ILS in Bayern katastrophal - Anonymer Leserbrief

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    • Hi,


      Tobias Voss schrieb:

      [
      Für mich gibt es nur ein Fazit, geteilte Leitstellen sind Müll und integrierte Leitstellen
      sind das Non-Plus-Ultra.


      Nur - eine echte Integration für den Bürger gibt es dennoch nicht. Die Polizei, die sehr häufig eine Berührung mit FW und RD hat, ist Aussen vor. Im medizinischen/RD-Bereich ist der sehr oft mit dem "Notarzt" verwechselte "ärtzl. Notdienst" Aussen vor.

      In den alten Zeiten der 19222 in Bayern wusste der Bürger, wen er bei einem medizischem Problem anrufen musste: "das BRK" - also die 19222! Dort gab es RTW und NAW, einen Krankenwagen zur Verlegung und auch den ärztl. Bereitschaftsdienst für "kleine Wehwehchen". Fast immer konnten auch ein Pflegedienst oder andere soziale Dienste des BRK direkt oder über Vermittlung erreicht werden. Der ärztl. Notdienst wurde von der RLst. direkt erreicht und auch über BOS-Funk disponiert. Den "ABD" mal schnell vorraus zu einem Notfall zu schicken - kein Problem. Wir als priv. RD hatten zudem noch eine aktuelle Liste der dienstbereiten Notapotheken, eine Übersicht über dienstbereite Heilpraktiker, Zahnärzte usw. Selbst das Klientel der besser gestellten Anrufer, die explizit einen privatärztlichen Bereitschaftsdienst wünschten konnten wir bedienen. Unter EINER Nummer alle med. Dienste und Fragen abgedeckt!


      Mit Ankündigung der "Integration" der Leitstellen hat sich als Erstes die kassenärtztliche Vereinigung Bayerns aus den Leitstellen verabschiedet. Statt bisher einer Rufnummer (19222) musste sich der Bürger nun entscheiden, was er will - den RTW/NAW/KTW oder den "Taxi-Doktor" unter der teuren 01805/191212. Und wie es in anderen Bundeskländern bereits üblich ist - der "Krankenwagen" wird sehr wahrscheinlich auch eine eigene Nummer und Leitstelle bekommen. Dann darf der Bürger unter drei Nummern wählen - 112 "Notfall", "01805/1901212" "ABD" und 19222 (und div. priv. Anbieter) "Krankentransport"

      Also früher haben wir das ganz unintegriert unter einer Nummer in einer Leitstelle zusammengefasst. Toller Fortschritt!!!

      Der Bürger mag zwar zunehmend dümmer werden, aber er kann sehr wohl noch unterscheiden, ob es brennt, ein Überfall stattfindet oder ob er ein medizinsiches Problem hat. Wenn ich alleine das "medizinische Problem" schon auf 3 oder mehr Leitstellen und Rufnummern aufteile, dann kann von einer "Integration" keine Rede mehr sein!"
      Ich weiss, was ich sage. Ich weiss nicht, was du verstehst
    • Die Integration hat seine Gute aber auch schlechte Seiten.

      Zum einen hat mein Vorredner von den drei Nummern geredet. Das ist ja leider so. Es ist schade, dass ein teilweise funktionierendes System zerteilt wurde. Stattdessen wurde die Rettungsleitstelle mit der Feuerwehrleitstelle zusammengebunden.
      Ich vergleiche das ja immer wieder mit dem Socken und den Schuhen. Sie stecken irgendwie zusammen, aber wirklich zusammen gehören die Dinger auch nicht. Wie oft kommt es vor, dass auf ländlichen Gegenden (die wohl oder übel in Bayern überwiegen) die Feuerwehren mit dem Rettungsdienst gemeinsam alarmiert werden. Ich glaube ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass vielleicht alle 100 Rettungsdienstalarmierungen ein Mal die Feuerwehr mitalarmiert wird.

      Und selbst, wenn man die total unterschiedlichen Fachbereiche zusammengeführt hat. Warum musste man sie so eng zusammenbauen. Man hätte das System mit 112 und 19222 weiterführen können. Eine "weiße" und eine "rote" Seite in der Leitstelle einbauen können. In der weißen sitzen die RD-Disponenten und in der roten die FW-Disponenten.
      Da tut sich aber schon wieder ein Problem auf. Der auf der roten Seite wird in ländlichen Gegenden teilweise keinen einzigen Einsatz in 12-Stunden-Schichten schreiben. Es passiert einfach nicht so viel.

      Und alle die Sagen, dass ein System "non-plus-ultra" ist, sollten erst andere System kennen lernen und dann das eigene als "non-plus-ultra" beschreiben. Manchmal reicht es nämlich schon, wenn man funktionierende Leitstellen mit neuen Systemen und neuer Hardware ausstattet.... Wäre viel sinnvoller gewesen.

      @ bestimmte User:
      In diesem Bord gibt es die Möglichkeit mehrere Zitate in einem Beitrag einzubauen. Dazu muss man keine zwei Beiträge schreiben um (anmutung) seine Beitragszahl zu erhöhen.

      Thema Funkrufnamen Bayern:
      Ist es denn wirklich so wichtig? Wie viel kommen die mit anderen Leitstellen in Berührung? Ganz ehrlich, die Disponenten in den "Grenzgebieten" kennen die bayerische 71-Version und die gänigere 83-Version.
      Von Hamburg spricht auch keiner, dass die ein anderes System nutzen. Und von Niedersachsen auch nicht...

      Hauptsache man spricht "die Bayern sind anders". Ach was?
      - Wir können Deutsch und Bayerisch. Wir werden in ARD/ZDF-Sendungen "gezwungen" Hochdeutsch zu reden. Der Sachse (als Beispiel) darf weiterhin seinen "Slang" sprechen. Wir ändern uns, damit uns alle verstehen. Aber wir müssen auch mit den Dialekten von anderen klar kommen...
      - Blaue Polizeiuniformen? Das gab es in Bayern (München z.B.) schon^^
      - Einheitliche Beschaffung von Rettungsdienstfahrzeugen? Da ist doch Bayern ganz vorne mit dran - oder?
      - Welche ländlichen Gebiete haben eine so große Verfügbarkeit von Schwerlast-RTW's?

      Ich bin von Bayern überzeug. Ich seh Bayern aber nicht als "Non-plus-Ultra". Es gibt viel, wo man sich woanders "abschauen" kann.

      Lieber mal nachdenken...
    • hamstermann schrieb:

      @ bestimmte User:
      In diesem Bord gibt es die Möglichkeit mehrere Zitate in einem Beitrag einzubauen. Dazu muss man keine zwei Beiträge schreiben um (anmutung) seine Beitragszahl zu erhöhen.
      Falls Du mich damit meinst ... ja das kann man, aber muss man das auch? Ich glaube nicht, dass ich
      es nötig habe, meine Beitragszahl künstlich zu erhöhen ...

      Was ich von dieser (Deiner) Aussage halte schreibe ich besser nicht ...
      Zum
      einen hat mein Vorredner von den drei Nummern geredet. Das ist ja
      leider so. Es ist schade, dass ein teilweise funktionierendes System
      zerteilt wurde. Stattdessen wurde die Rettungsleitstelle mit der
      Feuerwehrleitstelle zusammengebunden.


