2.0TDI im VW Crafter

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    • 2.0TDI im VW Crafter

      Hat jemand Erfahrungen gemacht wie sich der 2.0TDI im Rettungsdienst hält? Also insbesondere im Facelift T5? Ich bin zwar eigentlich ein Fan von Downsizing... aber wenn ich sehe wie unser alter 5 Zylinder 2,5TDI gefoltert wird, frage ich mich wie das der deutlich kleinere Motor aushält. Der Ansatz für die Frage: Mit dem aktuellen Facelift erhält der Crafter auch den 2.0TDI Motor (bis 163PS). Wodurch neben Kraftstoff (bis zu 2,1L) auch Gewicht (90kg) eingespart wird. Mal davon abgesehen, dass man dann wieder 3,5t-Koffer bauen kann, habe ich dann doch Zweifel an der Haltbarkeit. Die Belastungen im Transportgewerbe sind schließlich nicht mit der Beanspruchung eines PKW vergleichbar.
      Deshalb frage ich hier nach Erfahrungen, kann ja sein, dass der Motor sich doch bewährt.
    • Hi,

      wir haben den 2.0l Bi-Turbo in unseren Rückhol-KTW. Beide Autos haben inzwischen rund 60.000km drauf und natürlich noch keine Probleme mit dem Motor. ;)

      Wirkliche Erfahrungen wird es erst geben, wenn die Motoren im Crafter oder T5 mal weit jenseits der 100.000km liegen, denn dann trennt sich die Spreu vom Weizen. Bis dahin sollte jeder Motor laufen und ausser den üblichen Servicearbeiten (Ölwechsel etc.) eine Werkstatt nicht von innen sehen.

      Was aber ziemlich sicher ist: So kleine Motoren werden nicht mehr die Laufleistung erreichen, die die "Schiffsdiesel" wie z.B. im uralten DB609 etc. erreicht haben.
      Ich weiss, was ich sage. Ich weiss nicht, was du verstehst
    • Ich kann nur aus eigener Erfahrung bzw. von Kollegen berichten. Wir haben überwiegend VW Passat 2.0 TDI mit 140 PS als Pumpe/Düse bzw. Common Rail im Einsatz. Wir nutzen sie nicht im Rettungsdienst, trotzdem kann ich wenig positives Berichten. Mir hat es bei 140.000 km den Kolben zerissen und dann einen Haarriss im Motorblock verursacht, bei meinen Kollegen zersägte es regelmäßig die Turbolader. Wir fahren jetzt nach mehreren VW ( Golf, Passat ) C-Klasse von Mercedes. Ob eine hochgezüchtete PKW Maschine im Transporterbereich für lange Lebensdauer steht, wage ich zu bezweifeln.
      Es gibt viele Menschen, die sich einbilden, was sie erfahren, verstünden sie auch. Goethe
    • Hi,

      staubererik schrieb:

      Ob eine hochgezüchtete PKW Maschine im Transporterbereich für lange Lebensdauer steht, wage ich zu bezweifeln.


      Die Frage ist, ob es wirklich ein baugleicher "PKW-"Motor ist oder ob für die Nutzfahrzeugsparte z.B. Lager etc. verstärkt bzw. anders ausgeführt sind.
      Ich weiss, was ich sage. Ich weiss nicht, was du verstehst
    • Erich Kirchmayer schrieb:

      Hi,

      staubererik schrieb:

      Ob eine hochgezüchtete PKW Maschine im Transporterbereich für lange Lebensdauer steht, wage ich zu bezweifeln.
      Die Frage ist, ob es wirklich ein baugleicher "PKW-"Motor ist oder ob für die Nutzfahrzeugsparte z.B. Lager etc. verstärkt bzw. anders ausgeführt sind.
      Ich gehe davon aus, dass ausschließlich die Endleistung durch die Elektronik reduziert wird.
      Am Motor selbst wird rein gar nichts verändert werden.
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      http://www.einsatzfahrzeug-archiv.de
      facebook.com/voss.tobias
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    • Hallo,

