SH-NEF auf Mercedes-Benz Vito

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    • SH-NEF auf Mercedes-Benz Vito

      Hier kann gerne und ausführlich über das neue SH-NEF diskutiert werden.

      bos-fahrzeuge.info/einsatzfahrzeuge/106068/

      Auffälligste Neuerungen sind sicherlich die Konturbeklebung und die Warnschraffur am Heck, die die Warneinrichtung auf LED-Basis noch zusätzlich unterstützen. Gibt es dazu schon Erfahrungswerte aus anderen RD-/FW-Bereichen?
      Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
    • Ich persönlich finde diese Warnschraffierungen teilweise fehl am Platz. In der Variante, wo beide Farben reflektierend sind, kann man kaum Distanzen oder Umrisse wahrnehmen bzw. abschätzen.
      Da finde ich die kölner Variante mit 2. Balken und Heckabsicherung sinniger - aber ist halt persönliches Empfinden.

      Die Kritik, die da ab und an an dem vorhandenen Ausbau getätigt wurde, würde ich auch differenziert sehen - gerade bei Ausschreibungen. Dort muß man kostengünstigst planen und bauen, um Aussicht auf Erfolg zu haben.
      Seit der MoPf ist der Vito immerhin obenauf, auch die Verkaufszahlen haben wohl merklich angezogen.
    • Die Warnschraffierung finde ich persönlich nicht so schlimm.Viel schlimmer finde ich den Blaulichtbalken,wo dieses komplett verengte Wort namens "Notarzt" draufsteht.Gott das sieht aus....
      Also der Kreis Segeberg hat noch keinen bekommen,falls einer eintrifft werde ich euch informieren.
    • eine Möglichkeit könnte sein, dass bei der letzten Beschaffungsreihe von Bayern-RTW die Schraffuren im Heck noch Sondergenehmigungen unterlagen, wohingegen die jetzt bundesweit zugelassen sind. Ich habe allerdings keine genaue Kenntnis, wie der Stand dazu in Bayern war, es mag auch andere Gründe (z.B. finanzielle - wenngleich das für mich schwer nachvollziehbar wäre) geben/gegeben haben.
      Gruß,
      OlafW
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      "Was ist das da?" - "Ein Premier Hazard Ultimax."

      BOS-Fahrzeuge.info - Sondersignal-Kompetenzteam
      Wir kennen sie (fast) alle!
    • Hi,

      Edelweiss_10 schrieb:

      Die Warnschraffur ist klasse! Ein Plus an Sicherheit. Wieso gibt es in Bayern noch immer kein RD-Fahrzeug damit?


      Wieviel RTW/NEF wurden schon von hinten gerammt, weil sie KEINE solche Warnbeklebung hatten?

      Und wenn man sieht, dass der Bürger auch in riesige, gut sichtbare, hell blinkend/blitzende Sperranhänger donnert, dann kann das wohl kaum an deren schlechter Sichtbarkeit gelegen haben ;)

      btw. Bayern hat schon RD-Fahrzeuge mit Warnbeklebung hinten - alle neuen RTW der BF-München!
    • Bis vor einer Weile durften das ja auch nur Feuerwehrfahrzeuge in Bayern haben.
      Das ist das, was mir hier so auf den Keks geht, dieses Geklüngel und Unterschiedgehabe zwischen RD und FW.
      Grüße aus dem Frankenland :winktz:

      Patrik *Kalli* Kalinowski
      Administrator
      BOS-Fahrzeuge.info



      Warum denn immer gleich sachlich werden, wenn es auch persönlich geht?!
      - André Heller -
    • Bilder schrieb:

      Kannst Du das bitte mal etwas näher ausführen?

      Olaf Wilke schrieb:

      eine Möglichkeit könnte sein, dass bei der letzten Beschaffungsreihe von Bayern-RTW die Schraffuren im Heck noch Sondergenehmigungen unterlagen, wohingegen die jetzt bundesweit zugelassen sind.
      Mir war eine entsprechende Änderung von StVZO und Co bislang nicht untergekommen.
      Ich hab nochmal Rücksprache mit dem gehalten, von dem ich die Info bekommen hab. Was ich geschrieben hab, ist grob vereinfacht. Genau aufgedröselt wäre es folgendermaßen richtig:
      Die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen haben schon generelle Ausnahmegenehmigungen für die Warnschraffur erlassen, d.h. in diesen Bundesländern muss nicht mehr für jedes Fahrzeug eine extra Genehmigung beantragt werden.
      In allen anderen Ländern ist eine Ausnahme von der StVZO bezüglich der optischen Gestaltung zur Erfüllung hoheitlicher Aufgaben usw. grundsätzlich möglich. Somit kann man eine Warnschraffur prinzipiell überall bekommen, es kann höchstens an Personal liegen, das den Sinn nicht erkennt/erkennen will.