      Wie einer meiner Vorredner so schön gesagt hat ... der Bürger weiß normalerweise was er haben will.
      Wenn man das für Feuerwehr und/oder Rettungsdienst akzeptiert, dann sollte man das auch für den
      Rettungsdinest, ärztlichen Bereitschaftsdinst oder sonstwas akzeptieren. Ansonsten wird hier mit ver-
      schiedenen Maßstäben gemessen.

      Und vieleicht sollte man mal hintergragen, warum die ÄBD sich aus dem System ausgeklinkt haben.
      Ich vermute mal ganz stark, dass es da schon Gründe für gegeben haben wird, die man dem Nutzer
      nie mitteilen würde ...
      Und selbst, wenn man die total unterschiedlichen
      Fachbereiche zusammengeführt hat. Warum musste man sie so eng
      zusammenbauen. Man hätte das System mit 112 und 19222 weiterführen
      können. Eine "weiße" und eine "rote" Seite in der Leitstelle einbauen
      können. In der weißen sitzen die RD-Disponenten und in der roten die
      FW-Disponenten.
      Da tut sich aber schon wieder ein Problem auf. Der
      auf der roten Seite wird in ländlichen Gegenden teilweise keinen
      einzigen Einsatz in 12-Stunden-Schichten schreiben. Es passiert einfach
      nicht so viel.

      Hmm ... und das Problem ist in anderen Bundesländern nicht vorhanden? Brennt es da wirklich so
      viel öfter als in Bayern? In meinen Augen sind das alles nur vorgeschobene Argumente. Fakt ist
      doch eigentlich, dass eine Leitstelle, auf der nur ein Disponent sitzt, nicht mehr tolerabel ist, oder?
      Und wenn ich eh zwei (oder mehr) Disponenten da sitzen habe, dann kann ich doch problemlos die
      Arbeit im Normalfall aufteilen und bei größeren Einsatzzahlen kann man sich gegenseitig unter-
      stützen. Aber das ganze funktioniert eben nur in einer einzigen Leitstelle.

      Und was die unterschiedlichen Telefon-Nummern angeht ... warum man die abgeschaltet hat, ist
      in meinen Augen nicht verständlich, selbst in Kiel (als schon seit jahrzehnten integrierte Leitstelle)
      ist die 19222 geschaltet und auf den KTW als Telefon-Nummer zu finden.

      Das scheint ein hausinternes Problem aus Bayern zu sein ;)
      Thema Funkrufnamen Bayern:
      Ist
      es denn wirklich so wichtig? Wie viel kommen die mit anderen Leitstellen
      in Berührung? Ganz ehrlich, die Disponenten in den "Grenzgebieten"
      kennen die bayerische 71-Version und die gänigere 83-Version.
      Von Hamburg spricht auch keiner, dass die ein anderes System nutzen. Und von Niedersachsen auch nicht...

      Na ja ... ob die Disponenten der angrenzenden Bundesländer wirklich immer das bayerische FRN-
      System kennen oder gekannt haben? Ich weiß es nicht, und kann es mir eigentlich auch nicht vor-
      stellen. Denn zu meinen hessischen Zeiten wusste meine Leitstelle nicht, was das für Fahrzeuge
      sind, die sich mit Rotkreuz Bayern irgendwas gemeldet hatten. Aber müssen sie das wirklich?

      Ansonsten ... Bayern ist ein Teil Deutschlands und nicht der Nabel der Welt, aber das würde ich
      auch zu jedem anderen Bundesland sagen. Allerdings scheint es manchmal, dass Bayern sich
      für etwas besseres (oder vieleicht nur etwas anderes) hält ... ob das gut ist, keine Ahnung, aber
      es stößt beim rest der Bundesrepublik schon manchmal komisch auf.

      Ach ja ... noch was zu den ILS ... das beste wäre, wenn auch die Polizei da mit integriert wäre,
      nur befürchte ich, dass es da Datenschutzprobleme geben könnte ...
      - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
      http://www.einsatzfahrzeug-archiv.de
      facebook.com/voss.tobias
      - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
    • [hi]

      @ hamstermann:

      Ist ja nicht so das Du nicht recht hast.
      Fakt ist allerdings auch - wenn man nun einmal die FRN-Umstellung sieht- die stand in NDS und HH gerade nicht an, bei uns schon. Und selbst Mitarbeiter aus dem STMI schütteln da den Kopf. Es ist einfach dieser besch.... Förderalismus.

      Richtig ist, dass Bayern mitunter in der einheitlichen Fahrzeugbeschaffung glänzt, auch das Angebot von S-RTWs ist nirgendwo so wie bei uns, nicht vergessen darf man das neue Rettungsmittel VEF, mit dem man ja nun neue Wege beschreiten will.
      Fakt ist aber auch, dass man bei einem elementaren System ins Klo gegriffen hat bzw. das Ganze über das Knie gebrochen hat, was meiner Meinung unsinnig ist.
      Du hast es schon richtig formuliert, die meisten ILS in Bayern bedienen das platt Land, da bringt es auch nichts die ILS zu trennen und hochmotivierte Löschknechte an die Zentrale der Macht zu setzen. Und wenn ich mich recht erinnere, dann bekommen unsere ILS-Mitarbeiter ja auch eine entsprechende gute Ausbildung. Es hapert aber daran, dass man es wieder verpennt hat dies vorher zu tun.
      Mehr versuche ich eigentlich gar nicht loszuwerden.

      Ich bleibe aber dennoch dabei, dass es in Hessen durchaus besser funktioniert, liegt aber auch daran, dass man dort das System schon ein paar Jahre hat.

      Richtig ist auch - und das möchte ich unterstrichen wissen - Bayern hat auch mich in vielen Bereichen überzeugt, da können sich andere Bundesländer eine ordentliche Scheibe von wegschneiden, aber eben bei den Leitstellen hat man viel zu spät auf den Trend reagiert.
      Was mir bei den ILS einfach fehlt, das hatte ich zuvor vergessen, da muss jede Feuerwehr das melden was sie hat...wieso schickt man da nicht jemanden vorbei der sich anschaut und auch so erfasst wie es sich gehört. Wenn ich mir überlege, dass in manchen Bereichen viele Möglichkeiten noch gar nicht erfasst, respektive in das System eingegeben sind, dann möchte ich am liebsten da raus wo kein Loch ist.
      Wieso vernetzt man diese Systeme nicht adäquat?

      Ach... das kocht hier eh gerade über und ist vom eigentlichen Threadbeginn schon wieder Meilenweit entfernt...
      Schade eigentlich...

      @ Erich:

      Den Vergleich mit der Bundeswehr kannst Du Dir gleich mal wieder klemmen ;) Der zieht hier nicht, weil alle Einsatzeinheiten werden aus einer Stelle gelenkt udn das kann man mit einer ILS gleichsetzen. Das ist wirklich Äpfel mit Birnen verglichen. Also lassen wir mal die Trachtengruppe aus dem Spiel, weil wenn ich das mal so direkt sagen darf, Du als Ungedienter hast da nämlich keine Ahnung von ;) :rekrut:

      8|
      Grüße aus dem Frankenland :winktz:

      Patrik *Kalli* Kalinowski 8|
      Administrator
      BOS-Fahrzeuge.info



      Warum denn immer gleich sachlich werden, wenn es auch persönlich geht?!
      - André Heller -
    • Hi,

      Tobias Voss schrieb:


      Wie einer meiner Vorredner so schön gesagt hat ... der Bürger weiß normalerweise was er haben will.
      Wenn man das für Feuerwehr und/oder Rettungsdienst akzeptiert, dann sollte man das auch für den
      Rettungsdinest, ärztlichen Bereitschaftsdinst oder sonstwas akzeptieren. Ansonsten wird hier mit ver-
      schiedenen Maßstäben gemessen.


