Polizeifreiwillige / Hilfspolizisten im Einsatz - was denkt ihr darüber ?

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    • Polizeifreiwillige / Hilfspolizisten im Einsatz - was denkt ihr darüber ?

      Nachdem ich gestern einen Fernsehbericht aus BWü gesehen habe, indem es darum ging dass "normale" Bürger nach einem fast zweiwöchigem Lehrgang (inkl Schießtraining !) dazu in der Lage sind "richtige" Polizisten während ihres Einsatzalltags als zweiten Mann/Frau zu unterstützen,
      bin ich etwas verwirrt.

      Ich habe dazu keine Meinung, oder besser: ich weiß nicht, was ich davon halten soll.

      Vorweg:
      - die gesetzlichen Hintergründe, also warum das überhaupt möglich ist, sind mir klar
      - das Engagement der freiwilligen Polizisten in allen Ehren
      - ... aber irgendwie .....

      1) ich bin der Meinung dass alles was mit Recht und Gesetz zu tun hat, in der Hand von "Profis"* zu bleiben hat
      --> allerdings gibt es auch "Hobby-Schöffen" - und das funktioniert auch

      2) ich bin der Meinung dass alles was mit öffentlicher Sicherheit zu tun hat, in der Hand von Profis zu bleiben hat
      --> allerdings sind auch im RD oder gerade bei den freiwilligen Feuerwehren "Hobbyretter" zu finden, die ihre Arbeit gar nicht mal schlecht machen. Und gerade ohne FFen wären wir mancherorts ganz schön aufgeschmissen

      3) sollte gerade die Polizei in der Hand von Profis bleiben. Es erfordert viel Know-How, Menschenkenntnis und auch Erfahrung im Umgang mit Gewalt (und der Erlaubnis sie anzuwenden). Profis können Gefahren besser einschätzen, abwehren bzw organisieren.
      Die Befugnisse von Hobbypolisten sind beschränkt, ihr Erfahrungsschatz baut sich nicht schnell genug auf.
      --> ohne die Hilfspolisten wären nicht soviele Streifen möglich, Gebiete wären polizeilich unterrepräsentiert.
      Nur durch die Hobbypolizisten ist es möglich, überhaupt mehrere einsatzfähige Zwei-Mann-Teams aufbieten zu können.


      ich sehe selbst ein, dass persönliche Empfindungen da ordentlich reinspielen und das System in der Praxis durchaus funktionieren könnte.
      Allerdings bekomme ich Bauchschmerzen wenn ich mir vorstelle, dass es in 30 Jahren nur noch solche gemischten Teams geben könnte weil die Regierung dort erhebliches Sparpotenzial entdeckt.
      --> aber bei den FF funktioniert das doch auch !

      also wird man sich einfach nur daran gewöhnen müssen ?

      was haltet ihr davon ?




      * "Profis" benutze ich der Einfachheit halber als Sammelbegriff für Leute die damit ihr Geld verdienen, regelmässigem Trainung und Einsatzerfahrung unterliegen. Sie sollten also zumindest über das nötige Rüstzeug verfügen, darüber wie sie die Arbeit machen, sagt es allerdings nichts aus.
      es gibt immer einen Idioten der einem die Tour versaut !
      genau Einen !

    • Ich halte ganz genau gar nichts davon. In vielen Bundesländern (oder sind es inzwischen alle?) fordert man Fachabi als schulische Voraussetzung und schickt die angehenden Polizisten in sehr aufwendige und lange Ausbildungen. Wie soll da jemand in 2 Wochen auf annähernd den gleichen Stand kommen? Da wäre es sinnvoller mehr Leute mit mittlerer Reife zu nehmen und die in eine normale Ausbildung (anstatt auf die FH) schicken und die dann im Streifendienst einsetzen.
      Im Rettungsdienst sieht das schon anders aus. Die Freiwilligen haben die gleiche Ausbildung wie die Hauptamtlichen - nur weniger Praxis. Daher sehe ich auch da den Einsatz von Freiwilligen kritisch, lehne ihn aber nicht grundsätzlich ab.
      Bei der Feuerwehr wäre eine andere Lösung kaum bezahlbar und auch fraglich ob es sinnvoll wäre. Allerdings sehe ich da auch kein nennenswertes Qualifikationsproblem.

