender Argumente.

      Sehr schnell hat sich hier herauskristallisiert, dass man am liebsten zwei Modelle hätte. Den Allrounder auf Van/Kleinbus-Basis, wo man sich keine Gedanken um die Gewichtsreserven machen muss und eben den kleineren SUV, mit dem man im Notfall auch einmal über Stock und Stein fahren kann.
      Die Frage, die sich hier stellt ist, sind zwei Fahrzeugmodelle überhaupt praktikabel, also im Kontext zur Anschaffung und Effizenz?
      Die erste Generation von einheitlichen Bayern-NEF hatte gezeigt, dass das weniger der Fall ist, aber gut, wir können das ja mal ein wenig weiterspinnen.

      Daher schlage ich vor, dass wir uns nun einmal kurzfristig ins Lande der Träume begeben und ich die Auswahl für zwei Fahrgestelle treffe. Diese wären folgende:
      • Mercedes Benz Vito 119 CDI 4x4 (Leergewicht: 2.190 kg / zul. Gesamtgewicht: 3.050 kg = 860 kg)
      • BMW X5 xDrive25d (Leergewicht: 2.030 kg / zul. Gesamtgewicht: 2.750 kg = 720 kg)
      Gerade in Facebook wurde ja der Ausbau des derzeitgen Bayern-NEF bemängelt und auch in der Langzeitpraxis kam der ein oder andere Kritikpunkt bei den Kollegen auf. Also kreieren wir hier doch einmal den Aufbau des Fahrzeugs und wer diesen bestellen könnte. Dafür müssen wir uns aber darauf einigen, was der Ausbau alles können muss. Zunächst aber mal eine kleine Vorgabe, was das NEF alle mitnehmen muss:
      • Notarztkoffer Bayern (Kreislauf/Atmung) // Notfallrucksack
      • Notfallkoffer Baby/Kinder
      • EKG/Defibrillator Lifepak15 (Alternativ Corpuls³)
      • Weinmann Medumat Transport Notfallrespirator
      • Weinmann Accuvac Absaugpumpe
      • Perfusor/Injektomat Alaris
      • LUCAS Reanimationshilfe
      • Ersatz-Sauerstoffflasche 2 Ltr.
      • Bolzenschneider
      • Brechstange
      • Taschenlampe
      • Feuerlöscher 6 kg
      • 2 x Helm
      • Platz ZBV 1 - zur individuellen Nutzung des Betreibers. (Handyscan Ultraschallgerät, Stifnek-Satz, GlideScope, etc.)
      • Platz ZBV 2 - zur individuellen Nutzung des Betreibers. (Medikamentenkoffer, Chirurgisches Besteck, etc.)
      • Platz für Einsatzdokumentation / Kladde / Nida-Pad / Cardio-Angel, o.Ä.
      (sollte ich was vergessen haben, dann einfach melden)

      Anforderungen an den Ausbau:
      • Geschränk auf dem Rücksitz / im Fond des Fahrzeugs inkl. Wärmebox und Kühlfach
      • Ausbau mit ganzem oder teilweisen Auszug im Kofferraum (inkl. ausziebaren Arbeitsbereich)
      • Sondersignalanlage in LED-Technik inkl. Frontblitzer, Heckblitzer und Rückwarn-Anlage in Gelb (ggf. Intersections)
      • ggf. Pressluftfanfarenanlage
      • zusätzliche Warnblinkanlage
      • Strom-Einspeisung
      • Warnmarkierungen/Beklebungen
      So... das ist ja schon einmal eine ganze Menge, die man berücksichtigen muss. Wie verteilt man also das ganze Geraffel in der Karre, wie könnte die Aufteilung des Auszugs aussehen und wo bringt man was und vor allem wie unter, dass man bei einem Unfall auch noch gewisse Chancen hat gesund und heil aus der Sache rauszukommen?
      Schreibt hier also einmal auf, wie Ihr Euch das alles denkt, warum Ihr welchen Ausbauer nehmen würdet (und das sollte schon überzeugend sein, nicht einfach nur "weil's geil aussieht und der Name X draufsteht!")... ich hätte da gerne FAKTEN!
      Und vergessen wir an dieser Stelle nicht, das ganze sollte einer Beschaffung von 100-200 Fahrzeugen standhalten können mit einer Laufleistung von 280.000 km.

