WLF der DLRG

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    • Hallo liebes Forum!

      Unter den neuesten Bildern ist ein WLF der DLRG, OG Horneburg dabei. (Link )

      Grundsätzlich bin ich dem Wechelladersystem ganz und gar nicht abgeneigt, aber irgendwie erschließt sich mir der Sinn nicht so ganz, wofür dieses Fahrzeug angeschafft wurde? Gibt es dazu noch weitere AB's? Oder hat man dieses Fahrzeug nur wegen dem Kran beschafft, um das Boot ins Wasser lassen zu können?

      Ich hoffe jemand kann mir weiterhelfen ;)

      Grüße
    • Hallo, Jay!

      Drei bis vier Blicke ;) auf die HP der Ortsgruppe genügen, um festzustellen, dass sie schon seit 10 Jahren ein ähnliches Fahrzeug im Bestand hatten, das jetzt verkauft und durch den Wechsellader ersetzt wurde.

      dlrg-horneburg.de/dlrg/de/news.php?td=22&db1=3&id=20061269
      dlrg-horneburg.de/dlrg/de/news.php?td=22&db1=3&id=20061287

      Man verfügt sogar über einen eigenen Radlader (was ich bis vorhin auch für ausgeschlossen hielt 8| )!
      dlrg-horneburg.de/dlrg/de/fahrzeuge.php?td=22&db1=1&id=1009 Das Ganze dient u.a. der Deichverteidigung...

      Gruß, Jürgen :)
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    • Soweit richtig, nur war das alte Fahrzeug ja kein Wechsellader, worum es dem Jay wohl geht.
      Genau kann ich's jetzt nicht sagen, obwohl ich ja eigentlich aus dem Landkreis Stade komme. Allerdings gibt es da ja noch dieses Fahrzeug: bos-fahrzeuge.info/einsatzfahr…344/Pelikan_Stade_7766-01 von der Ortsgruppe Stade. Evtl. wird das hier ein Nachfolger bzw. der Vorläufer des Nachfolgers, so dass man dann von DLRG-Seite nicht mehr nur ein WLF hat.

      In Bezug auf die angesprochene Deichverteidigung und andere Aufgaben stehen an der FTZ Wiepenkathen noch diverse Abrollbehälter, die mit diesem Fahrzeug auch transportiert werden können sollten.
      Ich guck mal, ob ich noch mehr rausfinde.
      Gruß,
      OlafW
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      "Was ist das da?" - "Ein Premier Hazard Ultimax."

      BOS-Fahrzeuge.info - Sondersignal-Kompetenzteam
      Wir kennen sie (fast) alle!
    • ... ein paar Seiten weiter steht auch was von "....Pump-, Tauch- und Sandsacktransportaufgaben...."


      Also wenns meiner wär' würde ich das so machen:

      In Friedenszeiten stehen 5-10 Mulden ineinander gestapelt in der letzten Hofecke,
      in Hochwasserzeiten kommen die zum Einsatz und zwar:
      werden sie um eine Sandsackbefüllungsanlage herum abgestellt und können dann per Stapler mit Sandsäcken auf Europaletten beladen werden.

      Volle Mulden werden per WLF an den Deich gebracht und abgeladen.
      Dort können sie auch per Hand entladen werden.

      Das WLF kehrt solo zur Befüllung zurück und holt die nächste Mulde die in der Zwischenzeit mit Sandsäcken bestückt wurde. Diese Mulde wird meinetwegen 100m weiter von der anderen, zuvor abgelieferten Mulde, am Deich abgeladen.

      So kann man einen langen Deich mit nur einem Fahrzeug sichern.

      Weitere Vorteile:
      ein Fahrzeug braucht weniger Treibstoff als mehrere Fahrzeuge (und Treibstoff braucht im Krisenfall ne eigene Logistik)
      ein Fahrzeug belastet den Deich weniger als mehrere Gleichzeitig, die dort auch noch so lange stehen bleiben müssen bis sie entladen sind, bzw sich gegenseitig behindern und deswegen ua bei Leere nicht sofort wegfahren können.
      es gibt immer einen Idioten der einem die Tour versaut !
      genau Einen !

    • kellern schrieb:

      Volle Mulden werden per WLF an den Deich gebracht und abgeladen.
      Dort können sie auch per Hand entladen werden.

      Das WLF kehrt solo zur Befüllung zurück und holt die nächste Mulde die
      in der Zwischenzeit mit Sandsäcken bestückt wurde. Diese Mulde wird
      meinetwegen 100m weiter von der anderen, zuvor abgelieferten Mulde, am
      Deich abgeladen.
      Im Ansatz ist das ein guter Gedanke, allerdings spielt die Realität da an einem essentiellen Punkt nicht mit: Die Deichverteidigungswege sind im Normalfall gerade breit genug für ein Fahrzeug. Den AB auf der Straße abzustellen, ist ungünstig, weil man dann kaum noch mit dem Fahrzeug dran vorbeikommt. Den AB auf den Deichkörper zu stellen oder auf der anderen Seite des Verteidigungsweges auf den Deichfuß, entfällt aus Platzgründen (Entwässerungsgraben) bzw. wegen der drohenden Beschädigung des Deiches auch.
      Das System, das ich in diesem Jahr in Lüchow-Dannenberg kennengelernt habe, dass der Deichverteidigungsweg zur Einbahnstraße wird, funktionierte ganz gut. Man muss nur darauf achten, dass nicht jedes Fahrzeug gleich bei der ersten Gruppe von Helfern abgeladen wird, sondern auch welche weiter nach vorne durchfahren, so dass man an mehreren Stellen gleichzeitig bauen kann. So wie ich das Prinzip verstehe, das du beschreibst, könnte man gerade einmal zwei "Baustellen" beliefern, indem man von verschiedenen Seiten den Deichverteidigungsweg anfährt. Aber auch dann gibt's irgendwann das Problem mit Wendemanövern oder langwierigem Rückwärtsfahren.