      Der Trick bei der ganzen Sache: Wenn jetzt jemand aus Hessen beispielsweise nach Niedersachsen fährt, erlischt deswegen die Zulassung des Fahrzeugs nicht, man darf das Fahrzeug also trotzdem auch in Niedersachsen fahren. Und dann sollte der Grundsatz der Gleichbehandlung gelten, heißt: warum sollte ein hessisches Fahrzeug anders behandelt werden als ein niedersächsisches. Weil sowas nicht zulässig ist, hat man also auch in Niedersachsen die Möglichkeit, die Beschriftung zu benutzen.

      Ehrlich gesagt, hätte ich allerdings auf Diskussionen mit den Vertretern der Staatsgewalt keine Lust und würde mir schon von Vornherein die Genehmigung schriftlich geben lassen.
      Gruß,
      OlafW
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    • An der Stelle nochmal die Frage: Gibt es eigentlich wissenschaftliche Erhebung wie groß die Nützlichkeit der verschiedenen Konzepte ist? Also mal eine Gegenüberstellung von
      - Mehr Blaulicht (Zusätzliche Blitzer am Heck. Habe stellenweise schon welche an den Innenseiten der Türen gesehen)
      - Reflexbeklebung im großen Umfang
      - Warnschraffur

      Auch im Vergleich zum bisherigen Standard.
      Wäre wirklich mal interessant ob sich das nur ein paar Leute ausgedacht haben weil es helfen könnte oder es wirklich Erfahrungswerte gibt.
    • @ Olaf Wilke:

      Danke für die ausführliche Antwort. Dann ist unser Wissenstand diesbezüglich ja doch sehr ähnlich. Aber zwei Anmerkungen habe ich dann doch noch:
      1. Auch in den namentlich genannten Bundesländern ist nicht alles Gold. Bayern hat wohl nur Feuerwehrfahrzeuge mit einer AG bedacht. In Hessen gibt es zwar auch eine AG für Rettungsdienstfahrzeuge, aber nur für solche die der EN 1789 entsprechen. Usw. (Übersicht bei design112)
      2. Die Bundesländer die nur Einzelgenehmigungen erteilen, machen dies nicht wegen dem "Grundsatz der Gleichbehandlung", sondern weil der Sachbearbeiter es in dem Einzelfall so will. Ein Recht auf behörden- oder gar bundeslandübergreifende Gleichbehandlung bei Ausnahmegenehmigungen gibt es nicht.
      Schönes Wochenende!
    • Hi,

      Schulsani schrieb:

      An der Stelle nochmal die Frage: Gibt es eigentlich wissenschaftliche Erhebung wie groß die Nützlichkeit der verschiedenen Konzepte ist? Also mal eine Gegenüberstellung von
      - Mehr Blaulicht (Zusätzliche Blitzer am Heck. Habe stellenweise schon welche an den Innenseiten der Türen gesehen)
      - Reflexbeklebung im großen Umfang
      - Warnschraffur


      nun, Abblendlicht (mit dem viele Leute auch au fder BAB mit Tempo 200 herumfahren) reicht ca. 60m weit. Alles danach erfasst der Lichtkegel nicht - folglich auch keine Reflex-Beklebung. Da das Abblendlicht asymetrisch nach rechts leuchten gestaltet ist, ist der Lichtkegel links deutlich kürzer. Bei entspr. Tempo auf einer BAB bringt die Reflexbeklebung somit nur dann etwas, wenn der Autofahrer mit Fernlicht ankommt. Die 60m, die sein Abblendlicht leuchtet, reichen schon bei Richtgeschwindigkeit (130km/h) nicht mehr um rechtzeitig zum Stehen zu kommen....

      Nachts weitaus besser sichtbar und sicherer sind Blaulicht/Gelblicht "massiv", z.B. durch einen zweiten Blaulichtbalken am Heck etc.

      Tagsüber wirkt Blau/Gelblicht schwächer, HIER macht eine kontrastreiche Heckbeklebung mehr Sinn.


      Allerdings - kontrastreich, gross und blinkend sind auch Sperranhänger - und selbst die werden gerammt....
    • @Rescue-M
      Danke. Die Überlegungen habe ich auch getroffen. Nur weiß ich nicht ob meine Überlegungen auch der Realität entsprechen.