      Viel Spaß, ich hoffe es geht so angeregt weiter :)

      P.S.
      Scheut Euch nicht die Galerie zu nutzen... bei knapp 300.000 Fotos und 2.271 NEF-Datensätzen sollte ja vielleicht das ein oder andere probate Anschauungsmaterial dabei sein :D
      Grüße aus dem Frankenland :winktz:

      Patrik *Kalli* Kalinowski
      Administrator
      BOS-Fahrzeuge.info



      Warum denn immer gleich sachlich werden, wenn es auch persönlich geht?!
      - André Heller -
    • wer bezahlt eigentlich die Fahrzeuge - und wer die Reparaturen ?

      Wenn ihr sagt, Fahrzeug xy ist billiger weil es länger hält und weniger ungeplante Werkstattaufenthalte benötigt, dann mag das ja stimmen,

      aber wenn zB Beschaffung und Instandhaltung über verschiedene Kostenstellen etc abgerechnet werden dann sehen Betreiber das o.g. wohlmöglich durch eine ganz andere Brille.

      Also: wie läuft das ?
      es gibt immer einen Idioten der einem die Tour versaut !
      genau Einen !

    • Kalle79 schrieb:

      nickless schrieb:

      Ich verstehe nicht ganz, warum hier teilweise mit dem Anschaffungspreis gegen Vito oder T6 argumentiert wird. Wenn der Bedarf für diese Fahrzeuge begründet ist, dann müssen die Kostenträger in den sauren Apfel beißen, in anderen Bundesländern funktioniert das ja auch.
      Der war gut :thumbsup: :thumbsup:
      Ich verstehe das Problem wirklich nicht.
      Warum kann in S-H aktuell landesweit der T6 beschafft werden und in Bayern evtl. nicht? Wo liegt der Unterschied?
    • nickless schrieb:

      Kalle79 schrieb:

      nickless schrieb:

      Ich verstehe nicht ganz, warum hier teilweise mit dem Anschaffungspreis gegen Vito oder T6 argumentiert wird. Wenn der Bedarf für diese Fahrzeuge begründet ist, dann müssen die Kostenträger in den sauren Apfel beißen, in anderen Bundesländern funktioniert das ja auch.
      Der war gut :thumbsup: :thumbsup:
      Ich verstehe das Problem wirklich nicht.Warum kann in S-H aktuell landesweit der T6 beschafft werden und in Bayern evtl. nicht? Wo liegt der Unterschied?
      Bayern sind 200 NEF... wie viele sind es in S-H?
      Und dann vergessen wir einmal den Förderalismus nicht. Ich persönlich habe keine Ahnung, wie das mit den Kostenträgern ist, respektive inwieweit diese in die Beschaffung involviert sind.
      Grüße aus dem Frankenland :winktz:

      Patrik *Kalli* Kalinowski
      Administrator
      BOS-Fahrzeuge.info



      Warum denn immer gleich sachlich werden, wenn es auch persönlich geht?!
      - André Heller -
    • Natürlich stehen in Bayern mehr NEF als in Schleswig-Holstein, aber was soll das aussagen? Interessant bei Verhandlungen mit den Krankenkassen sind doch die Kosten pro Versichertem, keine absoluten Zahlen.