      bei den Motoren handelt es sich um Standart-Rumpfmotoren. Das heißt sie werden Konzernweit verbaut und je nach Anwendungsgebiet, ob PKW oder Transporter, elektronisch optimiert um die Charakteristik ( mehr Drehmoment oder besseres Ansprechverhalten) zu erhalten. Verstärkt wird da für den Transporter nichts, die Dinger laufen auch z.Bsp. im Passat ( das Vertreterauto) mit Volllast. :-)) Eine Ausnahme bildet von den Anbauteilen der 2,0 BiTDI , da er 2 Turbolader hat und damit richtig Dampf.
      Unser T5 mit 2,0 TDI läuft wie ein Uhrwerk und wird auch richtig rangenommen. ;) Die Dinger sind schon standfest und durchgetestet.
    • VW hat sich mit dem 2,0 TDI 132 KW 7G DSG keinen Gefallen getan

      Hallo,
      Laut Aussage von VW haben wir bundesweit den ersten Motor " geschafft".
      Nach 15 Monaten und knapp 300.000 Km im Flughafenshuttle Einsatz , hat VW uns einen neuen Motor " spendieren " müssen, :hops:
      und das obwohl mit dem Fz alle Scheckhefttermine eingehalten wurden und es auch schonend gefahren wurde ( max.130 km/h auf der Autobahn),
      auch macht das Getriebe mittlerweile sporadisch hässliche Geräusche, so das auch dort demnächst ein Austausch zu erwarten ist. Es sind
      extra 2 Ingeneure aus Wolfsburg angereist um sich den Motor anzuschauen, was genau Defekt war, entzieht sich meiner Kenntniss, da ich zu der Zeit Urlaub hatte.

      Schöne Grüße von der Küste
    • Hallo,

      die hier hatten zwischen 550 000 und 600 000 km auf der Uhr als sie ausgesondert wurden. Und das waren Benziner mit 136 ps !! Und die wurden nicht geschont.

      polizeiautos.de/show_zusatzbild.php?id=939

      auch Berlin hat solche Beispiele :polizeiautos.de/show_one.php?id=3379

      Der Normalbürger würde also sagen ,,300 000 km sind doch gut", wenn man andere Beispiele kennt ist es relativ wenig. Wäre schön wenn du herausbekommen könntest was da kaputt ging. Abgaskrümmer , Turbolader ist ein Schwachpunkt, da gibt es aber keinen neuen Motor.
    • Das zumindest die älteren 2.0TDI gerne nen Turboschaden haben ist mir bekannt. Allerdings zeigt sich VW da soweit ich weiß nicht besonders kulant. Die 300tkm sind für einen privat PKW völlig ausreichend. Aber im Nutzfahrzeugbereich ist das schon etwas knapp. Insbesondere wenn der Wagen schonen gefahren wurde. Ist ja nicht nur der RD in dem die Autos "getreten" werden. Wenn man sieht wie Kurierdienste/Paketdienste ihre Autos behandeln frage ich mich wann da die Motoren krepieren.
    • käfer schrieb:

      Hallo,

      die hier hatten zwischen 550 000 und 600 000 km auf der Uhr als sie ausgesondert wurden. Und das waren Benziner mit 136 ps !! Und die wurden nicht geschont.

      polizeiautos.de/show_zusatzbild.php?id=939

      auch Berlin hat solche Beispiele :polizeiautos.de/show_one.php?id=3379

      Der Normalbürger würde also sagen ,,300 000 km sind doch gut", wenn man andere Beispiele kennt ist es relativ wenig. Wäre schön wenn du herausbekommen könntest was da kaputt ging. Abgaskrümmer , Turbolader ist ein Schwachpunkt, da gibt es aber keinen neuen Motor.
      Das waren aber auch keine kleinen und hochgezüchteten Motoren. Wenn das sogar noch 230 E warev, dann hatten
      die 2,3 Liter Hubraum, das ist mindestens einen halben Liter mehr, als ein heutiger Benziner mit 136 PS noch vom
      Werk bekommt. Und der Motor war noch richtig gut zu fahren ...
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      http://www.einsatzfahrzeug-archiv.de
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    • Hallo,

      ja sind 230 E gewesen.
      Faktisch waren sie ja auch immer betriebswarm,da eine Schicht Feierabend machte und die nächste Schicht ja dann ihre Runde drehte. Selbst wenn mal ein neuer ,,kalter" eingestzt werden musste holte man den aus einer warmen Garage. Das ist aber lange her. Heute stehen die Passat und T5 bei Wind und Wetter draußen und wenn es mal schnell gehen muss fängste erst an Seitenscheiben zu enteisen. :pillepalle: Die LKW-Kontrollgruppe hats da einfacher Standheizung beim T5 an und alles ist gut. :-))