      Bei der Polizei wird definitiv eine hohe Qualifikation erfordert, Man schickt im RD auch nicht nur einen RA+ einen Praktikanten los...
      Aus Hessen kenne ich noch eine weitere Lösung, Die haben da ihre Hilfssherifs die getrennt von der Polizei ehrenamtlich für Sicherheit sorgen sollen. Nach einem 2 Wöchigen Crashkurs meinen sie sie könnten der Bevölkerung Befehle erteilen und Personenkontrollen durchführen...
    • y903211 schrieb:

      Daran krankt das System. Auch im RD haben Hobbyretter nichts verloren, auch nicht mit einem erfahrenen RA.
      Wobei die Frage ist, warum man das immer am Status "hauptamtlich" oder "ehrenamtlich" festmacht.
      Ich habe in meiner aktiven Zeit ehrenamtliches Personal kennengelernt, das deutlich engagierter und
      auch fachlich besser war als entsprechendes hauptamtliches Personal.

      Sofern ein Beschäftigter im Rettungsdienst entsprechende Qualitätsstandards einhält, besteht in meinen
      Augen kein Problem, dass auch nicht vollzeit-beschäftigtes Personal im Rettungsdienst arbeiten darf. Ist
      jedoch so ein Qualitätssicherungssystem integriert, MUSS es auch für das hauptamtliche Personal gelten.

      Die Polizei sehe ich da jedoch mit deutlich anderen Augen ... das sind Vollzugsbeamte mit entsprechend
      weitreichen Möglichkeiten. Da dürfen in meinen Augen keine "Hilfssherrifs" eingesetzt werden. Reichen
      die vorhandenen Kräfte nicht aus, dann m uss das jeweilige Bundesland sich um neues Personal kümmern.
      So langsam merken wir die Folgen der sinnlosen Geldverprasserei und damit verbundenen Kürzungen der
      Budgets. Würde eine privatrechtlich organisierte Firma so einen Müll produzieren, wäre sie schon längst
      Pleite ...
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      http://www.einsatzfahrzeug-archiv.de
      facebook.com/voss.tobias
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    • Der freiwillige Polizeidienst sollte sich meiner Meinung nach darauf beschränken, Absperrungen vorzunehmen, Gurtkontrollen, etc. Mal grob gesagt, eben die Sachen wo man in der Regel nicht ad hoc ne Wumme braucht oder direkt Verbrechergut konfrontiert wird.
      Ordnungsamtarbeit trifft es ganz gut...
      Wie es in BaWü ist, dass die sogar ne Wumme bekommen und richtig mit auf Streife geschickt werden, finde ich einfach nur daneben!
      Ich kenne jemanden aus dem freiwilligen Polizeidienst, vielleicht äußert der sich hier auch mal dazu...

      Was die Sache mit den "Hobbyrettern" betrifft:
      Es kommt immer nur darauf an, wie man seine Ehrenheimer konditioniert und ausbildet. Also bei uns im KV läuft das sehr gut und ich kann mich nicht erinnern jemanden bei uns auf den Fahrzeugen gesehen zu haben der da nicht hingehört!
      Grüße aus dem Frankenland :winktz:

      Patrik *Kalli* Kalinowski
      Administrator
      BOS-Fahrzeuge.info



      Warum denn immer gleich sachlich werden, wenn es auch persönlich geht?!
      - André Heller -
    • Gibt es in BaWü keinen Ordnungsdienst ?

      Es gibt genügend Aufgaben die von Ordnungsdiensten übernommen werden könnten, die momentan von Polizisten übernommen werden.
      Zum Beispiel würde ich da Falschparker, wilde Müllkippen, sonstige Ordnungdwidrigkeiten auf öffentlichen Grund, Ruhestörungen oder Absperren von Strassen bei Volksfesten etc. dazu zählen.
      So hätte die Polizei mehr Zeit und Personal für "wichtige" Einsätze.