      In S-H stehen übrigens 40 NEF, Ersatzfahrzeuge nicht mitgezählt. Wenn man auf die selbe Quote pro Einwohner wie Bayern mit 200 Fahrzeugen kommen möchte, müssten es 44 NEF sein, also sind die Zahlen da auch nah beieinander. Beide Länder haben übrigens praktische dieselbe Einwohnerdichte.
    • Patrik Kalinowski schrieb:

      Sehr schnell hat sich hier herauskristallisiert, dass man am liebsten zwei Modelle hätte. Den Allrounder auf Van/Kleinbus-Basis, wo man sich keine Gedanken um die Gewichtsreserven machen muss und eben den kleineren SUV, mit dem man im Notfall auch einmal über Stock und Stein fahren kann.
      Die Frage, die sich hier stellt ist, sind zwei Fahrzeugmodelle überhaupt praktikabel, also im Kontext zur Anschaffung und Effizenz?
      Ein Vito 4x4 ist mindestens genau so "geländegängig" wie eines dieser glattgelutschten SUV a´la X3, X5, M-Klasse etc. Wo ich mit einem T6 syncro oder Vito 4matic nicht hinkomme, komme ich auch mit einem BMW X nicht hin.

      Was "2 Modelle" betrifft - wir haben z.B. hier in München NEF (M-Riem, M-Neuherberg, M-Neuperlach, Ottobrunn), die am Stadtrand bzw. Landkreis stationiert sind und entsprechend auch oft in den Landkreis bzw. Nachbarlandkreise rausfahren. Es würde hier wenig Sinn machen, spezielle "Stadt-NEF" zu beschaffen, die sich dann plötzlich auch mit eher typisch ländlichen Gegebenheiten (weite Anfahrtswege, nicht geräumte Nebenstrassen im Winter, kurvige Landstrassen, Autobahn etc.) konfrontiert sehen.

      Vom Fahrverhalten her sind "sportliche SUV" wie der X3 und Kollegen allen Vans überlegen. Beim Platzangebot und Zuladung sieht es naturgemäss genau umgekehrt aus.


      Eine geplante km-Laufleistung von deutlich mehr als 200.000km wird in jedem Fall unrealistisch sein, wenn dadurch Kosten gesenkt werden sollen. Nicht umsonst werden auch biedere Geschäftswagen der Oberklasse mit solch hohen Laufleistungen zu Spottpreisen angeboten. Jeder weis, dass selbst bei Autos der Premiumklasse spätestens ab der "magischen" 200.000km-Grenze die Reparaturen schnell den Wert des Autos übersteigen können (Motor, Getriebe, Achsen/Querlenker etc.....) Es ist daher extrem unwirtschaftlich, bei einer fixen km-Grenze kurz vor deren Erreichen noch mal so richtig zu investieren (Motor, Turbolader etc.) "weil das Auto noch nicht die 2xxx.000km-Grenze erreicht hat"

      Ein IMHO besseres Kriterium wäre die Zahl an Einsatzfahrten, ggf. quergerechnet mit einer km-Grenze und Alter in Jahren. Ich kenne das von unseren "Innenstadt-RTW". Türen, Klappen, Griffe - alles was man anfasst und "nutzt" ist schnell am Ende, wenn das Auto wegen kurzer Anfahrt- und Transportwege vielleicht pro Tag keine 100km fährt, dafür aber 20 Einsätze und mehr. Das gleiche Modell fährt "auf´m Land", vielleicht nur 5-6 Einsätze/Tag aber dafür locker 200km und mehr....


      "NEF-technisch"kann man sich auch überlegen, für was ein NEF eigentlich da ist. Es soll primär einen Notarzt zum Einsatzort bringen und sollte mit seiner Ausrüstung sinnvolle Erstmassnahmen durchführen können, wenn der RTW noch nicht da ist. Stellt sich die Frage, ob dafür ein NEF so oder besser wie ein RTW ausgestattet sein muss (und entspr. viel Zeug dabei hat), oder ob man "das Zeug" nicht auf jedem RTW verlastet und dafür die NEF abspeckt und damit auch kleinere und leichtere (und billigere) NEF-Fahrgestelle ermöglicht. Hier in München ist es üblich, dass eine nachfolgende NEF-Besatzung nur noch mit dem recht umfangreichem Ampullarium den Einsatzort betritt. Früher war noch das EKG dabei, weil die RTW standardmässig Keines mit "Zwölfer-Ableitung" hatten. Zumindest ich habe auch noch nie erlebt, dass das NEF schneller als der RTW war UND es zudem seine komplette Ausstattung (Atmung/Kreislaufrucksack, Beatmungsgerät etc.) schon am Laufen hatte, wenn ich mit dem RTW gekommen bin. Eine bessere Ausstattung aller(!) RTW ist zwar auf den ersten Blick teurer, aber damit könnte eben auch jeder RTW selbst dann optimal arbeiten, wenn noch kein NEF da ist bzw. ein zufällig anwesender Arzt/Notarzt vor Ort ist. Das hatten wir vor Jahrzehnten schon, als wir noch "rein privat" waren, Jeder unserer NA konnte in unsere RTW steigen und hatte - ausser BTM - Alles, was er brauchte.... Diuese Taktik wird auch bis heute in vielen RD-Bereichen angewendet. RTW mit "grossem Ampullarium", teilw. sogar BTM (ind der BTM-Box, die es in jedem Bayern-RTW gibt)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rescue-M ()