      An sich ist Blaulicht zwecks nächtlicher Sichtlichmachung ideal. Siehst du auf der Autobahn richtig weit. Und nunmal auch überall sonst. LED gehen tagsüber auch halbwegs. Nur kommt für mich da wieder der Punkt ins Spiel: Wann stell ich mein Auto überhaupt mit Blaulicht ab? Und das ist so gut wie nie der Fall. Also so erstmal nur VU. Da sollte der RTW oder das NEF eigentlich sowieso nicht die Absicherung übernehmen. Wobei man da zumindest nachts nicht noch mehr Blaulichter braucht. Tagsüber bringt mehr auch mehr. Nur bringt das wiederum nichts wenn ich das Auto bloß mit Warnblinkern auf der Straße stehen lasse und ins Haus gehe.

      Reflexbeklebung würde demnach so gut wie was bringen. Denn komplett unbeleuchtet lässt man das Auto doch nachts nie stehen. Tagsüber ist sie sowieso wirkungslos.

      Schraffur/Warnbeklebung kann ich irgendwie keine großen Effekte beimessen. Das wäre eben die Frage ob man ein Auto tagsüber dadurch wirklich erheblich besser wahrnimmt.
    • Hi,

      Schulsani schrieb:

      @Rescue-M
      Danke. Die Überlegungen habe ich auch getroffen. Nur weiß ich nicht ob meine Überlegungen auch der Realität entsprechen.


      Die "Realität" wird man erst feststellen, wenn dank Heckbeklebung x-Prozent weniger NEF/RTW von hinten gerammt werden. MIR ist bisher kein Fall bekannt, wo ein RD-Fahrzeug auf Grund Fehlen von Warnbeklebung etc. von hinten "abgeschossen" worden wäre. Weniger als Keine? Hm, könnte schwierig werden ;) Allerdings liest man von mehreren Fällen, wo selbst extrem auffällige Verkehrssicherungsanhänger der Strassenmeistereien und Feuerwehr "geschrottet" wurden und es gibt ein paar Berichte, wo Polizeifahrzeuge, ADAC-Pannenhelfer usw. von hinten gerammt wurden.

      Und betr. Absperranhänger - Wer DEN "übersieht", der übersieht auch irgendwelche beklebten NEF oder RTW.....
    • Rescue-M schrieb:

      nun, Abblendlicht (mit dem viele Leute auch au fder BAB mit Tempo 200 herumfahren) reicht ca. 60m weit. Alles danach erfasst der Lichtkegel nicht - folglich auch keine Reflex-Beklebung.
      Das würde ich grundsätzlich so nicht stehen lassen, denn das Licht lässt sich nicht immer so "planen",
      wie man es gerne hätte. Oder anders ausgedrückt, selbst wenn die große Menge des Abblendlicht nur
      60 Meter weit reicht, es wird immer auch etwas weiter kommen und auch wenn man vieleicht durch
      die Refekltionen nicht mehr geblendet wird, man kann immer erkennen, dass da etwas steht, was da
      nicht hingehört.

      OK, gegen Dummheit oder schlafende Autofahrer hilft das auch nicht, aber es muss einen Grund ge-
      ben, dass die Warnlackierung in anderen Ländern schon lange Pflicht ist.

      Und mal ganz ehrlich ... schaden tut sie in keinem Fall.
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      http://www.einsatzfahrzeug-archiv.de
      facebook.com/voss.tobias
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    • Rescue-M schrieb:

      nun, Abblendlicht (mit dem viele Leute auch au fder BAB mit Tempo 200 herumfahren) reicht ca. 60m weit. Alles danach erfasst der Lichtkegel nicht - folglich auch keine Reflex-Beklebung.
      hmm... ich habe auch so ein paar reflektierende Absperrbaken in der Nähe und im Dunklen
      sehe ich regelmässig wie das Licht von Bremsleuchten und Blinkern von Fahrzeugen,
      die in 280m (!!)* Entfernung davon an einer Ampel warten,
      reflektiert wird.

      Wenn also schon dieses bisschen Licht von Brems-/Blinkleuchten reicht um die Reflexschicht zu erreichen dann sollte Abblendlicht es erst recht schaffen.

      Und zu der Schraffur an Fahrzeugen:
      wieviele VUs mit BOS-Fahrzeugen gibt es denn bei den "Fremde" hinten rein krachen ?

      brauchen BOS-Fahrzeuge solche Schraffuren nicht eher vorn, besonders am Kotflügel ?


      * ausgemessen mit Google-Earth
      es gibt immer einen Idioten der einem die Tour versaut !
      genau Einen !