      Rein von dem was ich hier lese, habe ich den Eindruck, dass hier diese "Hilfspolizisten" unter den Polizisten und über den Ordnungsdienstlern stehen würden, welche in der Regel eine bessere Ausbildung genossen haben.
    • Ich arbeite im Sicherheitsdienst, und wir werden ja auch gerne mal als Hilfsscheriffs gesehen. Wir arbeieten aber nur nach den Jedermanssrechten aus BGB und STGB. Die Ausbildung zur Fachkraft für schutz und Sicherheit (FkSuS) dauert 3 jahre und nur wenige schulen bieten das an, S-H weit nur die Berufsschule Pinneberg. wohlgemerkt wird einem da nur beigebracht was JEDER darf, und das dauert 3 jahre, jetzt sollem aber in Ba-Wü leute nach nem 2 wochen lehrgang mit in den Polizeidienst?sogar bewaffnet? Sorry was ist das für eine Sch..... schön und gut die brauchen die leute dann aber doch bitte ECHTE polizisten oder nen neuen offiziellen beruf. z.b. hilfspolizist ausbildungdauer 3 jahre etc aber bitte nicht 2 wochen. Ehrenamtler im RD müssen auch die selbe ausbildung durchlaufen wie die hauptamtlichen warum ist das bei der Hoheitlichen Aufgabe Polizei anders? Die FkSuS kann auch unter bestimmten vorrausetzungen bewaffnet dienst tun z.b. beim Bewachen von BW Liegenschaften (waffen und Sonderausweis) oder halt wenn bedarf ist, Bankbewachung z.b da muss derjenige aber den Waffenschein haben und es der zuständigen behörde Polizei/Ordnungsamt anzeigen, das da jemand bewaffnet dienst tut. und all das und dann moch der Polizei spezifische dienst dazu soll mit nem 2 wochen kurs möglich sein? da fehlt mir das verständnis.

      MFG Hatti
      Ehrenamt warum wir das machen? weil wir es Wollen
    • was die Bewaffnung der "Hilfspolizisten" angeht ist mir noch das Stichwort " Mann-Stopp " im Gehörgang.

      Es wird sich also wahrscheinlich über eine "weniger tödliche" Waffe handeln die die Hilfspolizisten bekommen.

      Dass sie überhaupt eine bekommen, finde ich oK !

      Schliesslich muss man auch bedenken, dass die Hilfspolizisten nicht für jeden als solche identifizierbar sein sollten,
      die würden nicht ernst genommen, evtl. würden sich Übergriffe dann auf sie konzentrieren wenn sie entlarvt werden und unbewaffnet dastehen und der einzig verbleibende "echte Polizist" verliert seine Rückendeckung, den die Strolche wissen, dass sein Co ein unbewaffneter und wahrscheinlich hoffnungslos überforderter Hilfspolizist ist.

      In diesem Fall empfinde ich "mehr Schein als Sein" durchaus als einsatztaktisch sinnvoll.
      es gibt immer einen Idioten der einem die Tour versaut !
      genau Einen !

    • zum schutz ja

      Wenn sie nicht tödliche Waffen zum selbstschutz tragen, gut damit kann man noch leben. Aber in deinem Link, wo die sendung erklärt wird ist von 9 mm Dienstwaffe die rede (ich weiss die presse puscht gerne hoch) aber demnach könnte es sich um eine normale dienstwaffe im Polizei dienst handeln. Ich weiss nicht welche waffe die Pol Ba-Wü dienstlich führt es könnte sich aber von der alten P1 bis zur PPK über P8 um fast jede waffe handeln und die sind nunmal tödlich. Ausserde sollen die in der 2wochen ausbildung ja auch schiesstraining haben. daher meine vermutung es handelt sich um eine schusswaffe.Ich habe generell nix gegen hilfskräfte bei der polizei dann aber vernünftig ausgebildet.



      MFG Hatti
      Ehrenamt warum wir das machen? weil wir es Wollen
    • ja richtig, bei Wikipedia steht (gut, man soll nicht alles glauben)
      dass Angehörige des freiwilligen Polizeidienstes über die normale Polizei-Dienstwaffe verfügen und dem Bürger gegenüber rechtlich den Polizisten gleich gestellt sind.

      Aus meiner Sicht absolut notwendig das ... aber trotzdem nur zwei Wochen Grundausbildung ??

      nee, ich zweifel' immer noch ...

      wie schon gesagt wurde:

      zwar gibt es "Freiwillige" auch in den Bereichen Feuerwehr oder Rettungsdienst, THW oder Bundeswehr,
      dennoch haben sie nahezu bzw exakt die gleiche Ausbildung wie die "Beruflichen"

