TSF-Logistik

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    • Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von modellbahner ()

    • Für kleine Ortsteilfeuerwehren kann so ein Fahrzeug interessant sein, weil man an Einsatzmöglichkeiten gewinnt und bei großen Lagen flexibler unterstützen kann. Das könnte man mit einem zusätzlichen Fahrzeug à la Transporter mit DoKa und Pritsche auch (und wahrscheinlich besser als mit so einem Kombifahrzeug), benötigt dann aber einen auch einen zusätzlichen Stellplatz, dessen Kosten den des Fahrzeuges schnell übersteigen.
    • warum nicht ?

      auch eine kleine Wehr soll mit möglichst wenig Personal möglichst viel leisten können

      und für potenzielle Mitglieder auch interessant bleiben.

      Wenn du ein TSF-W hinstellst dann weißt du:
      das wird die nächsten 25 Jahre dein Arbeitsgerät, nicht mehr und nicht weniger.
      Du wird nie "dies und das" machen können ... das gibt das Fahrzeug einfach nicht her ...

      mit so einem Multifunktionsfahrzeug kannst du wenigstens träumen ... dass du einfach einen Hilfeleistungssatz drauf packst und mit zur Autobahn ausrückst .... ein Schaumtank draufstellst ... einen zusätzlichen Wassertank .... ein Betreuungszelt ... usw und schon denkt man dass man in der obesten Liga mitspielt und plötzlich was zu bieten hat .... also wird auch eine kleine Wehr für neue Mitglieder interessant ....
      es gibt immer einen Idioten der einem die Tour versaut !
      genau Einen !

    • Sorry, aber dieses Fahrzeug hat für mich absolut keinen Mehrwert, sondern eher einen Minderwert
      im Vergleich zu einem TSF-W. Da der Wassertank fehlt, ist ein schneller Erstangriff nicht mehr ge-
      währleistet, da immer eine externe Wasserversorgung aufgebaut werden muss.

      Bei einem Brandeinsatz kann das Fahrzeug auch nicht als Logistikfahrzeug verwendet werden, da
      dann das restliche Material nicht mehr an der Einsatzstelle ist und das Fahrzeug im Zweifel so ein-
      geparkt ist, dass der nicht mehr weg kommt.
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      http://www.einsatzfahrzeug-archiv.de
      facebook.com/voss.tobias
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    • Der Wassertank ist absolut kein Verlust, da solch kleine Feuerwehren im schönen Freistaat eh nicht mit PA ausgestattet oder daran ausgebildet werden.

      Zudem sind ja sowieso 1000 statt 750 L für einen Innenangriff ohne Wasserversorgung erforderlich, und da wird es mit den Gewichtsgrenzen eng.
      Dann lieber mehr Zusatzbeladung, so dass eine TSF-Wehr kleinere TH-Einsätze effektiv abarbeiten kann und bei einem Großfeuer auch nach stehender Wasserversorgung noch Aufgaben bekommen kann.

      Abgesehen davon: Wie viele kritische Wohnungsbrände gibt es wohl in Orten mit einer TSF-Wehr?
      Wie viele TSF-Wehren bringen 24/7 überhaupt eine Staffel auf die Straße?
      Wie viele TSF-Wehren liegen so nahe am nächsten Ort, dass 2 Fahrzeuge nahezu gleichzeitig eintreffen?

      Ich finde der Aspekt kein direkter Innenangriff ist zu vernachlässsigen
    • Tobias Voss schrieb:

      Sorry, aber dieses Fahrzeug hat für mich absolut keinen Mehrwert, sondern eher einen Minderwertim Vergleich zu einem TSF-W. Da der Wassertank fehlt, ist ein schneller Erstangriff nicht mehr ge-
      währleistet, da immer eine externe Wasserversorgung aufgebaut werden muss.

      Bei einem Brandeinsatz kann das Fahrzeug auch nicht als Logistikfahrzeug verwendet werden, da
      dann das restliche Material nicht mehr an der Einsatzstelle ist und das Fahrzeug im Zweifel so ein-
      geparkt ist, dass der nicht mehr weg kommt.

      Als erstes und einziges Fahrzeug macht es recht wenig Sinn, das finde ich auch.

      Aber in Ergänzung zu einem herkömmlichen TSF/TSF-W/MLF/LF einer 2-Fahrzeugwehr finde ich es gar nicht verkehrt. Das Teil kann mir eine WV herrichten oder den Nachschub sicherstellen, ohne vor Ort gebunden zu sein. Und falls das erste Auto ausfällt, habe ich ein Fahrzeug mit TSF-Beladung als Redundanz. Und wenn das TSF-L überörtlich unterwegs ist, hab ich noch einen vollwertigen Erstangreifer im Stall.

