Sirenenklang aus Übersee?

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    • Tobias Voss schrieb:

      Na ja ... in Norwegen hängt das sicher auch damit zusammen, dass auf 10 Kilometer Einsatzfahrt oft
      nicht ein einziges Auto überholt werden muss ...



      auf einigen Straßen ist das definitiv der Fall :)

      War aber auch bei einigen Einsatzfahrten dabei, von Ort A nach Ort B, wo auf den Landstraßen sehr viel los war (habe Videos davon, muss aber nochmal bei der Wehr nachfragen ob ich die doch bei yt veröffentlicen darf)
    • Erich ich muß immer wieder über das Argument der Gewöhnung schmunzeln das du auch angeführt hast. Wenn "neue" Sirenen nach kurzer Zeit ihre Wirkung verlieren welcher Grund spräche dann dafür eine Sirene beizubehalten an die 40 Jahre Zeit war um sich daran zu gewöhnen. Oder ist das der Grund warum von vielen über vermehrte "Ignoranz" bei anderen VT geklagt wird ?

      In den USA, und die nehmen wir einfach mal als Basis, hat sich aus diversen Signalen Wail und Yelp über Jahrzehnte durchgesetzt, was auch in den USA nicht allen Signalen gelang. Und dieses Signale wurden auch optimiert über viele Jahre wie dies auch mit dem deutschen DIN S/L passiert wo verschiedene Hersteller seit Jahren herumoperieren.

      Wer Google bemühen möchte und des Englischen mächtig ist findet dort diverse Studien in Taschenbuchformat von staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen die sich der Forschung in diesem Bereich widmen.

      Betrachtet man das jetzt einmal nüchtern und rein sachlich kristallisiert sich doch ein Ergebnis heraus. In den USA verwendet man seit Jahrzehnten Wail/Yelp - sehr erfolgreich, und in Deutschland DIN S/L, offenbar auch erfolgreich. Warum stellt man sich wie sture Esel also in Deutschland hin und traut sich nicht beide Signal zu verwenden oder wenigstens in breiten Feldversuchen zu erproben ? Sinnige Argumente höre ich da sehr selten. In der Regel sind es Stammtischargumente wie schnelle Gewöhnung, kennt das Volk nicht, US-Hörigkeit usw...

      Wäre man in anderen Bereichen der Notfallrettung und der BOS ähnlich experimentierfreudig würde man Spineboards, KED, BIG und so manch anderes Hilfsmittel aus dem Alltag vermutlich als Hexenwerk auf dem Scheiterhaufen verbrennen.

      Die fehlende Erkenntnis zur Umschaltung von Signalen als Killerargument aufzuführen ist übrigens auch Stammtisch. Ich kann fehlende Schulung nicht dazu verwenden etwas auszuargumentieren. Ich kann auch nicht hergehen und sagen die Leute sind schlecht eingewiesen auf 12-Kanal EKG also nehmen wir es vom Auto. Schaltarbeit ? Da bin ich wieder auf dem Standpunkt wer an einem Schaltvorgang scheitert soll bitte auch kein Einsatzfahrzeug steuern. Hier geht es schlieslich nicht davon Pour Adeline auf dem Piano zu spielen sondern eine Sirene bei Bedarf (!) umzuschalten.
      "Wir wissen zwar nicht wo es hingeht, wollen aber als erste dort sein"
      "Lassen sie mich mal vor, das geht hier nach Kompetenz"
    • Hallo,

      nehmen wir nur mal das in D ausprobierte Yelp. Hier schon diskutiert.
      Wenn man damit jemand anhalten möchte hält der nicht auf Grund des Signales an, sondern weil er einen Lachanfall bekommt und nicht mehr weiterfahren kann. Klar Ziel erreicht.Der zur Kontrolle bestimmte steht. Nein mal im Ernst. Wenn man vorhat dtsch. Kraftfahrzeugführer mittels Yelp zum stoppen zu bewegen dann richtig und mit US.-Signal. Das dtsch. Yelp klingt wie ein grosses Spielzeugauto. Das es nicht flächendeckend eingeführt wurde ist gut und richtig.
      Das schlimme an Neuerungen in D ist dieses neu erfinden müssen. Altbewärtes aus anderen Ländern nehmen geht nicht, weil eine Arbeitsgruppe das für und wieder prüfen muss , anschließend ein Unternehmen das Signal, obwohl für andere Länder längst vorhanden, entwickeln muss.Und es damit grundsätzlich anders klingt. Damit will man dann zum Ausdruck bringen ,, nein wir haben uns nicht an den USA orientiert". Ja Hallo. Yelp ist nun mal ein US-Signal. Warum muss das in D wie eine elektronisch angesteuerte Giesskanne klingen? Dann muss natürlich das Signal getestet werden wie es den ankommt. Was will man da herausbekommen? Das es den dtsch. Kraftfahrer überfordert? Der ist schon beim normalem Einsatzsignal überfordert und reagiert höchst unterschiedlich bzw. gar nicht darauf. Gut das abgesetzte Lsp. in der Stoßstange keinen erschrecken ist auch klar und trägt auch zum ignorieren bei. :frown:
      Man kann hier einführen was man möchte.Der d.Kraftf. sieht durch einen Einsatzwagen, ob von FW,RD oder Pol. seine Grundrechte verletzt und ignoriert ihn. Und zahlt auch nur nach 27 fachen Wiederspruch :-)) die 20 Euro. Das die BOS nicht aus Spass mit viel Licht und Krach durch die Gegend rasen passt natürlich nicht in den pers. Terminplan.
    • Tobias Voss schrieb:

      ... Fakt ist aber auch eines ... je besser ein Fahrzeug schallisoliert wird, umso schlechter dringen Geräusche
      ins Fahrzeuginnere, was bei den normalen Geräuschen gewünscht ist, ist beim Sondersignal ein unangenehmer Nebeneffekt.


      Und genau an dieser Stelle setzt der Rumbler an. Der funktioniert nicht über die Stellschraube Lautstärke sondern über die Frequenz und damit "Fühlbarkeit" - was ein lustiges Erlebnis war.
    • Von der "ungewohnt" Argumentation halte ich nichts. Gerade in der Gewöhnung sehe ich den Vorteil, das Signal richtig zuzuordnen.
      Zum Thema "neues": Wieso nicht? Man muss eben rausfinden welche Wellen am besten Fahrzeugscheiben durchdringen. Bislang stelle ich eben einen enormen Unterschied bei der Reaktion zwischen E-Horn und Pressluft fest. Vielleicht lässt sich in diese Richtung weiter entwickeln? Ich habe zumindest auch nicht gehört, dass die HiOrgs die das Wail/Yelp Signal testen enorme Verbesserungen feststellen konnten.