      An der zweiwöchigen Grundausbildung für freiwillige Polizisten stosse ich mich etwas, wenn
      es wenigstens sechs Monate wären, dann hätte ich ansatzweise ein besseres Gefühl,
      dennoch würde ich mich fragen, warum die anderen das jahrelang lernen müssen :)
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    • Ich verstehe nicht wie man so sehr auf Kosten der Polizisten und der öffentlichen Sicherheit sparen kann. Die Hilfspolizisten sind schnell überfordert und sind in Belastungssituationen schnell überfordert.
      Deswegen verstehe ich nicht warum viele Bundesländer auf ABI und ein FH Studium setzen und alle anderen keine Chance haben. Man könnte doch problemlos die von mir oben beschriebene Ausbildung ansetzen. Damit hätte man dann keine riesigen Karrierechancen aber würde doch völlig ausreichen. Aber Hilfspolizisten? Weder bei der FW noch im RD beschäftigt man Leute mit 2 Wochen Ausbildung - und da ist das nicht so kritisch.

      Kleiner Hinweis:
      Beim Amoklauf in Lörrach... die erste Streife bestand aus einem Polizisten der normalerweise im Innendienst ist und einem Hilfspolizisten. Das hätte so richtig schief gehen können.
    • Moin!
      Aus meiner Heimat Niedersachsen kannte ich so etwas nicht
      Bin zu Beginn dieses Jahres im LK WT, BaWü Rettung gefahren. In dieser Zeit wohnte ich bei einem dieser ehrenamtlichen Polizisten. Es war ein gestandener Mann - mittlerweise berentet - der schon über 20 Jahre tätig ist, er war in Uniform - mit richtiger Dienstwaffe - und vom Auftreten nicht von einem "richtigen" Polizisten zu unterscheiden. Auch mußte er immer wieder im Laufe der Jahre sich fortbilden. So jemand ist für den Bürger sicher aufgrund seiner Lebenserfahrung eine Respektperson und als Mensch für mich geeignet. Nur das ist dann eher die positive Ausnahme. Da gab auch Jungs mit Mitte Zwanzig die zum Bankraub geschickt wurden, einer ehrenamtlich und einer noch recht frisch im Hauptamt.
      Also ich find das insbesondere für ein doch wohl im Vergleich reiches Bundesland mehr als erbärmlich für die verantwortungsvolle Tätigkeit Personen nach zweiwöchigen Lehrgang nicht nur als "Zweiten" im Streifenwagen einzusetzen, nein sie fahren von den Polizeiposten auf dem platten Land solo raus zu Allem was so anfällt - schwere VU als Ersteintreffende, Ehestreitigkeiten mit Messer, Einbrüche, usw. siehe auch Beispiel Lörrach. Ach und dann wartet man als RD´ler nach einem Tötungsdelikt fast eine Stunde auf Eintreffen der Kollegen in grün. Unfaßbar!!!
      Ach ja, in Waldshut laufen auch Politessen zwecks Knöllchenschreiben durch die Stadt und das Ordnungsamt fährt mit silber/blauen Autos rum. Allerdings ohne SoSi.
      Man muß nicht alles wissen, man sollte nur wissen wo alles steht.
    • Hi,

      ich halte es für eine Schnapsidee, solche "HiPo" im normalen Streifendienst einzusetzen.

      "Streife" ist wie eine RD-Schicht - man kann Alles haben: Falschparker, VU mit leichtem Blechschaden, Verkehrskontrolle, Ruhestörung, Ladendieb, Schlägerei, Raub, Banküberfall usw.

      Für "Knöllchen schreiben" oder "einmal ernst schaun" etc. braucht man keine komplette Polizeiausbildung. Was aber, wenn es mal unerwartet "zur Sache geht"? Bei einer Verkehrskontrolle zieht der Autofahrer plötzlich eine Schusswaffe, der Ladendieb ein Messer oder die Schläger vereinen sich plötzlich gegen die Polizisten? Da braucht man dann einen Kollegen, auf den man sich verlassen kann, der in Verteidigung und mit der Waffe trainiert ist - und keinen Kollegen, den man dann auch noch selbst schützen muss.

      In der Polizeiausbildung nimmt man ja auch nicht "Frischlinge" nach nur 2 Wochen Schule als zweiten Mann mit auf Streife....
      Ich weiss, was ich sage. Ich weiss nicht, was du verstehst
    • Rettungsopa schrieb:

      Hi,

      ich halte es für eine Schnapsidee, solche "HiPo" im normalen Streifendienst einzusetzen.

      "Streife" ist wie eine RD-Schicht - man kann Alles haben: Falschparker, VU mit leichtem Blechschaden, Verkehrskontrolle, Ruhestörung, Ladendieb, Schlägerei, Raub, Banküberfall usw.