      @HamburgerJungchen:
      Wasser an Bord bedeutet nicht automatisch, dass jedes Feuer ein Innenangriff ist. Für Entstehungs- und Kleinbrände oder Erstangriffe im Freien reichen 500l oftmals.
    • HamburgerJungchen schrieb:

      Der Wassertank ist absolut kein Verlust, da solch kleine Feuerwehren im schönen Freistaat eh nicht mit PA ausgestattet oder daran ausgebildet werden.
      Nun ja, wenn das in Bayern so gehandhabt wird, dann nehme ich das mal zur Kenntnis. Ich kenne es aus
      anderen Bundesländern aber so, dass dort auch TSF (ohne Wassertank) mit mindestens 2 PA ausgestattet
      werden, damit man im Einsatzfall immer auf genügend ausgebildete PA-Träger zurückgreifen kann.

      HamburgerJungchen schrieb:

      Zudem sind ja sowieso 1000 statt 750 L für einen Innenangriff ohne Wasserversorgung erforderlich, und da wird es mit den Gewichtsgrenzen eng.
      Ganz ehrlich? Das sind Vorgaben, die ich nicht kenne ... aber es gibt auch genug Einsätze, wo ich Wasser
      brauche, die eben keinen Innenangriff beinhalten.

      HamburgerJungchen schrieb:

      Dann lieber mehr Zusatzbeladung, so dass eine TSF-Wehr kleinere TH-Einsätze effektiv abarbeiten kann
      Ich benötige dann aber auch die entsprechende Ausbildung des Personals an der Zusatzbeladung um das
      dann auch vernünftig einsetzen zu können. Ich kenn es aus Schleswig-Holstein so, dass bei Einsätzen mit
      dem Stickwort "Technische Hilfeleistung" grundsätzlich die örtlich zuständige Hilfeleistungswehr sofort
      alarmiert wird, die dann den Einsatz auch federführend abarbeitet.

      HamburgerJungchen schrieb:

      Abgesehen davon: Wie viele kritische Wohnungsbrände gibt es wohl in Orten mit einer TSF-Wehr?
      Statistisch (und auf die Zahl der vorhandenen Häuser bezogen) vermutlich genauso viele, wie in einer
      Stadt mit einer größeren Feuerwehr. Aber das müsste sich aus irgendwelchen Statistiken sicherlich her-
      ausfinden lassen.

      HamburgerJungchen schrieb:

      Wie viele TSF-Wehren liegen so nahe am nächsten Ort, dass 2 Fahrzeuge nahezu gleichzeitig eintreffen?
      Wie das in Bayern aussieht weiß ich nicht, ich beziehe mich da auf "meine" Kreise in Schleswig-Holstein
      und da sind in den ländlicheren Bereichen die Feuerwehren eigentlich so verteilt, dass in den meisten
      Fällen zwei Fahrzeuge mit einem geringen Zeitabstand eintreffen, alarmiert wird ja sowieso eher groß-
      zügig, da man über die Personalsituation vor Ort recht gut Bescheid weiß.

      HamburgerJungchen schrieb:

      Ich finde der Aspekt kein direkter Innenangriff ist zu vernachlässsigen
      Ich finde den Aspekt nicht zu vernachlässigen, da man ja nicht ohne Grund auf Fahrzeuge mit Wassertank
      setzt. Gerade in ländlichen Bereichen ist es in meinen Augen noch viel wichtiger als im städtischen Gebiet,
      da auch das Hydrantennetz teilweise deutlich lückenhafter ist ...

      Der andere Aspekt ist, dass wenn ich ein zusätzliches Transportfahrzeug benötige, sollte ich mir lieber ein
      Mannschaftstransportfahrzeug (eventuell mit Ladefläche) zulegen, denn damit bin ich deutlich flexibler.
      Und ein MTF kann auch problemlos unter einem Carport stehen, was ja auch von vielen Feuerwehren auch
      gemacht wird.

      Timbo schrieb:

      Aber in Ergänzung zu einem herkömmlichen TSF/TSF-W/MLF/LF einer 2-Fahrzeugwehr finde ich es gar nicht verkehrt.
      Als ergänzendes Fahrzeug finde ich das dann auch noch eher tolerabel, aber auch da stellt sich mir die
      Frage, warum man dann nicht lieber ein GW-N (Sprinter mit Doppelkabine und Ladefläche) beschafft,
      der dann die feuerwehrtechnische Ausrüstung in Rollcontainern mitführt ... DAMIT hätte ich ein absolut
      flexibles Einsatzfahrzeug für den zweiten Abmarsch.
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    • Ich sehe den Sinn jetzt auch nicht wirklich.