      Was wir vor Ort auch angedacht haben, war die Nutzung des Ladekrans, um die Paletten auf die Deichkrone zu bringen, anstatt sie am Fuß zu lassen. Damit hätte man sich ja die Mmenschenketten sparen können. Das wurde auch ausprobiert, mit dem Ergebnis, dass keiner der vorhandenen Ladekräne stark genug war, eine volle Palette auch bis ganz nach oben zu bringen - sei es wegen der Reichweite, wegen mangelnder Traglast, oder auch einfach nur, weil der Kran sich relativ langsam bewegte. Die "Handarbeit" hat sich da im Vergleich als schneller herausgestellt.
      Gruß,
      OlafW
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    • Olaf Wilke schrieb:

      Im Ansatz ist das ein guter Gedanke, allerdings spielt die Realität da an einem essentiellen Punkt nicht mit: Die Deichverteidigungswege sind im Normalfall gerade breit genug für ein Fahrzeug
      doch, habe ich bedacht.

      ich denke dass es das Beste wäre die Mulden ggü des Deiches auf der anderen Seite des Weges abzustellen.

      Im Grunde ist es ja egal,
      denn auch die mit Säcken beladenen Fahrzeuge würde irgendwo stehen,
      entweder auf dem Weg oder rechts / links davon.

      Ausserdem gehe ich davon auss das LKW die Deiche punktuell mehr belastet (Reifen !) als Mulden (plane Fläche !) somit dürften Mulden dem Deichschutz zuträglicher sein.

      Allerdings muss das WLF beim Absetzen zwingend auf den Wegen bleiben da dabei enorme Kräfte über die Hinterachse auf den Boden wirken. Das schwächt den Deich zusätzlich bzw der aufgeweichte Boden hat dem nichts entgegen zu setzen.


      Darum ist es besser wenn gar keine Fahrzeuge auf dem Deich fahren, bis auf leichte Stapler vielleicht.

      Dazu müssten die Mulden ein paar Meter weiter weg abgestellt werden,
      dann muss die Menschenkette eben ein paar Meter länger werden oder

      ein Stapler bringt die Europaletten aus der Mulde direkt an den Deich(Weg) heran.

      Auf dem Deich ist Platz für Europlatte und Stapler gleichzeitig, weitere Fahrzeuge sind nicht notwendig.


      Und wenn die Mulden auf öffentlicher Straße abgestellt werden ist dort auch noch Platz für Fahrzeugverkehr - wenn auch nur wechselseitig. Aufnahme und Abladen und Gewichte sind dort auch kein Problem.
      es gibt immer einen Idioten der einem die Tour versaut !
      genau Einen !

    • Olaf Wilke schrieb:

      Soweit richtig, nur war das alte Fahrzeug ja kein Wechsellader, worum es dem Jay wohl geht.
      Stimmt genau ;)

      Ich bin auch im Milieu der Wasserrettung beheimatet, jedoch eher im Süden Deutschlands, und so große Fahrzeuge unter dem
      "Namen" sind mir hier unbekannt. Dass die DLRG z. B. auch über RTW verfügt, war mir für mich auch eher "Neuland"

      So ein großes Fahrzeug ist ja für die alltägliche Wasserrettung eher ungünstig, da es z. B. unzugängliche Gebiete oder auch Uferbereiche ggf. schlechter anfahren kann und der Kran wenn dann nur zum Boot wassern geeignet ist.

      Weitere AB gibt es wohl nicht (?), sodass der Sinn, mehrere Sonderfahrzeuge durch ein WLF zu ersetzen, auch wegfällt.

      Und für den Katastrophenschutz, der gottseidank selten eintritt, so ein "Schlachtschiff" anzuschaffen, mit Rammschutz, RTK7,
      Pressluft, Zusatzscheinwerfer etc., hat bei mir zumindest ein Stirnrunzeln zur Folge ..


      Danke aber schonmal für die Mühen, weitere Infos sind natürlich willkommen :P
    • Ich denke es ist eine Mischung aus "Reservekapazität" und Prestigeobjekt. Gereicht hätte sicher ein 2-Achs-Kipper mit Kran. Der wäre für die realistische Hauptaufgabe, Bootasanhänger ziehen, auch geeigneter als dieses Schlachtschiff. Aber so hat man die geilste Kiste im Land.
      Zum anderen... die Nutzungsdauer lag beim Vorgänger bei über 20 Jahren. Ich denke man will sich die Option offen halten mit der Zeit andere AB nachzurüsten. Nach dem Kauf des WLF sind die kassen wohl eher erstmal leer und die zusätzlichen AB kommen dann später. Wenn man sich durch deren Fuhrpark klickt gibt es genug Potenzial für weitere AB. Der GW Wasserrettung feiert grad 30 jähriges und die Taucher müssen mit einem kleinen Autoanhänger leben..

      Also völlig verkehrt wäre die Denkweise nicht. Bevor man dann in ein paar Jahren mehrere neue Fahrzeuge/Anhänger/Zugfahzeuge beschaffen muss.