      Für "Knöllchen schreiben" oder "einmal ernst schaun" etc. braucht man keine komplette Polizeiausbildung. Was aber, wenn es mal unerwartet "zur Sache geht"? Bei einer Verkehrskontrolle zieht der Autofahrer plötzlich eine Schusswaffe, der Ladendieb ein Messer oder die Schläger vereinen sich plötzlich gegen die Polizisten? Da braucht man dann einen Kollegen, auf den man sich verlassen kann, der in Verteidigung und mit der Waffe trainiert ist - und keinen Kollegen, den man dann auch noch selbst schützen muss.

      In der Polizeiausbildung nimmt man ja auch nicht "Frischlinge" nach nur 2 Wochen Schule als zweiten Mann mit auf Streife....

      Das System gibt es seit den 60ern, seitdem hat es nicht einmal Probleme gegeben.
      Nur als Verständnissache:

      Die Polizeifreiwilligen fahren NICHT regulär Streife. Ihre Hauptaufgaben sind Absicherung von jeglichen Veranstaltungen, der Einsatz als Zusatzstreife bei Festlichkeiten und gelegentlich die Unterstützung der Revierarbeit im Verkehrsbereich.
      Nur ausgewählte PFW, mit jahrelanger Erfahrung dürfen, wenn Dienstgruppenleiter und Streifenbeamter damit einverstanden sind am Wochenende mit auf Streife, und das in der Regel nur auf kleinen Landrevieren, die ohne PFW nur eine einzige Streife stellen könnten.

      An alle:
      copzone.de/phpbbforum/viewtopi…reiwilliger+Polizeidienst

      Hier ist mal ein Link, an dem Leute mit wesentlich mehr Wissen darüber diskutieren, unter anderem Polizeibeamte des höh. Dienstes und auch 2 Beamten, die selber mit Polizeifreiwilligen zusammenarbeiten.
    • @ 192

      jetzt werd' mal nicht ruppig !

      1. war im Fernsehbeitrag deutlich zu sehen, dass diese Leute SOFORT nach ihrer zweiwöchigen Ausbildung als zweiter Mann auf GANZ NORMALE STREIFE gehen. Also nix mit "..nur ausgewählte PFW, mit jahrelanger Erfahrung.." !

      es war zB ein Einsatz nach einer gefKV mit Messer in einer Wohnung zu sehen, sowie ein Einbruchalarm in einem Industriegebäude.
      Vor der Wohnung bzw dem Gewerbegebiet fand weder einer absperrungspflichtige Veranstaltung statt noch eine Festlichkeit oder Verkehrskontrolle !

      2. für die von dir umrissenen Einsatzbereiche wäre eine Ausbildung an einer scharfen Schußwaffe auch nicht unbedingt von Nöten

      möglichweise werden hier verschiedene Leute mit verschiedenen Informationen gefüttert !
      es gibt immer einen Idioten der einem die Tour versaut !
      genau Einen !

    • 192er schrieb:



      Das System gibt es seit den 60ern, seitdem hat es nicht einmal Probleme gegeben.
      Nur als Verständnissache:

      Die Polizeifreiwilligen fahren NICHT regulär Streife. Ihre Hauptaufgaben sind Absicherung von jeglichen Veranstaltungen, der Einsatz als Zusatzstreife bei Festlichkeiten und gelegentlich die Unterstützung der Revierarbeit im Verkehrsbereich.
      Nur ausgewählte PFW, mit jahrelanger Erfahrung dürfen, wenn Dienstgruppenleiter und Streifenbeamter damit einverstanden sind am Wochenende mit auf Streife, und das in der Regel nur auf kleinen Landrevieren, die ohne PFW nur eine einzige Streife stellen könnten.

      Sorry, aber das ist schlichtweg Unfug.

      Es gibt zahlreiche Direktionen, die PFW im normalen Dienstbetrieb einsetzen.
      Und NEIN, nicht nur bei Großveranstaltungen sondern als reguläre Kräfte.
      Und NEIN, nicht mit jahrelanger Erfahrung, sondern nach vier Wochen Zugehörigkeit zum freiw. Polizeidienst.
      Und NEIN, die "normalen" PVB können es sicht nicht heraussuchen, ob sie mit den PFW eingeteilt werden.

