High Conspicuity Concept-Fahrzeuge im deutschen Rettungsdienst

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    • Fishki schrieb:

      Definiere bitte "Lichtnutzen". Meinst Du damit Beklebung oder Signalanlage?
      Sowohl als auch.
      In der Dämmerung helfen Beklebung aber auch die Signalanlage ganz sicher. In der Dunkelheit sehe ich eher die Signalanlage im Vorteil.

      Das Problem um das es geht dürfte eher heller Sonnenschein sein - dann wenn Blaulicht kaum auffällt. Nur habe ich da starke Zweifel an einer deutlich verbesserten Wahrnehmung durch die Beklebung.
      Um Unfälle zu vermeiden müsste der Fahrer das Fahrzeug schneller wahrnehmen. Hier fällt es mir tagsüber (wenn das Balulicht nicht reicht) schwer Szenarien zu konstruieren bei denen die Beklebung deutlich zur schnelleren Sichtbarkeit beiträgt. Man muss das Fahrzeug dafür sowieso sehen. Im Rückspiegel ist das schon heute kein Problem. Das andere Unfallszenario wären da nur Kreuzungen. Hier liegt das Problem aber wohl eher in der Verdeckung des Fahrzeuges als, das es im allgemeinen Verkehr untergeht...
    • Schulsani schrieb:

      Das Problem um das es geht dürfte eher heller Sonnenschein sein
      Die Sichtbarkeit der Blaulichtanlage ist bei starker Sonneneinstrahlung ausgezeichnet, da das System selbst sehr hell ist. Auch auf der Autobahn kann man die Einsatzfahrzeuge über grosse Distanzen ausmachen und ich selbst bin immer wieder selbst überrrascht über welche Entfernungen ich teilweise noch Lichtreflexe auf Verkehrsschildern erkennen kann.

      Was die Beklebung angeht so stimme ich Dir zu, aber das betrifft nahezu alle Designarten.
    • In meinen nun 25 Jahren RD kenne ich bei uns genau zwei Unfälle, bei denen der Unfallgegner dem RTW voll in die Breitseite gerauscht ist. Der erste Unfallfahrer war besoffen, der Zweite einer, der gemeint hat, man könne mit kräftigem Beschleunigen auf der Rechtsabbiegerspur alle wegen dem RTW haltenden Autos überholen.

      Alle anderen Chrash´s im Kreuzungsbereich waren vorne, d.h. "Tiefe" maximal bis zur A-Säule, meistens aber noch vor der Vorderachse.

      Eine auffällige Beklebung seitlich am Koffer hätte meiner Ansicht nach in keinem der Fälle den Unfall verhindert.

      Wichtig ist die Erkennbarkeit meiner Ansicht nach:

      "im Rückspiegel":
      Die Frontblitzer waren hier schon mal ein riesiger Schritt. Autom. Lichthupe bzw. Wechselblinken Abblendlicht/Nebelscheinwerfer wären tagesüber hier sehr hilfreich. Dito Frontscheibenblitzer oder zusätzliche Blitzer in den Seitenspiegeln. "Passiv" sollte - anders als bei den Bayern-RTW - die Beschriftung "Notarzt" oder "Rettungsdienst" auf der Motorhaube in Spiegelschrift angebracht sein, da durch getönte Heckscheiben/Heckrollos die Tagesleuchtfarbe nicht mehr wirkt.

      Seitlich vorne:
      Intersection-Lights sind m.E. ein grosser Fortschritt. Die sollten auf jeden Fall dauerhaft in allen Bundesländern eingeführt und zugelassen werden.

      Heck:
      Warnschraffur am Heck gehören auch für alle RD-Fahrzeuge zugelassen. Dazu gelbe Warnleuchten ("Lauflicht") usw.

      Meiner Ansicht nach wichtiger als "Optik" ist "Lärm". Ich hatte neulich einen Bayern-RTW einer Verleihfirma. Da wurde Martin Pressluft vom Verleiher nachgerüstet. Ein Unterschied wie Tag&Nacht zu den elektronischen Hörnchen!!!! Plötzlich fahren Autofahrer weit vorne schon rechts ran oder machen Platz usw.
    • Rescue-M schrieb:

      Ein Unterschied wie Tag&Nacht zu den elektronischen Hörnchen!!!! Plötzlich fahren Autofahrer weit vorne schon rechts ran oder machen Platz usw.
      echte Hörner sind viel geiler,
      dennoch war ich letztens auch überascht wie gut hier das e-Horn funktioniert,
      da haben sie im Berufsverkehr auch schon weit im Vorraus Platz gemacht.

      vielleicht darf man nicht nur die Technik an sich sehen,
      sondern auch die regionalen Gegebenheiten,
      also was die Autofahrer so gewohnt sind und wie bereitwillig sie Platz machen
      es gibt immer einen Idioten der einem die Tour versaut !
      genau Einen !

    • kellern schrieb:


      also was die Autofahrer so gewohnt sind und wie bereitwillig sie Platz machen

      Daraus folgend müsste man allerdings alle paar Jahre das verwendete Horn ändern - quasi gegen die Verbreitung von Gewohnheitstieren.

      Gründsätzlich hast du aber recht. Hier wird seid Jahr und Tag auf Pressluft gesetzt - hin und wieder steht man aber auch damit hinter einer Blechschlange und es rührt sich nix.
    • nein, ich meinte nicht dass das Horn alle paar Jahre gewechselt werden sollte

      sondern dass unsere Autofahrer in dieser Großstadt durch die Konzentration etlicher BOS
      eher verschiedene akustische Signale gewohnt und geneigter sind, und auf diese adäquat reagieren.

      Auf dem Land,
      wo der RTW nun erstmals seit 100 Jahren nicht mit dem typischen Martinhorn fährt mag es vielleicht eher "Verständnis-" Probleme geben

      Jedenfalls habe ich gesehen dass man auch mit E-Hörnern sehr gut durchkommt,
      da war ich überrascht.

      Für Verweigerer gibts es dann -falls vorhanden- immer noch die Pressluft-Variante
      es gibt immer einen Idioten der einem die Tour versaut !
      genau Einen !