    • ... bei den ganzen Überlegungen hier fehlen mir so'n bisschen die Wünsche die Fahrassistenz oder passive Sicherheit betreffen (nicht ganz unwichtig im unfallgefährdeten Blaulichtgewerbe)

      und bei "Sicherheit" kommt mir "Schwedenstahl" in den Sinn.

      Wie wärs mit dem Volvo XC 90 ... ausser dass das politisch wahrscheinlich ein No-Go ist ...
      es gibt immer einen Idioten der einem die Tour versaut !
      genau Einen !

    • @Patrik Kalinowski
      Der X5 25d dürfte kaum realistisch sein. Auch nicht sonderlich sinnvoll. Die zweigeteilte Heckklappe disqualifizieren ihn. Bei den Preisen ist ein Transporter dann auch nicht mehr teurer.
      Wenn "Wünsche" entweder Vito oder X3. Deine Beladungsliste bekommt man auch in den X3. Im Vito ist es natürlich bequemer - zu Lasten von Fahrkomfort und Sicherheit.

      @kellern
      Nicht politisch. Volvo gibt m.W. keine hohen BOS-Rabatte. Entsprechend wäre dieser viel zu teuer. Abgesehen davon auch viel zu groß. Da würde ich einen Vito diesem Schiff immer vorziehen.
      Warum immer die Tendenz zu Schlechtschiffen im Rettungsdienst? Fehlt nur noch, dass jemand einen Actros vorschlägt, da dieser doch viel Lastreserven hat.

      @thejay
      Ford würde ich nicht pauschal ausschließen. Wäre eher die Frage der Basis. S-Max? Transit Custom? Oder aber der neue Ford Edge. Von den Abmessungen her in der Liga von X5&Co. 180PS Diesel, Allrad usw.
      Dürfte ziemlich genau dem Lastenheft entsprechen. Der bereits sehr niedrige Listenpreis (rund 43k) würde von der Konkurrenz sehr sehr hohe Rabatte erfordern um ihn zu unterbieten. Selbst ohne BOS-Rabatt bekommt man den als Einezel(gewerbe)kunde schon für rund 34k€. Zum Vergleich: der gewünschte X5 würde laut Liste erst bei 55.000€ anfangen.

      Bei den RTW wäre ich aber unbesorgt. Es wollten schon viele Regionen wechseln - praktisch bundesweit erfolglos. Gerade Bayern hat da keine Chance (schwere Fahrzeuge). Man bräuchte zunächst ein Fahrgestellt mit min 4,3t (eher mehr). Die Option auf Allrad ist Pflicht und Automatik sollte verfügbar sein. An dieser Stelle sind fast alle Anbieter raus. Das Gewicht packen noch einige Anbieter - dann aber nur mit Handschaltung und ohne Allrad. Der einzige halbwegs brauchbare Konkurrent zum Sprinter ist derzeit der Daily - und der konnte sich in diversen Versuchen nicht durchsetzen.
      Bei KTW ist das anders - die Ansprüche sind nicht so fest. Auch bei den NEF gibt es mehr Alternativen.
      Die höheren Laufleistungen sollten kein Problem sein. 250.000km sind zumindest in RLP kein Problem für die Fahrzeuge.
    • Rescue-M schrieb:




      "NEF-technisch"kann man sich auch überlegen, für was ein NEF eigentlich da ist. Es soll primär einen Notarzt zum Einsatzort bringen und sollte mit seiner Ausrüstung sinnvolle Erstmassnahmen durchführen können, wenn der RTW noch nicht da ist. Stellt sich die Frage, ob dafür ein NEF so oder besser wie ein RTW ausgestattet sein muss (und entspr. viel Zeug dabei hat), oder ob man "das Zeug" nicht auf jedem RTW verlastet und dafür die NEF abspeckt und damit auch kleinere und leichtere (und billigere) NEF-Fahrgestelle ermöglicht. Hier in München ist es üblich, dass eine nachfolgende NEF-Besatzung nur noch mit dem recht umfangreichem Ampullarium den Einsatzort betritt. Früher war noch das EKG dabei, weil die RTW standardmässig Keines mit "Zwölfer-Ableitung" hatten. Zumindest ich habe auch noch nie erlebt, dass das NEF schneller als der RTW war UND es zudem seine komplette Ausstattung (Atmung/Kreislaufrucksack, Beatmungsgerät etc.) schon am Laufen hatte, wenn ich mit dem RTW gekommen bin. Eine bessere Ausstattung aller(!) RTW ist zwar auf den ersten Blick teurer, aber damit könnte eben auch jeder RTW selbst dann optimal arbeiten, wenn noch kein NEF da ist bzw. ein zufällig anwesender Arzt/Notarzt vor Ort ist. Das hatten wir vor Jahrzehnten schon, als wir noch "rein privat" waren, Jeder unserer NA konnte in unsere RTW steigen und hatte - ausser BTM - Alles, was er brauchte.... Diuese Taktik wird auch bis heute in vielen RD-Bereichen angewendet. RTW mit "grossem Ampullarium", teilw. sogar BTM (ind der BTM-Box, die es in jedem Bayern-RTW gibt)
      Natürlich gibt es viele Einsätze, bei denen der Notarzt nur mit dem Ampullarium unterm Arm zum vorversorgten Patienten geht. Ich fände es aber sehr gefährlich, die Rolle des NEF nur auf diesen Fall zuzuschneiden.
      Erstens haben die NEF heute Zusatzausrüstung an Bord, die nicht sinnvoll auf jedem Rettungswagen mitgeführt werden kann (z.B. Reanimationshilfe LUCAS, Brandverletztenset, Material für Koniotomie, ZVK, IO-Zugang usw.).
      Zweitens ist die Situation, dass man nur einen Patienten hat und den mit Personal und Material von RTW und NEF behandelt, der Idealfall, der gerade auf dem Land nicht immer zutrifft. Sobald mehr als nur ein Patient vorhanden ist, ist man auf die komplette Ausrüstung des NEF angewiesen, wenn die Besatzungen der Fahrzeuge sich aufteilen.


      kellern schrieb:

      ... bei den ganzen Überlegungen hier fehlen mir so'n bisschen die Wünsche die Fahrassistenz oder passive Sicherheit betreffen (nicht ganz unwichtig im unfallgefährdeten Blaulichtgewerbe)

      und bei "Sicherheit" kommt mir "Schwedenstahl" in den Sinn.

      Wie wärs mit dem Volvo XC 90 ... ausser dass das politisch wahrscheinlich ein No-Go ist ...
      Der XC 90 hat die Maße eines Vito oder T6 mit kurzem Radstand, aber nur etwa 550 kg Zuladung (Mindestens 2082 kg Leergewicht und nur 2630 kg zulässiges Gesamtgewicht)!
      Zum Vergleich, der etwa gleich große Land Rover Discovery hat 750 kg Zuladung, bei einem ZGG von 3.300 kg.
    • nickless schrieb:


      Natürlich gibt es viele Einsätze, bei denen der Notarzt nur mit dem Ampullarium unterm Arm zum vorversorgten Patienten geht. Ich fände es aber sehr gefährlich, die Rolle des NEF nur auf diesen Fall zuzuschneiden.Erstens haben die NEF heute Zusatzausrüstung an Bord, die nicht sinnvoll auf jedem Rettungswagen mitgeführt werden kann (z.B. Reanimationshilfe LUCAS, Brandverletztenset, Material für Koniotomie, ZVK, IO-Zugang usw.).
      Zweitens ist die Situation, dass man nur einen Patienten hat und den mit Personal und Material von RTW und NEF behandelt, der Idealfall, der gerade auf dem Land nicht immer zutrifft. Sobald mehr als nur ein Patient vorhanden ist, ist man auf die komplette Ausrüstung des NEF angewiesen, wenn die Besatzungen der Fahrzeuge sich aufteilen.
      Ganz auf "wenig" zuschneiden soll man ja gar nicht, sondern eher überlegen, ob man den Platz im NEF nicht auch im RTW hat. Man muss dann ein Equipment zwar häufiger beschaffen (teurer), hat aber damit den Vorteil, dass auch der RTW ohne NEF damit arbeiten kann. (ggf. zusammen mit einem zufällig anwesendem Arzt, Arzt einer Praxis etc.) Zum Beispiel Brandverletzten-Set. Das macht auf jedem RTW Sinn, der Bedarf dafür ist leicht erkennbar ;-), die Anwendung einfach. Da muss man wirklich nicht warten, bis das NEF kommt. Und bei zwei oder mehr Brandverletzten ist dann mit 2 oder mehr RTW auch Jeder versorgt. Für jeden Patienten dann ein eigenes NEF zu schicken, wäre eher nicht machbar. Auch beim LUCAS und anderen Rea-Geräten wäre das dann so. Gut, LUCAS&CO. sind extrem teuer, brauchen aber auch Platz im Auto (bei einem PKW/SUV sogar recht viel im Vergleich zu anderen Dingen/Einbauten)
    • Ich persönlich finde, dass wir ein klein wenig vom Thema abkommen, auch wenn man das ein oder andere berücksichtigen muss.
      So bin ich persönlich der Auffassung, dass Gerätschaften, die quasi zwingend nur in der Notarztbehandlung vorgeschrieben sind, auch nur in einem NEF vorgehalten werden sollten. Beim LUCAS kann man sich darüber streiten, aber gerade weil dieses Gerät nicht gerade günstig ist, macht es schon Sinn, es in einem NEF zu verlasten.
      Und man verwechsle hier nicht die Stadtrettung mit der Rettung auf dem Land, wo es nicht selten der Fall ist, dass das NEF vor dem RTW an der Einsatzstelle ist. Gut, es ist nicht oft der Fall, aber es kommt vor. Die DIN spricht ja hier auch eine deutliche Sprache. Ganz klar ist, man kann niemals auf alle Eventualitäten vorbereitet sein, weil sonst wären die RTW/NEF 40-Tonner und würden ganze Universitätskliniken mit sich herumschleppen, aber das Gängigste und Sinnvollste sollte schon dabei sein.
      Ich bin ja auch ab und zu im bayerischen Rettungsdienst unterwegs, wenn auch nur unterstützend, aber dennoch meine ich sagen zu können, dass es nicht schlecht ist, wenn man ab und zu über den Tellerrand hinausschaut! Will sagen: Man sollte die eigene, beschränkte Sichtweise nicht immer als Maßstab nehmen! Allerdings funktioniert das andersrum genauso, man sollte nicht immer den gehobenen Standard als non-plus-ultra ansehen.
      In Bayern scheint das alles ein wenig differenziert zu sein, was auch an der besetzenden Stelle der Notarztstandorte liegt, was ja durch die Kassenärztliche Vereinigung geschieht. Die "Skills" der Notärzte sind also sehr unterschiedlich, vom tanzenden Schamanen bis zum HighEnd-Ultra-Doc ist da alles vorhanden.