      Sehe ich nicht so. Bei der Feuerwehr unterscheidet man bzgl. Leitstelle/Rufnummer ja auch nicht, ob es brennt odere z.B. ein Keller voll Wasser gelaufen ist. Es gibt einfach keien "Feuer-Notrufnummer" und eine "Wasser-im-Keller-Notrufnummer". Im medizinsichen Bereich ist sowas aber o.k.? Der Bürger muss wählen, ob er einen akuten Notfall oder nur eine "normale" Erkrankung/Befindlichkeitsstörung hat? Muss er wissen, welchen Fahrzeugtyp(!) er benötigt und entspr. z.B. die 19222 für einen Krankentransport anrufen?

      Jeder im RD kennt die Probleme, die der Bürger mit der Unterscheidung der med. Zuständigkeiten hat. Oft fährt man mit dem RTW zu einem "Notfall", der sich dann als Fall für den ärztl. Bereitschaftsdienst herausstellt, umgekehrt fordert der ärztl. Bereitschaftsdienst oft einen RTW/NAW mit Blaulicht nach. Jeder im RD weis auch, dass selbst Ärzte (und auch Pflegfepersonal) oft den Unterschied zwischen RTW und KTW nicht kennen und z.B. für einen von ihnen diagnostizierten Apoplex oder HI einen "Krankenwagen ohne Blaulicht" bestellen. "sollte halt in ungefähr einer halben Stunde da sein..."



      Und vieleicht sollte man mal hintergragen, warum die ÄBD sich aus dem System ausgeklinkt haben.
      Ich vermute mal ganz stark, dass es da schon Gründe für gegeben haben wird, die man dem Nutzer
      nie mitteilen würde ...


      Der Chef der KVB, Dr. Munte, meinte damals (als die ILst. ins Gespräch kam) sinngemäss, er werde seine Ärzte doch nicht von Feuerwehrleuten herumschicken lassen. Natürlich gibt es auch andere, z.B. wirtschaftliche Gründe und vermutlich auch ein Problem damit, wenn eine "hoheitliche" Leitstelle für Privatpersonen mit wirtschaftlichen Interessen (wie eben die Ärzte) arbeitet.




      Hmm ... und das Problem ist in anderen Bundesländern nicht vorhanden? Brennt es da wirklich so
      viel öfter als in Bayern? In meinen Augen sind das alles nur vorgeschobene Argumente. Fakt ist
      doch eigentlich, dass eine Leitstelle, auf der nur ein Disponent sitzt, nicht mehr tolerabel ist, oder?
      Und wenn ich eh zwei (oder mehr) Disponenten da sitzen habe, dann kann ich doch problemlos die
      Arbeit im Normalfall aufteilen und bei größeren Einsatzzahlen kann man sich gegenseitig unter-
      stützen. Aber das ganze funktioniert eben nur in einer einzigen Leitstelle.


      "Grössere Einsatzzahlen".... Die gibt es vorallem bei der Feuerwehr - regelmässig bei Unwettern, Hochwasser etc. Und sowas führt zumindest hier in München zu einer deutlichen Verzögerung bei der Annahme von RD-Notrufen auf der "112", beim Versand der "Alarmfaxe", Warten auf die Beantwortung von "Sprechwunsch Status 5" usw. Eine reine "weisse" Leitstelle mit eigener Rufnummer wäre hiervon so gut wie garnicht betroffen. Und auch wenn jede ILst. über zusätzliche Abfrageplätze verfügt, zu deren Besetzung ggf. auch einen ganzen Löschzug (oder "seltene Fahrzeuge") stillegt, der Anrufer wartet länger als üblich und hat ggf. dann jemanden am Telefon, der zwar mal eine RS-Ausbildung gemacht hat, danach aber nie mehr in diesem Bereich tätig war.

      Dreh- und Angelpunkt ist eigentlich diese verdammte "112", über die immer alle Anliegen kommen, ohne eine gewisse Vorselektierung anhand der gewählten Rufnummer treffen zu können. Völlig klar, dass selbst bei einer Trennung von 112 und einer eigenen RD-Notrufnummer auch auf der 112 med. Anliegen auflaufen würden, aber eben deutlich reduziert



      Und was die unterschiedlichen Telefon-Nummern angeht ... warum man die abgeschaltet hat, ist
      in meinen Augen nicht verständlich, selbst in Kiel (als schon seit jahrzehnten integrierte Leitstelle)
      ist die 19222 geschaltet und auf den KTW als Telefon-Nummer zu finden.


      Die 19222 gibt es noch, aber es gibt immer wieder Überlegungen, diese Nummer in eigene KTP-Leitstellen auszugliedern. Spätestens, wenn der KTP aus dem ö-r-RD ausgegliedert wird (was auch immer wieder mal diskutiert wird) ist eine 19222 raus aus einer ILst.



      Na ja ... ob die Disponenten der angrenzenden Bundesländer wirklich immer das bayerische FRN-
      System kennen oder gekannt haben? Ich weiß es nicht, und kann es mir eigentlich auch nicht vor-
      stellen. Denn zu meinen hessischen Zeiten wusste meine Leitstelle nicht, was das für Fahrzeuge
      sind, die sich mit Rotkreuz Bayern irgendwas gemeldet hatten. Aber müssen sie das wirklich?


      Ausser in München ist das "neue" FRN-System im RD in Bayern weiutgehend komplett eingeführt und man kann die Autos anhand ihrer "71" oder "72" usw. gut unterscheiden. Dass bei einem "RK 14/29" nicht Jedem klar ist, ob es sich da um einen RTW, NEF oder KTW aus München handelt ist logisch.


      Ach ja ... noch was zu den ILS ... das beste wäre, wenn auch die Polizei da mit integriert wäre,
      nur befürchte ich, dass es da Datenschutzprobleme geben könnte ...


      Das sagt auch die Polizei immer. Nur - die Polizei hat wieder ganz andere Aufgaben, Organisation und Taktik als RD oder FW - wozu die auch noch zwangsweise "integrieren"? Muss dann der Disponent neben RD und FW-Ausbildung auch noch Polizeibeamter sein?

      Es spricht nichts dagegen, die Leitstelle(n) räumlich zusammenzufassen. Bei besonderen Lagen liessen sich so schnell "Konferenzen" organisieren oder z.B. ein eigener Lageraum mit Disponenten und Führungskräften jeder BOS . Auch eine (in Sachen Polizei begrenzte) Zusammenschaltung von Einsatzleitsystemen ist durchaus eine sinnvolle Sache. Auch gemeinsame Wachen von Pol, RD und FW wären durchaus vorstellbar. Aber im Grunde sollte jeder eigenständig das machen, was er am Besten kann. Die FW das "rote Geschäft", der RD "das weisse Geschäft" usw. Gegen eine enge Zusammenarbeit, gemeinsame Schnittstellen und gegenseitiges "Aushelfen" spricht ja nichts.