      Bei Wehren mit nur einem TSF wüsste ich nicht wo da der riesige Mehrwert liegen soll. Was soll man da draufladen? Ein Hilfeleistungssatz? Entsprechende Einsätze können dann doch nicht alleine erledigt werden. Der freie Stauraum ist jetzt auch nicht gerade groß.

      Als Ergänzung sehe ich ebenfalls keinen Sinn. Eine Wehr mit TSF + TSF-L wäre mit einem MLF + einem weiteren genormten Fahrzeug doch besser dran. So würde man viel Material redundant durch die Gegend fahren, hätte aber weiterhin zu wenig spezielles.


      Da gibt es doch bessere Wege. In einigen Regionen durch die Verteilung der speziellen Fahrzeuge. Dann steht neben dem TSF der SW2000 in der Halle, der die Wehr im größeren Ort ergänzt. Im sehr ländlichen Raum kann man auch simpler erweitern. Ein ganz gewöhnliches TSF-W/MLF. Zusatzmaterial kann bei sehr kleinen Wehren auf einen Anhänger verladen werden. Bei etwas größeren Wehren nimmt man dann ein MZF oder MTW dazu die dann sowas wie zusätzliche Beleuchtung und Zelte durch die Gegend fahren können.
      Der Vorteil wäre ein recht vollerwertiges Löschfahrzeug. Alle anderen Zusätze wären kostengünstig machbar. Man ist also nicht an das teure Löschfahrzeug gebunden, sondern an einen billigen Anhänger oder MTW.
      Find ich praktischer. Es bleibt billig. Ein MLF/TSF-W mit AHK sollte doch machbar sein. Auf einen gewöhnlichen Anhänger bekommt man auch vieles drauf. Das macht die Wehr flexibel. Man ist nicht an ein bestimmtes Rollcontainermaß gebunden. Da kann das Zelt auch größer sein oder für andere Einsätze sperrigere Gegenstände gefahren werden (z.B. Schleiftrage).
      Besteht die Möglichkeit zu zwei Fahrzeugen, fährt man ebenfalls günstiger. Ein DoKa-MZF (Sprinter etc) mit Pritsche oder ein MTW mit AHK erhöhen ebenfals wieder die Möglichkeiten der FW. Das dann auch in vierlerlei Hinsicht.
      Die Beschränkung auf ein "Rollcontainerfach" im TSF empfinde ich als sehr einschränkend und teuer.
    • Anhänger finde ich auch durchaus sympathisch, dafür muss aber die Infrastruktur stimmen.

      Sprich:
      • Führerscheinklasse BE oder C/1-E
      • Anhängelast und Motorisierung (!) des Zugfahrzeuges
      Unter 750kg machen Anhänger eigentlich nur als Spezialgeräteträger Sinn, aber nicht als Logistiker. Aber vielleicht habe ich auch zu sehr die "Hochwasserbrille" auf.

      Versuchen wir das mal beim TSF-L zu betrachten:

      Leergewicht TSF-L (Augenmaß): 4,5t ?( (ehr mehr oder?)
      Summe Standardbeladung TSF: rund 700kg
      Besatzung 6*90kg: 540kg
      Summe: 5,7t

      Bleiben noch 1,8t bei einem 7,5t Fahrgestell.... das wäre 1 BigBag (ca. 1,3t) auf der Ladefläche, bei mitgeführter TSF-Beladung und unter der Voraussetzung, dass diese vollständig in den Gerätefächern mitfährt und somit Platz auf der Ladefläche ist. Wenn ich das Auto leer räume werden es 2.
    • das TSF-L darf ein zgg bis zu 8.000 kg haben

      ein Big Pack wäre für die geforderte Ladungssicherung zu schwer
      ("dass Rollcontainer mit einer Masse von bis zu 500 kg sicher transportiert werden können.")

      ausserdem muss die LBW das heben können

      der Laderaum am Heck ist frei verfügbar,
      die Mindestausrüstung lagert woanders
      es gibt immer einen Idioten der einem die Tour versaut !
      genau Einen !