      Stichwort Packet/Kurierdienst
      der grosse Teil sind ja da noch hubraumstarke Transporter in der 2,2-3,0 Liter-Klasse. Und die halten schon was aus. Weiss man ja aus dem RD. Die Downsizing-Wunder sind da noch nicht so verbreitet und spätestens dann wird man sehen ob die Dinger den Pannenstreifen bevölkern. :-))
    • Hi,

      Nordfriese schrieb:

      Hallo,
      Laut Aussage von VW haben wir bundesweit den ersten Motor " geschafft".
      Nach 15 Monaten und knapp 300.000 Km im Flughafenshuttle Einsatz , hat VW uns einen neuen Motor " spendieren " müssen,


      300.000km ist doch o.k. - es gibt viele Autos/Motoren, die in diesem km-Bereich aufgeben oder zumindest teure Reparaturen benötigen. Die ersten 2,5er in den Audi A6 ("typischer Geschäftswagen") waren ab ca. 250.000km auch nicht mehr fit....

      Dort, wo es km-Grenzen zur Aussonderung von Fahrzeugen gibt, liegt diese Grenze auch meistens bei 200t-250t km. Bei zeitbezogenen Aussonderungsgrenzen sind die oft so gerechnet, dass es km-mässig auch so im Bereich 200t-250t km hinkommt (z.B. 2-Jahresleasing für Geschäftswagen) Ist eben ein Erfahrungswert aus vielen Jahren und von vielen Fahrzeugen.
      Ich weiss, was ich sage. Ich weiss nicht, was du verstehst
    • Der 2,0 Motor im Crafter wird ebenfalls im T5 und im Amarok verbaut, allerdings modifiziert für den Crafter. Unter anderem größere Ölwanne und verstärkter Ladeluftkühler.
      Mit 400 Nm Drehmoment aber äußerst kräftig, dass sind deutlich mehr als beim 120kW-Motor von Mercedes. Diese werden auch direkt "angegriffen", auch da der Crafter bessere Abgaswerte erfüllt und enorm wenig Sprit verbraucht (bis zu 7,2 l Normverbrauch, beeindruckend in der Klasse (mit AdBlue und Start-Stop-Technologie mit Rekuperation)).

      Weiterhin bietet VW eine 2+1 Garantie an, also drei Jahre Garantie bis 250.000km. Das zeugt von Selbstvertrauen für den Motor, der im Amarok übrigends "Dakar-getestet" wurde.

      Zum Spritverbrauch: Selbst wenn die Normwerte nicht realistisch sind, so sind sie doch zumindest vergleichbar zu den Angaben anderer Hersteller. Und beispielsweise 2l Diesel / 100km weniger sind auf die Lebensdauer des Fahrzeugs gerechnet eine Menge Geld.

      Mit dem neuen Vierzylindermotor entfällt übrigens die Shiftmatic (automatisiertes Schaltgetriebe). Ab 2013 ist eine Wandlerautomatik geplant, mal schauen, ob die Ankündigung umgesetzt wird. Ab ca. 05.2012 wird es eine Allradversion ab Werk (in Kooperation mit Achleitner) geben, als "Heavy Duty"-Lösung.

      Das Drehoment ist im Fahrbetrieb deutlich zu spüren, auch im direkten Vergleich mit den Wettbewerbern.
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      alle Aussagen spiegeln ausschließlich meine private Meinung wieder
    • Der Crafter soll also attraktiver werden? Bislang ist er gegenüber dem Sprinter immer die schlechtere Wahl gewesen. Für "speziellen" Bedarf hatte er nichts zu bieten. Nur wieso spielt Mercedes da auf einmal mit? Bislang blieb Allradantrieb sowie eine gute Automatik dem Sprinter vorbehalten.