      Rein technisch gäbe es unzählige Möglichkeiten - und in ganz Deutschland sind wir hier den Möglichkeiten weit hinterher. Allerdings - Technik ist auch nicht Alles. Ich weis nicht, ob z.B. eine Landesleitstelle Tirol in Innsbruck einen möglichen Einsatzort "Goldbründl" (=seit vielen Jahren stillgelegter Bergasthof im Zillertal, heute als Ferienwohnungen vermietet) kennt oder dazu die postalische Anschrift (Schwendau 269) braucht. Eine regionale "Kreisleitstelle" mit Personal aus der Gegend hätte da vermutlich bessere Chancen.... Bei den ILst. sehe ich das Problem ähnlich. Deren Reichweite ist grösser, als die der früher aktivierten "Nachalarmierenden Stellen", da geht schon mal ein Teil Ortskunde verloren und ob man den mittels "Technik" auffangen kann? Ich weis nicht so recht. Ein "da, wo vor 2 Jahren dem Huber seine Scheune abgebrannt ist" lässt sich nunmal eher schwer in irgendeine Datenbank einpflegen...

      Aber auch ja - Technik gibt es und man muss(!) sie auch nutzen. Einsätze wie neulich, bei denen RTW, NEF und HLF erstmal zu zwei Adressen (immerhin im gleichen Wachgebiet) fahren und sich dann herausstellt, dass die richtige Adresse in einem ganz anderen, weit entfernten Stadtteil liegt, darf es eigentlich nicht mehr geben. Handyortung geht, Rufnummern-Rückwärtssuche für Festnetznummern auch - sollte eigentlich kein Problem sein.....
      Ich weiss, was ich sage. Ich weiss nicht, was du verstehst
    • Tobias Voss schrieb:

      Ach ja ... noch was zu den ILS ... das beste wäre, wenn auch die Polizei da mit integriert wäre,
      nur befürchte ich, dass es da Datenschutzprobleme geben könnte ...

      die scheint es nicht zu geben, denn in Niedersachsen wird es seit August 2008 praktiziert als Kooperative Leitstelle Weserbergland für die Landkreise Hameln-Pyrmont und Holzminden, einschließlich Polizei, alles über einen Einsatzleitrechner.

      Die zweite sogenannte "bunte" Leitstelle soll als Kooperative Großleitstelle Oldenburg im 1. Quartal 2011 in Dienst gehen.
    • Rettungsopa schrieb:

      "Grössere Einsatzzahlen".... Die gibt es vorallem bei der Feuerwehr - regelmässig bei Unwettern, Hochwasser etc. Und sowas führt zumindest hier in München zu einer deutlichen Verzögerung bei der Annahme von RD-Notrufen auf der "112", beim Versand der "Alarmfaxe", Warten auf die Beantwortung von "Sprechwunsch Status 5" usw. Eine reine "weisse" Leitstelle mit eigener Rufnummer wäre hiervon so gut wie garnicht betroffen.

      Naja, dieses Beispiel kann man auch umdrehen. Unwetter, Hochwaser etc. sind sicher nicht an der Tagesordnung, sondern auf gewisse Zeiten des Jahres begrenzt. Und natürlich gibt es auch bei uns Spitzenzeiten, wo man als Anrufer Sekunden bis Minuten in der Warteschleife landet, wenn man die 112 wählt. Andererseits stelle ich mir mal den Bürger vor, der bei einer rein "weissen" Notfallnummer 19222 anruft, weil seine Frau eben umgekippt ist und keinen Schnaufer mehr tut. Er hängt aber auch in der Warteschlange, weil das Krankenhaus eine Verlegung bestellt, das Altenheim hat eine Einweisung, und dann sind da noch die Anrufer, die ihr Leid für den Ärztlichen Notdienst klagen wollen. Und da gibt es dann für den Notfall-Anrufer keine Verzögerung???
      Auch bei uns gibt es die 19222, eben genau für diese Krankentransportdisposition, der Anrufer landet auch in der gleichen Leitstelle, nur an einem anderen Tisch. Und sollte der Disponent sehen, dass es sich doch um einen Notfall handelt, kann das auch direkt von dieser Leitstelle abgearbeitet werden. Aber die Notfallnummer 112 ist eben auch für Notfälle frei. Arztpraxen, Krankenhäuser, Pflegeheime etc können die 19222 für die weniger dringlichen Anrufe nutzen.

      Große Integrierte Leitstellen haben doch auch deutlich andere Vorteile:
      - Reduzierte Beschaffungskosten durch Standardsystem und gemeinsame Ausstattung
      - Nutzung von Redundanzen
      - Reduzierte Wartungskosten
      - Gemeinsame Vorhaltung von Ersatzteilen
      - Gemeinsame Reinvestitionen
      - Gemeinsame Integration Digitalfunk
      - Unmittelbare Information über operatives Geschehen der unterschiedlichen Organisationseinheiten untereinander
      - Bessere Zusammenarbeit bei gemeinsamen Einsatzgeschehen durch transparente Datenhaltung soweit sinnvoll und keine Bedenken der Datensicherheit bestehen
      - Gemeinsame Datenbasis
      - evtl. Personaleinsparung und damit Personalkosteneinsparung durch Synergieeffekte
    • was habt ihr eigentlich alle dagegen dass die Polizei in eine ILS einzieht ?

      wenn wir nicht gerade im fernen Osten wohnen, ist die Polizei hier heutztage uns immer noch wohl gesonnen,
      und wer nichts verbrochen hat, wird auch nicht von ihnen behelligt !

      Ausserdem sitzen in einer ILS auch nicht unbedingt FW-ler, RD-ler und Pol-ler nebeneinander am gleichen Tisch.
      Man muss sich das doch auch von der technischen Seite her vorstellen: getrennte Räume in denen die jeweiligen Telefonleitungen auflaufen, in denen die Schränke mit dem Brauchbaren gefüllt sind und Wände auf die nur das projeziert wird, was gerade interessant ist.

      Wie soll da denn ein Großraumbüro mit allen drei aussehen ? an jeder Wand dutzende Bildschirme ?

      nee, auch wenn es ILS heist schliesst es nicht aus, dass es "Wände" ziwschen den BOS gibt.

      Und was den Datenschutz zwischen RD und Pol angeht: ich weiß, worum es geht.
      Aber meint ihr wirklich dass die Pol, die ebenso unter Kostendruck, Personalmangel und Überstunden steht,
      nichts anderes zu tun hat als den RD-Funk abzuhören um Trunkenbolde zu fangen ?

      Ich habe absolut nichts gegen eine ILS .. der einzige Grund für mich alles räumlich zu trennen wäre die Ausfallsicherheit !

      Was ist, wenn ein Gebiet durch Feuer, Wasserschaden, Anschlag, Naturkatastrophe, Biowaffe, Stromausfall etc lahmgelegt ist ... und ausgerechnet da liegt die ILS ... ?

      da wünscht man sich doch eine befreundete Ausweichleitstelle am anderen Ende der Stadt :)
      es gibt immer einen Idioten der einem die Tour versaut !
      genau Einen !

    • Hi,

      Rüdiger Barth schrieb:


      Naja, dieses Beispiel kann man auch umdrehen. Unwetter, Hochwaser etc. sind sicher nicht an der Tagesordnung, sondern auf gewisse Zeiten des Jahres begrenzt. Und natürlich gibt es auch bei uns Spitzenzeiten, wo man als Anrufer Sekunden bis Minuten in der Warteschleife landet, wenn man die 112 wählt. Andererseits stelle ich mir mal den Bürger vor, der bei einer rein "weissen" Notfallnummer 19222 anruft, weil seine Frau eben umgekippt ist und keinen Schnaufer mehr tut. Er hängt aber auch in der Warteschlange, weil das Krankenhaus eine Verlegung bestellt, das Altenheim hat eine Einweisung, und dann sind da noch die Anrufer, die ihr Leid für den Ärztlichen Notdienst klagen wollen. Und da gibt es dann für den Notfall-Anrufer keine Verzögerung???