    • Das Problem mit der LBW besteht bei einem Koffer und den beispielhaften BigBags wirklich. Bei Plane/Spriegel sieht es schon anders aus. Einen Radlader/ Stapler an Lade-/Entladestelle muss man beim BigBag-Einsatz voraussetzen, sonst kann man es sein lassen.

      Ladungssicherung kann nur durch Formschlüssigkeit zu den Bordwänden erfolgen - ansonsten brauch ich einfach größere Kaliber.

      Die BigBags sollten auch nur ein Beispiel sein und aufzeigen, dass ein TSF-L durchaus größere Gewichtsreservern bietet als ein 750kg Anhänger. Statt einem großen lassen sich auch mehrere kleine Gewichte mit der entsprechenden Gesamtmasse unterbringen, sodass auch die Verzurrmöglichkeiten bis 500kg ausreichend wären.
    • In meinen Augen macht so ein Fahrzeug schon Sinn. Egal ob als Ergänzung oder auch als Erstangreifer kleinerer Wehren.
      Immerhin ist das ein Zwitter aus TSF (ohne W!) und einem Logistikfahrzeug. Es soll bei kleineren Wehren zum Einsatz kommen, die ohnehin nur über ein TSF verfügen und bei einer Ersatzbeschaffung auch wieder nur ein TSF bekämen, oder denen nach Brandschutzbedarfsplan nur ein Fahrzeug zur Verfügung steht und auch nur eines gefördert wird.
      Es ist zwar schön, dass hier recht schnell nach einer getrennten Lösung mit zwei Fahrzeugen gerufen wird, aber wer soll das denn bezahlen? Neben der Fahrzeuganschaffung die, je nach Fahrzeug und dessen Alter, mit einer nicht unerheblichen Summe zu Buche schlägt muss das zusätzliche Fahrzeug auch irgendwo untergebracht werden. Dazu brauche ich neben einem geigneten Unterstand (Carport ist da doch zu sehr Notlösung!) auch den entsprechenden Platz. Daran kann es je nach örtlichen Gegebenheiten bereits scheitern. Nächster Punkt ist der Unterhalt des Fahrzeuges. Nicht jedes kleine Dorf kann sich ein zweites Fahrzeug im Unterhalt leisten.

      Durch den Logistikteil vom Fahrzeug wird ein einfaches TSF auch flexibler einsetzbar. Sei es auf Kreisebene oder auch im Katastrophenschutz. Ich kann hier verschiedenste Ausrüstungsgegenstände auf Rollcontainer packen. Die Beispiele hierfür sind manigfaltig und auch hier kommt wieder der Ortsbezogene Bedarf an Geräten zum tragen. Weiterer Vorteil: Ich kann zügig und auch relativ kostengünstig hier Ersatz/Ergänzungen beschaffen.
      Warum dann nicht alles auf Rollcontainer? Die Sachen, die ich für den Erstangriff benötige gehören einfach nicht auf Container, welche ich erst von einer Ladefläche buchsieren muss. Zum einen währe die Ladebordwand nicht so schnell das ich dort zügig arbeiten kann, und zum anderen wären bei der Variante Pritsche/Plane die Entnahmehöhen ggf. zu hoch.

      Insofern dann doch ein durchdachtes Fahrzeug.
    • Calimero schrieb:

      denen nach Brandschutzbedarfsplan nur ein Fahrzeug zur Verfügung steht
      In der Regel ist das dort auch benannt. "Zwitter" sind da recht selten zu finden, wenn den Plan ein unabhängiges Ingenieurbüro erstellt hat - aus guten Gründen.

      Calimero schrieb:

      Es ist zwar schön, dass hier recht schnell nach einer getrennten Lösung mit zwei Fahrzeugen gerufen wird, aber wer soll das denn bezahlen?

      Wenn wir schon beim Geld sind, dann ist ein TSF mit einem Anhänger über 750kg die bessere Alternative. Von dem gesparten Geld gegenüber zum TSF-L springen einige Führerscheine raus, zur Not auch noch ein Carport für den Anhänger.

      Calimero schrieb:

      Durch den Logistikteil vom Fahrzeug wird ein einfaches TSF auch flexibler einsetzbar. Sei es auf Kreisebene oder auch im Katastrophenschutz.
      Und wer sichert die Ortschaft ab, wenn das einzige Auto 60 km weiter Bockwurst oder Sandsäcke verteilt? Klar kann mir das bei einem Anhänger auch passieren, aber bei längeren Geschichten ist das Zugfahrzeug auslösbar.