      Und nur weil eine überschaubare Anzahl von PVB in einem Forum entsprechendes posten, ist es keineswegs so, dass das System breite Akzeptanz hätte.
      Es ist eben ein Politikum und der "Freiwillige Polizeidienst" sorgt mithin bei vielen PVB für verständnisloses Kopfschütteln.
    • Hi,

      KaMü schrieb:



      Und nur weil eine überschaubare Anzahl von PVB in einem Forum entsprechendes posten, ist es keineswegs so, dass das System breite Akzeptanz hätte.
      Es ist eben ein Politikum und der "Freiwillige Polizeidienst" sorgt mithin bei vielen PVB für verständnisloses Kopfschütteln.


      Die Stimmung in diesem Cop-Forum ist ja nicht gerade durchweg positiv ggü. den PFW....

      Verglichen mit dem RD wäre es in etwa so, als wenn man auf dem RTW nur noch Leute mit einer 2-wöchigen Ausbildung als Fahrer einsetzen würde, ein RA ist ja immer dabei. Und einen SAN-Dienst machen wir mit 20 Leuten mit LSM- oder EH-Kurs und einem RS. DA möchte ich mal das Gewitter hören, das dann losbricht....
      Ich weiss, was ich sage. Ich weiss nicht, was du verstehst
    • Rettungsopa schrieb:

      Verglichen mit dem RD wäre es in etwa so, als wenn man auf dem RTW nur noch Leute mit einer 2-wöchigen Ausbildung als Fahrer einsetzen würde, ein RA ist ja immer dabei. Und einen SAN-Dienst machen wir mit 20 Leuten mit LSM- oder EH-Kurs und einem RS. DA möchte ich mal das Gewitter hören, das dann losbricht....

      Die Pfw fahren sehr selten Streife, und das oftmals nur am Wochenende. Kommen auf ein paar Stunden im Jahr, es ist definitiv nicht so, dass jeden Tag auf jeder Wache Pfw anwesend sind.

      Und ganz ehrlich, was zumindest hier in der SEG ist, neben zahlreichen guten und engagierten Leuten (!), ist genauso bodenlos.
      Ich hab damals meinen EH-Grundschein zusammen mit einem Neu-SEGler gemacht, der ohne Witz nicht in der Lage war, im Rahmen der HLW bis 30 zu zählen.

      Ich stehe dem dem Pfw-System zweigeteil gegenüber.

      Die Einrichtugn als solche finde ich eigentlich gut, da sie den Polizeiberuf auch ein bisschen näher an der Bürger bringt, und die Pfw sicherlich auch eine gewisse Entlastung, grade bei Großveranstaltungen mit sich bringen
      M.M.n. müssen sie alleine aus Eigenschutzgründen auch über die gleichen Rechte und die gleiche ausrüstung verfügaben, ABER

      -Die Ausbildung sollte wesentlich länger dauern (Insbesondere im Bereich Einsatztaktiken und Waffenausbildung, Recht ist ja eher nebensächlich, da sie ja keine eigenen Anzeigen schreiben dürfen)
      -Und ein Einsatz nur in Begleitung fähiger und erfahrener Beamte, und auch das nur in seltenen Fällen.

      Und NEIN, nicht nur bei Großveranstaltungen sondern als reguläre Kräfte.
      Und NEIN, nicht mit jahrelanger Erfahrung, sondern nach vier Wochen Zugehörigkeit zum freiw. Polizeidienst.
      Und NEIN, die "normalen" PVB können es sicht nicht heraussuchen, ob sie mit den PFW eingeteilt werden.

      1. Als reguläre Kräfte mag ich mal sehr stark zu bezweifeln, alleine schon weil sie nicht bezahlt werden, und neben ihrem richtigen Beruf auch gar nicht die Zeit haben.
      Sicherlich werden sie zur Spitzen- und Engpassabdeckung eingesetzt.
      2. Die Aussage im anderen Forum, von Beamten die mit Pfw zu tun haben, ist eine andere, die auch für mich wesentlich plausibler klingt
      3. Die Aussage dort ist ebenfalls eine andere, kann es mir auch kaum vorstellen, dass einem Hilfskräfte aufgezwungen werden.
      Generell ist aber eigentlich besser, eine 2er Streife anstatt einer Einzelstreife zu haben, bzw. einen Unterstützungswagen, anstatt außer dem DGL auf sich alleine gestellt zu sein