      Die "Bestellzeiten" von KH-Transporten sind planbar, ggf. führt man dafür andere Mittel ein (eigene Nummer, Online etc.) Wir hatten als priv RD schon vor 20 Jahren für KTP-Bestellungen eine eigene Nummer....



      Auch bei uns gibt es die 19222, eben genau für diese Krankentransportdisposition, der Anrufer landet auch in der gleichen Leitstelle, nur an einem anderen Tisch. Und sollte der Disponent sehen, dass es sich doch um einen Notfall handelt, kann das auch direkt von dieser Leitstelle abgearbeitet werden. Aber die Notfallnummer 112 ist eben auch für Notfälle frei. Arztpraxen, Krankenhäuser, Pflegeheime etc können die 19222 für die weniger dringlichen Anrufe nutzen.


      Das ist schon mal ein richtiger Ansatz ;)


      Große Integrierte Leitstellen haben doch auch deutlich andere Vorteile:
      - Reduzierte Beschaffungskosten durch Standardsystem und gemeinsame Ausstattung
      - Nutzung von Redundanzen
      - Reduzierte Wartungskosten
      - Gemeinsame Vorhaltung von Ersatzteilen
      - Gemeinsame Reinvestitionen
      - Gemeinsame Integration Digitalfunk
      - Unmittelbare Information über operatives Geschehen der unterschiedlichen Organisationseinheiten untereinander
      - Bessere Zusammenarbeit bei gemeinsamen Einsatzgeschehen durch transparente Datenhaltung soweit sinnvoll und keine Bedenken der Datensicherheit bestehen
      - Gemeinsame Datenbasis
      - evtl. Personaleinsparung und damit Personalkosteneinsparung durch Synergieeffekte

      [/quote]

      Viele Teile davon lassen sich auch erreichen, wenn man nicht Alles einzig und alleine durch die Feuerwehr und unter nur einer Rufnummer und in einem Raum laufen lässt. Gerade heute ist es z.B. nicht mehr notwendig, einen ELR-Server in jeder Einzelleitstelle vorzuhalten. Einzelne BOS können sich via VPN oder anderen Verbindungen durchaus an ein zentral vorgehaltenes System andocken. Das Gleiche gilt für Telefon und Funk.

      Auch hier übrigens mal wieder ein Vergleich mit der "freien Wirtschaft" - dort ist es längst üblich, technische Ressourcen zentral zu hosten und Filialen, Projektteams etc. greifen darauf via VPN zu, selbst wenn sie über die ganze Welt verteilt sind. Ich arbeite in einer Firma, die deutschlandweit aufgestellt ist und die zentrale Datenhaltung steht in München. Ganz selbstverständlich greifen darauf auch die Kollegen in Hamburg, Berlin oder Köln zu und ich weis auch, welche Störung der Kollege in Bozen gerade bearbeitet und welche Ergebnisse er dabei aktuell hat oder ob sich ein Kollege in Berlin einen Kundentermin gesetzt hat und somit für die Münchner Zentrale zu diesem Zeitpunkt nicht direkt erreichbar bzw. verplanbar ist. Beim Kollegen in Hamburg sehe ich, wenn er sein Telefon abhebt - ist schliesslich eine Nebenstelle der zentral gehosteten TK-Anlage die in München steht. Die Kollegen der Störungs-Hotline sitzen überall - jenachdem, wer Dienst hat und das auch manchmal im Homeoffice. Die "zentrale Rufnummer" wird verteilt, lokale Nummern direkt geroutet. Man muss heute nicht mehr alles in einen Raum und an einem Ort konzentrieren und man benötigt auch keine Techniker, die sich in allen Systemen perfekt auskennen. Spezialisten bekommt man auf Knopfdruck, anhand Routing bestimmter Servicenummern usw.

      Komisch ist es schon - wenn es um Menschenleben geht, dann werden die ganzen technischen und personellen Möglichkeiten quasi "vergessen". Man hat "112" anzurufen und wenn es gerade ein Unwetter gibt, hat man mit seinem Herzinfarkt ggf. ein kleines aber vielleicht tödliches Problem. Und wie der Bericht des bay. ORH zeigt, schaffren es die bay. ILsten noch nicht einmal, die gesetzlich geforderten Reporting-/Qualitätskriterien einzuhalten. Klar, "ist halt Bayern" mag so Mancher sagen, aber ich möchte nicht wissen, wie es wirklich in anderen Bundesländern aussieht und welche gesetzlichen Vorgaben dort garnicht erst bestehen...

      Ich bin wahrlich kein Freund des BRK, aber "Rettungsleitstelle" konnten die schon immer und selbst ein steinzeitliches "Zettel schreiben und auf das Laufband zum Funkdisponenten legen" hat in vielen Fällen besser funktioniert als das, was in technisch hochgerüsteten und ELR-gestützten Leitstellen heute so läuft. Ich hab das selbst schon in einer "alten" Leitstelle miterlebt: Ruf quer durch den Raum "Notarzt zum Marienplatz, schnell!" und die Alarmierung ging raus, bevor das Telefongespräch überhaupt beendet war geschweige denn ein "Zettel" geschrieben und "verschickt" wurde.

      Die ILst. München (=BF) gibt es seit nunmehr mehr als 12 Jahren und die ersten Jahre waren eine reine Katastrophe was den RD bzw. dessen Disposition betrifft. Seit einigen Jahren ist das nun auf einem Level, wo man aus RD-Sicht sagen kann "passt so". Dennoch spürt man bis heute, wer am Funk oder Telefon sitzt und welchen Fachbereich er "kann" bzw. bevorzugt.
      Ich weiss, was ich sage. Ich weiss nicht, was du verstehst
    • Mir stellen sich da als Laie einige Fragen.
      Wäre es nicht am Einfachsten eine ILS zu bilden in RD und FW zunächst getrennt sind. Aber lediglich dadurch, dass Disponent 1 FW macht und Disponent 2 den RD? Wenn in einem Bereich grad mehr zu tun ist können sich beide Disponenten schließlich auch gegenseitig unterstützen. Ansonsten würde man die Aufgaben trennen. So wäre es doch am effektivsten?!
      Wobei die Ausbildung auch zum Einsatzbereich passen sollte. Unsere Leitstelle (Ludwigshafen) soll meinen Informationen nach (ka. ob die noch aktuell sind) eine ILS unter der Leitung der Feuerwehr Ludwigshafen werden. Die werden jedoch vom RD recht wenig Ahnung haben...

      An sich sehe ich die ILS als notwendig an. Ganz einfach wegen den verschiedenen Rufnummern. 110 und 112 kennt jeder. Aber 19222 kennt in meinem Bekanntenkreis kaum jemand. Dazu kommt noch die komplizierte Anwahl vom Handy aus (wenn ich unterwegs bin weiß ich auch nicht immer welche Vorwahl ich grad wählen muss). Dann kommt noch dazu, dass es in jedem Bundesland anders gehandhabt wird. Wer kann sich schon merken in welchem Bundesland man welche Nummer wählen muss? Dazu kommt dann der ärztliche Notdienst, der scheinbar auch nicht einheitlich gehandhabt wird...
      Gäbe es eine kostenfreie, dreistellige RD-Nummer wäre die ILS nicht zwingend notwendig... aber so kommen wir nicht um die ILS rum.
    • Ich mach mich hier gerade unbeliebt

      Moin,

      in NRW gibt es Leitstellen seit Mitte der 70ger.
      Qualfikation der Disponenten: RettAss+ BIII(Berufsfeuerwehrmann-Gruppenführer)

      Und das klappt seit mindestens 20 Jahren....