      Auch wenn ich die Entscheidung für den 2.0TDI immer noch kritisch finde. 250.000km sind für einen normalen PKW recht viele Kilometer. Im Transportgewerbe ist bei diesem Wert doch oft erst Halbzeit. Die 2l Dieseleinsparung lohnen sich nunmal auch nur, wenn der Motor nicht vorzeigt kaputt geht. Da bin ich wirklich gespannt ob der 2.0TDI im Nutzfahrzeug länger hält als im PKW.
    • Hallo,

      muckel schrieb:

      Der 2,0 Motor im Crafter wird ebenfalls im T5 und im Amarok verbaut, allerdings modifiziert für den Crafter. Unter anderem größere Ölwanne und verstärkter Ladeluftkühler.


      Also standfester. Grössere Ölwanne = mehr Öl, mehr Kühlung. Dito beim Ladeluftkühler.


      Zum Spritverbrauch: Selbst wenn die Normwerte nicht realistisch sind, so sind sie doch zumindest vergleichbar zu den Angaben anderer Hersteller. Und beispielsweise 2l Diesel / 100km weniger sind auf die Lebensdauer des Fahrzeugs gerechnet eine Menge Geld.


      in 250.000km springt dennoch für das Geld kein neuer Motor raus...
    • Hi,

      mal sehen, wie das mit den Sprintern weitergeht. Uns hat es neulich ´nen 515er zerlegt - mit 150.000km. (Motor Totalschaden) Und das ausgerechnet auf einer ländlichen Wache. Das "Schwesterauto" auf der Stadtwache ist auch in diesem km-Bereich, noch lebt der Motor....
      Ich weiss, was ich sage. Ich weiss nicht, was du verstehst
    • Schiffsdiesel.. sind schön und gut aber ich kann mich nicht errinnern mit "Schiffsdieseln" jemals so "spritzig" unterwegs gewesen zu sein wie mit den aktuellen Motoren. Mann muss sich halt überlegen was man möchte und ich möchte keinen alten 90er Jahre Vario-Motor zurück nur weil er dreissig Jahre lang hält. Wenn ein RD für Einsatzfahrzeuge es als dramatisch ansieht wenn bei 250 bis 300 TSD KM bei Motoren Probleme auftreten läuft vielleicht in der Struktur des RD generell etwas schief. Kein (!) Auto wird heute mehr für eine solche Laufleistung im Regelbetrieb konstruiert und auch nicht für diese rettungsdienstliche Maximalleistung. Wer sowas möchte muss sich eine Gazelle aus Russland kaufen. Da gibts keinen Luxus dafür lässt sie sich auch nicht durch sibirische Folterstrecken aus der Ruhe bringen. Aber das möchte auch keiner gelle ;)
      "Wir wissen zwar nicht wo es hingeht, wollen aber als erste dort sein"
      "Lassen sie mich mal vor, das geht hier nach Kompetenz"
    • Im PKW Bereich gebe ich dir recht. Mehr als 200.000km muss ein Auto nicht wirklich halten. Aber im Nutzfahrzeugsektor erwartet man schon ein bisschen mehr. Der RD ist ja nicht der einzige Kunde bei dem die Fahrzeuge gefordert werden und gleichzeitig hohe Laufleistungen abbekommen. Kurierfahrer fordern die Fahrzeuge auch und wollen auch nicht nach kurzer Zeit einen neuen Motor kaufen. Meiner Meinung nach sollten im branchenüblichen Betrieb für ein Nutzfahrzeug 300.000km drin sein. Wenn aber, wie hier berichtet, bei schonender Fahrweise der Motor gerade mal 250.000km hält ist das alles andere als eine gute Leistung. Dann bleibt zubefürchten, dass im RD der Motor schon nach 200tkm oder früher fällig ist. Das ist einfach zu wenig. Der Motor sollte ein normales Fahrzeugleben halten. Da bringt auch ein "langweiliger" Schiffsdiesel nichts, wenn der Rest vom Fahrzeug vorzeitig am Ende ist. Aber ein Austauschmotor darf nicht Standard sein.