      So Einsatz... später mehr...
      Grüße vom Marcel
      Global Head of durcheinander Mensch :cursing:

      If anybody meint, er must what with mir klären, so he kann everytime use the Nachrichtenfunktion!
    • Also nur weil in Berlin jetzt neuerdings sogenannte Notfallsanitäter-RTW existieren heisst das lange nicht, dass alle RTW in deutschland wie ein N-KTW ausgestattet waren bzw. sind... ZVK, Brandverletzten-Set, EZ-IO, umfangreiches Ampullarium inkl. BTM, Chir. Besteck, Koniotomie-Set, Detox-Koffer, usw. das ist auch in Bayern auf vielen RTW standardmäßig verlastet, so z.B. auch in Erlangen. Aber ein Videolaryngoskop, Lucas, mobilen Ultraschall, zehnerlei Airwaymanagement, Medikamente wie Antibiose oder Metalyse, Intensivbeatmungsgerät (Hamilton, Oxylog 3000 plus, Medumat-Transport, etc.), Shaldon-Katheter, selbst die EZ-IO bringt man komplett nur schwer bis gar nicht zusäztzlich in einem RTW untrer, zumindest wenn ich mir mal einen Bayern-RTW, welche ohne Zweifel zu den größeren und geräumigeren in D gehören, ansehe. Außerdem wäre es unwirtschaftlich und einfach nur schwachsinn das alles auf jeden RTW zu packen, denn es wird kaum ein RA oder auch kaum ein NotSan einen Shaldon legen oder eine große Ultraschalldiagnose wagen! Es ist gut und richtig dass ein Medizinstudium ein paar Jahre länger dauert und - man möge mir das nun verzeihen - auch etwas mehr Grips erfordert, als ihn einige Mitarbeiter im RD mitbringen...
      Ergo gehört derartiges Equipment aufs NEF, so dass es bei Bedarf durch den NEF-Fahrer zugeführt und durch NA und NEF-Fahrer (der daher auch zwingend erfahrener RA und mit dem Gerät vertraut sein sollte) angewendet wird.
      Und damit wären wir wieder beim Punkt Platz, Gewicht, Verkehrssicherheit, etc.! Ein SUV ist vom Fahrverhalten optimal, das gilt auch für die Kategorie BMW X3 und co. Allerdings in Hinblick auf Platzangebot, Gewichtsreserve und Zuladung sind die Fahrzeuge dieser Klasse sehr limitiert, zumindest wenn ein NEF die o.G. Zusatzbeladung mitführt und ggf. auch noch ein Praktikant mitfährt. Für die per Norm geforderte Mindestbeladung plus kleine Zusatzaustattung und Praktikant ist der X3 mehr als ausreichend.
      Folglich wäre nicht eine Differenzierung zwischen Stadt- und Landrettung notwendig, denn ein VW T6 oder MB Vito lässt sich auch der Landstraße auch gut fahren, sondern zwischen RD-Bereichen mit "Standard"-NEF-Standorten (Normbeladung plus klienes Extra) und RD-Bereichen mit "Lehr"-NEF-Standorten bzw. NEF-Standorten mit sehr umfangreicher Zusatzbeladung (Besonders Uni-Kliniken, etc.) .
      Bei der Zwei-Fahrzeug-Lösung wäre dann die Kategorie X3 für "Standard"-NEF-Standorte ausreichend, während für die wenigen übrigen entweder die Kategorie X5 und Co, oder die Kleinbuss-Klasse VW t6 / MB Vito in Frage käme. Eine Ein-Fahrzeug-Lösung bietet hingegen deutliche wirtschaftliche Vorteile und mehr Flexibilität, daher hat man sich 2012 auch in Bayern hierzu entschieden. Um also einen soliden Kompromiss zwischen den o.G. Anforderungen zu schließen wäre lieber ein für Landstandorte etwas "überdimensioniertes" NEF wie z.B. ein X5 oder T6 vorzuziehen, als zu Lasten der Verkehrssicherheit bei den Lehrstandorten einen kompakteren SUV oder PKW zu wählen, bei dem der Praktikant eine Notfalltasche auf dem Schoß mitführen darf.