      Gruss kai

      Und Köln disponiert seit dem ich denken kann auch nicht nur aus Status 2.
      Das ist schon seit Jahrzehnten so....
      und das für ein Stadtgebiet von 405 km², 1 Million Einwohnern und 45 RTW, 2 Baby-RTW, Intensiv-Verleger, Psych-RTW, Adipositas-RTW(zukünftig), Infektions-RTW, 2 RTH und 8 NEF und auch Feuerwehr bei entsprechenden Einsatzzahlen.

      Das ist in NRW Standard.
    • Hi,

      Schulsani schrieb:

      Mir stellen sich da als Laie einige Fragen.
      Wäre es nicht am Einfachsten eine ILS zu bilden in RD und FW zunächst getrennt sind. Aber lediglich dadurch, dass Disponent 1 FW macht und Disponent 2 den RD? Wenn in einem Bereich grad mehr zu tun ist können sich beide Disponenten schließlich auch gegenseitig unterstützen. Ansonsten würde man die Aufgaben trennen. So wäre es doch am effektivsten?!


      Das Problem hier ist die einzige Rufnummer - die 112. Darüber kommt Alles. Vom Anrufer, der eigentlich nur den ärztl. Notdienst braucht, Herzinfarkt, Katze-auf-Baum, Grossbrand, Wespennest, Zimmerbrand, Ast-auf-Strasse - einfach Alles.


      Wobei die Ausbildung auch zum Einsatzbereich passen sollte. Unsere Leitstelle (Ludwigshafen) soll meinen Informationen nach (ka. ob die noch aktuell sind) eine ILS unter der Leitung der Feuerwehr Ludwigshafen werden. Die werden jedoch vom RD recht wenig Ahnung haben...


      und genau das ist das Problem. Eien Ausbildung zum RA ist schnell gemacht, aber die Erfahrung in diesem Beruf nicht. Und ohne Erfahrung geht es nunmal nicht - jedenfalls nicht nach der heutigen Denkweise und Anforderung, bei denen der Disponent in beiden Fachbereichen ausgebildet sein muss.

      Anders wäre es, wenn es - losgelöst vom Fachdenken wie "RD", "Polizei" oder "FW" - ein Berufsbild "Disponent" und "Calltaker" gäbe. Sowas wird zum Teil in den USA bei der "911" gemacht. Mehr oder weniger einfache "Sachbearbeiter" nehmen den Call an, fragen gem. Abfrageschema nach und tippen alle Informationen in eine Maske. Die einzige Entscheidung die sie treffen müssen ist, den Einsatz dem zuständigen Disponenten zuzuweisen, also RD, FW oder Police. Der Disponent entscheidet dann, ob der Einsatz nur sein Fachgebiet betrifft oder ob andere Disponenten/Fachbereiche informiert werden müssen. Grundsätzlich kein schlechter Ansatz. Schnelle Anrufannahme auf nur einer Notrufnummer (911), Disposition und Abwicklung/"Taktik" erfolgt dann durch die jeweiligen Fachbereiche. Ob der Fachdisponent dann einen RTW oder einen RTH schickt, einen Löschzug oder nur ein HLF oder zusätzlich einen RW-Umwelt, eine Polizeistreife oder das SEK - das muss den "Calltaker" dann schon garnicht mehr interessieren.

      Wenn man es ganz genau nimmt, ist alleine die telefonische Anrufannahme schon ein Spezialgebiet. So Dinge wie "Gesprächsführung" liegen nicht Jedem, das Gleiche gilt für notwendige Fremdsprachen (min. 1 Fremdsprache wie z.B. Englisch "sicher"). Andere Leute lieben es, wenn sie "das Chaos regieren", d.h. es organisieren können, dass doch noch irgendwoher ein benötigtes Fahrzeug aufgetrieben wird, bei komplexen Lagen vorrausdenken können und schon mal "im Hintergrund Ressourcen suchen" usw.




      Ganz einfach wegen den verschiedenen Rufnummern. 110 und 112 kennt jeder. Aber 19222 kennt in meinem Bekanntenkreis kaum jemand. Dazu kommt noch die komplizierte Anwahl vom Handy aus (wenn ich unterwegs bin weiß ich auch nicht immer welche Vorwahl ich grad wählen muss). Dann kommt noch dazu, dass es in jedem Bundesland anders gehandhabt wird. Wer kann sich schon merken in welchem Bundesland man welche Nummer wählen muss?


      Eine "übergreifende" Notrufnummer, die in einer BOS-Zentrale aufläuft ist ja nicht verkehrt. Im GSM-Netz in Europa war die "112" schon "Notruf", bevor sich überhaupt irgendwer Gedanken um eine ILSt. gemacht hat. Gut, die Anfänge waren abenteurlich, in manchen Fällen lief die GSM-112 einfach in der Nothilfe eines Krankenhauses, auf einer Polizeiwache oder bei einer Werkfeuerwehr etc. auf - aber immerhin einheitlich und 24h besetzt und einigermassen fachkundig. Ich hab auch nichts gegen eine EU-weit einheitliche Notrrufnummer, über die ich irgendwie jemanden erreiche, der mir im Notfall weiterhelfen kann. Das Dumme ist nur, dass die EU die "112" ausgewählt hat und damit automatisch alle Feuerwehren in Deutschland auf den Plan ruft und die Feuerwehr schliesst daraus, dass nur sie die einzig wahre und wichtige Nummer habe und deshalb auch "Leitstelle" sein muss. In anderen Ländern, die eine "112" bisher nicht kannten, läuft das wesentlich entspannter. Und so entspannt war es ja auch gedacht -eine Nummer, unter der jeder Bürger in der EU eine offizielle Stelle erreicht, die ihm weiterhelfen kann - egal ob er die Polizei, den RD oder die FW braucht.

      btw. - ich will eigentlich keine Einzelbeispiele liefern, aber heute musste ich doch sehr an den akt. Thread denken, als ich das Alarmschreiben gelesen habe:

      Einsatzadresse: XY-Strasse 25
      Meldebild: Kollaps
      Stichwort: RD RTW interner Notfall
      Bemerkung: auf der Toilette
      Objekt: -

      Ah... ja..... Also auf der Toilette. Schön. Und wo sollen wir klingeln?
      Ich weiss, was ich sage. Ich weiss nicht, was du verstehst
    • Rettungsopa schrieb:

      Einsatzadresse: XY-Strasse 25
      Meldebild: Kollaps
      Stichwort: RD RTW interner Notfall
      Bemerkung: auf der Toilette
      Objekt: -

      Ah... ja..... Also auf der Toilette. Schön. Und wo sollen wir klingeln?

      Einfamilienhaus??? nur eine Klingel?

      Nein, mal im Ernst. Solche fehlenden Informationen kannst Du immer mal haben, egal ob RD´ler oder FwMann. Da reicht schon ein schlechter Tag des Einzelnen.