      Calimero schrieb:

      Ortsbezogene Bedarf an Geräten
      Strom? Licht? Brandraumlüfter? Tauchpumpe? Schaum? IBC-Behälter mit Wasser? Rettungssatz? Dann brauche ich eine andere Grundkomponente, aber keinen Logistiker.

      Calimero schrieb:

      Warum dann nicht alles auf Rollcontainer?
      Insbesondere auf dem Land kann das Tücken haben. So eine Wiese oder selbst mancher Feldweg werden da zur Herausforderung.


      Calimero schrieb:

      Die Sachen, die ich für den Erstangriff benötige gehören einfach nicht auf Container, welche ich erst von einer Ladefläche buchsieren muss.
      :thumbup:
    • @ Timbo: Es gab mal vor geraumer Zeit den GW-TS neu auf dem "Markt" in - ich meine - Rheinland-Pfalz. Gedacht war das Fahrzeug für die sog. TSA-Wehren, denen kein TSF zusteht, aber sie somit ein Fahrzeug haben und nicht auch extra Zugfahrzeuge angewiesen sind. Ebenso gibt es ja bereits in Dortmund den großen Bruder vom TSF-L, das LF-L.
      Da das bayerische Landesministerium ja die Bauvorschrift für die TSF-L herausgegeben hat, kann hier sicherlich eine Förderung solcher "Zwitter" auf Landesebene erfolgen.

      Was deine Anhängerlösung betrifft: Auch hier wieder der Platzbedarf vor Ort. Nicht jeder kann sich ein Carport räumlich leisten und ich möchte ehrlich gesagt einen eventuell beladenen Anhänger nicht so "in freier Wildbahn" unter einem Carport haben. Die Verlockung für andere Individuen, da mal nachzuschauen was da drauf ist zu groß. - LEIDER -
      Zudem sollte man auch nicht aus den Augen lassen, wie sich so ein Gespann abseits befestigter Straßen schlägt. Hier muss das noch nicht mal extremstes Gelände sein, es reicht schon ein Waldweg wo ich unter Umständen rangieren muss um die Kurve zu kriegen. Da ist ein Solofahrzeug im Vorteil.
      Ein weiterer Punkt den du ja schon angesprochen hast ist die Führerscheinproblematik. In der technischen Baubeschreibung steht explizit geschrieben, dass das TSF-L bis zu einem zGG von 7.500 kg mit dem sog. Feuerwehrführerschein gefahren werden darf. Inwiefern hier ein Kostenunterschied zur Füherscheinerweiterung auf C1E besteht wäre hier ganz interessant. Aber ich gehe mal davon aus, dass sowas auch mit Förderungen seitens des Landes berücksichtigt wurde.

      Der Katastrophenschutz.... In dem falle gehe ich mal von einem richtigen Katastrophenalarm aus wird die Grundsicherung sicherlich auch anders geregelt werden können. Dafür haben wir ja Katastrophe. Und es muss ja auch nicht soweit weg sein, es kann ja auch mal vor der eigenen Haustüre katastrophieren ;)
      Genauso könnte ich jetzt auch bei einem Parallelalarm für die entsprechende Feuerwehr argumentieren. Sollte sicherlich nicht unter den Tisch gekehrt werden solche Fragen, aber dort greifen dann sicherlich weiterreichen AAO's.


      Die Beladung der Rollcontainer: Hier mal einfach Einfach denken. Für eine Feuerwehr, die nicht über Atemschutz verfügt benötige ich keine Komponente Belüftung. Sowas bringt in der Regel die Wehr mit, die auch den Innenangriff fährt. Wenn man all das, was du aufgelistet hast bei einer TSF-Wehr vorhalten muss, dann ist da irgendwas schiefgelaufen. Kleinere sachen wie Licht und alles für Wetterbedingte Einsätze lasse ich mir gefallen. Alles das was in Ergänzung zu den bereits bestehenden Komponenten im Umkreis vorhanden ist. Denn zur Zeit werden die "größeren" Lagen ja auch bereits abgearbeitet. Es soll ja flexibel sein und nicht gleich die eierlegende Wollmilchsau, die ein HLF ersetzt. Es ist eben ein TSF, bei dem die Beladung sicher verstaut ist und ich auch Platz habe um auch mal die Bierzeltgarnituren zum Dorffest zu kutschieren.
      Was die Rollcontainer an sich betrifft und deine Bedenken seitens der Handhabung abseits gepflasterter wege: Man kann sicherlich die Variante Rollcontainer nehmen, welche größere gummibereifte Räder hat und somit etwas mehr geländetauglich ist, oder man packt die Container so, dass man damit arbeiten kann, ohne sie vom Fahrzeug zu nehmen.
    • Calimero schrieb:

      Es ist eben ein TSF, bei dem die Beladung sicher verstaut ist und ich auch Platz habe um auch mal die Bierzeltgarnituren zum Dorffest zu kutschieren.
      Dafür kann ich einmal im Jahr auch den Traktor und Anhänger von Kamerad Müller nehmen, denn das ist keine orginäre Aufgabe der Feuerwehr für die ich noch einige Tausend Euro in die Hand nehmen muss...
    • Also ich selbst halte auch nicht wirklich was von diesem Fahrzeug. Hier in BaWü scheint das Fahrzeug (zum Glück?) noch Fremd zu sein. Von GW-TS halte ich noch weniger.
      Ein 8t schweres TSF-L - ein TSF 3,5t ->4,5t für das "-L" wovon am Ende eh nicht viel benutz werden kann wenn. Als 2. Fahrzeug wenn man bereits ein TSFW/MLF/ggf. auch LF 10 hat dann ist es als reiner TSF-Ersatz vllt. besser aber ob es das wirklich bringt? Weil was für einen Logistik-Bedarf muss/kann das Fahrzeug übernehmen Sondergeräte sind in solchen Wehren doch meistens eh nicht stationiert den einzigen Ersatz den ich hier sehe ist das man die Kombination TSF+Schlauchanhänger ersetzten möchte aber ob sich das am Ende dann doch lohnt. Dieser Mehrwert lohnt sich aus meiner Sichtweise nicht. Dann doch lieber ein MTW/MZF mit Anhänger - ist günstiger, kann mehr Personal aufnehmen und kann mit B/BE gefahren werden im Unterschied zum TSF-L welches den C1 erfordert (Feuerwehrführerschein ist ja auch irgendwie Ländersache bzgl. 4,75t) bzw. bei 8t den selben wie ich ihn für alle großen Löschfahrzeuge brauche da wäre ein MLF mit kompletter Normbeladung inkl. Zusatzbeladung bei 1.000l, Schnellausrüster-PA doch viel Effektiver.. ansonsten kann ich mir auch einen kleinen GW-L1 kaufen. Allerdings habe ich es schon mit bekommen das in einer Kommune ein MZF gestrichen wurde und diese Wehr nur über HLF 10 sowie ein TSF verfügt (mit PA in Bayern) und hier ist ein TSF-L angedacht um div. Transport und Nachschubmöglichkeiten zu Erhalten. Ob sich das am Ende durchsetzt und wirklich auch Lohnt lasse ich mal offen, da ist mir ein TSF-W oder ein reines TSF mit entsprechenden Möglichkeiten (Schnellausrüster PA, ggf. Allrad) lieber..
      Frohe Ostern
    • Calimero schrieb:

      @ Timbo: Es gab mal vor geraumer Zeit den GW-TS neu auf dem "Markt" in - ich meine - Rheinland-Pfalz. Gedacht war das Fahrzeug für die sog. TSA-Wehren, denen kein TSF zusteht, aber sie somit ein Fahrzeug haben und nicht auch extra Zugfahrzeuge angewiesen sind. Ebenso gibt es ja bereits in Dortmund den großen Bruder vom TSF-L, das LF-L.
      Und nur weil es diese Fahrzeuge gibt, müssen sie auch gleich sinnvoll sein? Gerade die von Dir ange-
      sprochenen GW-TS sind in meinen Augen der größte Müll. Weder haben sie genug Platz, das Personal
      mitzuführen, noch sind sie gewichtstechnisch so ausgelegt, dass es da auch nur eine kleine Reserve
      gibt.

      Und die Fahrzeuge einer BF oder großen FF mit denen einer ein-Fahrzeug-FF zu vergleichen halte ich
      für ziemlich mutig (um es zumindest im Ansatz freundlich klingen zu lassen) ...

      Calimero schrieb:

      Was deine Anhängerlösung betrifft: Auch hier wieder der Platzbedarf vor Ort. Nicht jeder kann sich ein Carport räumlich leisten und ich möchte ehrlich gesagt einen eventuell beladenen Anhänger nicht so "in freier Wildbahn" unter einem Carport haben. Die Verlockung für andere Individuen, da mal nachzuschauen was da drauf ist zu groß. - LEIDER -
      Ja und? Wenn ich einen Anhänger ausschließlich für den Nachschub nutze, kann der auch im Gerätehaus
      quer hinter dem Fahrzeug oder sogar hochkannt gestellt stehen. Ausserdem, es gibt auch verschließbare
      Carports.