      Ich arbeite im RD nun seit über 25 Jahren, wir hatten schon immer eine integrierte Leitstelle, habe die Zusammenlegung von zwei integrierten Leitstellen erlebt (natürlich mit Anlaufschwierigkeiten), aber ich kann die Ablehnung in keinster Weise nachvollziehen.
    • Jetzt ist es sowieso zu spät für etwas anderes als eine ILS mit 112 als Nummer. Das rumgeswurschtel mit 19222 durchblickt sowieso keiner mehr. In RLP wüsste ich schonmal gar nicht welche Nummer ich wählen soll... unsere Leiststelle hat noch 19222... ein paar km von hier hat man seit September 112...wenn ich über die Grenze nac BaWü oder Hessen fahre sieht es wieder anders aus...

      Aber wenn man eine ILS einrichtet dann bitte mit ausreichend qualifizierten Kräften. Gerade im RD dürfte das recht kompliziert ohne Erfahrung sein, da die meisten Leute gar keine Ahnung haben und entweder völlig unter oder übertreiben... ich behaupte mal als Laie da ist die Feuerwehr Disponierung einfacher (zumindest wenn man das Schema sieht wie man es bei unserer FW gemacht wird)
    • @ Schulsani

      Ich nehme an, dass du auf die Leitstelle Südpfalz (ex Landau) anspielst. Dort ist die 112 auch schon deutlich länger in der RLS aufgelaufen, welche die Erstalarmierung vorgekommen hat. Ich würde grundsätzlich die 112 nehmen. Die ist überall verfügbar und falls du dort an den falschen geraten solltest (eher selten), kannst du meist direkt durchgestellt werden. Die 19222 macht halt recht häufig Schwierigkeiten: Man benötigt die Vorwahl (beim Handy), die 19222 ist nicht flächendeckend geschaltet und in grenznahen Bereichen landet man nicht selten in der falschen Leitstelle (z.B. LU/ MA).


      ZUm Thema:
      Im Landkreis Celle gibt es seit nun mehr 12 Jahren auch eine ILS, was an für sich nur Vorteile mit sich bringt: die FRLS, wie sie sich so schön nennt, ist in der Land des Landkreises und mit Rettungsassistenten, die ebenfalls die Feuerwehrlaufbahn bis zu einer Führungsposition durchlaufen haben, besetzt. Die Notrufe laufen zentral in einer Stelle auf und es kann aufgrund der Meldungen effektiv (FF und/ oder RD) alarmiert werden. Nächster Vorteil sind die Rückmeldungen der Einsatzkräfte, die bei einer ILS deutlich schneller zwischen den Fachbereichen ausgetauscht werden können.
    • Hi,

      Sani-SEG schrieb:


      Ich würde grundsätzlich die 112 nehmen. Die ist überall verfügbar und falls du dort an den falschen geraten solltest (eher selten), kannst du meist direkt durchgestellt werden.


      Genau das war ja auch die Idee der EU: Eine EU-weit verfügbare, einheitliche Rufnummer, die zu einer (irgendeiner!) ständig verfügbaren (BOS-)Notrufzentrale führt, die den Notruf entgegennimmt und die erforderlichen Schritte einleitet (beraten, selbst erledigen, weiterverbinden etc.)


      Die 19222 macht halt recht häufig Schwierigkeiten: Man benötigt die Vorwahl (beim Handy), die 19222 ist nicht flächendeckend geschaltet und in grenznahen Bereichen landet man nicht selten in der falschen Leitstelle (z.B. LU/ MA).


      Bayern hat das im Festnetz gut hinbekommen. Überall vorwahlfrei und fast immer zur richtigen RLSt. Nur dort, wo es Überschneidungen von Ortsnetz und RD-Bereich gab (z.B. Lkr. Erding, Ortschaft Eching b.M. - Münchner Ortsnetz, RLSt. Erding zuständig) stimmte das Routing nicht - galt damals aber auch für die 112. Erst als alle Telefonvermittlungsstellen komplett digital waren, konnte auch dort z.B. die 112 richtig geroutet werden.

      Heite haben wir das Problem des Routings bei VoIP-Anschlüssen. Man kann problemlos in München mit einer Hamburger VoIP-Nummer telefonieren, landet aber mit der 112 dann in Hamburg. Wäre die 112 auch mit einer Vorwahl erreichbar, gäbe es das Problem nicht, man könnte seiner Fritz!Box etc. beibringen, bei Wahl der 112 eine Vorwahl automatisch hinzuzufügen (hier also 089/112)

      112 ohne Vorwahl ist so eine Sache. Grundsätzlich ohne Vorwahl ist ja o.k., aber es ist leider nicht möglich, gezielt eine bestimmte Leitstelle anzurufen, wenn man das will. Wir haben immer wieder mal Anrufer aus gnaz entfernten Städten oder gar aus dem Ausland, die zur Münchner ILSt. wollen +49 89 112 geht nicht, also landen die Leute häufig bei uns, da "Ambulanz..." im Telefonbuch und bei der Auskunft ganz oben steht..... Grund? Meistens sind es Angehörige, die ihre Verwandte(n) in München nicht erreichen und sich Sorgen machen. Sie wollen meistens wissen, ob die Person in ein KH transportiert wurde oder sie wollen direkt den RD dorthin alarmieren. Die Vorwahl für München kennen die Leute - schliesslich lebt der/die Angehörige ja dort und man telefoniert öfters - nur eben 089/112 geht nicht. Auch für Leute, die sich auskennen (z.B. Wanderer, Förster etc.) und z.B. mit dem Handy im Grenzgebiet unterwegs sind, wäre eine Vorwahl+112 nützlich - sie würden dann die Leitstelle erreichen, die zuständig ist. (ich kenne ein paar Gegenden, in denen ich kein deutsches GSM-Netz mehr empfange, aber noch in Deutschland bin....)




      Im Landkreis Celle gibt es seit nun mehr 12 Jahren auch eine ILS, was an für sich nur Vorteile mit sich bringt: die FRLS, wie sie sich so schön nennt, ist in der Land des Landkreises und mit Rettungsassistenten, die ebenfalls die Feuerwehrlaufbahn bis zu einer Führungsposition durchlaufen haben, besetzt. Die Notrufe laufen zentral in einer Stelle auf und es kann aufgrund der Meldungen effektiv (FF und/ oder RD) alarmiert werden. Nächster Vorteil sind die Rückmeldungen der Einsatzkräfte, die bei einer ILS deutlich schneller zwischen den Fachbereichen ausgetauscht werden können.


      Ich bezweifle ja nicht, dass es funktionieren kann. Nur in einem Bundesland, in dem die Feuerwehr traditionell seit Jahrzehnten nichts mit dem RD und der RD ebenso nichts mit der FW zu tun hatte, ist es halt schwer, zum Einen geeignete, gute Leute für eine ILSt. zu finden und zum Anderen ein stimmiges Gesamtkonzept (auch ELR-Software, Vorhaltung für Spitzenauslastung usw.) zu entwickeln.
      Ich weiss, was ich sage. Ich weiss nicht, was du verstehst
    • Hi,

      Rüdiger Barth schrieb:



      Einfamilienhaus??? nur eine Klingel?

      Nein, mal im Ernst. Solche fehlenden Informationen kannst Du immer mal haben, egal ob RD´ler oder FwMann. Da reicht schon ein schlechter Tag des Einzelnen.



      Naja, sowas in dieser Art kommt leider öfters vor. "XY-Strasse im 6. OG bewusstlos" oder dergl. - klingt verdächtig nach "6.OG Zimmerbrand", denn da ist der Name an der Klingel nicht ganz so wichtig.... Ebenso z.B. bei "Objekten", die im ELR eben eine feste Adresse aber viele Eingänge/Zufahrten haben (z.B. Friedhof, Park etc.). Klar, ein Löschzug wird zu der hinterlegten Adresse fahren, da das oft die einzig geeignete Zufahrt für Grossfahrzeuge zum Gelände ist. Hilft dem RD halt nix, wenn der Patient 3m von einem kleinen Seiteneingang entfernt ist und man mit dem RTW problemlos dorthinfahren könnte. Sowas habe ich z.B. öfter im Tierpark. Der hat eine im ELR hinterlegte Anschrift - diese ist die Hauptzufahrt für Lieferfahrzeuge und wohl auch für die Feuerwehr. Nur - es gibt einige Seiteneinfahrten und Besuchereingänge, die bei Bedarf für den RD geöffnet werden können und die dem Notfallort deutlich näher sind. Muss man eben wissen und entsprechend (z.B. beim Tierparkpersonal) nachfragen "RTW zum Affenhaus, wo soll der Anfahren?, schickt ihr einen Lotsen?" Ich hab inzwischen die Nummer des "Diensthabenden" des Tierparks im Handy und rufe den direkt an, wenn es mal wieder dorthin geht.... Gut, sowas ist "Design" der Daten bzw. des ELR, und das ist eben oft stark auf die FW ausgerichtet.

      btw. Alarmschreiben: Die Örtlichkeit war eine grosse, durchaus gut bekannte Gaststätte. Die kennt man i.d.R. mit ihrem Namen, weniger mit der postalischen Anschrift. Wäre auf dem Schreiben "im Gasthof Zur Post" gestanden, wäre sofort klar gewesen, wo die Örtlichkeit ist....
      Ich weiss, was ich sage. Ich weiss nicht, was du verstehst
    • Rettungsopa schrieb:

      Ich bezweifle ja nicht, dass es funktionieren kann. Nur in einem Bundesland, in dem die Feuerwehr traditionell seit Jahrzehnten nichts mit dem RD und der RD ebenso nichts mit der FW zu tun hatte, ist es halt schwer, zum Einen geeignete, gute Leute für eine ILSt. zu finden und zum Anderen ein stimmiges Gesamtkonzept (auch ELR-Software, Vorhaltung für Spitzenauslastung usw.) zu entwickeln.
      Sorry, aber ich begreife Deine Aversion gegen die ILS nun wirklich nicht. Es gibt genügend
      Beispiele, wo das problemlos klappt und das ganze in manchen Bereichen schon seit mehr
      als 10 oder 15 Jahren.

      Das Beispiel Köln wurde schon von Hoff angesprochen und ich werfe einfach mal die ILS in
      Frankfurt, Offenbach oder Kiel ein. Dort klappt die organisationsübergreifende Disposition
      schon seit mindestens 1990, und das im großen und ganzen absolut problemlos. Und selbst
      kleinere Ein-Mann-Leitstellen haben das Thema ILS perfekt hinbekommen, weil sie schon
      immer Rettungsdienst und Feuerwehr disponiert haben.

      Scheinbar ist das in Bayern ein reines Problem der dort tätigen Kollegen, die sich mit Händen
      und Füßen gegen die ILS sperren, die Vorteile hat dort scheinbar noch keiner festgestellt.

      Fehler können immer mal passieren, egal was Du für einen Leitstellentyp Du hast, das ist zwar
      nicht schön, aber letztlich vollkommen normal, aber scheinbar werden ja mittlerweile alle ge-
      machten fehler auf das Thema ILS geschoben. Und mal ganz ehrlich, was ist daran falsch,
      wenn ein Einsatzort mit dem Straßennamen benannt wird? Darüber sollte jeder RD'ler in der
      Lage sein, den Einsatzort zu finden ... Wenn nicht, ist er definitiv fehl am Platz.
      - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
      http://www.einsatzfahrzeug-archiv.de
      facebook.com/voss.tobias
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    • Rettungsopa schrieb:

      Ich bezweifle ja nicht, dass es funktionieren kann. Nur in einem Bundesland, in dem die Feuerwehr traditionell seit Jahrzehnten nichts mit dem RD und der RD ebenso nichts mit der FW zu tun hatte, ist es halt schwer, zum Einen geeignete, gute Leute für eine ILSt. zu finden und zum Anderen ein stimmiges Gesamtkonzept (auch ELR-Software, Vorhaltung für Spitzenauslastung usw.) zu entwickeln.
      Niedersachsen gehört auch nicht zu den Bundesländern wie z.B. NRW, wo die Feuerwehr historisch/traditionell den Rettungsdienst betreibt. Sicher gibt es die großen Städte, wo die Feuerwehr im Rettungsdienst beteiligt ist, aber in der Mehrzahl der Landkreise wird das durch die HiOrgs, Private oder kommunale Eigenbetriebe durchgeführt. Dennoch werden in allen niedersächsischen Landkreisen Feuerwehr- und Rettungsdiensteinsätze durch Intergrierte Leitstellen disponiert. Und ich kann kein Chaos, Nichtfunktionieren etc sehen. Das funktioniert seit Jahren.

      Rettungsopa schrieb:

      btw. Alarmschreiben: Die Örtlichkeit war eine grosse, durchaus gut bekannte Gaststätte. Die kennt man i.d.R. mit ihrem Namen, weniger mit der postalischen Anschrift. Wäre auf dem Schreiben "im Gasthof Zur Post" gestanden, wäre sofort klar gewesen, wo die Örtlichkeit ist....
      Eine postalische Anschrift kann ich aber eher in das Navi eingeben. Bei manchen hippen Lokalitäten wechselt der Besitzer und damit evtl auch der Name des Lokals in 2 Jahren fünf Mal. Was nützt mir dann die Kenntnis "Gasthof zur Post", wenn das Ding mittlerweile "Pizzeria Brisini" heisst. Die postalische Adresse ist aber die gleiche geblieben. Eine Strasse kann ich nach Hausnummern auch runterfahren und absuchen.

      Beispiel Zoo: das ist schlechte Abfragequalität oder schlechte Datenpflege des ELR, evtl auch schlechte Organisation der Notfallwege durch den Betreiber. Hier sind die Torzufahrten des Zoo z.B. durchnummeriert. Das kann die aber in jeder Art der Leitstelle passieren 0der eben auch, wenn der Notruf bei der Polizei ankommt, nicht durchgeschaltet wird, sondern die Daten im "Stille Post Verfahren" weitergegeben werden. DAs hat aber nichts mit der Einrichtung einer ILS zu tun.
    • Die von Rettungsopa beschriebenen Probleme sind zum Teil mangelnde Kompetenz (wird es aber überall mal geben) oder fehlende Ortskenntnis. Ersteres lässt sich ändern, letzteres dürfte in München kein Problem sein.
      Als Fußgänger weiß ich oft nicht in welcher Straße ich grad bin kann aber z.B. besonders markante Geschäfte nennen. Für jemand Ortskundigen würde das völlig ausreichen... in der 70km entfernten Leitstelle hilft das natürlich niemanden weiter. Aber das ließe sich auch problemlos durch Ortung beheben.
      Daher sehe ich diese Probleme nicht bei der ILS sondern wenn nur bei Einzelpersonen.