      Calimero schrieb:

      Zudem sollte man auch nicht aus den Augen lassen, wie sich so ein Gespann abseits befestigter Straßen schlägt. Hier muss das noch nicht mal extremstes Gelände sein, es reicht schon ein Waldweg wo ich unter Umständen rangieren muss um die Kurve zu kriegen. Da ist ein Solofahrzeug im Vorteil.
      Und Du bist der Ansicht, dass ein vermutlich überladenes TSF-L sich auf einer nassen Wiese oder einem
      Waldweg wirklich besser schlägt? Ein mutiger Gedankengang ...

      Calimero schrieb:

      Der Katastrophenschutz.... In dem falle gehe ich mal von einem richtigen Katastrophenalarm aus wird die Grundsicherung sicherlich auch anders geregelt werden können. Dafür haben wir ja Katastrophe. Und es muss ja auch nicht soweit weg sein, es kann ja auch mal vor der eigenen Haustüre katastrophieren ;)
      Kann es sein, dass Du hier gerade etwas durcheinander bringst?

      Ich kenn es so, dass immer nur Fahrzeuge des zweiten/dritten Abmarsch oder aber Fahrzeuge des KatS für weit überörtliche Hilfe verwendet werden. Für genau solche Zwecke gibt es ja in einigen Bereichen noch die
      Feuerwehrbereitschaften, die ja in Schleswig-Holstein mittlerweile sogar eigene Funkkennungen erhalten.

      OK, von dem obigen Absatz ausgenommen sind natürlich Spezialfahrzeuge, die aber auch grundsätzlich für
      den überörtlichen Einsatz vorgehalten werden (DLK, RW, diverse GW)

      Ich sehe weiterhin in so einem Zwitter absolut keinen Sinn, auch wenn das Land Bayern das Fahrzeug wohl
      fördert. Eine Förderung war noch nie einZeichen, dass das auch sinnvoll sein muss ...
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      http://www.einsatzfahrzeug-archiv.de
      facebook.com/voss.tobias
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    • Tobias hat schon viele richtige Sachen angesprochen, die ich nicht wiederholen möchte.

      Wenn man mangelnden Platz im Gerätehaus als Argument für einen Logistikpart anführt, dann wird der Logistik-Sinn falsch verstanden. Ein Logistiker soll auch mal pendeln können und bietet im Idealfall freien Stauraum, wenn er in der Halle steht. Die Beladung kann dann individuell erfolgen. Alleine aufgrund des Zeitfaktors schließt sich somit die Verwendung als Erstangreifer aus.

      Geht es also nur darum einem Logistik vorzumachen, aber eigentlich den Kirchturmgedanken der Eierlegendenwollmilchsau umzusetzen?

      Wenn ich weitere Gerätschaften auf einem TSF verstauen möchte, dann geht es doch ehr in diese (alte) Richtung. Dafür brauche ich keine modische Ladebordwand.

      TSF-GW:
      bos-fahrzeuge.info/einsatzfahr…rian_Schleswig_1447-15_aD

      HiLF (schon eine Nummer größer):
      bos-fahrzeuge.info/einsatzfahr…2/Florian_Harburg_1320_aD

      Diese Fahrzeuge sind inzwischen nicht umsonst Dinosaurier, aktuell heißt die weiterentwickelte Lösung dafür HLF 10.

      Calimero schrieb:

      Hier mal einfach Einfach denken.
      Danke für den Hinweis. ;)


      Calimero schrieb:

      Wenn man all das, was du aufgelistet hast bei einer TSF-Wehr vorhalten muss, dann ist da irgendwas schiefgelaufen.
      So hab ich das auch direkt im Anschluss geschrieben: "Dann brauche ich eine andere Grundkomponente, aber keinen Logistiker." Bitte verdrehe das nicht.

      Was stellst du dir beispielsweise als sinnvolle Ergänzung der "örtlichen Gegebenheiten" für ein TSF-L vor?


      Calimero schrieb:

      Was die Rollcontainer an sich betrifft und deine Bedenken seitens der Handhabung abseits gepflasterter wege: Man kann sicherlich die Variante Rollcontainer nehmen, welche größere gummibereifte Räder hat und somit etwas mehr geländetauglich ist
      Durch eine andere Bereifung werden sie aber nicht leichter. Sicher bekomme ich einen Rollcontainer mit Ballonreifen auch über eine (feuchte) Wiese geschoben, je nach Beladung habe ich aber alleine für einen Container meine beiden Trupps verfeuert.


      Calimero schrieb:

      oder man packt die Container so, dass man damit arbeiten kann, ohne sie vom Fahrzeug zu nehmen.
      Und dann brauche ich genau warum eine schwere Ladebordwand und Rollcontainer? Auf der Wache verlasten fällt deiner Argumentation nach auch weg, da ist ja kein Platz für einen Anhänger (und somit auch nicht für ein sinnvolles Rollcontainer-Konzept).
    • Ich verstehe die Argumentation wirklich nicht. Nun gut eine Wehr mag vielleicht klein sein und nur ein TSF steht zu. Damit ist dann aber doch eher ein kleineres Fahrzeug gemeint. Durchs -L reicht das normale Transportfahrgestell aber nicht mehr. Sprich das Fahrzeug wird bedeutend teurer. Gleichzeitig ist der Zugewinn für die Wehr gering. Rollcontainer können doch immer nur einen kleinen Teil der Anwendungen abdecken. Da ist es dann schon fraglich was die Wehr meint damit durch die Gegend fahren zu wollen. Besonders viele verschiedene Container werden sie wohl kaum haben.
      Gleichzeitig sind viele andere Anwendungen nicht möglich. Das von Timbo erwähnte BigBag kann man verladen. Gibt es mehrere Wehren einer Region mit solchen TSF kann man die Anhänger bei Bedarf auch tauschen.

      Was das Kostenargument angeht kann ich es nicht nachvollziehen. Beim teuren Löschfahrzeug sind die Kosten offenbat egal. Statt einem normalen TSF nimmt man die größere Sonderlösung TSF-L. Mir kann keiner erzählen das sei ohne deutlichen Aufpreis machbar. Wenn ich mich weit aus dem Fenster lehne, behaupte ich ein MTW/MZF wäre da ohne Aufpreis noch drin. Wenn ich nach der RLP-Kostenkalkulation gehe läge der Aufpreis von TSF zu TSF-W (6t) bei ca. 40.000€. Ich nehme an ein TSF-L ist auch nicht viel billiger. Nimmt man den Preis an ist ein Zweitfahrzeug locker drin.
      Selbst wenn der Aufpreis geringer ist: Ein Anhänger kostet kaum etwas. Mit einen 2t Anhänger kann man auch eine Menge Aufgaben bewältigen. Da dürfte immer noch Geld für ein paar Führerscheine (die älteren Kollegen haben eh schon die Voraussetzung) und ein Carport/Garage übrig.
      Sicher... will man die Wehr mit einem Hilfeleistungssatz aufrüsten ist der Anhänger keine gute Wahl. Aber da sollte man sich vor Augen halten, dass die kleine Feuerwehr egal ob mit TSF-L oder TSF+Anhänger eine kleine TSF-Wehr bleibt
    • Schulsani schrieb:

      Sicher... will man die Wehr mit einem Hilfeleistungssatz aufrüsten ist der Anhänger keine gute Wahl. Aber da sollte man sich vor Augen halten, dass die kleine Feuerwehr egal ob mit TSF-L oder TSF+Anhänger eine kleine TSF-Wehr bleibt
      Wobei ich mir eh die Frage stelle, wieso man eine TSF-Wehr mit einem Hilfeleistungssatz ausrüsten will.
      Ich glaube, wenn das passiert, ist irgendwo etwas nicht ganz richtig gelaufen. Entweder bei der Erstellung
      der Brandschutzbedarfsplan oder aber in der Leitung der entsprechenden Wehr.

      Und noch etwas, ein TSF ist in der Gewichtsklasse bis 3,5 Tonnen zu bekommen (ob jetzt sinnvoll, sei mal
      dahingestellt), ein TSF-L geht bis zu 8 Tonnen. Das eine wäre ein Mercedes Sprinter oder ein Fiat Ducato,
      das andere mindestens ein Iveco Daily, denn den Sprinter bekommst Du nur bis 5 Tonnen ...

      Ich produziere also deutlich mehr Kosten für ein Fahrzeug mit nur sehr wenig Mehrwert. Ein richtig gut be-
      rechnetes Projekt. Übrigens, wie viele Gerätehäuser haben Stellplätze, wo gerade mal ein TSF reinpasst?
      Dann kommt neben dem neuen Fahrzeug doch noch der Neubau des Gerätehauses. Dann hätte man aber
      auch gleich etwas für zwei Fahrzeuge bauen können ...
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      http://www.einsatzfahrzeug-archiv.de
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